Hi,

dein Relativsatz unterliegt hier der sogenannten Modusassimilation. Dieses Phänomen ist besonders häufig bei Relativsätzen zu beobachten.

Da der Relativsatz von einem im Konjunktiv stehenden Nebensatz (indirekter Fragesatz --> immer Konjunktiv!) abhängt, kann der Modus dem im übergeordneten Satz angeglichen werden. Der Autor hätte aber auch den Indikativ wählen können.

Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gern :)

LG

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Hi,

ich bin persönlich der Ansicht, dass man die Grammatik am besten am Text, d.h. beim Übersetzen lernt.

Ich habe das so gemacht, dass ich mir von dem Autor, den wir gelesen haben, einen Text vorgenommen habe. Wenn ich irgendwas nicht wusste, habe ich mir dazu was nachgeschlagen. Das habe ich notiert und direkt am Text anwenden können. Das Problem ist nämlich oft: Man kann die Grammatik schon auswendig lernen, allerdings scheitert es dann bei der Anwendung (d.h. auch beim Übersetzen).

Zu den Vokabeln: Jeder lernt anders. Für mich hat sich das Lernen per App als hilfreich erwiesen. Generell kann man aber sagen: Egal, wie du die Vokabeln lernst, du musst sie regelmäßig wiederholen. Am Anfang täglich, dann ein Mal pro Woche, irgendwann ein Mal pro Monat.

Wenn du die Vokabeln gut kannst, versuche auch, so wenig Vokabeln wie möglich nachzuschlagen. Durch regelmäßiges Übersetzen übst du die Vokabeln ebenfalls.

LG

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Hi,

Zunächst mal das Vorgehen beim Übersetzen nach der Konstruktionsmethode:

① Haupt- und Nebensätze trennen.

② Prädikat des Hauptsatzes suchen. Doppelt rot unterstreichen.

 Dazugehöriges Subjekt suchen: Das Subjekt steht immer im Nominativ. Der Numerus muss mit dem des Prädikats übereinstimmen. Grün unterstreichen.

④ Objekte ausfindig machen. Lila unterstreichen.

⑤ Bezüge / KNG-Kongruenzen suchen. Zeichne einen Pfeil vom Wort zu seinem Bezugswort.

⑥ Satzwertige Konstruktionen und Infinitive: Trenne diese vom Rest des Satzes ab. Dazu zählen AcI, NcI, PC, Abl.abs., Gerundi(v)a. PCs und Abl.abs. [blau umklammern], Infinitivkonstruktionen blau unterwellen.

⑦ Nebensätze analysieren: Analysiere auch die Nebensätze wie in Schritt 2-6. Bestimme die Art des Nebensatzes und ggf., wovon er abhängt. (Blau umklammern), Nebensatzeinleitendes Wort markieren.

⑧ Haupt- und Nebensätze getrennt übersetzen.

⑨ Alles zu einem Satz zusammenfügen.

Das wenden wir nun auf deinen Text an. Ich gehe hierbei davon aus, dass du dir über die Bedeutung der Vokabeln im Klaren bist. Ich strukturiere dir nach dieser Methode einen Teil des ersten Satzes vor, den Rest probierst du bitte allein. Übersetzungen korrigieren wir gern. 

Erstmal kannst du dir alle Nebensätze abtrennen. Die Nebensatz-einleitenden Wörter wie Relativpronomen erkennst du sicher selbst. Kleine Hilfe:

  • es gibt zwei Relativsätze
  • Der Satz enthält einen ut-Satz
  • Zu Beginn gibt es einen relativischen Satzanschluss

Zunächst zum Hauptsatz: Quod autem continet non magis eam disciplinam quam vitam fortunasque nostras

  • Prädikat: continet
  • Subjekt: Quod (relativischer Satzanschluss)
  • Akkusativobjekte: eam disciplinam, vitam, fortunas nostras
  • non magis ... quam = nicht nur ... sondern auch

Du kannst diesen Hauptsatz wirklich Wort für Wort runterübersetzen: Dies aber umfasst nicht nur diese Lehre, sondern auch das Leben und unsere Schicksale.

Jetzt bauen wir noch den Relativsatz de qua loquor mit ein, der in diesem Satz steht. Er wird hier mit de qua eingeleitet. Wir sehen: Es ist Abl. Sg. f., weil de mit dem Ablativ steht.

Das Relativpronomen steht im selben Numerus und Genus wie das Wort, von dem es abhängt. Das ist hier eam disciplinam, denn auch das steht im Singular und ist feminin.

loqui de aliqua re bedeutet über eine Sache sprechen. Die Form loquor steht im Indikativ Präsens der ersten Person Singular (Achtung: loqui ist ein Deponens!). Der Relativsatz bedeutet also [...] über die ich spreche. Eingefügt in den Hauptsatz ergibt das:

Dies aber umfasst nicht nur diese Lehre, über die ich spreche, sondern auch das Leben und unsere Schicksale.

Die Floskel id est bedeutet einfach das heißt.

Kleine Konstruktionshilfe - ich stelle dir den Satz einmal um und trenneihn dir entsprechend auf, damit du es selbst weiter probieren kannst:

id est,

ut,

quod honestum sit,

id solum iudicemus,

id quidem fuse et copiose et omnibus electissimis verbis gravissimisque sententiis rhetorice et augeri et ornari potest,

sed consectaria me Stoicorum brevia et acuta delectant.

Probier's mal - bei Fragen melde dich! Deinen Lösungsvorschlag darfst du auch gern in die Kommentare posten.

LG

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Hi,

Katalysatoren sind erst einmal Stoffe, die die Aktivierungsenergie herabsetzen und die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.

Es gibt ganz verschiedene Katalysatoren, z.B. Palladium, an deren Oberfläche die Katalyse abläuft. Es gibt aber auch Enzyme, sogenannte Biokatalysatoren, die solche Funktionen haben. Wir haben sie alle im Körper und benötigen sie bspw für Stoffwechselwege, die normalerweise nicht bei Körpertemperatur ablaufen könnten.

