Bücher für Astronomie und Astrophysik

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4 Antworten

Hallo!

Da kann ich dir folgendes Werk nur wärmstens empfehlen:

"An Introduction to Modern Astrophysics" von Bradley W. Carroll und Dale A. Ostlie, Addison Wesley Verlag, 2006, ISBN 0321442849

Da es neben vielen Aufgaben auch Projektideen enthält, kommt man im Prinzip auch mit Forschungsniveau in Berührung. Von denselben Autoren gibt es noch ein weiteres Buch namens "An Introduction to Modern Galactic Astrophysics and Cosmology", welches natürlich nicht mehr so umfassend alle (wichtigen) Gebiete abdeckt, sondern eben die im Titel genannten.

Auf Deutsch ganz OK aber nicht vergleichbar mit Obigem ist

"Der neue Kosmos: Einführung in die Astronomie und Astrophysik" von A. Unsöld und Bodo Baschek, Springer-Verlag, 2002, ISBN 3540421777.

Das Buch ist zwar neu aufgelegt worden aber der Schreibstil kommt trotzdem etwas antiquiert daher. Ich selbst habe im Studium allerdings hauptsächlich nach den Vorlesungsmaterialien meiner Professoren gelernt und in obigen Büchern nur Unklarheiten beseitigt bzw. mit dem erstgenannten Buch Aufgaben geübt.

Gruß Markus

VegetaRza 16.11.2012, 15:52

Es sieht so aus, als würde am 15. September 2013 die neue Auflage von "Der neue Kosmos" erscheinen. Da lohnt es sich wohl auch, darauf zu warten, nicht wahr? Das merke ich mir dann mal gleich vor.

Die zuerst genannte Buchempfehlung scheint mir ein Muss zu sein! Und das (einzig) Schlimme daran ist, dass ich zuvor noch nie etwas über dieses Buch gehört hatte. Daher gebührt Dir mein vollster Dank. Nur eine Frage habe ich dazu: Gibt es einen bestimmten Grund, warum der Preis von etwa 150€ so hoch ist?

Schon mal vielen Dank soweit. Und wenn Dir noch weitere Bücher einfallen, dann nehme ich die Vorschläge gerne auf :)

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StudentT 17.11.2012, 12:01
@VegetaRza

Nur die fest gebundene Ausgabe kostet 150€, als Taschenbuch ist es "nur" die Hälfte. Und der hohe Preis kommt bei englischsprachigen Bücher meist dadurch zustande, dass sie nicht der Buchpreisbindung unterliegen, die wir in Deutschland haben. Durch letztere wird nämlich gewährleistet, dass auch Lehrbücher mit meist recht geringer Auflage zu einem erschwinglichen Preis zu haben sind, während in den USA einzig Angebot und Nachfrage den meist (dann höheren) Preis für diese Bücher bestimmt...

Weitere Bücher fallen mir aus dem Stegreif jetzt nicht ein. Wie gesagt, ich habe hauptsächlich die genannten benutzt, so wie die (sehr guten) Materialien von meinen Dozenten.

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich noch was zu folgendem Buch sagen:

"Astronomie und Astrophysik: Ein Grundkurs" von Alfred Weigert, Heinrich J. Wendker und Lutz Wisotzki, erschienen bei Wiley-VCH, 5. Auflage, 2009, ISBN 3527407936

Das ist auch ein ganz gutes Buch, aber vom Niveau her eher so etwas wie ein Leistungskurs Astronomie, wenn es einen solchen in der Schule geben würde. Allzu viel höhere Mathematik wird nicht verwendet, außer das hätte sich bei den neueren Auflagen stark verändert, was ich nicht glaube. Ansonsten auch ein ganz gutes Buch.

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VegetaRza 19.11.2012, 23:37
@StudentT

Dann würde es sich anbieten, zuerst Weigerts Grundkurs zu nehmen, und erst später das englische, aber (wahrscheinlich) bessere Werk für das Studium.

Das geht ganz gut bei mir, da ich ja noch nicht soweit bin. Das ist alles noch so ein bisschen Zukunftsmusik, aber ich möchte nie in Rückstand geraten. Wenn ich mich in dem Bereich profilieren will, dann möglichst früh, um auch Chancen zu haben, mit Astronomie später was zu machen. Etwas, das den Ansprüchen natürlich gerecht wird. Ich glaube mal, an der Sternwarte ist es nicht so toll ... dagegen als Professor bestimmt sehr schön, wie ein Traum. Deswegen strebe ich dies auch an und meine Englischkenntnisse werden mir auch neue Wege offenbaren.

