Angst vor dem Informatik Studium was tun?

8 Antworten

Hi!

Ich studiere zwar an einer Universität, aber ich kann deine Ängste gut nachvollziehen, da ich sie selbst auch hatte.

Zunächst zum Sozialen. Ich war in der Schule selbst von Mobbing betroffen und ging mit dem Gedanken an die Universität, dass ich dort keine Freunde finden werde. Ohne Freunde und Kommilitonen ist man tatsächlich aufgeschmissen, da es nur ganz ganz wenige Menschen gibt, die die Uni allein packen. One meine Kommilitonen hätte ich sicherlich das ein oder andere Mal aufgegeben...

Jedenfalls habe ich mir nach dem Abitur überlegt, was ich ändern möchte. Und meine Ziele waren vor allem das Erlernen von Disziplin und das Knüpfen von sozialen Kontakten. Und weißt du was? Hat super funktioniert! Ich habe tolle Freunde gefunden, die mich durch alle Uni-Zeite begleiten. Krisen stehen wir gemeinsam durch und auch die Übungen lösen wir oft zusammen, man schickt sich Dies und Jenes, greift sich im Praktikum hier und da unter die Arme und so macht es einfach Spaß, zur Uni zu gehen. Also um das Soziale muss man sich wirklich keine Sorgen machen! Ich wollte es immer nicht glauben, wenn man mir sagte, dass spätestens nach einem Jahr jeder Freunde an der Uni hat. Nun gebe ich genau das selbst weiter, weil ich das bei jedem beobachtet habe. Wir sind wie eine große Familie, und das in einem Studiengang wie Chemie, das ja nicht sonderlich wenige studieren! Ich habe auch in meinem Zweitfach Latein direkt am ersten Tag zwei Personen gefunden, mit denen ich heute, ein knappes dreiviertel Jahr später, richtig gut befreundet bin! Und in Chemie kam das jetzt vor allem durch das Laborpraktikum.

Mit Lerngruppen lernen wäre für mich sehr unangenehm, würde das lieber alleine durchziehen aber dann hätte ich ja ein Nachteil oder nicht?

Dazu kann ich nur sagen: Man kommt mit Mühe zwar irgendwie allein durch, aber es wird sehr schwierig. Also ich habe früher selbst nicht gern in Gruppen gelernt und war auch eher eine Einzelgängerin, aber wenn ich in der Uni keine Lerngruppen hätte, wäre ich sicher durch einige Prüfungen gefallen :D
Ich habe in meinem Studiengang eine, die immer für sich allein ist und so ist, wie du es beschreibst, Sie schafft es ziemlich gut, also es kommt sicher auf die Person an. Aber ich finde persönlich, dass Lerngruppen Vieles erleichtern.

Außerdem hab ich Angst falls ich Durchfalle und dann eine Ausbildung suche das mich der Arbeitgeber fragt wieso ich durchgefallen bin... das wäre ja nicht gut für Bewerbungen...

Die Angst ist normal, aber ich kann dir aus Erfahrung sagen: Wenn du diszipliniert bist, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass du durchfällst. Ich bin selbst mit sehr guten Noten (Mathe LK 1, Chemie LK 1+, Latein GK 1+) an die Uni gegangen. Klar schreibe ich jetzt nicht mehr perfekte Noten, aber Schule und Uni sind zwei grundverschiedene Dinge. Du musst dich zu Beginn erstmal rein finden. Ich habe meine erste Lateinklausur mit einer glorreichen 4,0 bestanden, in Chemie habe ich mit Glück noch eine 2,7 geschafft...das ist normal, einige sind zu Beginn noch schlechter. ABER: Genau dann sollte man nicht aufgeben, sondern weiter kämpfen. Genau das habe ich getan. Nun habe ich eine 1,0 in Latein bekommen und in Chemie steuere ich auch auf eine 1-2 zu...falls das prahlerisch wirkt, tut es mir leid, es soll nur verdeutlichen: Es geht, wenn man will. Ich war zu Beginn so sehr überfordert mit der Uni, dass ich Angstzustände hatte. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich mich für das richtige Studium entschieden habe.

Soweit ich weiß, sind nicht alle Teilnoten beim Abschluss aufgelistet, sondern nur deine Gesamtnote. Es ist auch nirgends vermerkt, wie viele Versuche du für die Prüfung gebraucht hast, um zu bestehen. Es ist wirklich egal! Also mach dir nicht so einen großen Druck. Und: Wenn du den Master beginnst, ist deine Bachelornote egal ;-)

Und auch dir will ich das mit auf den Weg geben: Glaube an dich. Ignoriere an dieser Stelle deine Schulnoten und sage dir: Die FH ist ein Neuanfang! In jeglicher Hinsicht. Überlege, was du konkret ändern oder erreichen willst. Und arbeite dann daran. Deine Schulnoten sagen, wie du vermutlich selbst schon festgestellt hast, wenig über deine tatsächliche Leistung aus. Also: Wenn du das Studium beginnst, starte voll durch und lass dich von Rückschlägen nicht aufhalten! Bei uns haben Latein schon einige abgebrochen, aber ich sage mir: Ich liebe dieses Fach so sehr, dass ich mich von nichts einschüchtern lassen! Und meine Kommilitonen sind mir dabei eine riesige Stütze.

