Hi :)

Dazu müsste ich wissen, wie viel die Mappe in deine Note zählt bzw., welche Noten du in Chemie bisher so bekommen hast. Dann kann ich dir das gern ausrechnen.

Allerdings kannst du davon ausgehen, dass eine 1 immer das erstrebenswertere Ziel bei solch einer Extraleistung ist ;)

LG

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Hi :)

Ja, das geht mir auch so ;-)

Ich habe vor knapp zwei Jahren mein Abi gemacht, allerdings weiß ich den Kram der Fächer, die mir gut lagen, zum Großteil noch. Aber selbst in diesen Fächern vergisst man viel. Das ist mir in meinem Studium erst bewusst geworden, nachdem man ein halbes Jahr so nichts getan hat (ich studiere Chemie und Latein, Chemie hatte ich als LK und Latein als drittes Abifach). Vor allem, wenn man die Sachen nicht wiederholt und sich nicht mehr intensiv damit befasst, ist es normal, dass man die Sachen vergisst. Habe in Geografie bspw. so ziemlich alles vergessen :)

LG

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Hi!

Erstmal: In der Oberstufe bleibt man nicht sitzen, sondern bekommt seine Abizulassung nicht. Du kannst nur freiwillig zurücktreten, und das solltest du tun, denn: Du MUSST Mathe (ob du willst oder nicht) immer ins Abi einbringen. Alle vier Halbjahre. Wenn du ein mal null Punkte hast, kannst du direkt zurücktreten. Und ja, das kannst du tatsächlich auch nach einem Halbjahr...würde ich tatsächlich echt überlegen an deiner Stelle.

Wenn du Hilfe in Mathe brauchst, kann ich gern versuchen, dir das Eine oder das Andere zu erklären, hatte Mathe damals als LK 🙈

Viel Erfolg!

LG

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Hi,

kleine Bemerkung am Rande: Wenn du dich jetzt schon darüber aufregst, kannst du das Studium vergessen ^^

Ich hatte zu Abizeiten genauso viel Unterricht. Jetzt im Studium hab ich zwar momentan weniger Stunden, aber du musst viel viel mehr zu Hause machen. Je nachdem was du studierst...ich habe in Chemie in jedem Sommersemester jeden Tag den ganzen Nachmittag bis 19 Uhr Labor, muss Protokolle schreiben, für Antestate lernen, noch andere Chemiemodule wie OC parallel belegen, Kurse in Pädagogik belegen und dann noch bestenfalls irgendwie Kurse für Latein unter den Hut kriegen, für die man jeden Tag übersetzen und Vokabeln lernen muss, wenn man da irgendwie eine reelle Chance haben will.

Und jetzt beschwere dich bitte nochmal über deinen Unterricht und deine Hausaufgaben :D in der Uni sitzt du oft mal bis 18 oder 20 Uhr. Und da ist Nacharbeit oder so nicht mit einberechnet. Du glaubst nicht, wie gern ich ein Sozialleben hätte. Ich treffe alle Paar Wochen mal ne Freundin, weil ich sonst nur mit Uni beschäftigt bin.

LG

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Hi,

Die Klammern brauchst du, wenn du Ionen hast, die aus Molekülen bestehen. Also bei deinen Beispielen kannst du die weg lassen. Sie schreibt die hin, um dir zu verdeutlichen, aus welchen Ionen dein zu benennendes molekül aufgebaut ist.

zB hat ja Natriumchlorid nur Na+ und Cl-.

Wenn du jetzt aber bspw. Magnesiumphosphat hast, lautet die Formel Mg3(PO4)2, da brauchst du die Klammern.

LG

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Hi :)

Wenn ich das jetzt richtig sehe, handelt es sich um eine Oratio Obliqua. Du musst das also von Dixit, respondit oder so abhängig machen (kenne den Satz nicht, deshalb kann ich jetzt nur mutmaßen). Und qui macht auch keinen Sinn...eher quid?

Dann hieße der Satz:

Und es erscheine ihm seltsam, was in seinem Gallien, das er im Krieg besiegt habe, ...