Sie wirken spezifisch (zB Substratspezifisch), sie haben ein pH- und ein Temperaturoptimum. Es gibt die Enzyme, die einfach aus Peptiden (häufig mit Coenzymen etc.) bestehen, aber es gibt auch Ribozyme, die vor allem aus RNA bestehen.

LG

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Hi!

ars beate vivendi = die Kunst, glücklich zu leben

=> beate ist ein Adverb und kein Adjektiv (denn dann wäre es beata). Eine Kunst kann auch nicht "glücklich" sein...es muss sich hier also auf vivendi beziehen. Wörtlich steht da "die Kunst des glücklichen Lebens". Oft übersetzt man dieses Gerundium aber einfach mit "zu".

in carmine componendo = beim Verfassen des Gedichts

ad orandum hostibus observandis = durch das Beobachten der Feinde, um zu bitten (der Satz ergibt keinen Sinn! Komme gerade nicht auf eine elegante Lösung.)

pace laudanda = durch das Loben des Friedens

bene vivendo = durch das glückliche Leben (dadurch, glücklich zu leben)

ad bella vitanda in finibus imperii augendis = beim Vergrößern des Gebietes des Imperators, um Krieg zu vermeiden

deos colendo = durch das Verehren der Götter

Du siehst, dass das Akkusativobjekt angeglichen werden kann (=> Gerundivum) oder der präpositionslose Ablativ mit einem Akkusativobjekt stehen kann.

Das Gerundium ist ein Verbalsubstantiv. Es hat also kein KNG-kongruentes Wort. Ein Beispiel für ein Gerundium wäre ars vivendi = die Kunst des Lebens = die Kunst, zu leben. Die Formen des Gerundiums werden substantivisch übersetzt. Es kommt nur im Singular und neutrum (!!) vor.

a) Das Gerundium ohne Objekt gibt es

  • im Genitiv neben Substantiven (z.B. ars vivendi), neben Adjektiven, die den Genitiv regieren (z.B. cupidus dominandi), neben causa und gratia (z.B. iudicandi caisa),
  • im Dativ (selten!) als Dativus finalis (z.B. scribendo adesse),
  • im Akkusativ nur neben ad (z.B. paratus ad dimicandum),
  • im Ablativ als Ablativus instrumentalis ohne Präposition oder mit den Präpositionen in und de (z.B. in dormiendo).

b) Sonst steht es in Verbindung mit einem Akkusativobjekt in folgenden Fällen:

  • im Genitiv bei Objekten im Plural,
  • im präpositionslosen Ablativ,
  • bei einem Akkusativobjekt, das Neutrum eines Pronomens oder Neutrum Plural eines Adjektivs ist.

Das Gerundivum hingegen ist ein Verbaladjektiv. Es hat immer ein Bezugswort, auf das es sich bezieht. Es gibt die Notwendigkeit (und Möglichkeit) einer Handlung an.

Das Gerundivum steht in den unter b) genannten Fällen und auch

  • im Dativ,
  • bei Abhängigkeit von Präpositionen.

Zur Übersetzung von Gerundi(v)a:

  • Im Genitiv wird es meist wie oben erklärt übersetzt.
  • Im Dativ (eigentlich nur bei Gerundiva!) hat es finalen Sinn.
  • Im Akkusativ hat es ebenfalls einen finalen Sinn (zum, um zu)
  • im präpositionslosen Ablativ hat es oftmals ebenfalls finalen Sinn.
  • im Ablativ mit Präpositionen wird der Sinn oftmals durch die Präposition bestimmt.

Das klingt jetzt alles sehr theoretisch, aber im Textzusammehang erkennst du es wie gesagt daran, dass das Gerundivum ein Bezugswort in KNG-Kongruenz hat und das Gerundium nicht.

LG

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Lehrerin von sehr privaten Problemen erzählen?

Hallo zusammen,

ich bin ziemlich verzweifelt und bitte daher um Rat. Seit 2 Jahren geht es in meinem Leben und dem meiner Familie (Mutter, Vater, Katze, ich) drunter und drüber. Mein Vater nutzt meine Mutter aus wo er nur kann (Geld, Aufmerksamkeit, ...) und sie hat die rosarote Brille auf. Ich fühle mich von ihr im Stich gelassen, denn sie verteidigt ihn immer und sagt er hätte schwere Depressionen (stimmt nicht, er ist nur faul und clever und sie ist zu lieb). Seit zwei Jahren habe ich extreme Esstörung(en) entwickelt und einiges ist bei mir auch emotional nicht so wie es sein sollte.

Ich habe zwar meinen Großvater, der mir hilft und der die Situation genauso sieht wie ich, trotzdem kann ich nicht mit ihm über absolut alles sprechen und bräuchte daher mal jemand anderen, weil ich einfach mal nur heulen möchte und meine Gefühle nicht zurückdrängen möchte.

Ich habe in der Schule eine Lehrerin, die ich ewig kenne und die auch immer auf die Schüler achtet etc. Ich würde so gerne in einem Gespräch mit ihr das Ganze einfach mal rauslassen, nur habe ich Angst, dass das dann zu sehr negativ für meine Eltern ist und ich eigentlich so private Sachen (z.b. Gehalt, ...) niemandem erzählen möchte. Es würde auch nichts weiter bringen außer das es mich erleichtert einfach mal geredet zu haben.

Ich habe Angst, dass sie dann negativ über mich denkt.

Glaubt ihr, ich kann ihr das (natürlich in geschützem Rahmen) erzählen?

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Hi,

probier's - ich bin denselben Schritt damals auch gegangen. Ich hatte Probleme in der Familie und in der Schule, hatte niemanden, dem ich diesbezüglich vertrauen konnte und habe mich an eine Lehrerin gewandt. Die kannte ich zu dem Zeitpunkt schon viele Jahre und das war die beste Entscheidung überhaupt. Sie hat mir wahnsinnig in jeglicher Hinsicht geholfen und ich habe ihr echt viel zu verdanken.

