Ausraster bei Rewe! Hausverbot! (Vordrängler)

15 Antworten

Deswegen kann sie dir kein Hausverbot erteilen. Erst wenn Du die Sachen schon mit der Absicht, sie vor der Kasse stehen zu lassen, in den Einkaufswagen räumst, sieht das anders aus, wobei ich nicht in einen Lebensmittelladen gehen würde, in dem Kühl- und Gefriergut ohne Sichtung durch das Personal zurückgeräumt wird. Da hätte ich lebensmittelrechliche Bedenken.

Auch kann nicht "einfach so" ein Hausverbot erteilt werden, da er ja explizit für jedermann zugänglich gemacht wird.

Allerdings ist dein Verhalten an der Kasse genauso fragwürdig wie das der Kassiererin. Natürlich dar sie andere vor dir bedienen, wenn es z. B. dem Entzerren des Kassenstau dient, das hätte sie freundlicher tun können, aber Höflichkeit ist optional ... und hier wird dein Verhalten inkonsequent. 

Wenn Du dich nicht gut behandelt fühlt, gehe nicht mehr dort einkaufen. Dann kann dir ein Hausverbot eh egal sein. Wenn Du auch ein Fehlverhalten seinerseits siehst, kaufe einen kleinen Stauß Blumen und übergebe ihn ihr (wenn wenig im Laden los ist) mit den Worten "ich glaube, wir haben da etwas überreagiert"). Ab dann wirst Du in dem Laden oft schneller an die Kasse kommen, als wenn das nie passiert wäre.

Meine Frage ist, ob sie mir deswegen Hausverbot erteilen kann?

Rechtlich gesehen - so sie betriebsintern dazu befugt ist - ja. Ein Hausverbot muss weder begründet sein noch zwingend auf einem Fehlverhalten oder Regelverstoß beruhen. Der Hausherr kann jederzeit entscheiden, wen er in seinem Laden duldet und wen nicht.

Ich meine, die Kassiererin darf doch nicht darüber entscheiden, wer hier vor darf und wer nicht?

Das allerdings ist etwas anderes. M.E. hat die Kassiererin ihre Kompetenzen weit überschritten (ganz abgesehen davon, dass sie auch massiv gegen die betriebsinternen Richtlinien bzgl. Kundenservice und Kundenansprache verstoßen hat). Das sollte - am Besten schriftlich - der Filialleitung auch genau so mitgeteilt werden.

Ergänzung: Da hat es mir beim Kommentieren die Markierung rausgeschmissen. Bitte oben vor "Fehlverhalten" das Wort "vordefinierten" hinzudenken.

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@FordPrefect

An sich gebe ich dir recht, bis auf:

M.E. hat die Kassiererin ihre Kompetenzen weit überschritten

Das hat sie meiner Meinung nicht. Die Art und Weise hätte vielleicht etwas feinfühliger erfolgen können (fehlende Erfahrung?), aber grundsätzlich kann die Kassiererin einen anderen Kunden mit wenigen Artikeln vor holen, wenn ein anderer Kunde mit deutlich mehr Artikel z.B. gar nichts war nimmt, daß hinter ihm jemand nur wenige Artikel hat. Das ist auch bei mir eine ganz normale alltägliche Handlung, bei der es noch nie Probleme gab.

Denn macht auch keinen Sinn jemanden hinten warten zu lassen, wenn es vorne ohnehin nicht weiter geht. Somit hat die Kassiererin, rein von der Sache her, vollkommen richtig und nachvollziehbar entscheiden um so den Arbeitsfluss nicht zu beeinträchtigen.

Denn was viele Kunden offensichtlich vergessen ist, daß wir dort arbeiten und keine Zeit zu verschenken haben. Denn jede vergeudete Minute fehlt an anderer Stelle - aber die andere Arbeit von alleine auch nicht weniger.

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Also ob eine "einfache Kassiererin"  Hausverbot aussprechen darf..ich weiß nicht. Der Filialleiter bestimmt. 

Ich find aber auch nicht, dass die Kassiererin einfach andere Leute vorlassen sollte. Wenn du es nicht von dir aus anbietest, hat die Kassiererin da gar nichts zu kamellen. 

Finde es so schon dreist, wenn ich irgendwo in der Schlange stehe und sich welche vordrängeln. Kaum ausgesprochen "darf ich vielleicht vor" stehen die schon vor meiner Nase. Ehrlich gesagt bin ich dann zu perplex, um noch was zu sagen. Habe mir aber fest vorgenommen, das nächste mal den- oder diejenige wieder nach hinten zu verweisen!