Gallien (Gallia, -ae, f.) ist ein Ort, Galli, -orum, m. sind die Gallier ;)

...geht der Satz bei dir im Text noch irgendwie weiter und könntest du mir

a) das übergeordnete Verb und

b) den Rest des Satzes zukommen lassen?

LG

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Hi,

du beantwortest dir deine Frage quasi selbst - wenn Ammoniak entsteht, von dem die Stickstoffatome vorher in den Peptidbindungen waren, müssen die Proteine doch gespalten werden :)

LG

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Hi :)

Schreib dir die Strukturformel von Iodat (IO3-) und Iodid (I-) auf. Dass es braun wird heißt, dass sich elementares Iod bildet und die Säure gibt Aufschluss darauf, womit du deine Redoxgleichung ausgleichst - nämlich mit H(+)-Ionen. Deine Ausgangsgleichung (unausgeglichen) ist

IO3- + I- ---> I2

Bei einer Redoxreaktion gehst du wie folgt vor:

1. Redoxpaare aufstellen.

Einmal reagiert Iodid zu Iod und einmal Iodat. Da Iod einmal oxidiert und einmal reduziert wird, spricht man von Synproportionierung.

2 IO3- ---> I2

2 I- ---> I2

2. Oxidationszahlen bestimmen und so die Anzahl der abgegebenen und aufgenommenen Elektronen bestimmen.

Beim Iodat hat Sauerstoff -II. Da das Molekül einfach negativ geladen ist, muss Iod die Oxidationszahl +V haben. Bei Iodid ist es ja einfach -I. Und elementares Iod hat null. Bei beiden Reaktionen hast du zwei mal Iod. Das heißt, du musst beachten, dass du die Anzahl an elektronen, die du für ein Iodatom brauchst, verdoppelst. Beim Iodat gehst du von +V auf 0, deshalb müssen fünf Elektronen aufgenommen werden (es ist ja eine Reduktion, da die Oxidationszahl sinkt). Beim Iodid wird pro Iod-Atom ein Elektron abgegeben, da die Oxidationszahl ansteigt, deshalb ist es eine Oxidation. Das verdoppeln wir und wir erhalten:

2 IO3- + 10e-  ---> I2 (Red.)

2 I-  ---> I2 + 2e- (Ox.)

3. Nun die Gleichung mit H+ und ggf. H2O so ausgleichen, dass der Ladungsausgleich gewährleistet wird.

Damit wir das machen können, schauen wir uns die Ladungen auf beiden seiten an. Bei der Reduktion hast du rechts die Ladung null. Links hast du zwei Mal ein Iodat, was je einfach negativ geladen ist. Dazu kommen noch 10 Elektronen, die auch je einfach negativ geladen sind. Deshalb hast du links eine Ladung von -12. Bei der Oxidation hast du links zwei Iodid-Ionen, die einfach negativ geladen sind, deshalb die Ladung -2. Auch rechts hast du diese Ladung weil du zwei Elektronen hast.

Daraus folgt, dass die zweite Gleichung nicht ausgeglichen werden muss, da d auf beiden Seiten die Ladung -2 hast. Bei der ersten Gleichung stimmt dies allerdings nicht überein. Deshalb müssen wir auf einer Seite mit H+ ausgleichen. Wie du hoffentlich weißt, sind H+ Ionen einfach positiv geladen. Das heißt, wenn wir auf einer Seite die Ladung hinzufügen, dann steigt sie an. Deshalb brauchen wir jetzt 12 H+ Ionen auf der linken Seite, weil wir dort ja von -12 auf Null kommen wollen. Deshalb notieren wir:

2 IO3- + 10e- + 12 H+  ---> I2 (Red.)

2 I-  ---> I2 + 2e- (Ox.)

Jetzt kommen wir zum Wasser. Links haben wir H's (zwölf Stück) und O's (sechs Stück), die rechts aber noch nirgends auftauchen. Aber aus der Anfangszeit in Chemie wissen wir ja, dass du links genauso viele Atome jedes Elements wie rechts haben musst. Das heißt, wir gucken jetzt, wie viele Wassermoleküle wir aus den O's und H's auf der linken Seite zaubern können. Vermutlich bist du bereits selbst darauf gekommen, dass es 6 H2O sein müssen ;)
Es ergibt sich also:

