Erich Honecker ... DDR?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Abgesehen davon, dass der Mauerbau die Abwanderung von Menschen in den Westen verhindern sollte, war er in ERSTER Linie dagegen gerichtet, dass Westbürger mit ihrer starken D-Mark, die zu völlig unrealistischen Kursen schwarz zu tauschen war, hochsubventionierte Waren in den Westen schleppten. Diese Subventionen für Lebensmittel und Kleidung sollten ja den EIGENEN Bürgern zugute kommen.Noch kurz vor dem Mauerfall bekam man als westlicher Besucher von Passanten für EINE DM sechs oder sogar sieben Mark der DDR.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also aus Sicht von Honecker, der ja an den Sieg des Sozialismus glaubte, würde ich denken, dass er damit meinte, dass die Mauer solange stehen bleibt, bis der Kapitalismus sich zum Sozialismus bekehrt hat. Wenn Westdeutschland sozialistisch ist, im Sinne von Honecker und Genossen dann brauchen die ja keine Mauer mehr. Für Honecker und Konsorten war die Mauer ein Schutzwall, damit die bösen Kapitalisten nicht so einfach ins Land kommen können. Geglaubt hat er es aber nur selber und seine Anhänger. Sein Volk wußte schon, dass es genau umgekehrt war und seine Prophezeihung von 50 od. 100 Jahren hat nicht lange gehalten und war ebenfalls genau umgekeht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Claud18
15.07.2011, 21:23

Aber wir hofften auf Veränderungen und Reisefreiheit, und nach solchen Sprüchen wussten wir, dass wir in dieser Hinsicht nichts zu erwarten hatten und wollten einfach nur noch weg.

1

Du musst dir den ganzen Satz ansehen: “Die Mauer wird so lange bleiben, wie die Bedingungen nicht geändert werden, die zu ihrer Errichtung geführt haben. Sie wird auch noch in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt sind.”

Der hat sich geirrt. Er meinte wohl, dass die Mauer solange stehen bleibt bis der “kapitalistische Klassenfeind, die BRD" (= das sind die “Bedingungen, die zur Errichtung geführt haben”) nicht mehr besteht. Nun ist es aber so, dass die Bedingungen immer noch bestehen, die Mauer aber ist weg! Abgesehen von der Eastside Gallery ;-) und ein paar Resten an anderen Stellen, also hat er sich geirrt.

Darüber hinaus hatte Honni keine eigene Meinung und hat sich immer nach dem großen Bruder gerichtet, zumindest bis zu Glasnost' und Perestroika. Ulbricht hat ja auch zuvor gesagt, dass er keine Mauer bauen wolle, und siehe da, kaum zwei Monate später war sie da.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Leichnam69
15.07.2011, 09:07

das siehst Du etwas falsch.....die Mauer ist noch immer da ,allerdings unsichtbar in den Köpfen der Menschen.Die Generation die es betrifft wird auch erst in ca 50 Jahren verschwunden sein.....also hatte Honecker wohl gar nicht so unrecht!

0

Zunächst hat nicht die DDR-Führung allein und unabhängig den Mauerbau beschlossen und realisiert. Das war ein kollektiver Beschluss der Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages, die Anfang August 1961 in Moskau tagten. Dieser Beschluss stellte faktisch eine Grenzsicherung innerhalb Berlins und gegenüber dem DDR - Umland dar. Berlin wurde im Ergebnis des 2. Weltkrieges in 4 Zonen aufgeteilt, deren Besatzer - Staaten zwar in der Anti - Hit.ler - Koalition einen gemeinsamen Nenner fanden, aber nach dem Untergang des faschistischen Deutschlands wieder zu dem wurden, was sie vorher schon waren: Mitgliedsstaaten von zwei sich unversöhnlich gegenüber stehenden Wirtschafts- und militärpolitischen Systemen.

Da die Bundesrepublik bis in die 70-er Jahre der DDR die völlige völkerrechtliche Anerkennung verweigerte (und danach auch nur halbherzig), massiv wirtschaftlichen Schaden in der DDR anrichtete und unzählige hoch qualifizierte Akademiker, Künstler und Facharbeiter abwarb, billige und staatlich subventionierte Waren aus der DDR wegschleppte, weil durch die Nichtanerkennung der DDR ein konsularischer Schutz von DDR - Bürgern in der BRD und in anderen Staaten nicht möglich war, weil auch die DDR nicht die Mittel hatte, alle DDR - Bürger mit genügend Reisemitteln (sprich harter Währung) auszustatten, weil die Staatsdoktrin eben davon ausging, dass in der DDR das "Paradies auf Erden" herrsche, weil sich gerade Anfang der 60-er Jahre die internationale Situation zuspitzte (z. B. Kuba - Krise) , weil in den Zeiten des so genannten "Kalten Krieges" von beiden Seiten mit "Säbeln", aber auch mit A-Bomben und anderen Massenvernichtungswaffen "gerasselt" wurde, womit die permanente Gefahr eines Umschlagens in einen "Heißen Krieg" bestand, usw. usf.,