Muss aber sagen, dass ich deine Reaktion super finde. Wäre auch einfach weggegangen. Hätte ihr wahrscheinlich noch einen dummen Kommentar hinterhergeworfen, dass sie selber sie Sachen einräumen soll, da sie ja da arbeitet. 

Da hier die Antworten teilweise auseinander gehen, klinke ich mich auch mal noch mit ein.

Gundsätzlich muss ich erstmal sagen, dass ich die Sache auf sich beruhen lassen würden, da hier von beiden Seiten aus ein unangemessenes Verhalten vorliegt.

Die Aufforderung der Kassiererin an die andere Kunden vor zu kommen ist durchaus gerechtfertigt und auch Alltagspraxis wenn die noch auspackenden Kunden es nicht selbst mitkriegen. Denn die Zeit während du noch auspackst kann die Kassiererin nutzen in dem sie schon jemand anderen abkassiert. Das verkürzt die Wartezeit der anderen Kunden und verhindet im besten Fall auch das Öffnen einer weiteren Kasse.

Und nein, du bist nicht befugt darüber zu entscheiden. Über die Betriebsabläufe entscheidet allein das Personal und die Entscheidung gehört dazu.

Die Reaktion der Kassiererin war vielleicht unproffessionell (anbrüllen), aber menschlich nachvollziehbar, da es auch nur eine Reaktion auf dein eigenes Fehlverhalten war.

Wie ich deiner Schilderung entnehme hat sie dir lediglich ein Hausverbot angedroht, jedoch nicht direkt ausgesprochen. Sie wäre jedoch dazu befugt gewesen, da auch sie das Unternehmen an dieser Stelle vertritt und somit das Hausrecht ausüben kann. Da du zudem den Laden schnell verlassen hast, wäre auch gar keine Zeit gewesen einen Vorgesetzten hinzuzuziehen. Ein Hausverbot kann zwar nicht willkührlich vergeben werden aber bei Fehlverhalten jeder Art ist es gerechtfertigt. Dies ist zum einen durch dieses kindische Rumgezanke schon gegeben, zum Anderen auch dadurch, dass du die Waren dort zurückgelassen hast. Dadurch hast du dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, da ein Mitarbeiter extra Zeit dafür aufwenden musste die sicher für andere Aufgaben vorgesehen waren. Wenn du noch Artikel wie Frischfleich dabei hattest, dann ist auch hier ein Schaden entstanden, da dieses, nachdem die Kühlkette unterbrochen war, nicht mehr zurück in den Verkauf kann.

Hättest du die andere Kundin einfach vorgelassen hätte es dir auch nicht weh getan und ihr hättet alle weniger Stress gehabt - und ich hätte die letzten Minuten auch anders nutzen können...

Die Aufforderung der Kassiererin an die andere Kunden vor zu kommen ist durchaus gerechtfertigt und auch Alltagspraxis wenn die noch auspackenden Kunden es nicht selbst mitkriegen

Was soll denn dieser Kommentar?

Habe ich noch nie erlebt und ich habe des  öfteren mal Kassiertätigkeiten erledigt, sei es wegen großen Andrangs oder personellem Engpass!

An der Kasse entscheidet nicht die Kassiererin, welcher Kunde als Nächstes abkassiert wird! Sie darf höflich bitten einen Kunden vorzuziehen, wenn dieser nur wenige Artikel hat; dazu müssen aber alle Kunden vor dieser Person einverstanden sein! Die Kassenkraft würde ja mit dieser Vorgehensweise über die Zeit der anderen Kunden bestimmen und so etwas würde ich mir auch nicht bieten lassen!

Wie würdest Du reagieren, wenn Du schon eine zeitlang in der Schlange stehen würdest, hast auch noch andere Dinge zu erledigen und das Kassenpersonal würde ohne Deine Zustimmung einen Kunden vorziehen wollen, der noch gar nicht an der Reihe wäre?

Sie wäre jedoch dazu befugt gewesen, da auch sie das Unternehmen an dieser Stelle vertritt und somit das Hausrecht ausüben kann

In der Regel spricht keine Kassierein ein Hausverbot aus, ist in der Regel in den seltensten Fällen dazu befugt! Das ist die Sache des Marktleiters und dessen Stellvertreter. 

dass du die Waren dort zurückgelassen hast. Dadurch hast du dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden zugefügt,

Den hat sich das Unternehmen durch das unprofessionelle Verhalten ihres Kassenpersonals selbst verursacht!