2 IO3- + 10e- + 12 H+ ---> I2 + 6 H2O (Red.)

2 I-  ---> I2 + 2e- (Ox.)

4. Das kgV der Elektronen bestimmen und die Gleichungen so multiplizieren, dass die Anzahl der aufgenommen mit der Anzahl der aufgegebenen Elektronen übereinstimmt.

Wie du weißt, können bei einer Reaktion nicht Elektronen einfach so irgendwie über bleiben. Das heißt, die Anzahl der Elektronen, die das eine Element aufnimmt, muss ein anderes vollständig aufnehmen. Dazu müssen die Anzahl der Atome aber passen. Wenn du zum Beispiel Aluminiumoxid herstellen willst, reagieren ja Aluminium (kann drei Elektronen abgeben) und Sauerstoff (kann zwei Elektronen aufnehmen) miteinander. Wenn du jetzt ein Aluminiumatom und ein Sauerstoffatom reagieren lassen würdest, würde ein elektron über bleiben. Deshalb bildest du das kgV, was da 6 wäre, und multiplizierst das, sodass du 4 Al + 3 O2 ---> 2 Al2O3 hast. Damit hast du insgesamt pro Al2O3 sechs Elektronen, die abgegeben und aufgenommen werden (nur leider ist O2 ja nur diatomar vorkommend, deshalb ausgeglichen^^)

Dieses Prinzip wenden wir nun auf deine Reaktion an. In der Reduktion werden zehn Elektronen aufgenommen, in der Oxidation zwei abgegeben. Das kgV ist 10. Deshalb müssen wir nur die untere (!) Reaktion mit 5 multiplizieren (oben steht ja schon 10). Wir erhalten:

2 IO3- + 10e- + 12 H+ ---> I2 + 6 H2O (Red.)

10 I-  ---> 5 I2 + 10e- (Ox.)

5. Gleichungen zusammenführen und gegebenenfalls kürzen, Ladungsausgleich und GEM überprüfen.

Wir addieren jetzt alle Edukte miteinander und alle Produkte. Wir erhalten:

2 IO3- + 10e- + 12 H(+) + 10 I- ---> I2 + 6 H2O + 5 I2 + 10e-

Jetzt gucken wir, was auf beiden Seiten vorhanden sind. Das sind nur die 10e-, die wir auf beiden Seiten einfach streichen können:

2 IO3- + 12 H(+) + 10 I- ---> 6 I2 + 6 H2O

Jetzt können wir die Gleichung noch durch 2 teilen:

IO3- + 6 H(+) + 5 I- ---> 3 I2 + 3 H2O

Dies ist unsere Gesamtgleichung. Atome und Ladung nachzählen bekommst du selbst hin :)

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte, bei Fragen melde dich!

LG

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Hi :)

Dein Molekül ist fast richtig gezeichnet :) Stell dir die Kette mal als Zick-zack vor (so würde ich sie tatsächlich auch einfach malen, oder halt Keil-gestrichelt-Keil-usw. Die anderen Substituenten passen soweit.

Zu b:

L ist eher falsch, du hast hier Meso-Weinsäure. Da wird nicht in L oder D unterschieden, weil du ja von beiden Seiten gucken kannst (beides -COOH) und beides möglich ist.

Es ist auch 2R 3R, die Drehrichtung ändert sich ja bei C3 ja nicht :) Es muss von beiden Seiten gleich sein weil du ja ein Meso-Produkt hast.

Symmetrisch passt wiederum. In deinem Fall hast du die (+)-Weinsäure.