Ich bin mir sicher, dass dir dieses Gespräch viele Möglichkeiten eröffnet. Nur Mut! Auch für Lehrer ist es eine große Ehre, solch ein Vertrauen entgegengebracht zu bekommen. Und gerade, wenn du sagst, dass sie sich um ihre SuS kümmert, wäre sie wohl die Letzte, die dich abweisen würde!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg beim Gespräch.

LG

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Hi,

Bei der Funktion I hast du gegeben:

  • schließt in B knickfrei an
  • schließt in C knickfrei an
  • Polynom 3. Grades

Es gilt also:

f(x) = ax³ + bx² + cx + d

f'(x) = 3ax² + 2bx + c

f''(x) = 6ax + 2b

d = 2 kannst du direkt aus der Zeichnung entnehmen.

Wenn Funktionen knickfrei anschließen, heißt das: Die Steigungen der Funktionen müssen dort gleich sein, die Rutschengleichung ist stetig und differenzierbar (hat also keine Löcher, Knicke und kann an jeder Stelle abgeleitet werden).

Die Punkte B und C sind:

B(4|0) und C(0|2)

Die erste Ableitung an diesen Stellen muss also null sein:

f'(4) = 0 und f'(0) = 0:

0 = 48a + 8b + c

0 = c

Das heißt der Term cx fällt weg, wir erhalten:

0 = 48a + 8b

Jetzt nehmen wir uns einen der Punkte, setzen ihn in die allgemeine Gleichung von f(x) mit c = 0 und d = 2 ein und erhalten:

0 = 64a + 16b + 2

Wir haben zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten, das LGS lässt sich also einfach lösen:

0 = 48a + 8b
-8b = 48a
b = -6a

Diesen Wert für b setzen wir in die zweite Gleichung ein und lösen nach a auf:

0 = 64a + 16(-6a) + 2
-2 = -32a
a = 1/16

Daraus ergibt sich: b = -3/8

Und wir erhalten als Funktionsgleichung sowie Ableitungen:

f(x) = 1/16 x³ - 3/8 x² + 2

f'(x) = 3/16 x² - 3/4 x

f''(x) = 3/8 x - 3/4

Probe, ob alles passt, erhalten wir durch die Punkte:

f(0) = 2 => passt
f'(0) = 0 => passt, erster Punkt ist "verifiziert".

f(4) = 0 => passt
f'(4) = 0 => passt, auch der zweite Punkt ist verifiziert.

Um nun die maximale Steigung der Rutsche zu ermitteln, berechnest du den Punkt mit der größten Steigung, d.h. den Wendepunkt. Den erhältst du durch Nullsetzen der zweiten Ableitung, der x-Wert reicht uns vollkommen:

f''(x) = 0:
3/8 x - 3/4 = 0
x = 2

Das kann man sich aber auch so herleiten, da der Wendepunkt mittig zwischen den Extrema liegt (die bei x = 0 und x = 4 zu finden sind).

Diesen x-Wert setzen wir in die erste Ableitung ein. Denn wir wissen jetzt, wo der Wendepunkt liegt, aber nicht, welche Steigung die Funktion an diesem Punkt hat:

f'(2) = 3/16*2² - 3/4*2
= -0,75

Das heißt, das Gefällt liegt bei 75% und damit im Rahmen.

Nun hast du alles, was du benötigst - probier mal die zweite Gleichung selbst! Die Bedingungen sind:

  • f'(0) = 0
  • f'(4,5) = 0
  • d = 2

Die Lösung können wir dann gern kontrollieren.

LG

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Hi,

Wenn du den codogenen Strang gegeben hast, dann musst du dies erst in die mRNA übersetzen. Dazu nimmst du quasi immer das Gegenstück:

  • bei Adenin in der DNA benötigst du Uracil, nicht Thymin!
  • bei Thymin in der DNA benötigst du Adenin
  • bei Guanin in der DNA benötigst du Cytosin
  • bei Cytosin in der DNA benötigst du Guanin.

Nehmen wir an, du hast folgende Sequenz am codogenen Strang:

...TAC CGC AAT GCG ATA ATG...

Die mRNA lautet dann:

...AUG GCG UUA CGC UAU UAC...

Deine Aminosäuresequenz ist also:

Met(Start)-Ala-Leu-Arg-Tyr-Stopp

Wenn du die Aminosäuresequenz gegeben hast, drehst du es einfach um: Du schaust, welches Triplett der mRNA für die Aminosäure codiert und notierst dazu die entsprechenden entgegengesetzten Basen. Aber: Hier gibt es dann keine eindeutige Lösung, da für viele Aminosäuren - wie du in der Code-Sonne sehen kannst - mehrere Codierungen existieren.

LG

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Hi,

Hast du nur Einfachbindungen, so liegt eine sp³-Hybridisierung vor.

Bei einer Doppelbindung und zwei Einfachbindungen hast du eine sp²-Hybridisierung, da du die p-Orbitale für die Pi-Bindung benötigst.

Bei einer Dreifachbindung oder einer kumulierten Doppelbindung (= zwei Doppelbindungen an einem C-Atom) hast du eine sp-Hybridisierung.

Achtung: Die Einfachbindung kann auch ein freies Elektronenpaar sein! Sauerstoff z.B. bildet in H2O nur zwei EInfachbindungen aus, hat aber noch zwei freie Elektronenpaare. Die Anordnung der Hybridorbitale ist dann ebenfalls nahezu tetraedrisch, zwei der vier Hybridorbitale sind doppelt besetzt. Genauso bei NH3, bei dem eines der Hybridorbitale bereits doppelt besetzt ist.