wurde eben der Beschluss gefasst, die "Türe" für Diebe, Provokateure, für Leute, die in der DDR eine völlig kostenlose, hochwertige Fachausbildung bzw. Studium erhielten, sich dann aber im "Goldenen Westen" verlustieren wollten, für "heiße Krieger" usw. einfach zuzumachen!

So wie Du deine Wohnung vor Dieben, Marodeuren und Störenfrieden schützt, aber auch, damit Dir wichtige Familienmitglieder, denen Du gerade eine tolle Ausbildung bezahlt hattest und eine mehr oder weniger sichere Existenz gewähren würdest, aus Deiner Wohnung nicht in die weite Welt abhauen, ohne Dir vorher nicht wenigstens einen kleinen Gegendienst abgeliefert zu haben.


Und alle diese Gründe gab es eben 1989 auch noch in der einen oder anderen Form.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gebaut wurde die Mauer um das Abwandern von Fachkräften und das wirtschaftliche Ausbluten der DDR zu verhindern. Der Staat konnte es sich einfach nicht mehr leisten Hochschulausbildungen und qualifizierte Facharbeiterausbildungen kostenlos anzubieten und zu finanzieren und dann die ausgebildeten Fachkräfte zu verlieren . Und nach der Wende hatten wir den Effekt ja wieder. Viele hochqualifizierte Menschen sind in den Westen der Republik gegangen weil dort die Verdienstmöglichkeiten besser waren und sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Mauer in Berlin war gemeint was mir eigentlich Schnuppe war.Er hätte meinetwegen die noch 500 Jahre stehen lassen sollen. Das Wichtigste war für den Bürger der DDR, die Möglichkeit dort hinzureisen wo man wollte.das ärgerliche war ja,dass einige wenige das durften.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von abibremer
20.08.2012, 09:59

und NUN sind zwar ALLE frei undKÖNNTEN reisen, aber LEISTEN können sich das viele NICHT!

0

diese person war zeitlebens in dem irrglauben, daß der kommunismus die welt beherrschen müsse -- alle anderen lebens- und gesellschaftsformen hatten in diesem gehirn keinen platz

die realitäten haben diesen quatsch ja beseitigt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PatriceKongo
09.07.2011, 18:05

die deutschen Kapitalisten haben das auch so gesehen und haben deshalb 1919 den Antibolschewistenfonds der deutschen Wirtschaft mit 500 Mio. aus gestattet und die Berliner und Räterepublikaner von gekauften NAZI-Truppen abschlachten lassen und viele NAZI-gruppen und Parteien aufgebaut - u.a. die DAP die Feb. 1920 NSDAP wurde und wie deren Propagandist Eduard STADTLER sagte, die "WELTREVOLUTION" gelte es zu verhindern !

0

Die Gründe, die er meinte, sind die wirtschaftliche Ausblutung der DDR. Ein sozialistisches System, welches viele Gemeinschaftsaufgaben und -Produkte subventionieren muß, kann neben einem kapitalistischen zwangsläufig nur mit einer Mauer dazwischen existieren, zumal der Kapitalismus durch die damalige Systemkonkurrenz sich von seiner "besten Seite" zeigen mußte und daher viel Attraktiver wirkte. Daher war Westberlin z.B. als "Schaufenster des Westens" stark subventioniert, um das Bild vom "freien, glänzenden Westen" zu erzeugen und den Osten zu destabilisieren.

Die Bevölkerung, welcher dies überwiegend nicht begreiflich zu machen war, sah natürlich nur die vollen Kaufhäuser und die Reisefreiheit, begriff aber nicht, daß für dieses System ein Drittel von der Hand in den Mund leben mußte. Damit diese Leute nicht abhauen, und damit keine Subventionsprodukte aus dem Osten (für 20DM konntest Du damals RUCKSACKWEISE im Osten Einkaufen!) aufgekauft werden konnten, brauchte es die Mauer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PatrickLassan
09.07.2011, 14:32

Ein sozialistisches System, welches viele Gemeinschaftsaufgaben und -Produkte subventionieren muß, kann neben einem kapitalistischen zwangsläufig nur mit einer Mauer dazwischen existieren,

Ein funktionsfähiges sozialistisches System hätte keine Mauer gebraucht. Die DDR war kein solches System.

