Erlebt Ihr Deutschenfeindlichkeit...?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich als Deutsch-Spanier erlebe natürlich des Öfteren mal Deutschfeindlichkeit. Damit man sich besser in meine Lage versetzen kann, hier ein Paar Informationen über mich die ausreichen sollten:

Ich wohne im Ruhrgebiet bei Bochum

Ich bin 19 Jahre alt

Ich sehe definitiv nicht wie ein Spanier aus, eher wie ein Naturdeutscher😂💀

Die meisten müssten wissen dass NRW, das Bundesland in Deutschland mit den meisten Einwohnern(13-14 Millionen) natürlich auch einen sehr hohen Ausländer Anteil Besitz. Dazu kommen noch die Flüchtlinge die die letzten 3-4 Jahre dazu gekommen sind. Des Öfteren erlebe ich wie der ein oder andere Ausländer (Meistens Südländisch, Richtung Naher Osten), Deutschaussehende Bürger grundlos als „Scheise Deutsche“ oder „Dumme deutsche H*rens0hn“ beleidigen und diese auch zu dritt bis viert auf diesen losgehen wenn dieser sich mit Worten wehren will, bspw „Wieso tut ihr das und was gibt euch das recht so über andere Zureden?“. Diese 3er -4er Gruppe droht diesem dann mit Schlägen wenn dieser sich nicht „Verpisst“.

Ich möchte mit diesem Beitrag nicht Urteilen, dass alle Ausländer so sind, dies ist natürlich eine begrenzte Gruppe die sich so verhält und möchte mit diesem Beitrag nicht darstellen dass dies Tag täglich passiert. Dies ist mir nur ÖFTERS aufgefallen aber selbst noch nicht passiert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich habe das auch oft miterlebt, darum geht es ja. Und Ich wohne in einem ganz anderen Teil Deutschlands, die Gruppe die sich so benimmt ist immer dieselbe.

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Ich habe die Erfahrung gemacht das grad Menschen mit Migrationshintergrund (kann ich das so sagen) meist sehr höflich sind und mich viel besser behandeln als ein Deutscher.

Auch wenn ich selbst 'deutsch' aussehe, ist der Name auf meiner Arbeitskleidung alles andere als Deutsch und grade die Mitbürger, die sich für die 'richtigen echten' deutschen halten, handeln meist total arrogant und abweisend. Manchmal wird mir sogar, wenn ich an der Kasse arbeite, jegliche Schulbildung abgesprochen oder man geht davon aus das ich nicht gut deutsch spreche.

Soviel also zu DEINER Deutschfeindlichkeit

Ich bin nicht Deutschenfeindlich. Und Ich erlebe Deutschenfeindlichkeit, ausgeübt durch eine gewisse Gruppe in diesem Land. Wenn deine Erfahrungen anders sind ist das doch super!

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@mirabellaxxoo

Ich lebe in einer normal Stadt in NRW mit ca 18.000 Einwohnern ... also alles andere als eine Großstadt

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@Federnkleid

Willst Du damit sagen, in Kleinstädten gäbe es keine Deutschenfeindlichkeit?

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@mirabellaxxoo

Diese Deutschenfeindlichkeit ist mir bis jetzt immer nur von anderen deutschen aufgefallen. Gerade die deutschen die glauben mehr zu besitzen, sind besonders schlimm und von oben herab.

Ich habe von Menschen 'anderer' Hautfarbe oder Religion noch keine Beleidigung oder Arroganz erfahren.

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Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich hier auf das Thema stoße, denn auch ich habe das Gefühl, dass dieses Thema totgeschwiegen bzw. belächelt wird. In diesem Video z. Bsp. (https://www.youtube.com/watch?v=PGukZq7EC_4). Ich habe das Gefühl, dass sehr viele das Thema gar nicht ernst nehmen, da es ja schwierig ist als Mehrheit von einer Minderheit unterdrückt zu werden? Schaut man sich aber an wie viel Prozent der Jugendlichen Migrationshintergrund haben nimmt der Anteil immer mehr zu. Gerade aus den Kulturkreisen, wo momentan viele herkommen bzw. aus denen in den letzten Jahrzehnten viele gekommen sind (Türkei, Syrien, Araber,..) habe ich schon Deutschenfeindlichkeit erfahren. Leider sind viele der Einwanderer (Nachfahren der Einwanderer z. Bsp. Türkische Gastarbeiter) angehörige dieser Kulturkreise.