LG

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Hi,

Das muss ja logischerweise so sein :-)

Beim ersten hast du nicht aufgepasst: Ein Stickstoffatom nimmt zwar drei Elektronen auf um zu Nitrid zu werden, aber zwei Stickstoffatome nehmen dann insgesamt sechs Elektronen auf:

3 Mg ---> 3 Mg(2+) + 6 e(-)

N2 + 6 e(-) ---> 2 N(3-)
___________________________
3 Mg + N2 ---> Mg3N2

LG

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Hi,

dazu schauen wir uns einmal die Elektronenkonfiguration von Eisen an.

Wir besetzen Ddie Orbitale in folgender Reihenfolge:

1s - 2s - 2p - 3s - 3p - 4s - 3d.

Das 1s-Orbital fasst zwei Elektronen, die drei p-Orbitale insgesamt sechs und die fünf d-Orbitale insgesamt zehn Elektronen. Auf diese Orbitale verteilen wir nun 26 Elektronen:

K-Schale: 1s² - zwei Elektronen weg, Schale voll besetzt

L-Schale: 2s² 2p^6 - acht Elektronen weg (insgesamt 10), Schale voll besetzt

M-Schale: 3s² 3p^6 - acht Elektronen weg (insgesamt 18), Schale voll besetzt

Nun kommt die entscheidende Schale: die N-Schale, in der auch die 3d-Orbitale besetzt werden:

4s² 3d^6 sind die restlichen acht zu besetzenden Elektronen.

Eisen hat also so betrachtet zwar sechs, nach dem Bohrschen Modell aber nur zwei Außenelektronen. Aber: Eisen kann nicht nur die Oxidationsstufe +II, sondern auch die Oxidationsstufe +III annehmen. Da müsste man jetzt aber ausholen und das würde hier zu weit führen.

LG

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Hi,

Erstmal fangen wir ganz allgemein an: Eine Funktion vierten Grades folgt der Gleichung

f(x) = ax^4 + bx³ + cx² + dx +e.

Du brauchst also, wie du schon gesagt hast, fünf Gleichungen.

Dazu ist es hilfreich, sich die Ableitungen zu notieren:

f'(x) = 4ax³ + 3bx² + 2cx + d

f''(x) = 12ax² + 6 bx + 2c.

Folgende Informationen hast du gegeben:

  • Im Ursprung liegt der Wendepunkt.
  • Die x-Achse ist die Tangente.
  • In W(1|-1) liegt ein weiterer Wendepunkt.

Schauen wir uns die erste Aussage genauer an: Im Ursprung liegt der Wendepunkt. Das heißt erstmal, dass e = 0 sein muss, da die Funktion durch den Ursprung O(0|0) verläuft. Bleiben noch vier Gleichungen.

Wenn dort ein Wendepunkt liegt, gilt:

f'(0) = 0

f''(0) = 0

Einsetzen ergibt:

d = 0

c = 0

Da jetzt d und c Null sind, vereinfachen sich unsere Gleichungen zu:

f(x) = ax^4 + bx³

f'(x) = 4ax³ + 3bx²

f'(x) = 12ax² + 6bx

Nun liegt in W(1|-1) ein weiterer Wendepunkt.

Wir haben also f(1) = -1:

-1 = a + b

Es gilt zudem f'(-1) = 0:

0 = 4a(-1)³ + 3b(-1)² => 0 = -4a + 3b

Und es gilt f''(-1) = 0:

0 = 12a + 6b

Die letzte Gleichung formen wir nach b um:

b = 2a

Das setzen wir in die erste Gleichung ein:

-1 = a + 2a

-1 = 3a

a = -1/3

Und das können wir in b einsetzen:

b = -2/3.

Die Gesamtgleichung lautet also, wenn ich mich nicht verrechnet habe:

f(x) = -1/3*x^4 - 2/3 x³.

LG

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Hi,

Ich studiere jetzt seit zwei Jahren und habe die Beobachtung gemacht, dass das vom Studienfach und vom Studenten abhängig ist. Das war ja in der Schule auch nicht anders.

In der Regel habe ich etwa 20 Semesterwochenstunden. Das sind also die Stunden, die ich pro Woche Vorlesungen Seminare oder dergleichen habe.

Für Chemie mache ich das so, dass ich die Vorlesung nacharbeite (d.h. Lernzettel verfasse) und die Übungsaufgaben bearbeite. Das nimmt pro Modul ca. 5-8 Stunden pro Woche ein (ich habe im Durchschnitt 3 Chemiemodule pro Semester).

In Latein besteht die Vorbereitung auf die Sitzungen in der Regel im Übersetzen. Da kommt es auf den Kurs an, aber bei Poesie dauert die Vorbereitung meist so 2-3 Stunden, bei Prosa vielleicht 1-2. Prosa kann ich einfach flüssiger lesen. In den Stilübungen sitze ich mittlerweile auch 2 Stunden – inklusive Raussuchen der Grammatikregeln und Vokabeln zum „Belegen“ meiner Lösungen. Ohne würde es vielleicht 30-45 Minuten dauern. Pro Semester besuche ich 2-3 Lateinmodule.

Wenn es dann an das Lernen für die Klausuren geht, lerne ich für ein Modul mindestens drei Wochen, das kann aber auch schon mal mehrere Monate dauern. Bei Spektroskopie bspw. habe ich in der Vorlesung den Stoff gar nicht nachvollziehen können, weshalb ich mir jetzt in den Ferien alles erarbeite und über zwei Monate zum Lernen brauchte. Ich habe aber auch Module, für die ich außerhalb der Vorbereitungen noch viel im Semester lerne, z.B. Stilübungen. Da habe ich über das Semester dann kontinuierlich was getan und musste gegen Ende nicht mehr so extrem lernen, sondern hab die Zeit dann eher genutzt, um Kommilitonen den Stoff zu erklären.