Immer wieder erwähnte ich die Relevanz der Mathematik (für mich in der Astronomie), aber das ist nur allzu verständlich. Ich kann ja nicht mit einem An_alysis 1-Buch erscheinen und behaupten, das reichte mir aus ... mit Linearer Algebra (Mathematische Konzepte) schon eher, aber das wird klar getoppt von Büchern, die beides behandeln. So wie die, die hier vorgeschlagen wurden.

Ich hoffe, der Preis sinkt etwas für den Carroll/ Ostlie. Dann greife ich zu, auch wenn es bald mal eine neue Auflage geben solte ... hab aber darüber keine Infos. Ich hoffe jedoch auf baldige Ankündigungen, das erspart einen Doppelkauf, falls Auflage 3 nochmals (deutlich, etwas) besser werden sollte.

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StudentT 20.11.2012, 11:18
@VegetaRza

Deinen dritten Absatz mit den Mathematikbüchern verstehe ich jetzt nicht ganz.

Ich denke, dass so bald keine 3. Auflage erscheinen wird. Immerhin sind zwischen der ersten und zweiten Auflage auch 10 Jahre vergangen und auch die Erstauflage war schon ein ziemlich umfangreiches Werk. Meiner Meinung nach ist es eben das, was am besten zu dem passt, was du suchst. Das Buch behandelt mehr theoretische Themen, z.B. Kosmologie genauso wie eher klassische Astrophysik, wie Auswertungsmethoden von Beobachtungen etc.

Eine klassische Ausbildung in Physik und Mathematik, wie sie z.B. ein Bachelorabschluss in einem dieser Fächer mit jeweils dem anderen als Nebenfach mit sich bringt wird aber vorausgesetzt, zumindest sollte man diese etwa zur Hälfte durchlaufen haben, wenn man sich sinnvoll mit dem Buch beschäftigen will. Ohne diese Vorkenntnisse kann man, denke ich, nur einen recht unbefriedigenden Bruchteil des Inhalts verstehen. Da würde ich dann zunächst eher zur Lektüre von Weigert/Wendker/Wisotzki raten.

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VegetaRza 20.11.2012, 22:09
@StudentT

Der dritte Absatz ist eigentlich ganz einfach so zusammengefasst: Will ich Astro studieren, dann kaufe ich Astro-Bücher, weil darin das Wissen, was ich genau brauche, auch in der Form drinsteht. Dafür würde ich keine Mathe, Chemie, etc. Bücher kaufen und die Inhalte zusammenführend nutzen, es sei denn, dies wäre nötig. Ich hab also ganz kompakt das Wissen in Astro-Büchern und im besten Falle nur in Astro-Büchern (die eben die Mathematik gleich mitliefern).

Die angeführten Fächer durchlaufe ich momentan. Übrigens gefällt mir die Aussage Deines dritten Absatzes. Das ist dann eine "challenge", die ich motiviert angehen kann. Schliesslich ist das mit Astronomie/ Astrophysik für mich ein grosses Ziel, das ich erreichen möchte. Sogar fast schon ein kleiner Traum. Und das Ziel vor Augen, möchte ich natürlich alles Erdenkliche tun, damit mir dies gelingt.

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Das Problem bei deinem Vorhaben ist, dass die Astronomie ein riesiges Gebiet ist, das mit einem einzigen Buch nicht abzudecken ist. Alle Astronomie-Bücher, die ich kenne (etwa der schon genannte Carroll/Ostlie), die sich dieses Ziel setzen, müssen unweigerlich Kompromisse eingehen: Einerseits ist das Buch extrem umfangreich, andererseits können viele Themen dann doch nur oberflächlich abgedeckt werden. Deshalb würde ich empfehlen, zusätzlich zu einem Überblicksbuch wie Carroll/Ostlie noch weitere Bücher zu nehmen, die sich auf Teilgebiete der Astronomie beschränken, dafür aber mehr in die Tiefe gehen. Für Kosmologie etwa kann ich drei Bücher empfehlen: "Physical Foundations of Cosmology" von V. Mukhanov sowie "Gravitation and Cosmology" und "Cosmology" von S. Weinberg.

VegetaRza 16.11.2012, 16:29

Das ist ganz natürlich, meine Erwartungen gehen auch garnicht so weit. Kompromisse einzugehen und den Stoff nur mal kurz anzugehen, ist okay, solange ein gewisser Rest vom Buch wiederum ausführlicher auf andere Themen eingeht. Ich wollte nur noch hinzufügen, dass es auch gerne mehrere Bände sein dürfen. Das ist sogar viel wahrscheinlicher; ein Band der Reihe würde sich dann einen Bereich vornehmen und inhaltlich kompetent und halbwegs zufriedenstellend behandeln.

