Gründe für Menschenhass?

2 Antworten

Hallo, 

Ja, angeboren ist möglich. Ich hatte als Kind Verhaltensstörungen, das wäre für mich das beste gewesen, wenn ich von zu Hause unterrichtet geworden wäre, ohne andere Kinder. 

Du fragst, aus welchem Grund man die Menschen hassen kann? Ich als echte Misanthropin antworte dir gerne ;D Es gibt ganz viele sch*** Menschen. Die gucken, was die Nachbarn tun, damit die die anzeigen können. Männer, die Tochter haben,  belästigen oder vergewaltigen Mädchen oder Frauen, und denken nicht daran, dass sowas mit der eigenen Tochter auch passieren könnte, genau wegen solche sch*** Männer. Die Menschen machen das Leben so kompliziert wie möglich, 1000000000 Regeln, immer das Geld, und die sind so dumm dass sie glauben, die wären frei. Die sind aber nicht frei :) und sag immer, was die hören wollen, tu, was die sehen wollen, schreib was die lesen wollen. Und die Arbeit ist die wichtigste, Überstunden- jaa, Sonntag, Feiertag- jaa, Schichtarbeit- jaa, motiviert- jaa, Stress- oh super, und dann ist Mr Boss vielleicht überzeugt. Und gute Freunde findet man selten "iiich haaabe keeine Zeeeit". Genug Gründe? :D 

Ich würde mich jetzt nicht als "richtigen" Misanthropen bezeichnen, allenfalls bin ich ein ziemlich kleiner, aber vielleicht kann ich ja doch helfen, falls nicht, nimms mir nicht übel.

Ich sehe als Hauptsächlichen Grund für Misanthropie die dumme, ignorante, dekadente Seite des Menschen und seiner Gesellschaft  bzw. des Menschen in westlichen Industrieländern
(der allerdings, da er den Hauptteil der Menschen, mit denen ich Kontakt habe, darstellt, meinen subjektiven Einddruck verfälscht, somit mittlerweile  unterbewusst für die gesamte Menschheit steht).
Ich meine, der Mensch (um es einmal zu verallgemeinern) verschließt seine Augen vor so vielen Problemen, obwohl er helfen könnte, weil es einfach bequemer ist, sich damit nicht auseinanderzusetzen und in Ruhe in seiner heilen Welt weiter zu konsumieren;

warum sich auch mit den Problemen der Gesellschafft auseinandersetzen, wenn man selbst seine eigenen Problemchen hat? Sie mögen vielleicht belanglos sein, aber es sind immerhin die eigenen!
Aber oh, wehe, wenn ich von Gesellschaftlichen Problemen betroffen bin! Da sind bestimmt die Ausländer daran schuld (wer denn sonst), da kann man ja mal auf den Tisch hauen und AfD wählen!
(damit will ich jetzt niemanden angreifen, ich behaupte ebenfalls nicht, es selbst besser zu machen).

Und wie kann man etwas mit diesen Eigenschaften nicht ablehnen?
Ich habe eine dezente Abneigung gegenüber des Menschen entwickelt, weil er mir zu ignorant, zu dekadent, zu irrational, zu subjektiv geworden ist, den Blick für das Große Ganze verloren hat, verlernt hat, Prioritäten zu setzen. Ich würde es jetzt nicht als Hass bezeichnen, eher als Abneigung, diese ist auch nicht gegen jeden gerichtet, sondern eher gegen die Gesellschaft oder Extrembeispiele, und auch nicht gegen den Menschen als Menschen, sondern eher gegen genannte Eigenschaften, die ich nicht leiden kann.

Und das Misanthropie angeboren sein kann, wage ich zu bezweifeln, wenn Menschen von Kindesbeinen an Menschen ablehen, sehe ich das eher in prägenden Kindheitserlebnissen begründet.

Riesen Hass auf die komplette Menschheit

Hallo. Folgendes ist bei mir der Fall:

Seit einiger Zeit, etwa 2 Jahre schon (bin männlich, 14), spüre ich einfach nur noch einen riesigen Hass gegen die gesamte Menschheit in mir, das wirkt sich auch aufs denken aus, ich empfinde keinerlei Mitleid mit Personen und pöbel eigentlich jeden an, der mir nicht genehm ist. Es genügt schon, wenn draußen irgendein Jugendlicher mit Möchtegern-Assi-Deutschslang was sagt und "Aldaaa" hintendransetzt. Das regt mich kolossal auf. Beispielsweise haben wir auch heute in der Schule über Mobbing gesprochen und da ist mir aufgefallen, dass es mich absolut nicht interessiert, ob jemand gemobbt wird, weil ich Menschen sowieso abgrundtief verachte. Wenn jemand hinfällt, lach ich ihn aus, statt ihm aufzuhelfen usw... Es gibt eigentlich kaum Personen, die ich gut leiden kann. Die, die ich leiden kann, teilen meist die gleiche Einstellung wie ich. Bin aber äußerst tierlieb, ich mag Tiere ehrlich gesagt mehr als Menschen. Ich mag Steine mehr als Menschen. Woran könnte das denn liegen? Es bringt mir nichts, Menschen zu hassen. Im Gegenteil, es macht mich unglücklich, ich bin depressiv weil ich von allem nur noch angekotzt bin, ich kann nichts mehr in meinem Leben genießen, weil mich die kleinste Kleinigkeit direkt aufregt. Bin früher selbst gemobbt worden, aufs übelste beleidigt, bedroht usw. und finde mittlerweile, mir ist es recht geschehen. Seitdem ist das so. Hatte auch noch nie eine echte Beziehung, habe nur Liebe sinnlos verschenkt. Geht das euch manchmal auch so? Zu dem kommt, dass ich auch nicht mehr weinen kann, selbst wenn ich es erzwingen will, es geht einfach nicht. Ich war 2 Monate in stationäre Therapie und es hat so gut wie nichts geholfen. Was mach ich bitte falsch, was läuft in meinem Kopf falsch, dass ich so denke? Ich kann mir selbst einfach nicht helfen. Naja, wäre froh, wenn ihr mir vielleicht ein bisschen weiterhelfen könntet.

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Ist es das Schicksal eines Misanthropen, einsam zu sein?

Ich bin 19, gehe noch zur Schule und es ist keinesfalls so, dass ich eine Außenseiterin in der Klasse bin. Natürlich habe ich dort die so genannten 'Schulfreunde', die ich aber niemals wirklich als Freunde bezeichnen würde. Und natürlich weiß niemand von ihnen von meiner misanthropischen Denkweise. Darauf würde auch niemals jemand kommen, da ich im Bezug auf das Verhalten und Handeln wohl eher ein Philanthrop bin. Ich helfe anderen gern und bin sehr einfühlsam. Andere vertrauen mir auch schnell, kommen mit ihren Problemen zu mir und bitten um Rat. Außerdem bin ich immer sehr darauf bedacht, andere mit Respekt und Feingefühl zu behandeln, denn jemanden zu verletzten ist etwas, dass ich einfach nicht tun kann. Ich bin auch sehr tierlieb. Meine Familie sagt, ich sei es fast schon zu sehr. Seit zwei Jahren bin ich Vegetarierin und habe vor, demnächst auf Veganismus umzusteigen. Auch habe ich mich des Öfteren ehrenamtlich für Tierrechte betätigt. Umweltschutz ist ein weiterer Aspekt, der mir sehr wichtig ist. Ich habe auch vor, etwas in diese Richtung zu studieren.

Aber dann ist da die Schattenseite. Wenn ich wieder einmal sehen muss, zu welchen barbarischen, egoistischen, korrupten, zerstörerischen, gierigen und beschränkten Wesen sich der Mensch entwickelt hat, dann ist für kein Gefühl mehr in mir Platz, außer Hass und Abscheu. Jeder in meiner Gegenwart wird dann abgestempelt und ich differenziere nicht mehr zwischen den Menschen. Sie alle sind nur noch eine unwürdige Masse für mich und jedesmal wünsche ich mir, es möge doch bitte ein Asteroid herabknallen, oder die Erde solle sich auftun - Hauptsache dieser schöne Planet möge endlich von unserer Arroganz befreit sein.

Ich weiß das klingt ziemlich radikal, aber ich verstehe nicht, wie man das heutzutage anders sehen kann. Nun, das setzt natürlich die Fähigkeit voraus, eigenständig zu denken und zu hinterfragen, welche nicht mehr sehr verbreitet ist. Wie können so vielen Menschen die Missstände auf diesen schönen, sterbenden Planeten so egal sein? Für mich ist die Menschheit inzwischen nichts weiter als ein Fehltritt der Evolution.

Lange Rede, kurzer Sinn. Aufgrund von meinen Idealen ecke ich überall an (die anderen merken natürlich nichts davon, da ich meine Meinung für mich behalte). Ich bin bereits beim dritten Psychologen, habe aber schnell feststellen müssen, dass ich auch dort diese Meinung für mich behalten sollte. Niemand der nicht auch so denkt, kann verstehen. Bisher hat mich noch niemand verstanden, es gibt niemanden, mit dem ich reden kann. Ich fühle mich sehr einsam. Nun zur Hauptfrage: Ist dies das immerwährende Schicksal eines jeden Misanthropen? Immer in diesem Kreislauf von Hass, Verzweiflung und Einsamkeit gefangen zu sein? Können wir uns möglicherweise niemals mit jemanden wirklich verbunden fühlen? Ist die Suche nach so jemanden vergebliche Mühe?

Was glaubt ihr? Und jetzt bitte keine Kommis, wie verrückt ich doch bin. Ich weiß viele haben nun mal eine andere Meinung

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