Gibt es für euch einen Unterschied zwischen "leben" und "existieren"?

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21 Antworten

Unter "existieren" verstehe ich zuerst vorhanden sein, wobei im physikalischen Bereich auch reagieren dazu gehört (chemische Reaktion).

Leben könnte man oberflächlich betrachtet so definieren, daß es sich um bewußtes Wahrnehmen und willentliches Entscheiden handelt.

Weil aber jede "willentliche Entscheidung" strikt von vorhergehenden Umständen abhängig ist, die also vorab Ursache dafür sind, wie die Entscheidung ausfällt, ist dier freie Wille in Frage gestellt und damit auch der Wille schlechthin.

Damit bleibt nach meiner Auffassung für die Definition "leben" nur noch bewußtes Wahrnehmen übrig, welches beim bloßen "existieren" nicht vorhanden ist.

Doch auch das ist wieder eine Sache des Blickwinkels. Denn wenn man einen ganzen Planeten oder auch das Universum insgesamt als ein einziges Lebewesen ansieht, dann ändert sich alles dahingehend, daß man "leben" und "existieren" als verschiedene Bezeichnungen für die selbe Sache ansehen müßte.

Es führt aber kein Weg daran vorbei, daß Menschen als lebendige Wesen angesehen werden müssen, also Leben in sich haben und sich bewußt von ihrer Umgebung unterscheiden.

Ein philosophischer Lösungsansatz wäre daher, auch noch zwischen real und fiktiv (irreal oder nicht möglich) zu unterscheiden. Eine Vorstellung von Irrealem kann zwar existieren, nicht aber das Irreale selbst.

Dann wäre "Leben" (wie ich gegenwärtig meine) bewußtes Wahrnehmen des tatsächlich Möglichen oder von Teilen des tatsächlich Möglichen, zu dem auch der Umstand gehört, bewußt wahrzunehmen, daß es Vorstellungskraft gibt.

Bloßes Existieren würde so betrachtet auch bedeuten, in seiner Vorstellung in irrealen Bereichen zu agieren und so selbst zu einem Teil des nur Fiktiven zu werden.

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"Leben" hat auch eine qualitative Bedeutung.

Im Buch "Vom Überleben zum Leben" beschreibt Karl Freilingsdorf, dass gewisse Überlebenstrategien sinnvoll sind - aber nur in Notsituationen. Es ist nicht so einfach, sie abzulegen, wenn wir sie einmal eingelernt haben. 

"Existieren" ist in diesem Zusammenhang entweder der wertfreie Oberbegriff oder sogar der Ausdruck eines qualitätslosen Lebens, - wie es in dem Kirchenlied heißt: "die da sind und doch nicht leben". 

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Ja, ganz klar. Ich erlebe auch beide Zustände durchaus wechselseitig.

Es gibt Zeiten, in denen ich nur existiere. So war das zum Beispiel, als ich meine treue Seele dem Himmel überantworten musste.

Da habe ich ganz lange nur existiert.

In diesem Jahr fange ich langsam wieder an, zu leben. Ich interessiere mich wieder dafür, daß es schön um mich herum ist und mache aus eigener Motivation heraus etwas dafür.


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Man muss erst mal existieren, um leben zu können. Ist aber die Existenz gefährdet, wirds mit dem Leben schwieriger. Nur für den Existentialisten gilt, dass Existenz vor Essenz kommt. Den Normalos geht jede Essenz im Leben verloren, wenn erst mal die Existenz futsch ist. In Griechenland soll es möglich sein, in den Rentenlisten zu existieren, wenn man nicht mehr lebt. Kenn sich da einer aus.

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Der Begriff "leben" ist im allgemeinen durch eine Vielfalt der Existenzgestaltung aufgeladen. "Existieren" bezeichnet dagegen oft einen Vorgang, der sich lediglich durch Fortpflanzungfähigkeit und einen Stoffwechsel auszeichnet, es gilt also auch für einen Grashalm. Wenn durch den Bezug zum übrigen Text jedoch klar wird, was gemeint ist, kann man die Wörter auch nach belieben umgekehrt verwenden.

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Natürlich.

Sofern deine Organismen arbeiten lebst und existierst du. Sobald diese aufhören sollten zu funktionieren, du also stirbst, wirst du existieren. Rein physisch gesehen.

Ich sehe das Leben nicht als etwas höheres oder an eine Seele gebunden. Funktioniert alles, lebst du. Wenn nicht, dann existierst du.

Man kann auch sagen, du bleibst immer du. Egal ob du an oder aus geschaltet bist. Nur dein Zustand ändert sich ^^

Ist natürlich Ansichtssache

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Für mich sind diese Begriffe in Bezug auf den Menschen folgendermaßen gegliedert:

Existieren beschreibt allein den Zustand, in dem sich der Körper befindet, wenn er sich in physiologischer Sicht am Leben hält.