Sind alle drei genannten Bücher in englischer Sprache verfasst?

Jedenfalls sind es ganz genau Vorschläge Deiner Art, die ich suche. Bücher, die zumindest ein Teilgebiet angehen, natürlich bisschen genauer, also auf Studiumsniveau oder höher.

Danke schon mal, ich werde mich nach den genannten Vorschlägen umsehen.

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PhotonX 16.11.2012, 17:00
@VegetaRza

Ja, alle drei Bücher sind auf Englisch und es gibt leider keine deutsche Übersetzungen. Vielleicht ein kleiner Kommentar zu den Büchern:

Physical Foundations of Cosmology beginnt bei newtonscher Kosmologie, geht dann zur relativistischen Kosmologie über, wobei aber die ART (Allgemeine Relativitätstheorie) nicht weiter ausgeführt sondern einfach verwendet wird. Schön ist zum Beispiel die Herleitung der Friedmann-Metrik aus rein geometrischen Überlegungen heraus und ganz ohne ART direkt im ersten Kapitel. Außerdem ist es eins von sehr wenigen Buch, die kosmologische Störungsrechnung behandeln, hier sollte man aber etwas Vorwissen in ART mitbringen.

Gravitation and Cosmology ist eigentlich mehr ein Buch über ART, die Kosmologie wird eher als Anwendung behandelt. Das Buch ist gut, wenn man sich erstmal in die ART einarbeiten möchte.

Cosmology setzt gute ART-Kenntnisse voraus und beschäftigt sich explizit mit der Kosmologie, wobei viele fortgeschrittene/spezielle Bereiche der Kosmologie auf hohem Niveau behandelt werden.

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VegetaRza 16.11.2012, 18:01
@PhotonX

Optimale Beschrebung des Inhalts und dazu noch so schnell geantwortet -- danke nochmals.

Für das erste Buch gibt's sogar einen weblink: http://www.astro.caltech.edu/~george/ay21/readings/Mukhanov_PhysFoundCosm.pdf

Das ist es doch, oder?

Ich habe nun eine Liste von Büchern für die Kosmologie (eben diese drei und weitere). Die Kosmologie wird von sehr vielen Autoren behandelt und scheint ganz beliebt für Schwerpunktsetzung im Studium zu sein. Mal sehen, ob mir dann diese Bücher helfen werden, wenn eine Entscheidung getroffen wurde. Doch zunächst würde ich die in einem anderen Kommentar erwähnte "An Introduction to Modern Astrophysics" nehmen. Das ist bereits ein Brocken, zu welchem sich weitere, deutsche Bücher gesellen werden müssen. Aber so soll es auch sein, denn Astronomen erwarten auch schwierige Aufgaben in der Zukunft. Ich freue mich darauf.

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PhotonX 16.11.2012, 19:30
@VegetaRza

Ja genau, das ist das Buch. Leider lässt sich ohne ART nur das erste Kapitel sinnvoll lesen, von daher wäre vielleicht Gravitation and Cosmology der bessere Anfang. Für ART ist übrigens auch das Standard-Werk "Gravitation" von Misner/Thorne/Wheeler (ultradicker Schinken, aber modular aufgebaut, man muss also nicht alles lesen) und "Allgemeine Relativitätstheorie" von Fließbach (wohl das beste zum Einstieg) zu empfehlen.

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VegetaRza 16.11.2012, 20:28
@PhotonX

Sehr gut. Dann merke ich mir diese Bücher alle vor und schaue, dass ich da ggf. eine gebrauchte Version günstig erwerbe, damit die Kosten nicht allzu grosse Löcher reissen =)

Dankeschön für alle Kommentare und Antworten.

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Ich weiß jetzt ned genau ob du vlt auch Interesse an einer Zeitschrift hast.

von "Spektrum der Wissenschaft"

"Sterne und Weltraum"

Deckt alle möglichen Gebiete ab, sind zwar oft auch Populärwissenschaftliche Berichte drinne aber auch brauchbare Artikel. Vlt kannst ja Testweise dir das angucken

VegetaRza 15.11.2012, 23:54

Zeitschriften sind auf Dauer zwar vielleicht teuer, aber richtig -- es ist eine Möglichkeit, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Aber so wirklich sukzessive kann man daraus eigentlich nicht lernen. Es geht bei mir hauptsächlich darum, das Wissen möglichst gut anzueignen. Der Vorschlag ist aber schon mal ganz gut, also werde ich mich mal danach umsehen.