Ich hoffe, dass ich dir mit meiner Antwort ein Bisschen weiterhelfen konnte. Ich wünsche dir ganz viel erfolg für dein Studium! Hoffentlich hast du eine tolle Zeit an der FH.

LG

Das würde ich so unterschreiben :) in Chemie (LA) habe ich auch diese Erfahrungen gemacht. Es gibt einige wenige, die allein dastehen, einmal die, die "aktiv" signalisieren, dass sie keine Kontakte wünschen, und die, die sich mit ihrem sehr unsozialen Verhalten und teilweise verachtenswerten Äußerungen selbst ins Aus geschossen haben. Tust du mir nix, dann tu ich dir auch nix - das reicht im Grunde als gemeinsame Basis schon aus😄

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@Rhenia

Genau so sieht's aus! In welchem Semester bist du und was ist dein Zweitfach? ;)

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Mobbing kann dich immer erwischen. Das ist einfach Glückssache und Zufall. Wegen der geschenkte Noten sei doch froh, dass es so kam. Das hat auch nichts zu tun ob du bei einem weiteren Abschluss versagst. Ich bekam auch in meiner Mittelschule (DE: Realschule) bessere Noten als ich erwartete und trotzdem schaffte ich auch noch die höheren weiterführenden Schulen und die Matura.

Ich denke nicht, dass es abschreckend ist und du deswegen die Fh nicht schaffen könntest. Es kommt auch auf die Fh drauf an wie sie ticken. Jede Fh tickt anders sprich hat andere Regeln und Lehrkräfte.

Ich kenne zwei Fachhochschulen in Österreich die alles andere als fair und kulant zu den Studenten waren. Eine davon war aber trotzdem noch "besser" als die andere zumindest in den Anwesenheitsregeln.

Es ist eben auch Glückssache welche Fh du erwischt. Was ich dir raten kann ist nur zu studieren wenn du auch Geld dafür hast und du weißt, dass du in Problemzeiten auch ein Sicherheitsnetz hast sprich Geld für eine professionelle Nachhilfe in deinem Fach und auch Geld für Auslandspraktiken die du machen musst falls von der Fh gefordert. Ohne Geld bist du aufgeschmissen glaube mir. ;)

Ich kann gut verstehen, dass Du verunsichert bist, wenn man gute Noten praktisch hinterher geschmissen bekommt, wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist.

Das ginge jedem so, der sich nicht für einen Überflieger hält oder das Leben ungern nimmt, wie es kommt.

Aber das wichtigste hast Du vergessen: es ist Dir aufgefallen. Stell Dir vor, die Lehrer benoten Dich in der Tat zwei Noten besser und Du gehst mit den Erwartungen ins Studium, dass alles super einfach wird. Du wärst wahrscheinlich ziemlich tief gefallen und hättest die Welt nicht mehr verstanden.

Da Du aber jetzt davon ausgeht, dass Du zu Unrecht so gute Noten schreibst (was ich nicht beurteilen kann), unterschätzt Du das Studium vermutlich nicht, sondern unterschätzt, wenn überhaupt, Dich selbst.

Wegen den Lerngruppen: jeder Mensch lernt auf seine Weise. Wenn Du denkst, dass Du allein gut lernen kannst, spricht da absolut nichts gegen. Und wenn Du dann merkst, dass Du Dich schon gerne mal mit Deinen Kommilitonen austauschen möchtest wegen etwas, dann kommt das von ganz allein. Auch, wenn man früher gemobbt wurde.

Sieh es als eine Chance auf einen Neuanfang. Dort kennt Dich niemand. Wenn Du willst, kannst Du Dich vollkommen neu erfinden.

Krass Danke du hast mich ein Stück weit motiviert!!!

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@Nichtsnutz12

Es wird sicherlich anstrengend, aber es ist machbar, wenn Du dran bleibst. Und: Du machst Dir viele Gedanken, selbst über Dinge, die - selbst wenn sie eintreten sollten - noch weit entfernt sind.

Ich bin auch jemand, der am liebsten alles durch plant, aber meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass das auch blockieren kann.

Plane ein gutes Stück voraus, aber bleib auch flexibel.

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