Hättest du die andere Kundin einfach vorgelassen hätte es dir auch nicht weh getan und ihr hättet alle weniger Stress gehabt

Hätte die zänkische Kundin, oder zänkische Kassiererin die Fragestellerin höflich gefragt, hätte sie das vielleicht ja auch getan. So wurde sie einfach übergangen, überrumpelt und von der Kassiererin auch noch "Mädchen" betitelt; und das als fremde Person! Ich persönlich bin eine relativ coole Person, 45 Jahre Einzelhandel härten ab, aber das hätte ich mir auch nicht bieten lassen! Dein Vorwurf ist einfach nur frech!

Die Reaktion der Kassiererin war vielleicht unproffessionell (anbrüllen), aber menschlich nachvollziehbar, da es auch nur eine Reaktion auf dein eigenes Fehlverhalten war.

Da war menschlich rein gar Nichts nachvollziebar. Die Kassiererin hat sich, wie von Dir richtig bemerkt, absolut unprofessionell verhalten. Aber der Fragestellerin Fehlverhalten vorzuwerfen ist unverschämt, denn wer hat denn mit dem Fehlverhalten angefangen? Vom Personal erwarte ich professionelles Verhalten, nicht von der Kundschaft!

Deine ganze Antwort ist Stuss!

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@Demian1955

Ich gebe cokedose hier vollkommen recht.

Habe ich noch nie erlebt

Ich schon, denn das ganz normale Routine. Wenn man jedes mal wartet bis Kunden mit vollen Körben alles ausgepackt haben, kann man sich gleich erschießen. So lange bis diese noch nicht fertig sind, werden andere Kunden, die nur ein eine Hand voll Artikel haben, vor geholt. Das wäre sonst verschenkte kostbare Zeit. Würde man das nicht machen, wäre die Kundenschlange ganz schnell lang und man müsste eine zweite Kasse öffnen. Das gilt es aber möglichst zu vermeiden.

Das Problem vieler Kunden ist, daß sie mit dem Gedanken einkaufen gehen, dass der Kunde König ist und sich deshalb benehmen kann wie er will. Er vergiss dabei jedoch zu oft, daß er nur Gast im Hause eines anderen ist und sich an dessen Regeln zu halten hat. Und cokedose hat es schon richtig gesagt, daß das Marktpersonal bestimmt wie die Arbeitsabläufe sind und nicht der Kunde.

In der Regel spricht keine Kassierein ein Hausverbot aus, ist in der Regel in den seltensten Fällen dazu befugt! Das ist die Sache des Marktleiters und dessen Stellvertreter. 

Du sagst es "In der Regel"! Weil in der Regel auch der Marktleiter oder Vertreter bei anderen Angelegenheiten dabei ist. Ist das aber nicht möglich, ist auch jeder andere Mitarbeiter befugt das Hausrecht anzuwenden. Denn bis ein ranghöherer Verantwortlicher hinzugekommen ist, kann es schon zu spät sein um irgendwelche notwenigen Handlungen auszuführen.

Den hat sich das Unternehmen durch das unprofessionelle Verhalten ihres Kassenpersonals selbst verursacht!

Nur weil sich jemand ungerecht behandelt fühlt oder selbst wenn er ungerecht behandelt wird, gibt ihm das nicht das Recht es mit einem anderen unsachgemäßem Verhalten heimzuzahlen oder einen Schaden zu verursachen.

Da war menschlich rein gar Nichts nachvollziebar. Die Kassiererin hat sich, wie von Dir richtig bemerkt, absolut unprofessionell verhalten. Aber der Fragestellerin Fehlverhalten vorzuwerfen ist unverschämt, denn wer hat denn mit dem Fehlverhalten angefangen?

Wer mit dem Fehlverhalten angefangen hat? Für mich auch die Kundin in dem sie sich über eine Lappalie aufgeregt hat.

Wo ich auch zustimme ist, daß das Verhalten unprofessionell war, denn man sollte auch in solchen Situationen die Ruhe bewahren und dem Kunden dann die Entscheidung sachlich erklären. Das bedeutet aber auch nicht, daß man sich alles vom Kunden gefallen lassen muss.

45 Jahre Einzelhandel härten ab

Na dann weißt du ja auch aus Erfahrung, daß es mehr als genug Kunden gibt mit denen man nicht sachlich und ruhig reden kann. Und ich glaube kaum, dass du dir in den 45 Jahren immer alles gefallen lassen hat. Wie es halt in den Wald hineinruft...

Aber deiner Antwort nach weiß ich echt nicht was du die ganzen Jahre gemacht hast, wenn du die Meinung vertrittst, daß es in Ordnung ist, wenn Kunden wegen einer Nichtigkeit einen Aufstand machen.