Eine Frage dazu: Kann man auch noch ältere Ausgaben bestellen? (speziell bei diesen Zeitschriften)

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Jogl90 16.11.2012, 00:01
@VegetaRza

Da ich die zeitschrift als Abo und somit jede Ausgabe habe, war diese Frage für mich nie relevant und kann ich dir leider nicht beantworten. Ich vermute aber schon dass dies möglich ist. Falles es nur spezielle Ausgaben sind die dich interessieren die kannst du sicher über Privatpersonen über Kaufportale, erwerben

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VegetaRza 16.11.2012, 00:07
@Jogl90

Gut, dennoch vielen Dank.

Als Student würde man sich gerne auch mal was gönnen, wie zum Beispiel ein Abo der beiden genannten Zeitschriften, aber das geht finanziell nicht ohne Risiko. Das kommt aber sicherlich irgendwann bald mal =)

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DieGeologin 16.11.2012, 11:50

Also Spektrum der Wissenschaft ist sicher nicht schlecht, aber von "hohem Niveau" kann man - zumindest bei den Ausgaben, die ich kenne - nicht gerade sprechen...

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VegetaRza 16.11.2012, 15:39
@DieGeologin

Also Spektrum der Wissenschaft ist sicher nicht schlecht, aber von "hohem Niveau" kann man - zumindest bei den Ausgaben, die ich kenne - nicht gerade sprechen...

In Ordnung, dann ist es also eher populärwissenschaftlich. Das würde aber bei der Aktualität des Inhalts nicht so erheblich schaden. Die neue Information vernommen, kann man ja immer noch selber weiter recherchieren und nach echten wissenschaftlichen Schriften suchen. Desweiteren glaube ich, dass -- wenn man sich während des Studiums ein Abo leisten kann -- man damit auch ganz gut zu Studenten höherer Semester oder direkt zu Professoren gehen und sie darauf ansprechen kann. Dann wäre das Thema auch auf höherem Niveau behandelt. Aber auch ohne Zugang zu Leuten, die einem weiterhelfen, ist es doch eine mögliche Variante, um eben auf dem Laufenden zu bleiben. Auch ohne zahlreiche Uni-Verbindungen.

Vielleicht kann man aber auch amerikanische/ englische Zeitschriften dieser Thematik abonnieren -- kennt da jemand welche? Die haben doch bestimmt ebenso astrophysikalische Zeitschriften, würde ich meinen. Ich suche nach guten, wovon man auf Dauer was hat. Womit man was anfangen kann. Wo man das Gefühl erhält, es hätte sich gelohnt und man hätte das, wonach man gesucht hat. Zeitschriften können aber den Punkten in der Fragestellung wohl kaum nachkommen, von daher erwarte ich erst mal nur allgemeine Vorschläge. Quasi (nur mal auf den Bereich bezogen) Zeitschriften, die es sich lohnt zu bestellen.

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sukka2007 16.11.2012, 17:42
@DieGeologin

muss ich leider wiedersprechen:

Auszug aus Wikipedia:

Die Zeitschrift behandelt aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung auf – auch für den interessierten Laien – verständlichem Niveau. Die Kerngebiete sind dabei Archäologie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Medizin, Physik, Psychologie und Technik. Über die monatlichen Ausgaben hinaus erscheinen in unregelmäßigen Abständen Sonderhefte, die sich mit einem bestimmten Schwerpunkt befassen. Im Gegensatz zu anderen populärwissenschaftlichen Publikationen, wie etwa bild der wissenschaft, GEOkompakt oder natur+kosmos schreiben meist Forscher – oft genau diejenigen, die die entsprechenden Forschungen betreiben – selbst über das entsprechende Thema. Auch Nobelpreisträger waren bereits mehrfach Autoren.

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VegetaRza 16.11.2012, 17:51
@sukka2007

Interessant. Wenn das so stimmt ("Wikipedia" ist nicht gleichzusetzen mit "Wahrheit"), dann sollte ich das nochmal überdenken. Zum einen eben wegen des Niveaus, aber vor allem auch wegen der Bandbreite der Gebiete, die in der Zeitschrift angesprochen werden. Dass es so viele wissenschaftliche Gebiete sind, bedeutet wohl, dass die Astronomie auch zu kurz kommen kann.

Am besten wäre wohl eine Zeitschrift, welche nur die Astronomie behandelt. Kann auch gerne nur online sein.

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Bücher sind in den Naturwissenschaften praktisch nur noch für die Grundlagen da. Es werden jedes Jahr zu deinen Themen sicher tausende neue Paper veröffentlicht, ein Buch was du heute drucken würdest mit dem aktuellen wissenschaftlichem Stand, wäre in einem Jahr schon nicht mehr up to date.