Es kommt auch auf den Studenten an. In Chemie bspw. lerne ich relativ viel, bin aber eher mittelmäßig. Andere Kommilitonen lernen weniger und erzielen bessere Ergebnisse. Das Glück habe ich wiederum in Latein. Ich habe also inklusive Vorlesungen in Chemie ca. 30-32 Stunden pro Woche zu tun, in Latein etwa 12-15. Ich studiere aber auch recht gewissenhaft.

LG

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Hi,

ich hatte als Schülerin lange selbst Probleme mit der lateinischen Sprache, inzwischen studiere ich diese Sprache. Ich habe seit mittlerweile zehn Jahren mit Latein zu tun und habe für mich eine Methodik entdeckt, die mir sehr gut hilft. Inwiefern sie anderen hilft, ist eine Frage der Person; Probieren geht über Studieren, heißt es so schön, und auch bei Latein trifft das zu. Denn auch ich habe eine Weile gebraucht, um das für mich optimale Lernen zu entwickeln. Sowas ist ein Prozess und dauert etwas. Aber das Ergebnis lohnt sich!

Ich vermute, dass du bezüglich des Übersetzens keine Tipps brauchst, da du die Technik grundsätzlich zu beherrschen scheinst.

Der Fokus sollte klar auf der Grammatik liegen. Vokabeln (dazu komme ich später noch) muss man eben lernen, aber die Grammatik bildet wie überall das Fundament der Sprache. Wenn du die wirklich beherrschst und auch zusammenführen kannst, dann beherrschst du Latein schon ziemlich gut.

Ich habe die Grammatik tatsächlich über das Übersetzen gelernt. Ich habe übersetzt, übersetzt, übersetzt bis zum Abwinken. Und das circa ein Jahr lang. Ich habe mir quasi den Satz genommen und bin wie folgt vorgegangen:

  • Den Satz in seine Satzteile zerlegen, wie ich es beim Übersetzen immer tue
  • Schauen, was ich davon beherrsche und was nicht (wenn dort bspw. vocat steht, habe ich das Verb einmal für mich in diesem Tempus/Modus durchkonjugiert, also voco - vocas - vocat - vocamus - vocatis - vocant).
  • Die Sachen, die ich nicht konnte oder von denen ich nicht wusste, was das ist (und das war durchaus häufig der Fall, ich konnte nämlich gefühlt nichts!), habe ich das zusammen mit meiner Nachhilfelehrerin aufgearbeitet. Das habe ich dann aber irgendwann auch alleine gemacht, da ich die Sachen direkt im Zusammenhang gelernt habe. Es bringt dir nämlich nichts, wenn du weißt, wie du einen AcI übersetzt, diesen aber im Lateinischen gar nicht erst erkennst, weil du schlichtweg nicht weißt, aus welchen Bestandteilen er besteht, was alles in den AcI reingehört usw.
  • Das, was ich nicht konnte, habe ich mir direkt mit diesem Beispiel rausgeschrieben auf eine Art Grammatikblatt, sodass ich es auch direkt mit einem Beispiel verschriftlicht habe.

Das habe ich gemacht, und dadurch die Sprache sehr gut gelernt. Ich war damals bereits in fünften Lernjahr (also in der neunten Klasse und hatte die gesamte Grammatik schon längst). Mit dieser Methode habe ich mich innerhalb eines Jahres von einer Fünf in der Übersetzung auf eine Eins hochgearbeitet, da ich so wirklich die Grammatik selbst erschlossen und nicht einfach nur auswendig gelernt habe. Ich möchte dir das Ganze einmal an einem Beispiel demonstrieren:

Vir pius, qui imperio Iovis semper paruerat, consilium cepit fugam petere et regiones punicas relinquere.

Zunächst erfolgt die Satzgliedbestimmung und Aufschlüsselung der Satzstruktur:

  • Prädikat: cepit
  • Subjekt: Vir pius
  • Akkusatiovobjekt zu cepit: consilium
  • Von cepit sind zwei Infinitivkonstruktionen abhängig (aus Akkusativ und Infinitiv bestehend)
  • von vir pius ist ein Relativsatz mit einem Dativobjekt imperio, einem dazugehörigen Genitivattribut Iovis, dem Subjekt qui und dem Prädikat paruerat.

Oder wenn ich nicht wusste, dass der Infinitiv die Gleichzeitigkeit zum Hauptsatz ausdrückt, habe ich das auch nochmal nachgelesen. Manchmal wusste ich auch gar nicht, was das ist, da hat das Recherchieren dann etwas gedauert.

Dann habe ich zum Beispiel, wenn ich vir pius nicht durchdeklinieren konnte, mir nochmal die Kongruenz angeschaut und geblättert, wie ich das deklinieren muss. Nehmen wir an, ich kann mit dem "qui" nichts anfangen, dann habe ich geschaut:

  • qui ist ein Relativpronomen im Nominativ Singular
  • Das Relativpronomen bezieht sich in Numerus und Genus auf das Bezugswort, kann im Kasus aber abweichen
  • die Konjugation von "qui, quae quod" habe ich mir auch angeschaut, um das dem "vir pius" eindeutiig zuordnen zu können
  • Und natürlich hätte ich geschaut, wie man das übersetzt, um es gleich anzuwenden. Das hätte ich dann abgeschrieben, die Informationen ergänzt und dann letztlich übersetzt, sodass ich zur Übersetzung komme:

Der fromme Mann, der dem Befehl Iuppiters immer gehorchte, fasste den Entschluss, die Flucht zu ergreifen und die punischen Legionen zurückzulassen.

So habe ich gleichzeitig eine Übersetzung, aber auch einen Lerneffekt durch den Zusammenhang, da ich das von der Übersetzung losgelöste Lernen vermeide. Das war mein persönlicher Knackpunkt und hat mich sehr weit gebracht - so weit, dass ich diese Sprache heute liebe.