Leben erweitert diesen Zustand um die psychische Bereicherung durch Sinnesreize aus der Umwelt und bewusster Interaktion mit diesen oder seinem eigenen Bewusstsein.

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Für mich ist maßgebend die Begrifflichkeit der Existenzphilosophie. "Leben" heißt hiernach einfaches Vorhanden-sein, angepasst, unfrei wie die Masse leben. "Existieren" heißt für mich die "Eigentlichkeit" des Daseins akzeptieren, aus dem unfreien, angepassten Leben heraustreten und das Dasein "vom Tode her" denken, denn das "eigentliche", existentielle Dasein ist "Vorlauf zum Tode".

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Kommentar von mychrissie
20.08.2016, 00:54

Leider genau umgekehrt!

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'Leben' bedeutet genießen, 'existieren' bedeutet einfach nur da sein. Das ist meine Theorie bzw. Vorstellung davon.

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Kommentar von Filou2110
18.08.2016, 23:57

Wollte ich auch schreiben.:)

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Etwas das lebt, existiert, aber etwas das existiert, muss nicht unbedingt leben.

Und "leben" bedeutet man ist "lebendig" wohingegen "existieren" ein wissenschaftlich objektiver Ausdruck ist, bei dem nicht hervorgeht, ob das Ding aktiv ist. Würd ich mal behaupten

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Kommentar von iDreamless
18.08.2016, 23:52

In dem Sinne ist das logisch, ja. Aber, ich habe mich da nicht gut genug ausgedrückt, ich wollte meine Frage eigentlich nur auf Lebendes beziehen

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Naja die Definition haben die anderen dir hier ja schon genannt.

Aber abseits der exakten Definition verstehe ich unter leben, etwas das positiv ist. Die Existenz allein dagegen kann auch eher negativ sein.

Ein Mensch der Spass am leben hat, der wird mit Freuden sagen: JA ich lebe!

Ein Mensch der sehr unglücklich ist und dem sein Leben bedeutet würd wohl eher sagen: Naja ich existiere halt.

Was im Grunde auch der Definition entspricht nur eben auf das Leben eines Menschen und seine persönliche Bindung zu selbigem bezogen.

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Kommentar von HanzeeDent
19.08.2016, 00:14

Ja! Ich denke, es geht bei solchen Begriffen sehr um die emotionale Interpretation. Die Menschheit hat die Sprache erfunden, sie war nicht immer schon da.

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Kommt drauf an, wie man den Begriff leben definiert. Im biologischen Sinne isses auch nicht mehr als exisitieren, im psychologischen/philosophischen/mralischen Sinne ist leben natürlich Einiges mehr als nur bloß exisitieren.

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"Leben" bedeutet" existieren und diese Existenz mit Inhalten auszufüllen.

"Existieren" bedeutet "Physisch" (körperlich) mit allen biologischen Funktionen zwar vorhanden zu sein, ohne diesem Vorhandensein einen Sinn zu geben oder geben zu können.

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Kommt drauf an auf was es bezogen ist. Ein Handy zum Beispiel existiert, lebt aber nicht.

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Klar, denn ein Stein existiert, aber lebt nicht, und bezogen auf den Menschen bedeutet das Aufbauen einer Existenz die Existenz zu sichern, aber ein Mann, der seine Existenz genießt, wird als Lebemann bezeichnet.

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Ja, definitiv!!!!!!!! Und darüber bin ich nicht unbedingt unglücklich od. dergleichen.......
nope, mir helfen diese Fähigkeiten um Di.... analysierend in Erkenntnir dße Gedanken schon immer sehr-- sehr gut.....; ☺

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Klar. Es existieren einige Dinge im Universum, die nicht leben!

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Kommentar von michi57319
19.08.2016, 00:24

Umgekehrt wird auch ein Stiefel draus: Viele Menschen leben Dinge, die nicht beweisbar existent sind.

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Na klar!

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Kommentar von Volens
19.08.2016, 11:21

Existieren ist wesentlich umfassender als Leben.

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Nein, es gibt keinen Unterschied.

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Ja. Ich lebe mein leben und du existierst nunmal auch darin als fragesteller.

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Kommentar von mychrissie
20.08.2016, 00:59

Wenn man's genau nimmt, existierst Du auch nur in seinem Leben als einer, der sich zu einer Antwort veranlassen ließ. :-)))

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Kommentar von LordOfTriforce
22.08.2016, 01:27

😢hinterfragst du mein leben? 😂 nun wir können hier für immer philosophieren xD

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