Darf ein Lehrer ein ungenügend erteilen, weil ein Schüler im Unterricht mit den Hausaufgaben begonnen hat?

9 Antworten

Kommt ganz darauf an. Wenn sie dieses Portfolio als Hausaufgabe bezeichnet, darf sie es nicht benoten. Hausaufgaben dürfen nach dem Schulrecht nicht benotet werden. Sogar deutschlandweit: https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/bildung-forschung/lehrer-duerfen-hausaufgaben-der-schueler-nicht-benoten

Euch steht natürlich der Rechtsweg offen, dem ich auch gute Erfolgsaussichten einräumen würde (Laienwissen). Ob das aber dem Lehrer-Schüler-Verhältnis dienlich ist, sei dahingestellt.

Meine Empfehlung: Gespräch mit der Lehrerin UND der Schulleitung suchen. Die Lehrerin soll dann doch bitte erstmal erklären, worin genau der Betrugsversuch bestand.

Erst wenn Schulleitung und Lehrerin auf der Note beharren und diese Note die Versetzung gefährdet würde ich mich ans Schulamt wenden und gegebenfalls einen Anwalt aufsuchen.


Rotfuchs716  14.12.2022, 21:36

Ich hatte früher als Lehrer alle Arbeiten inklusive der Hausaufgaben benotet. Bei nicht abgegebener Hausarbeit gab es eine 5.

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Biene601 
Beitragsersteller
 14.12.2022, 17:09

Vielen Dank für deine Antwort. Die Versetzung ist deshalb nicht gefährdet. Sie hat ja selbst darunter geschrieben, dass Hausaufgaben zu Hause erledigt werden müssen und deshalb den Täuschungsversuch mit ungenügend bewertet. Es ist glücklicherweise das letzte Schuljahr mit ihr als Klassenleitung. Es gab schon viele Vorfälle mit der Lehrerin und es wurde sich auch seitens verschiedener Eltern mehrfach bei der ADD beschwert. Der Lehrermangel scheint es dennoch möglich zu machen das sie unterrichten kann.

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Hacker48  14.12.2022, 07:21

Bei Referaten darf also weder die schriftliche Ausarbeitung, noch das Handout, noch das Plakat in die Bewertung einfließen? 😉

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GeneralPatton  14.12.2022, 07:36
@Hacker48

Ich habe nur darauf hingwiesen, dass die Lehrerin argumentiert hat, dass Hausaufgaben zuhause gemacht werden müssen.

Damit hat die Lehrerin das Portfolio explizit als Hausaufgabe bezeichnet und das auch als Begründung angeführt (wohl sogar schriftlich).

Entweder etwas ist eine Portfolioarbeit oder eine Hausaufgabe. Das sind eben verschiedene Paar Stiefel.

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GeneralPatton  14.12.2022, 11:43
@Hacker48
Auch ein Referat darf nicht im Unterricht vorbereitet werden.

Und was hat jetzt A mit B zu tun? Die Lehrerin hat eine 6 gegeben, weil mit der Vorbereitung im Unterricht begonnen wurde mit der Begründung, dass Hausaufgaben zu Hause zu erledigen sind. Hausaufgaben dürfen nicht benotet werden. Das ist eigentlich recht einfach.

Abgesehen davon: Wo steht geschrieben, dass ein Referat nicht in der Schule vorbereitet werden darf?

Abgesehen davon ist es von der Lehrerin sehr schlechter Stil, einfach so eine 6 zu geben und das ganze noch als Betrugsversuch zu bezeichnen. Wo genau war der Betrugsversuch?

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Hängt davon ab. Wenn der Lehrer noch nicht mit der Hausaufgabenkontrolle angefangen hat ist das eigentlich nicht gerechtfertigt.

Da jedes Bundesland, unterschiedliche Gesetze und Verordnungen hat, von sehr wohl, über möglich, bis schwierig.

Warum nicht einfach hinnehmen? Lerneffekt für den Kleinen, schummeln wird unter Umständen, nicht geduldet.


Tannibi  14.12.2022, 12:47

Warum nicht einfach auf seinem Recht bestehen?
Lerneffekt für den Kleinen: Gesetze gelten auch für Lehrer.

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XXsadXX  14.12.2022, 12:41

Warum sollte er nicht schon in der schule beginnen dürfen, ist doch nichts schlimmes

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Akka2323  22.01.2023, 21:51
@XXsadXX

Weil er in der Schule andere Sachen zu tun hat. Z. B. aufpassen.

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XXsadXX  22.01.2023, 21:56
@Akka2323

Kann man auch nicht 24/7 fordern besonders bei Kindern

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Da es während dem Unterricht war war die Lehrerin im Recht, denn dann soll er keine Hausaufgaben machen sondern dem Unterricht folgen. Zu der Benotung kann ich allerdings nichts sagen.

Wenn es jetzt eine Freistunde oder Vertretungsstunde oder sonst etwas wäre würde ich kein Problem dabei sehen, aber während dem Unterricht geht gar nicht.

Naja die Bedingungen waren doch klar. Man sollte es daheim machen und es wird wie eine Arbeit gewertet.

Mit dem Arbeiten während des Unterrichts schafft man sich doch nur einen unfairen Vorteil gegenüber Mitschülern.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 2 Staatsexamen

Magicdreamer  18.02.2023, 12:23

Und wenn man Zuhause schlechtere Lernbedingungen hat oder weniger Zeit ist das kein unfairer Nachteil?

Ich finde es auch nicht gut und sehe es nicht als gerechtfertigt während dem normalen Unterricht, aber nichtsdestotrotz stört mich der Punkt mit dem Vor-/ Nachteil gegenüber den Mitschülern.

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