(fast) Jeder wird geärgert/gemobbt?

14 Antworten

Ich glaube, dass jeder einmal ausgeschlossen wurde oder in der Opferrolle war und dass das Mobbing in einigen oder den meisten Fällen nur eine bestimmte Situation war. Es kann auch sein, dass die Leute das nur sagen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und es kann auch sein, dass sie es in übertriebener Version weitererzählen und es dann Mobbing nennen. Und dass jeder mal enttäuscht hat und auch enttäuscht wurde ist eigentlich etwas ganz übliches. Man muss ja nicht gleich die Absicht haben, jemanden zu enttäuschen, denn es kann auch auch mal versehentlich passieren. Aber es sind ja auch nur Erfahrungen aus dem Leben und schnell wieder Vergangenheit. Was ich sagen will, ist, dass, wenn es nicht so eine verdammt große Enttäuschung war, es auch keinen Einfluss auf dein gegenwärtiges Befinden hat, sondern nur noch eine Erinnerung ist. Man kann ja danach noch glücklich weiterleben.

Gemobbt werden schließt nicht aus, selber zu mobben. Es ist leider oft so, dass Opfer hier auch an anderer Stelle wieder zum Täter werden. Beim Mobbing geht es um Macht.

Natürlich verletzen wir uns gegenseitig, manchmal ohne es zu merken. Da aber Mobbing strukturiert und langanhaltend ist, würde ich das nicht in den selben Topf wie "verletzen" werfen. Verletzt sein, hat auch viel mit einem selbst zu tun. Wenn seine Erwartungen einfach nicht mit der Realität übereinstimmen. Gerade wenn man Erwartungen an den anderen stellt, dieser sie aber nicht erfüllt. Oftmals ohne die Erwartungen des anderen überhaupt zu kennen.

Auch denke ich, dass Mobbing genauso wie Depressionen irgendwo auch ein Modewort sist und viele sich damit identifizieren, obwohl die Kriterien dafür jeweils nciht erfüllt wurden. Lese oft, dass wenn jemand einmalig beleidigt wurde, meint, gemobbt zu werden.

Natürlich muss man aber auch sagen, dass Internet und soziale Netzwerke hier ganz neue Plattformen bieten.

"Mobbing" ist nicht mehr als ein Modewort, das für jede Kleinigkeit missbraucht wird.

Die meisten, die das Wort verwenden, leugnen einfach nur die Wahrheit, dass sie ein Weichei sind - in allen anderen Fällen ist das Wort "Bullying" angebracht.

Der moderne Erziehungsstil und das ständige Sitzen vor dem Bildschirm, um der Realität zu entfliehen, tragen dazu bei.

So sind wir Menschen halt - fast alle!

Wenn jemand geärgert wird, fühlt er sich schlecht. Oft ist dieser dann bei der nächsten Gelegenheit auch mal der Mobber, weil er dann vielleicht denkt, sich besser zu fühlen -

ich denke , die meisten kennen beide Seiten

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

ich denke mal, dass das heute mit dem internet und so alles leichter ist und man sich vielleicht mehr traut. Gerade deswegen sind Freunde heute auch so wichtig als eine Art "Gegen gewicht".

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