Allerdings passt der Begriff threo hier noch ganz gut. Male dir das Molekül mal in der Newman-Projektion in der ekliptischen Form auf. Du wirst feststellen, dass man die Substituenten nicht zur Deckung bringen kann (beide C-Atome sind asymmetrisch). Deshalb müsste threo auch ganz gut passen...

So, ich hoffe, dir hilft das etwas. Mir zumindest schon, im Februar steht bei mir OC an ^^ ich hoffe, das was ich gesagt habe passt soweit :D

LG

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Hi!

Nein, der Fischer-Projektion von dir ist das nicht direkt zu entnehmen. Die Fischer-Projektion ist nur ein Hilfskonstrukt. Eigentlich ist Glucose eher zick zack aufgebaut mit freier Drehbarkeit um die Einfachbindungen. Deshalb kannst du es dir so drehen, dass du die Fischer-Projektion aufzeichnen kannst.

Durch die Ringbildung wird zunächst eine offenkettige Form gebildet, die im Gleichgewicht mit Alpha- und Beta-Glucose steht (Mutarotation).

Diese Anomere entstehen, da durch die Halbacetalbildung ein neues anomeres Zentrum gebildet wird. Die Form wie sie in der Fischer-Projektion dargestellt wird, kommt zu vielleicht 0,1 Prozent vor...du könntest aber rein theoretisch die Fischer-Projektion von Alpha- und Beta-Glucose in der Ringform malen. Ist halt die Frage, ob es so sinnvoll ist...

LG

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Hi!

Kurz zu meiner Situation: Habe mich selbst einige Jahre selbst verletzt (zB Schneiden), war in Therapie wegen depressiver Episoden und hatte in meiner Schulzeit mit Mobbing in Schule und Familie zu kämpfen. Bin allerdings clean seit anderthalb Jahren und studiere seit ein paar Semestern auf Lehramt.

Ich habe mich tatsächlich einer Lehrerin anvertraut. Allerdings kenne ich sie seit der fünften Klasse. Sie war (stellvertretende) Klassenlehrerin für drei Jahre und in der Zeit habe ich ihr so halb von meinen Problemen erzählt (zumindest de Teil, den sie eh schon mitbekommen hat), weil sie mich ab und an ansprach. Auf Zuspruch meiner besten Freundin bin ich, als es schlimmer wurde, zum Lehrerzimmer und hab sie gefragt, ob wir mal reden können. Das taten wir und es tat gut, sich mal jemandem anzuvertrauen. Da meine Situation immer schlimmer wurde, waren wir sehr regelmäßig in Kontakt und in der neunten Klasse, als alles zu eskalieren drohte, habe ich es ihr erzählt. Wir haben lange geredet, aber - und das wird für dich auch interessant zu wissen sein - die Schulleitung und deine Eltern müssen informiert werden. Das heißt, dein Lehrer wird dir das wohl auch sagen. Du kannst ihm natürlich sagen, dass deine Eltern kein Verständnis zeigen (meine Mutter hat total hysterisch reagiert und mir alles zum Vorwurf gemacht, weil sie wieder nur an ihr Wohl gedacht hat), dennoch wirst du darum nicht herum kommen. Eltern und Schule müssen sich im Fall, dass du Suizidgedanken hast oder so, absichern. Denn wenn du dir in der Schule oder so was antust und raus kommt, der Lehrer wusste davon und die Schule hat nicht gehandelt, kann das ernste Konsequenzen für die Schule haben.

Bei mir wurde ca ein Jahr später eine Schulhilfekonferenz einberufen, in der man beschloss, ich muss eine Therapie machen. Danach gab es nochmal ein Gespräch mit mir, meinen Eltern und meinen Klassenlehrern, um zu gucken, ob meine Eltern und ich uns schon um einen Therapieplatz gekümmert haben (die Schule brauchte diesbezüglich einen Nachweis). Da ich gegen meinen Willen da reingesteckt wurde, hat die Therapie natürlich nichts gebracht. Aber: Mir geht es mittlerweile ganz gut und besagte Lehrerin und ich sind inzwischen Freundinnen :D ich wüsste nicht wo ich heute ohne sie stünde...und sie ist ein riesengroßes Lehrervorbild für mich :)