Heutzutage habe ich noch einen entscheidenden Vorteil: Da ich Latein studiere, lerne ich die Sprache auch andersherum, also von Deutsch nach Latein. Das ist super, da ich so wirklich lerne, was wie stehen muss und das umgedreht anwenden kann: Wenn zum Beispiel in einem Text mal steht "Caesar imperavit, ut legiones impetum facerent", dann weiß ich: Aha, von imperare ist ein ut-Satz abhängig, welcher hier durch die consecutio temporum im Imperfekt steht, der die Gleichzeitigkeit zum Hauptsatz ausdrückt. Das kann man natürlich auch ohne das Wissen um die Stilübungen lernen, aber ich finde es einen netten Zusatz, da man so wirklich ein Gefühl für die Sprache entwickelt.

Ich kenne das tatsächlich von Lateinlehrern, dass diese mit ihren Schülern auch Stilübungen in ganz ganz einfachem Maße lernen. Also wirklich leichte Sätze in das Lateinische übertragen sollen. So musst du nämlich automatisch über die Grammatik nachdenken und darüber, wie der Lateiner es formulieren würde; du entwickelst ein Sprachgefühl und in aller Regel fällt dir dann auch das umgedrehte Übersetzen leichter. Ich würde mich auch bereit erklären - je nachdem, welches Buch du hast (das müsstest du mir sagen) -, dir einfache deutsche Sätze auf deinem Grammatik und Vokabel-Niveau zu konstruieren, damit du das mal üben kannst und ein Gefühl für die Sprache entwickelst. Das bietet sich an, falls du noch Ferien haben solltest.

Auch die Vokabeln lernst du durch dieses Prinzip (wenn du die mini-Stilübungen machst, auch in beide Richtungen) auch super, da Vokabeln oft mehrere Übersetzungsmöglichkeiten haben, die teilweise sogar von der verwendeten Konstruktion abhängen. Ich lerne die Vokabeln durch eine App, die verschiedene Abfragemodi anbietet, sodass du über mehrere Wege die Vokabeln lernst. Ich benutze die App seit sicherlich drei Jahren und mir hilft es super. Ich bin nämlich so ein kleiner Vokabellern-Muffel ;-)

Zusammenfassend ist es also vor allem wichtig, dass du das Zusammenspiel von Grammatik und Übersetzung zu verstehen lernst. So kannst du die Grammatik nämlich irgendwann ganz von alleine, weil du dich viel intensiver damit befasst. Und: Mir hat es noch geholfen, viel im Lateinunterricht mitzumachen, da ich mein erworbenes Wissen oft gleich anwenden konnte und es nochmal gefestigt habe.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Bene eveniat!

LG

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Hi,

ich würde das mit absolutiertem Ethanol probieren, 50 mL Schwefelsäure und 50 mL Ethanol zusammen erhitzen und den Rest an Ethanol tropfenweise zugeben. Probiere es vielleicht auch mit weniger Ethanol. Das kannst du ja ganz einfach über einen Dreihalskolben mit Destillationsapparatur, Thermometer und Tropftrichter machen - wenn du das nicht ohnehin schon so gemacht hast. Lass es wirklich langsam zutropfen. Und vorsichtiger anheizen vielleicht

Ganz genau kann ich aber nicht sagen woran es liegt. Weil sonst sieht die Beschreibung der Synthese gut aus. Ansonsten frag doch mal die Assistenten im Labor, woran das liegen könnte, die müssten dir auch weiterhelfen können.

LG

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Hi,

Iodid und Iodat reagieren beide zu Iod.

Kaliumiodid ist KI, Kalium hat die Oxidationszahl +I, Iod die Oxidationszahl -I.

Bei Kaliumiodat handelt es sich um KIO3. In diesem Fall hat Iod die Oxidationszahl +V.

Da Iod selbst die Oxidationszahl Null hat, spricht man hier von einer Synproportionierung.

Das ganze Geschwafel um die Aufgabe ist Absicht. Die wichtigen Informationen, die du daraus ablesen musst, sind die folgenden:

  • Kaliumiodid ist der eine Reaktionspartner
  • Kaliumiodat ist der andere Reaktionspartner
  • Die Reaktion findet im sauren Milieu statt (Schwefelsäure!).

Wir haben also erstmal folgende Reaktion:

KIO3 + KI + H(+) → I2 + K(+) + H2O

Die Gleichung ist natürlich überhaupt nicht ausgeglichen. Darum kümmern wir uns jetzt.

Zunächst nehmen wir uns mal das Kaliumiodid. Die Oxidationszahlen haben wir oben schon geklärt. Da Iod im Kaliumiodid die Oxidationszahl -I hat und wir zu I2 wollen, werden insgesamt zwei Moleküle KI für I2 benötigt:

2 I(-) → I2 + 2e(-)

Es werden zwei Elektronen bei dieser Oxidation freigegeben. Eine Oxidation haben wir deshalb, weil sich die Oxidationszahl von -I auf Null erhöht und eine Elektronenabgabe stattfindet. Wir sparen uns hier sogar das Ausgleichen. Bei der kommenden Reaktion wird es aber etwas schwieriger.

Wir haben Kaliumiodat, also KIO3. Die Oxidationszahl von Iod ist hier +V, es werden also fünf Elektronen pro Iod aufgenommen. Wir stellen zunächst erstmal das Redoxpaar auf:

2 IO3(-) → I2

Nun schauen wir, wie viele Elektronen aufgenommen werden. Das sind hier zehn, denn wir haben rechts I2, also zwei Iod-Atome. Jedes dieser Atome hat die Oxidationszahl Null. Da pro Iod-Atom fünf Elektronen aufgenommen werden, sind es hier insgesamt zehn:

2 IO3(-) + 10 e(-) → I2

Nun wird mit so vielen H(+)-Ionen (die wir über die Schwefelsäure bekommen) und ggf. H2O so ausgeglichen, dass wir einen Ladungsausgleich haben. Das heißt, auf beiden Seiten muss die Summe der Ladungen Null betragen. Rechts ist die Ladung Null. Links aber -12, weil wir zehn Elektronen und zwei Iodat-Ionen haben. Mit H(+)-Ionen, die die Ladung +1 haben, kannst du also nur nach oben gehen. Und von -12 zu Null sind es +12. Also benötigen wir 12 H(+)-Ionen:

