Fastenzeit: überleben mit Wasser und Brot in 40 Tagen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Absicht ("Glauben voll auszuleben... Jesus näher zu kommen ... Einfach etwas mehr zum Glauben finden ...") finde ich gut.

Vor diesem Hintergrund ist der Zweck von Fasten, sich nicht von äußeren Einflüssen ablenken zu lassen, indem man auf diese verzichtet.

Da gibt es im heute üblichen Alltagsleben hier doch ganz andere Dinge, die einen ablenken, als die Ernährung.

Wenn du dir zu Wasser und Brot noch eine tägliche Dosis Obst oder Gemüse gönnst ("an apple a day keeps the doctor away"), dann könnte ich mir vorstellen, dass das 40 Tage lang funktioniert.

Jesus ging 40 Tage in die Wüste, ins "Nichts", wo Ödnis und Leere die Sinne und Gedanken und den Blick auf die eigenen Gefühle schärfen.

Sich in eine solche Leere (=Abwesenheit von Ablenkungen) zu begeben, ist für mich das Entscheidende am Fasten, nicht die Ernährung.

Wenn du also bei Wasser und Brot am Smartphone herumspielst, dann hast du das Ziel verfehlt ... (ich unterstelle mal, dass du das nicht tust).

Natürlich bleibt das Smartphone in dieser Zeit im Schrank ! Danke für die wundervolle Antwort

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Ja, vielleicht bekommt man durch längeranhaltende, einseitige und karge Ernährung durchaus Wahnvorstellungen. Aber mit Pilzen ginge es schneller und es wäre die geringere Körperliche Belastung.

Deinen Wunsch, Gott durch Fasten näherzukommen, kann ich sehr gut verstehen! Meiner Ansicht nach sind aber 40 Tage bei Wasser und Brot gesundheitsschädlich, während hin un wieder ein 24stündiges Vollfasten Geist und Körper sehr guttun kann.

Wenn du aber unbedingt eine 40tägige Fastenzeit wie die zwischen Karneval und Ostern einhalten möchtest, würde ich dir raten, dabei einfach nur auf all das zu verzichten, was dir besonders lieb aber nicht unbedingt notwendig ist, doch keinesfalls auf die für deine Gesundheit erforderlichen Vitamine, Mineralien und Proteine (außer den von dir erwähnten Kohlenhydraten)!

Ich kann dir aus eigener Erfahrung versichern, dass diese beiden Fastenarten gut durchführbar und auch sehr hilfreich sein können. An ein längeres Fasten mit nur Wasser und Brot würde ich mich aber nicht heranwagen. Du könntest es ja mal eine Woche lang versuchen, für längere Zeit aber nur unter ärztlicher Kontrolle. Auf jeden Fall aber wünsche ich dir für dein Vorhaben alles Gute!

Kann man nicht fasten in dem man von morgens bis abends nichts isst, oder ist dies nur die islamische Version des Fastens?

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@Temas

Ja, genau! Das ist die islamische Version des Fastens, den ganzen Tag zu hungern und sich dann nach Sonnenuntergang den Bauch „vollzuschlagen“, was meiner Ansicht nach ganz bestimmt weder der Verdauung guttut noch einen gesunden Schlaf erlaubt.

Wenn es aber gelingt, sich trotz des langen Fastentages am Abend nicht mit zu großem Heißhunger auf das Essen zu stürzen und sich etwas zurückzuhalten, kann das sicher auch funktionieren und geistig gesehen wirksam sein.

Ich denke, jeder sollte es so machen, wie es seiner körperlichen und geistigen Verfassung am besten zuträglich ist!

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@pinkyitalycsb

Danke, tut mir leid für das Kompliment, ich deine Antwort übersehen. 

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Hallo TheJessman98

Hier einige Gedanken zum Fasten.