Wenn du Student bist oder an einer Uni arbeitest, kannst du doch über Eduroam und Google Scholar nach aktuellen Papern zu allen möglichen Themen suchen. Da würdest du garantiert fündig werden.

Anders gesagt: Es wird kein Buch geben was deine Kriterien erfüllt.

VegetaRza 16.11.2012, 00:04

Vielleicht muss ich mich deutlicher ausdrücken: Mit aktuellem Wissensstand meinte ich noch heute gültige Formeln und Theorien usw. -- so gesehen wäre auch Einstein (1905 +/- 30 Jahre) noch sehr aktuell.

Ich wollte eigentlich die Bücher über Astronomie/ Astrophysik ausschließen, die im Mittelalter und kurz danach geschrieben wurden -- um es mal ein extremes Beispiel zu geben (gilt vielleicht nicht für alle Bücher aus dem Mittelalter, aber schließen wir die einfach mal aus, den die Sprache unterscheidet sich auch zu sehr im Vergleich zu heute). Und natürlich jene, deren Inhalt widerlegt oder gänzlich umformuliert wurde.

Aus dem Grund gibt es wiederum doch Bücher, die das Kriterium im Kommentar erfüllen.

Okay, ich nannte auch die Gruppe der Wissenschaftler und Professoren. Die sind natürlich auf die neuesten Erkenntnisse angewiesen. "Auf dem Weg dahin", zum Beruf, den sie ausüben, haben sie sich mit schwierigen Themen und Bereichen auseinandergesetzt. Bücher dieser Riege meinte ich im Allgemeinen, ohne andere empfehlenswerte Werke auszuklammern.

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Viking85 16.11.2012, 12:03
@VegetaRza

Die Zeit der Bücher ist schon lange vorbei, dort kannst du die Grundlagen nachlesen, aber dich nicht über den Stand der aktuellen Forschung informieren. Es dauert Jahre bis ein Autor oder bei einem so breiten Spektrum eher ein Autorenteam ein Buch veröffentlichen kann. Bis dahin ist der damals aktuelle Wissensstand nicht mehr zeitgemäß. Natürlich ist nicht alles falsch, aber neue Erkenntnisse, besonders in den Naturwissenschaften, erweitern den aktuellen Wissensstand ständig. Deine Punkte a) und e) schließen sich gegenseitig aus aus oben genannten Gründen.

Spektrum der Wissenschaft ist übrigens rein populärwissenschaftlich.

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VegetaRza 16.11.2012, 16:19
@Viking85

Die Bücher sollen auch nur mal so aktuell sein, dass sie einem ermöglichen, selber in die Materie, und zwar recht tief, einzusteigen, ohne dann alle 10 Seiten darüber zu klagen, dass Theorien beschrieben werden, deren Inhalt bereits überholt ist.

Und der Punkt der Aktualität heisst nicht, dass ~100% des Wissens auf einmal enthalten sein soll. Und schon garnicht, dass nur ein einzelnes Buch das gesamte Sprektrum abdecken muss, ohne dabei die hintergründige mathematische Theorie wegzulassen. Vielmehr geht es, wenn man diese Kriterien allesamt erfüllen möchte, um (recht moderne) Fachliteratur von vielen Autoren, die eben ihren Bereich befriedigend genug umreissen.

Ein gutes Buch wurde schon vorgeschlagen:

"An Introduction to Modern Astrophysics" von Bradley W. Carroll und Dale A. Ostlie, Addison Wesley Verlag, 2006, ISBN 0321442849

Ich denke, die meisten Bücher muss man in der englischen Literatur suchen und finden. Und dass es welche gibt, die eben zu meinen Vorstellungen passen, ist klar. Nur bin ich mir nicht so sicher, welche Bücher davon als "gut" angesehen werden können. Der obige Vorschlag ist schon mal sehr gut, und daran kann man sich vom Niveau her orientieren.

Ansonsten wollte ich nochmal kurz darauf eingehen, dass nicht unbedingt alle Kriterien erfüllt werden müssen. Zitat dazu:

Ganz wichtig: Bitte antwortet, wenn ihr nachvollziehen könnt, wonach ich suche. Kein Vorschlag ist schlecht -- vielleicht gefällt mir das vorgeschlagene Buch doch, obwohl es nicht die Kriterien von oben erfüllt. Also einfach mal vorschlagen, was ihr alles kennt =)

Punkt b) ist der wichtigste für mich. Und insgesamt möchte ich mir sämtliche Möglichkeiten vor Augen führen, damit das wenige verfügbare Budget in das "richtige" Buch investiert wird.

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