0
Kommentar von rhavin
09.07.2011, 17:18

Die BRD war der DDR nach der Zahl ihrer Bevoelkerung, nach ihrer Wirtschaftskraft und nach ihren politischen und oekonomischen Verbindungen in vielfacher Hinsicht ueberlegen. Die BRD hatte durch den Marshallplan und durch geringere Reparationsleistungen weniger an den Kriegsfolgen zu tragen. Sie hatte mehr Naturreichtuemer und ein groesseres Territorium. Sie nutzte diese vielfache Ueberlegenheit gegenueber der DDR in jeder Hinsicht, besonders aber dadurch aus, dass sie DDR-Buergern materielle Vorteile versprach, wenn sie ihr Land verliessen. Viele DDR-Buerger erlagen dieser Versuchung und taten das, was die Politiker der BRD von ihnen erwarteten: Sie "stimmten mit den Fuessen ab". Der wirtschaftliche Erfolg verlockte die Deutschen nach 1945 nicht weniger, als er sie nach 1933 verlockt hatte.

Die DDR und die mit ihr verbuendeten Staaten des Warschauer Vertrages gerieten in eine schwierige Situation. Die Politik des Roll back schien in Deutschland zum Erfolg zu fuehren. Die NATO schickte sich an, ihren Einflussbereich bis an die Oder zu erweitern.

Durch diese Politik entstand 1961 eine Spannungssituation in Deutschland, die den Weltfrieden gefaehrdete. Die Menschheit stand am Rande eines Atomkrieges. In dieser Situation also beschlossen die Staaten des Warschauer Vertrages den Bau der Mauer. Niemand fasste diesen Entschluss leichten Herzens. Er trennte nicht nur Fa­milien, sondern er war auch das Zeichen einer politischen und wirtschaftlichen Schwaeche des Warschauer Vertrages gegenueber der NATO, die nur mit militaerischen Mitteln ausgeglichen werden konnte.

0

Na Westdeutschland + Westberlin hat doch einen eigene Währung eingeführt und Militär aufgebaut - da ging es ja nicht anders.

Die Westleute haben im Osten einfach die Läden leer gekauft. Die Schwarz-Umtuaschrate war bis zu 1:12 und das bei Preisen die sowieso nur 10% denen des Westens entsprachen. Ganz abgesehen von den Möglichkeiten mit Westgeld Aufstände anzuzetteln wie am 17.juni und Spione anzuwerben ... Sabotage gab es auch ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PatrickLassan
09.07.2011, 14:29

Na Westdeutschland + Westberlin hat doch einen eigene Währung eingeführt und Militär aufgebaut - da ging es ja nicht anders.

Der Mauerbau war 1961, die Einführung der D-Mark und die Gründung der Bundesrepublik 1948. Da hat man sich eine Menge Zeit gelassen :-)

Die Westleute haben im Osten einfach die Läden leer gekauft.

Klar, weil's im Westen ja auch nichts gab. :-)

Ganz abgesehen von den Möglichkeiten mit Westgeld Aufstände anzuzetteln wie am 17.juni

Der Aufstand am 17.Juni 1953 wurde nicht mit Westgeld angezettelt, da bist Du leider auf DDR-Propaganda hereingefallen. Einer der Gründe für den Aufstand war die Erhöhung der Arbeitsnormen. Mahr Arbeit für weniger Geld gefällt niemandem.

2
Kommentar von cherskiy
10.07.2011, 01:09

"Я знаю как немецкий народ любит своего фюрера. Я хотел бы поэтому выпить за его здоровье". И. В. Сталин. ("Правда", 1 ноября 1939 г.)

"Не только бессмысленно, но и преступно вести такую войну, как война за уничтожение гитлеризма". Молотов. (Правда, 1 ноября 1939 г.)

«Советское правительство не собирается вступать в какие-нибудь связи с такими зажравшимися государствами, как Англия, Америка и Франция. Чемберлен — болван, а Даладье — еще больший болван» И. В. Сталин.

0

Er meinte damit die kapitalistischen Weststaaten, die seine "Doidsche Demokrotische Repobliiik" überfallen wollten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von rhavin
09.07.2011, 13:47

Wirtschaftlich haben sie dieses ja auch getan…

0

Er hätte sich deutlicher ausdrücken sollen !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Frag doch Margot Honecker, die lebt doch in Chile .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?