Fasten steht praktisch immer in Verbindung mit ernsthaftem Gebet, z.B. wegen Trauer (2Sam 1:12), Sündenbekenntnis (1Sam 7:6/Ps 35:13/Dan 9:3) oder bei wichtigen Entscheidungen und/oder grossen, aussergewöhnlichen Ereignissen (Esra 8:21.23/ Apg 13:2-3/Mt 17:21). Beim Fasten verzichtet man auf irdische (nicht weltlich-sündige) Freuden und Pflichten zugunsten eines höheren, göttlichen Zieles. Der Herr Jesus hat gefastet (Mt 4:2):
die Apostel haben gefastet (Mt 6:16-18/17:21);
Paulus hat gefastet (2Kor 6:5/11:27/Apg 14:23) und auch die ersten Christen haben gefastet (Apg 13:2-3). Der Herr Jesus belehrt in der Bergpredigt seine Jünger über das richtige, Gott wohlgefällige Fasten (Mt 6:16-18).
In den NT-Briefen findet man keine direkte Aufforderung zum Fasten (ausser 1Kor 7:5 Luther/KJV). Doch findet sich der Gedanke ganz deutlich in 1Kor 7:29-31. Diese Stelle macht deutlich, dass Fasten nicht nur ein Verzicht auf Nahrungsaufnahme ist, sondern auch ein Verzicht auf irdische Freuden wie Sexualität in der Ehe (1Kor 7:5.29), Freuden allgemeiner Art (natürlich nicht sündiger Art) und Freuden an materiellen Gütern und Besitztümern.
Darin sieht man auch eine Unterordnung gewisser Pflichten und Aufgaben (Weinende als nicht Weinende, 1Kor 7:30/Luk 9:57-62) unter das göttliche Ziel dem Herrn ungeteilt anzuhängen (1Kor 7:35), ohne sich dabei dieser Pflichten und Aufgaben völlig zu entledigen (1Kor 7:5 und 1Kor 7:33-34). Es geht somit um die richtige Prioritätensetzung (Mt 6:33). Fasten ist somit nach wie vor eine sehr aktuelle Sache. Wenn nicht einfach gefastet wird um des Fastens willen, sondern weil man ein dringenderes, höheres Ziel verfolgt, das es nicht zulässt, dass wir uns in die Beschäftigungen des Lebens verwickeln (2Tim 2:4). Dies hört sich für uns Christen des 21. Jahrhunderts beinahe etwas fremdartig an, weil wir schon so stark von dem Zeitgeist der letzten Tage infiltriert sind, der durch Eigenliebe, Geldliebe (Habsucht, Materialismus) und Vergnügungssucht (2Tim 3:1-5) gekennzeichnet ist.

Das sind gut 6 Wochen.

Natürlich kann man mit Wasser und Brot diese Zeit überleben. In den Hungerzonen unserer Welt kommen die Menschen seit vielen Jahren oft mit weniger aus. Die haben weder täglich Brot noch sauberes Wasser in ausreichender Menge.

Die Frage ist nur, ob du nach 6 Wochen noch Brot sehen kannst? Bestimmt gibt es auch Mangelerscheinungen. Willst du dann die Brotsorten wechseln? Mal Vollkornbrot und mal Malzbrot?

Ist schon merkwürdig was sich manche Menschen im Namen des Glaubens so alles einfallen lassen. Es macht bestimmt mehr Sinn 6 Wochen lang normal zu leben und statt zu hungern diese Zeit zum Helfen zu nehmen. Suche dir ein vernüftiges Ehrenamt. Frag mal in deiner Gemeinde. Das fände ich um Einiges christlicher und auch vernünftiger.

Gelebter Glaube ist nicht sich in merkwürdigen Experimenten zu verlieren sondern aktiv seine christlichen Werte zu leben. Also ab in die Welt und deine gesunden Hände und deinen Verstand zum Helfen einsetzen.


In meiner Gemeinde bin ich sehr aktiv, Mache viel Jugendarbeit und besuche regelmäßig verschiedene Flüchtlingslager (jeden Sonntag), auch besuche ich Kinderheime und weisenhäuser und verbringe Zeit mit den Kindern und tue was ich mit meinen 16 Jahren kann... Habe selbst in anderen Ländern mit meinen Eltern zusammen einige kaputte Schulen wieder auf Vordermann gebracht... Also wenn das mal nicht christlich genug ist ...

Ich möchte die Fasten Zeit für mich nutzen und bin mir ziemlich sicher das ich das mit gottes Hilfe durchstehe nur meine Frage ist ob jemand Erfahrung gemacht hat  

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@TheJessman98

Dann geh das doch richtig an. Anstatt allein zuhause rum zu probieren, nutze die Angebote verschiedener Klöster. Solche Erfahrungen muss man konsequent angehen. Frage mal den örtlichen Pfarrer ob er sich da auskennt. Ansonsten google mal die Angebote verschiedener Klöster und Orden. Dort werden Erfahrung-Suchende sinnvoll und begleitend angeleitet.

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@TheJessman98

Was bringt es dir wenn du weißt was jemand erfahren hat ? Willst du es dann nicht machen ?

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@Realisti

@Realisti Mein Kommentar bezieht sich auf die Frage, der Erfahrung. Was hat sie davon, wenn sie weiß wie es ist nur von Wasser und Brot zu leben. Sie will und wird es auf alle Fälle machen.

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So meine lieben seid Mittwoch bin ich dabei! Noch nie habe ich mich so wohl gefühlt! Mal schauen wie sich das entwickelt !

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@TheJessman98

Ich habe mal davon gehört, dass Hungernde eine Art Euphorie entwickeln. Wenn du gesund bist und dich gut fühlst, dann wünsche ich dir eine gute Zeit bis Ostern. 

P.S. Wenn du das Fasten brichst, darfst du aber nicht einfach drauf losessen. Das muß man vorsichtig machen, sonst rebelliert der Körper.

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