2 IO3(-) + 12 H(+) + 10 e(-) → I2

Jetzt fehlt noch das Wasser. Wir haben zwölf H(+)-Ionen und sechs Oxid-Ionen. Daraus können wunderbar sechs Wassermoleküle entstehen:

2 IO3(-) + 12 H(+) + 10 e(-) → I2 + 6 H2O

Jetzt schauen wir uns beide Reaktionsgleichungen einmal an:

Ox.: 2 I(-) → I2 + 2e(-)

Red.: 2 IO3(-) + 12 H(+) + 10 e(-) → I2 + 6 H2O

Bei der Oxidation haben wir nur zwei abgegebene Elektronen, bei der Reduktion aber zehn aufgenommene. Deshalb müssen wir nun sie obere Gleichung mit 5 multiplizieren, um dieselbe Anzahl abgegebener Elektronen zu erhalten:

Ox.: 10 I(-) → 5 I2 + 10 e(-)

Die beiden Gleichungen führen wir nun zu einer zusammen, indem wir alle Edukte und alle Produkte addieren:

10 I(-) + 2 IO3(-) + 12 H(+) + 10 e(-) → 6 I2 + 10 e(-) + 6 H2O

Die Elektronen kürzen wir raus und teilen die gesamte Gleichung durch 2:

5 I(-) + IO3(-) + 6 H(+) → 3 I2 + 3 H2O

Zu guter Letzt prüfen wir das Gesetz von der Massenerhaltung sowie den Ladungsausgleich. Das passt hier alles, von daher ist das unsere finale Gleichung.

Ich hoffe, ich konnte helfen, bei Fragen melde sich.

LG

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Kinder, Frauen, Sklaven innerhalb der Gesellschaft

Guten Morgen,

Da man hier nur für ein Thema abstimmen kann, habe ich mich mal für das konkludierende „Kinder, Frauen und Sklaven innerhalb einer Gesellschaft“ entschieden. Zu allem gibt es Belege, gerade bezüglich der Frauen und der Sklaverei in Rom. Lateinische Autoren, die dazu schrieben, waren beispielsweise Seneca und Plinius.

Ich habe damals selbst in Geschichte ein Referat über die Sklaverei gehalten – auch im Vergleich zum 16. Jh. in England und zu heute –, weshalb ich dir versichern kann, dass du massig Material dazu findest. Auch Frauen und Kinder haben wir im Lateinunterricht damals behandelt und ich vermute, dass ihr das auch noch durchnehmen werdet. Dein Semesterthema klingt sehr nach Berlin, da habe ich auch mein Abitur gemacht und wir haben das durchgenommen und in Kleingruppen den anderen vorgetragen. Ich würde insgesamt aber zur Sklaverei tendieren, weil ich das Thema selbst sehr interessant finde. Wenn du Material brauchst, könnte ich dir also eventuell welches zukommen lassen.

LG

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Hi,

spontan fällt mir da die Belousov-Zhabotinsky-Reaktion ein. Dabei handelt es sich um ein System mehrerer chemischer Reaktionen, das oszillierend abläuft (das ist für chemische Reaktionen eher untypisch!). Folgende Stoffe werden zusammengegeben:

  • Kaliumbromid (KBr)
  • Kaliumbromat (KBrO3)
  • Malonsäure (H2Mal, Malonsäure = Propandisäure)
  • konz. Schwefelsäure (H2SO4)
  • Redoxindikator Fe2+/Fe3+ // Ce(IV)/Ce(V)

Es laufen folgende Reaktionen ab:

A) 2 Br- + BrO3- + 3 H+ + 3 H2Mal ----> 3 HBrMal + 3 H2O

=> die Bromige Säure aus Reaktion A reagiert jetzt weiter. Dabei reagiert der Redoxindikator in einer radikalischen Reaktion. Zuvor entsteht auch bromige Säure als Autokatalysator, das sich pro Reaktion verdoppelt:

B) HBrO2 + BrO3- # 3 H+ + 2M(red.) ----> 2M(Ox) + HBrO2 + H2O

=> Ist die Konzentration an Bromiger Säure hoch genug, reagiert dies zu hypobromiger Säure in der Reaktion C:

C) BrO2- + 5 H+ + 4M(red) ----> 4M(ox) + HOBr + 2 H2O

=> M(red) und M(ox) sind hier der Redoxindikator. Das eben oxidierte Metallion wird nun in der Reaktion D wieder reduziert und die in den vorherigen Reaktionen entstandenen Stoffe reagieren miteinander:

2M(ox) + 2 H2Mal + HBrMal + HOBr + 2 H2O ----> 2M(red) + 2 Br- + 3 HOCH(COOH)2 + 4 H+

Ich hoffe, es ist die richtige Reaktion, die du meinst und ich konnte dir helfen. Was die bräunlich orange Flüssigkeit sein soll, weiß ich aber nicht. Eventuell KBrO3, das sich etwas zersetzt hat und Spuren von Brom enthält?

Wenn aber während der Reaktion etwas zugetropft hat, könnte es eine Art Titration sein. Was er dann aber genau zusammengemischt hat, da bin ich überfragt. Der Indikator könnte ein Universalindikator gewesen sein, der sich je nach pH-wert unterschiedlich färbt.

LG

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Hi,

ich versuche mal, dir zu helfen.

Agit hominibus gratias et eorum benivolentiam erga se diligentiamque conlaudat.

=> Hier gibt es keine großartigen grammatischen Konstruktionen. Zwei Hauptsätze, die durch et getrennt sind.

Ipse inflammatus scelere et furore in forum venit; Ardebant oculi, toto ex ore crudelitas eminebat.