Ich gehe auf ein Gymnasium. Wichtig zu wissen ist, dass in dem Gebäudekomplex 2 Schulen sind, und zwar einmal das Gymnasium, auf das ich gehe, und eine Gesamtschule. In der Gesamtschule ist der Anteil derer, die Deutsche im klassischen Sinne sind relativ gering. In den Pausen bekommt man mit, dass die Mehrheit der Schüler das klassische Bild der gescheiterten Integration abbilden. Sie sprechen sehr schlechtes bzw. asoziales (Darf man das so nennen? :D) Deutsch, sie haben ein sehr Respektloses Verhalten gegenüber Mädchen und generell anderen Schülern (vor allem von meinem Gymnasium). Schon mehrfach habe ich erlebt, wie offensichtlich von Einwanderern abstammte Kinder (Also keine Deutschen) Prügeleien oder ähnliches angezettelt haben. Einmal bin ich (zum Glück nur) mit einer Gehirnerschütterung davongekommen. Was hat das Thema mit Deutschfeindlichkeit zu tun? Naja eigentlich ganz einfach: Auf dem Gymnasium ist der Anteil an Deutschen sehr Hoch, sodass sie sehr oft Streit suchen, weil sie vermeintlich etwas gegen uns Deutsche haben. Man geht den Gang entlang und auf einmal kommen welche, nehmen irgendwas aus deinem Rucksack und wollen sich direkt Prügeln, wenn du etwas sagst. Dazu kommt, dass im Falle einer Prügelei relativ schnell eine große Masse von ihnen da ist, die auch nicht davor zurückschrecken rohe Gewalt anzuwenden. Ein Freund von mir wurde mal draußen (Steinboden!) zu Boden geworfen und zusammengetreten von einer Gruppe aus 8 Leuten. Der Grund: Er hat einen angeschaut, nachdem sie zu uns gekommen sind und provoziert haben.

Generell darf ich mir auch oft (Auch von Deutschen ): ) Wörter wie 'Alman' oder 'Deutsche Kartoffel' anhören. Klingt erstmal nach Satire, aber hat einen negativ behafteten Kontext und wird oft auch als Beleidigung verwendet. Alman wird mit dem typisch Deutsch sein verbunden, was für die Menschen aus den oben genannten Kulturkreisen etwas Schlechtes ist. So kann man dann schonmal von Freunden Alman an den Kopf geworfen bekommen, weil man sich nicht spontan treffen möchte. Auch das klingt grotesk, aber sie meinen das abwertend, also ich soll mich nicht so verhalten, weil das ja was Schlechtes ist.

Was das aus mir gemacht hat, ist eigentlich was Gutes :) (Trotzdem ist es natürlich ein großes Problem). Mittlerweile lege ich einen sehr großen Fokus auf meine schulischen Leistungen, auf meine Sprache, auf meine Interessen und habe ein sehr großes Interesse an Politik entwickelt. Ich würde auch sehr gerne in die Jugend Organisation der AfD eintreten, meine Eltern möchte dies aber nicht. Bevor ich jetzt Hass abkriege oder so etwas: Die AfD ist etwas ganz anderes, als der Nazi Club aus den Medien. Wirklich! Dort gibt es sehr sachlichen Diskurs und meiner Meinung nach ist sie die einzige Realitätsnahe Partei im Bundestag. In ihr sind frühere Arbeiter und keine Jens Spahns. Sie legt ebenfalls einen großen Fokus auf Identität, was mir auch sehr wichtig geworden ist (Bei meiner Entwicklung nach dem Motto: Was dich nicht tötet, macht dich nur stärker).

Ich möchte mich entschuldigen dafür, dass ich zum Großteil nicht auf deine Frage eingegangen bin, aber ich hab angefangen zu schreiben und dann konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Ich will hier auch keine politische Debatte lostreten mit AfD.

Hoffnungsvolle Grüße

Sebastian

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da stimme ich dir voll zu. Ehrlich gesagt, ich bin amüsiert darüber, wie sich jetzt Politiker einer bestimmten Coleur über das benehmen ihrer Schützlinge "empören" (z.B. Stuttgarter Nacht). Geht doch nur die Saat auf, die ihre Gesinnungsgenossen seit Jahren säen.

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Natürlich fällt gegenüber die Kartoffeln hier und da mal ein Spruch gelegentlich wird sich auch mal Lustig übern Kevin gemacht das aber eher Harmloser Spaß. Aber das auch kaum zu vermeiden die Staatstreue und Obrigkeithörigkeit der Kartofeln verbunden mit ihren "Moral Nationalismus" ist derartig strange das geht garnicht anders

Echter Rassismus ist mir nicht bekannt

Bist Du Deutscher, der das also als Harmlosen Spaß aufnimmt oder ein "Ausländer" der selbst so agiert?

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@mirabellaxxoo

Wir alle der gesamte Freundeskreis als auch Bekannte und Arbeitskollegen ich kenne nur wenige die es wirklich nie tun.

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@Couchpotao

Dann ist das keine Deutschenfeindlichkeit wie ich sie meine. Ihr seid ja Freunde, das ist ja was anderes.

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Mir ist so etwas noch nie passiert.

Weder hier in Deutschland noch die Male, in denen ich Urlaub im Ausland gemacht habe.

Grundsätzlich ist es so, dass ich im Leben noch nie benachteiligt wurde wegen meiner Hautfarbe oder meines Nachnamens.

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