Also: Ja, schreib ihm eine Mail, in der du dich vorstellst (ich bin XY aus der Klasse X) und kurz darlegst, warum du um ein Gespräch bittest. Macht einen Termin aus - der Lehrer kennt vermutlich solche Situationen (meine Lehrerin war damals auch Vertrauenslehrerin an der Schule und hatte mit sowas Erfahrung) und wird dir sicherlich gut helfen können. Auch wenn es erstmal Zuhören ist - er ist komplett unvoreingenommen und kann dir objektiv gute Tipps geben, denke ich :)

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg! Wenn du noch Fragen hast oder Rat brauchst und reden möchtest, melde dich gern bei mir :)

LG

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Hi,

ich habe bereits in meinem Studium wissenschaftliche Arbeiten verfassen müssen und kann dir ja mal erklären, wie ich vorgehe.

Zunächst überlege ich mir - logisch! - eine Leitfrage. Also eine Frage, unter der die Arbeit verfasst wird. Du wirst ja nicht nur Drogenkonsum als Thema haben, sondern eine genauere Fragestellung. Also bei mir ging es grob um Didaktik und Pädagogik des Neulateinischen zur Zeit des Renaissance-Humanismus :)

Anschließend suche ich erst einmal Literatur dazu. Ich war in verschiedenen Bibliotheken in der Uni und in der Stadt und habe mich in verschiedenen Schlagworten (Geschichte, Humanismus, Latein, Pädagogik etc) nach Literatur umgeschaut. Dabei hatte ich vor allem ein Werk, von dem ich ausgegangen bin. Nachdem ich Literatur hatte, habe ich auch nochmal bei meinem Hauptwerk im Quellenverzeichnis geschaut, welche Literatur da so angegeben wird (Also Schneeballprinzip). Ich habe die Literatur zunächst gelesen und zu jedem Buch notizen gemacht, Zusammenhänge hergestellt etc. Dabei entstand auch meine Gliederung. Also ich wusste zwar vorher schon, welche Punkte ich grob reinnehmen möchte, allerdings habe ich an der Gliederung aufgrund meiner Rechercheergebnisse noch viel verändert - zu Beginn hätte ich auch nie gedacht, dass ich Werke von Quintilian und Plutarch benötige, das hat sich zB auch erst bei der Recherche und dem genaueren Einlesen ergeben ^^

Anschließend habe ich halt angefangen zu schreiben. Dabei gehe ich relativ chronologisch vor. Ich lese aber auch im Zusammenhang immer mehrmals drüber und schaue, dass der rote Faden nicht verloren geht und dass die gesamte Arbeit stringent und nicht additiv aufgebaut ist, d.h., dass Bezüge zu bereits geschriebenen Kapiteln existieren, dass Dinge, die nicht direkt in den Text passen, in den Fußnoten erläutert sind etc.
Du darfst beim Schreiben auch dein Ziel (die Beantwortung der Leitfrage) nie aus den Augen verlieren. Bei der Gliederung und dem Verfassen der Arbeit solltest du dich immer fragen: Inwieweit ist dies für das Ergebnis meiner Arbeit relevant? Ich musste auch echt schauen, was aus der Geschichte ich mit reinnehme, da man gerade beim Geschichtlichen sehr dazu neigt, ausschweifend zu werden und Details mit reinzubringen, die gar nicht von Belang sind.

Erst, nachdem der Hauptteil komplett geschrieben ist, kommt das Fazit. Bei mir war es so, dass ich beim Lesen meines Hauptteils direkt ein Fazit formulieren konnte, da ich sehr in mein Thema eingearbeitet war. Da kommt mir zum Vorteil, dass ich gut logisch denken kann und mir viele Sachen schnell in den Sinn kommen. Erst, nachdem das Fazit steht, ging es an die Einleitung. In der Einleitung führst du deine Leser zum Thema hin und erläuterst wesentliche Arbeitsschritte deiner Arbeit. Hier ein Ausschnitt aus meiner Einleitung:

„Ad fontes!“
Dieses Zitat, das übertragen „Zurück zu den Anfängen!“ bedeutet, war der Leitspruch der Humanisten. Geprägt wurde er von Erasmus von Rotterdam, welcher 1511 in seiner Schrift De ratione studii ac legendi interpretandique auctores Folgendes aussagte:
Sed in primis ad fontes ipsos properandum, id est graecos et antiquos.
Die Absicht der Humanisten wird schnell klar: Das Mittellatein, welches sich bis dato unkontrolliert ausbreitete und keine einheitliche Sprache war, sollte durch die Wiedereinführung des klassischen Lateins wie zu Zeiten Ciceros langsam beseitigt und durch „perfektes“ Latein ersetzt werden. Den Ruf als Erzieherin der Menschen hatte Latein schon damals, diesem Ruf versuchten aber vor allem die Humanisten gerecht zu werden, da sich das humanistische Weltbild durch den Auftrag verstand, den Mensch als Individuum ins Zentrum der Bildung zu stellen und sein Potenzial zur Gänze entfalten zu können, was wiederum nur durch exaktes und analytisches Vorgehen gelingen kann.
[...] (hier habe ich das Thema noch so ein bisschen eingeführt)
Diese Arbeit soll aufzeigen, welche Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Lateinischen haben und diese Entwicklungen mit geschichtlichem Hintergrund beleuchten; im Zentrum steht hierbei das Schulwesen sowie die Didaktik dieser Sprache. Der Fokus dieser Arbeit wird auf dem Humanismus, d.h. vorrangig auf dem 14. bis 16. Jahrhundert liegen, da diese Jahrhunderte den weiteren Werdegang des Neulateins stark geprägt haben.Obwohl das 17. Jahrhundert zu zwei Dritteln bereits der Epoche des Barock angehört, fanden im Schulwesen erst zum Ende des 17. Jahrhunderts wieder größere Veränderungen statt. Demnach wird das 17. Jahrhundert in dieser Arbeit angeschnitten, auch wenn es nicht mehr dem Humanismus angehört.

Und wenn man das hat, dann lässt man gegenlesen. Du musst halt in deinem Fall noch eine Studie mit einbringen - pass auf, dass du diese zwar vollständig darlegst und erläuterst, dabei vor allem aber wieder den Blick auf deine Leitfrage nicht verlierst. Das passiert auch bei solchen Dingen schnell.

Noch kurz zur Stilistik einer solchen Arbeit: Pass auf, dass du nicht zu salopp, aber auch nicht zu wissenschaftlich formulierst. Meine Hausarbeit wurde zwar mit einer 1,0 bewertet, allerdings meinte mein Dozent zu mir, dass ich zu hochgestochen formuliere. Klar hat da jede/r Lehrende seine/ihre eigene Definition, aber es muss auch für fachfremde Leser gut verständlich sein. Baue nicht zu viele Nebensätze ein, formuliere lieber etwas leichter als zu komplex. Aber immer noch so, dass du ordentliches Deutsch verwendest. Die Suche nach der richtigen Sprache, bei der zwar Fachbegriffe (in den Fußnoten erklären!!!) vorhanden, das Deutsch aber nicht zu verklausuliert ist, ist oftmals schwierig und - wie so häufig - eine Gratwanderung. Denn: Was die eine Person super findet, findet die nächste schon zu einfach formuliert. Versuch also rauszufinden, was deine Lehrkraft bevorzugt. Denn sie wird die Arbeit schließlich lesen und bewerten ;)

Wenn du noch Fragen hast, melde dich gern. Ich wünsche dir viel Erfolg!

LG

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Hallo!

Warum übersetzt du es nicht einfach im Präsens? Also: Mit Recht wirst du durch diesen Ort gelobt, Freund.

Du hast missachtet, dass delectaris Passiv ist und der Ablativ hoc loco diese Aktion ausführt.

LG

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Hallo,

du kannst als sogenannter Quereinsteiger anfangen. Dabei erhältst du deine gesamte pädagogische Ausbildung im Referendariat, die Fachkenntnisse hast du durch dein Studium bereits.

