Chosen Name? Bei mehr als einem Name angesprochen fühlen?
Heyllo🍄
Ich war mir eigentlich sehr lange sicher, dass ich bei meinem jetzigen chosen Name bleibe und er gefällt mir auch immer noch, der Name ich Geschlechtsneutral usw.
Online habe ich mich jetzt schon seit einiger Zeit anders genannt als im Real Life.
Online heiße ich jetzt Void. Es gibt ja immer mal wieder Leute die mehrere Chosen names haben (2 oder 3) und einfach sagen ja sucht euch aus wie ihr mich ansprecht, geht das?
Ich habe momentan 4 Namen bei denen wenn sie jemanden sagt ich mich angesprochen fühle: Meinen Geburtsnamen, meinen Real Life Chosen Name, Void und Elliot.
Ich werde meinen Namem im Pass nie ändern lassen, meinen Eltern zu liebe, weil ich eine emotionale Bindung zu meinem Geburtsnamen habe und weil es einfach ein schöner Name ist.
Damit sind der Rest eher so Rufnamen.
Und es gibt ja durchaus Leute die mehr als einen Spitznamen haben, meine Eltern haben auch 38 verschiedene Spitznamen mit denen sie mich rufen.
Ist es dann schlimm wenn ich mehr als einen Chosen Name habe?
LG Void★/Elliot
4 Antworten
Ist es dann schlimm wenn ich mehr als einen Chosen Name habe?
Es geht eben Identität verloren. Wenn andere dich zum Beispiel empfehlen wollen, könnte das zu seltsamen Dialogen führen:
“Der Otto leiste gute Arbeit, den sollte man befördern“ - „Wer ist Otto?“ - „der am Empfang.“ - „Ah, du meinst also die Margret?“
Wäre jetzt nicht so mein Ding. Ich heiße Alexander, alle kennen mich seit Geburt an als Alex. So soll das eigentlich bleiben bis ich tot bin. Obwohl mir der Name nicht so gut gefällt.
Alex
Es ist völlig normal bei seinem Chosen Name erstmal ein bisschen rumzuprobieren
Schließlich ist ein Name ja nicht einfach etwas, wie ein T-Shirt vom ALDI-Wühltisch, was man einfach mal so random aussucht, sondern etwas, was einem ja tagtäglich begleitet. Da braucht man etwas Zeit den richtigen Namen zu finden.
Vielleicht kennst du den Begriff "Baby Trans". Das bezeichnet so die Phase, in der die Person gerade für sich herausgefundet hat , daß sie trans ist (<- klappt natürlich auch mit Non-binary / Genderfluid etc.) und erstmal alles für sie neu ist und alles neu für sich entdeckt. Da ist dann auch die Zeit, wo man erstmal alle möglichen Namen ausprobiert. Ich hatte z.b. eine Zeit lang ernsthaft eine Phase, in der ich dachte, ich heiße Cunigunde. 😂
Aktuell pendle ich zwischen Arina, Laura, Emmelina und Zoé.
Es pendelt auch immer bisschen zwischen unterschiedlichen Gruppen. Im Mathestudium haben mich z.b. alle immer Marceline genannt. (Obwohl ich damals für mich noch gar nicht gemerkt hab, daß ich Trans bin. 😂😂So selbstverständlich war ein weiblicher Name also damals schon für mich)...
Als ich dann ein Semester lang keine Klausur geschrieben hab wegen SarsCov2 bin ich ein Semester runtergerutscht und war dann plötzlich als "Emily" bekannt.
Also das ändert sich auch je nach Gruppe.
"I go by many names"; hehe.
Die einzigen Personen, die mich nicht mit Chosen Name anreden, sind meine Eltern. " Du heißt [Deathname], ich hab keine Lust dich mit fremden Namen anzureden!" naja, alte 60-jährige mit festgefahrenen Ansichten, die kann man auf ihre Tage wohl auch nicht mehr ändern. :(
Mach DIr also keine Gedanken. Du bist nicht verpflichtet, von heute auf morgen deinen endgütligen finalen Chosen Name zu wählen, sondern kannst flexibel wechseln, solange Du dich wohlfühlst.
Ist es dann schlimm wenn ich mehr als einen Chosen Name habe?
Nein. Je nach Zustand, Umgebung, Umfeld, kann man beliebig viele Namen haben.
So wie im Film "Rudolf der schwarze Kater", allerdings hat Gibtsviele da seine vielen Namen nicht selbst gewählt.
Wahrscheinlich ist für das berufliche Umfeld ein wenig polarisierter Name angemessen.
Ist bei mir auch so. Aber bei mir ist meine variable Seite nicht stark ausgeprägt.
Nenn es einfach Spitzname, dann akzeptieren das auch Leute, die sich außerhalb deiner Bubble bewegen und dann ist es auch egal, wieviele du hast.
Beruflich wäre ja dann vermutlich eh mein Nachname oder halt mein Geburtstaname