Kundenfreundlichkeit ist natürlich das A und O, aber das bedeutet noch lange, daß sie sich benehmen können wie sie wollen oder gar den Arbeitsablauf bestimmen wollen.

So sehe ich das.

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@NettoOpfer

@NettoOpfer,

aha, ein genervter Kollege, dem die Objektivität von den vielen nervigen Kunden etwas abhanden gekommen ist?! ;-)

Ich bin da fast ganz bei Dir; sehr viele Kunden lassen den König raushängen und sie haben es mir oft genug unter die Nase gerieben.

Ich fragte diese dann immer, was denn in der Hierarchie nach dem König kommt! Auf den oft verdutzten Blick gab ich ihnen dann die Antwort, das es der Kaiser ist und der Verkäufer ist nun mal der Kaiser! Natürlich immer im freundlichen, ruhigen aber bestimmenden Ton gesprochen!

Aber ich möchte nun nicht mehr länger zu diesem Thema kommentieren; es ist einfach zu müßig.

Nur noch ein Beispiel: Du stehst beim Aldi in der Schlange, also in einem Laden, wo Dich keiner persönlich kennt, hast jede Menge eingekauft und noch viele andere Dinge zu erledigen; stehst also ein wenig unter Zeitdruck.

Nun sagt die Kassiererin zu dem Kunden hinter Dir, er solle an dem Bubi (Du bist gemeint) ) ruhig vorbeikommen, sie würde ihn schnell vor Dir abkassieren!

Ich möchte nicht wissen, wie Du reagieren würdest; wie erwähnt, auch Du bist gerade ein wenig unter Zeitdruck!

Die Kassiererin, für die Du ein Unbekannter bist, sagt zu Dir Bubi und bestimmt über Deine Zeit; na, wie würdest Du Dich fühlen?

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@Demian1955

@ Nettoopfer

Vielen Dank für die Unterstützung.

Aber ein Tipp an euch beide:

Wenn ein Kunde versucht etwas mit dem Spruch "Der Kunde ist König!" zu rechtfertigen, dann antwortet einfach: "Aber ein König weiß sich zu benehmen." Erfahrungsgemäß wirken Antworten mit denen niemand rechnet am besten.

Ich verstehe zwar was du mit deinem Beispiel meinst, aber es wirkt leider nicht. Denn wenn ich unter Zeitdruck stehe gehe ich grundsätzlich nicht einkaufen. Bei Aldi in der Schlange stehen ist zudem Standard nur mit dem Unterschied, dass sich dort niemand drüber beschwert. Die Kassiererin würde bei mir niemanden vor holen, da ich das selbst schon mache wenn ich einen größeren Einkauf mache und jemand nur mit einer Handvoll hinter mir steht. Das verlangt allein schon der Anstand.

Du siehst, wer grundsätzlich mit Um- und Rücksicht unterwegs ist, der kommt gar nicht erst in solche Situationen.

Und wenn mich jemand Bubi nennt, dann fasse ich das Kompliment für mein offensichtlich jung gebliebenes Äußeres auf und sage höflich: "Vielen Dank. Übrigens finde ich es toll, dass man in diesem Unternehmen Damen in ihrem Alter auch noch eine Beschäftigungsmöglichkeit gibt."

Nein ernsthaft, manchmal ist es besser Dinge einfach zu ignorieren als sie eskalieren lassen, was aber auch nicht heißt, dass man sich alles gefallen lassen muss.

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Ich hätte die Frau einfach von meiner Seite aus freiwillig vorgelassen, denn 6 Artikel das ist echt nicht viel und gleich über de Scanner gelaufen.

So blieb weder Dir noch der Kassiererin Streit erspart; ein unnötiger und kindischer Streit finde ich.

die Kassiererin hätte Dich zwar zuerst fragen können ob es für Dich okay ist das die Frau vor kann.

Jedoch diese hatte wahrscheinlich auch viel um die Ohren und wollte Klarheit schaffen

Ich hätte ab und zu gegeben und die Frau vorgelassen.

Hausverbot kann sie nicht alleine wegen dem Brüllen geben ,sondern  vor allem weil Du einen vollen Einkaufswagen stehen gelassen hast

Besonders viel Arbeit wenn es sich um verschiedene Artikel aus mehreren Abteilungen handelte oder gar um Tiefkühlwaren wie Eis ....

Nächstes Mal besser jemand der wenige Sachen hat einfach vorlassen.

Das ist echt kein großer Act.

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