Bin ich ein Misanthrop?

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Mir misfallen auch viele Menschen. Die einfach rücksichtslos in den Alltagssituationen sind (z.B. beim Autofahren) da denkt jeder nur an sich. Aber andererseits gibt es auch viele guten Menschen. Nuru m das festzustellen muss man zwangsläufig in eine Notsituation geraten um dann herausfinden zu können, ob es wirklich deine Freunde sind.

Kopf hoch, die Leute die du magst sollten dir reichen. Auf alle anderen kannste wirklich keine Wette abschließen. Dennoch musst du den menschen eine Chance geben sich zu beweisen. Ansonsten darfst Du keine Urteile fällen. Das ist schlichtweg falsch.

Heeee, das wollte ich gar nicht !!!!!!

Mist !!! -.-

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Dein extrem negatives Bild, das du von deinen Mitmenschen zeichnest, deutet darauf hin, dass du unter einer selektiven Wahrnehmung leidest, d.h., du nimmst nur Verhaltensweisen deiner Umgebung wahr, die für dich in irgend einer Weise bedrohlich sind, die dir keine Akzeptanz, kein Entgegenkommen und keine emotionelle Wärme vermitteln. Ein solches Defizit an sozialen Kontakten ist für einen Menschen in der Regel so unerträglich, dass er dann diejenigen, die ihm nicht die ersehnte Zuwendung geben, massiv negativiert. Sie werden abgewertet, damit es nicht mehr erstrebenswert sein kann, von 'solchen Menschen' gemocht zu werden. In so einem Negativismus, der jeden Mann und jede Frau der Umgebung dämonisiert, indem ihnen alle positiven Eigenschaften abgesprochen werden, treibt man in eine extreme Isolation. Damit werden die anderen dann auch tatsächlich unzugänglich, wenden sich mit Befremden ab und verstärken das düstere Bild noch einmal - eine bedrohliche Spirale abwärts. -- Der Beginn einer solchen pathologisierten Grundeinstellung kann in traumatischen Erfahrungen mit ehemals besonders geschätzten Menschen liegen, von denen man extreme Enttäuschungen erfahren hat, die dann generalisiert werden. Aus einer oder wenigen tiefen Kränkungen rettet sich unser Selbst, indem es praktisch alle anderen zu seelischen Zombies mutieren lässt, von denen man sich - mit völligen Recht !! nur mit Schaudern abwenden kann. -- Wenn deine Darstellung aus tiefem Ernst geschrieben wurde, würde ich professionelle Hilfe in einer Therapie als sinnvoll ansehen. Wenn aber doch vermehrt kokettierende Momente der Ursprung deiner Schilderung waren (mal schauen, was 'die' zu so einer Situation sagen werden), dann nimm die Zusammenhänge zur Kenntnis und bedenke, dass sie durchaus nicht selten vorkommen, und die Betroffenen in einer wirklich desolaten Verfassung sind, die nicht selten zum Selbstmord führt.

uije ... das klingt ja, also ob du noch nie in der Pubertät gewesen wärest ...;-)

Hier handelt es sich um einen jungen Menschen, der gestern noch Kind gewesen sich nun mitten im Erwachsenensein wiederfindet.

Und wenn du dir seine andere Beiträge ansiehst, dann wirst du merken, dass er weder therapiert werden muss, noch ein Misanthrop ist. ...... ;-)

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@Entdeckung

Das was rolfmengert beschreibt, trifft vielleicht auch mal auf junge Leute in der Pubertät zu, ist dort aber nur ein Phänomen der Hormone..... wenn es aber eine grundlegende Haltung eines Menschen ist, dann hat rolfmengert genau und präzise geantwortet. Viele Verhaltensweisen und Wahrnehmungen finden sich in bestimmten Lebensphasen wieder, wobei zu unterscheiden ist, ob es sich um eine wiederkehrende Grundhaltun 7 ein Menschenbild handelt, das als Verhaltensmuster manifestiert ist, oder ob es in bestimmten Lebensphasen kurzfristig in Erscheinung tritt oder bedient wird.

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@IlkaRuSti

na ja ... man sollte die Kirche im Dorf lassen ... diese hormonellen Stimmungsschwankungen und dieses Schwarz-Weiß-Sehen, dass ist nun mal nicht selten bei Pubertierenden ... das legt sich wieder

  1. spätestens nach dem Ende der Pubertät und

  2. wenn es gelungen ist, die neue Identät als Erwachsener zu finden und anzunehmen. (Sozusagen einen neuen Platz im Leben zu erkennen.)

Und gerade bei Jugendlichen ist so eine "übersteigerte" Wahrnehmung nichts, das therapiert werden kann oder soll ...

lg

e

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@Entdeckung

Es finden in der Pubertät keine verhaltens- und erlebenswirksamen Hormonschwankungen statt!

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@Gartenphilo

Das musst du jetzt noch den Hormonen sagen ... damit die sich entsprechend verhalten ... ;-)

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Kannst Du sagen, was Dir an den meisten so missfällt ? Geht mir nämlich bei vielen, aber vielleicht nicht den meisten, auch so, weil sie primitiv sind und sich lächerlich überschätzen.

Also so gut ich dich kenne, bist du kein Misanthrop und du hasst auch nicht alle Menschen.

Das mag dir zwar momentan so vorkommen ... aber jemand der alle Menschen verachtet, der denkt anders ... ich habe schon einiges von dir hier gelesen ... und ich bin überzeugt davon, dass man einen Menschen bei GF, am besten über und durch seine Beiträge kennenlernen kann.

Und ...jeder Mensch kommt in seinem Leben zu einem Punkt, wo er denkt, dass er alles und jeden und auch sich selbst hasst.

Deswegen brauchst du keine Therapie ... das sind die schwarzen Stunden der Verzweiflung ... und wenn du die durchlebt und überwunden hast, dann gehst du gestärkt daraus hervor.

Um die eine oder andere Erfahrung reicher ... und du kannst dann auch wieder das Gute und das Schöne sehen.

Denn auch das gibt es (wie du sehr wohl weißt) ... und

es gibt keine Liebe ohne den Hass

es gibt kein Gutes ohne das Böse

es gibt keinen Verrat ohne die Treue

es gibt keinen Tag ohne eine Nacht

und es gibt keine Verzweiflung ohne die Hoffnung.

Danke e,

Deine Antwort hat mir sehr geholfen. Ich dachte schon, ich sei krank. Gehöre zu einem Psychologen, oder sonst was. Ich möchte dieses Denken auch nicht, weil ich somit alle Menschen in einen Topf stecke. Eigentlich ist es nur ein kleiner Teil von Menschen, die ich hasse. Aber dieser Hass zu diesen Menschen, überträgt sich zu anderen Menschen.

Ich hoffe, dass sich das bald legt.

Liebe Grüße.

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@Wunnie

Ja ... ich kenne das ... und den Hass sollte man besiegen und erst gar nicht groß werden lassen, denn Hass macht die eigene Seele krank ... und man kann dadurch gar nichts verändern.

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Du hast noch Gefühle für deine Mitmenschen - Hass gehört auch dazu.

Bedenklich wird es, wenn du noch noch Gleichgültigkeit empfindest.

Das habe ich nie verstanden. Es gibt Menschen, die Behaupten, das Gegenteil von Liebe sei nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Das verstehe ich einfach nicht. Die meisten Menschen sind mir gleichgültig, das heißt doch nicht, dass ich sie hasse. Gleichgültig sein heißt doch, man lässt sich in Ruhe, Hass bedeutet die Existenz des anderen stört einen.

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