Du wirst allerdings noch ein Zweitfach mit Pech nachstudieren müssen, wenn du nicht gerade Mathe/Physik und Technik/Info an einer Schule unterrichten willst. Was wie akzeptiert wird (also ob du nichts mehr nachstudieren musst oder doch), musst du selbst in Erfahrung bringen. Wenn du gar nicht studiert hast, musst du ein komplettes Studium absolvieren.

Viel Erfolg!

LG

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Hi :)

So wie es scheint, hast du ein großes Interesse an organischer Chemie. Hier ein paar Möglichkeiten von Themen, mit denen du dich befassen kannst:

  • Addition, Nukleophile Substitution (SN1, SN2), Eliminierung
  • Stereoisomerie (unglaublich wichtig in der OC!)
  • Selektivität von Reaktionen
  • Diels-Alder-Reaktion
  • Reaktionen und Synthese bestimmter Stoffklassen (Also Dinge wie Williamson-Estersynthese) inklusive ihrer Thermodynamik
  • Biochemie (Aminosäuren zB)
  • etc.

Also wenn du willst, kann ich dir das Ein oder Andere erklären und dir Aufgaben dazu geben, ich studiere Chemie und besuche dieses Semester die OC1-Vorlesung :)

Ich kann dich aber gut verstehen, in der Schule habe ich mich selbst im Chemie Leistungskurs unglaublich gelangweilt und hatte ohne große Mühe Bestleistungen. Ich habe dann an Chemiewettbewerben teilgenommen, habe Workshops an der Uni gemacht und mit meinem Lehrer geredet, der mir dann andere Aufgaben gegeben hat, damit ich mich nicht langweile. Ich habe mich vor allem mit OC auseinandergesetzt, ich liebe Reaktionsmechanismen und habe mich mit so Sachen wie der säurekatalysierten Veresterung befasst :D

Die Teilnahme an Chemiewettbewerben würde ich dir auch empfehlen. Und schau mal, ob es an der Uni in deiner Nähe Veranstaltungen für Schüler zur Chemie gibt. Die FU Berlin bietet solche Möglichkeiten bspw an :)

Wenn du Fragen hast, melde dich gern!

LG

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Hey,

erstmal: Das, was du beschreibst, kenne ich gut aus meinem eigenen Leben. Ich war sehr lange von Minderwertigkeitskomplexen geplagt, weil ich jahrelangem Mobbing ausgesetzt war. In Konsequenz daraus habe ich mich an meine schulischen Leistungen geklammert und einen Perfektionismus entwickelt, der nicht mehr cool war. Ich habe in der zehnten Klasse neben der Schule Mathematik studiert und sehr viel Nachhilfe gegeben - wenige Wochen nach Beginn war Schluss damit, weil ich nicht mehr konnte. Ich war überfordert mit allem...

Ich habe tatsächlich eine Therapie gemacht, leider hat sie mir nicht geholfen, sondern mich eigentlich nur noch tiefer reingeritten. Ich hoffe, dass du da etwas mehr Glück hast als ich.

Fürs Erste würde ich jedoch empfehlen, etwas Pause zu machen und dich nicht so zu überarbeiten. Vor allem, wenn die Uni beginnt, hast du Stress pur. Ich spreche aus Erfahrung, studiere mittlerweile im dritten Semester und so wirklich viel Freizeit habe ich nicht :D Im Studium wirst du noch genug Stress haben, also versuche, zu entspannen. Ich weiß selbst wie schwierig das ist, ich kann oft nicht schlafen, weil meine Gedanken um Uni etc kreisen. Aber ich habe mir ein Ritual angewöhnt, mit dem ich vor dem Einschlafen entspannen kann und es klappt super.

Ich wünsche dir alles Gute - ich finde es super, dass du dein Problem selbst erkennst, du scheinst sehr reflektiert zu sein. Auch, dass du dir Hilfe suchen willst, ist super.

LG

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