=> Das dick Markierte ist eine Partizipialkonstruktion, die du ganz wunderbar wörtlich übersetzen kannst: Er selbst ging von Verbrechen und Wahn entbrannt, auf das Forum. Sonst ist hier nur noch ex + Ablativ.

Exspectabant omnes, quo tandem progressurus aut quidnam acturus esset, cum repente hominem proripi atque in foro medio nudari ac deligari et virgas expediri iubet.

=> Von exspectabant ist ein indirekter Fragesatz abhängig, der mit Konjunktiv steht. der Fall hier ist ein PFA mit dem Konjunktiv Imperfekt von esset. Diese Form nennt man coniugatio periphrastica activa, die als Ersatz des nicht existierenden Konjunktiv der Nachzeitigkeit dient. Sie steht fast nur bei indirekten Fragen (wie hier) und bei non dubito quin. Es gilt die Consecutio temporum bezüglich des Imperfekts im Hauptsatz (Nebentempus), weshalb esset und nicht sit steht. Das cum würde ich hier als cum temporale auffassen. Vom iubere wiederrum sind einige Infinitive abhängig.

Clamabat ille miser se civem esse Romanum, municipem Consanum; Meruisse cum L. Raecio, splendidissimo equite Romano, qui Panhormi negotiaretur, ex quo haec Verres scire posset.

=> Von clamare ist ein AcI abhängig (von se bis Cosnaum). Weiter geht diese indirekte Rede im kommenden Satz, der Hauptsatz dieser oratio obliqua steht immer im AcI (oder NcI)! Und dann folgt ein ex quo, was ein Relativsatz ist. Dieser ist abhängig vom Hauptsatz, und innerlich abhängige Sätze (wie hier, da indirekte Rede) treten automatisch in den Konjunktiv.

Tum iste, se comperisse eum speculandi causa in Siciliam a ducibus fugitivorum esse missum, cuius rei neque index neque vestigium aliquod neque suspicio cuiquam esset ulla;

=> Auch hier geht die indirekte Rede weiter, die von clamabat abhängig ist. Ich vermute mal, dass nach iste ein clamavit oder so wieder ergänzt werden kann, aber den Satz habe ich mir jetzt nicht so genau angeschaut. Es ist aber wieder ein cuius abhängig, das in den Konjunktiv tritt, da es von einer Infinitivkonstruktion abhängig ist.

Deinde iubet undique hominem vehementissime verberari.

=> Von Iubere ist wieder eine Infinitivkonstruktion abhängig.

LG

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Hi!

Die Metrik lautet:

_ v v ' _ _ ' _ _ ' _ _ ' _ v v ' _ x

Erklärung:

Zunächst suchst du alle Elisionen, Aphaeresen und Synaloephen aus dem Vers heraus. Diese hast du ja schon durch die Einklammerung gekennzeichnet, was soweit auch richtig ist. Sie kommen wie folgt zustande: Bei der ersten Elision ist zu bedenken, dass h kein Konsonant ist. Deshalb folgt auch hier Vokal auf Vokal und wir elidieren das auslautende e.

Nun kümmern wir uns um die Natur- und Positionslängen.

Naturlang sind Diphthonge, d.h. Doppelvokale, also ae und oe. Andere tauchen im Lateinischen so gut wie gar nicht auf, sonst gilt bei zwei Vokalen im Wort vocalis ante vocalem corripitur, also Vokal vor Vokal ist kurz. Ein Beispiel ist deus, das spricht man ja nicht dois aus (es gibt Ausnahmen wie deinde, seu und neu, die der Synizese unterliegen), sondern de-us. Die Silbe de- ist hier durch die eben genannte Regel automatisch kurz.

Weiterhin naturlang sind die Endungen (bspw)

  • des Nom. und Akk. Pl. der dritten Deklination
  • des Ablativs Singular
  • die Endungen des Akkusativ Plurals der a- und o-Deklination (mask.)

Positionslängen sind solche Längen, bei denen auf einen Vokal zwei oder mehr Konsonanten kommen. Diese Regel gilt auch wortübergreifend! Das ist wichtig, damit man keine Fehler macht. Wenn man die Natur- und Positionslängen eingetragen hat, schaut man, wo die Längen im Vers liegen. Da müsste dann etwas rauskommen, wo die Längen und Kürzen gut verteilt werden können. Wir müssen auf sechs Versfüße der Form _ _ (Spondeus) oder _ v v (Daktylus) kommen. Es gilt zudem: Es darf nur eine ungerade Anzahl an Längen hintereinander stehen und immer nur zwei Kürzen auf einmal.

Wenden wir das Wissen einmal auf unseren Vers an:

perqu(e) hiemes aestusqu(e) et inaequalis autumnos

  • Die Silbe per ist positionslang, da auf einen Vokal, nämlich e, zwei Konsonanten folgen.
  • -mes ist naturlang.
  • aest ist positionslang, da auf das e zwei Konsonanten folgen. Auch die darauffolgende Silbe ist positionslang.
  • das ae von inaequalis ist naturlang wegen des Diphthongs.
  • das tumn ist positionslang.

Im Allgemeinen ist zu empfehlen, sich die letzten fünf Silben abzutrennen und daraus einen Daktylus sowie _ x als die letzten Silben zu machen. Das stimmt in 95% der Fälle. Jetzt musst du schauen. Zwischen die ersten zwei Längen passen super zwei Kürzen, weil vocalis ante vocalem corripitur (den Fall haben wir bei ie von hiemes). Aus den nächsten zwei Längen können wir direkt den zweiten Versfuß machen. Die letzten zwei Versfüße haben wir ja auch schon abgetrennt. Aus den verbleibenden vier Silben müssen wir zwei Versfüße machen, von denen einer mit einer Länge anfängt und der andere mit einer Länge aufhört. Logische Konsequenz: Wir brauchen zwei Längen und der Versfuß ist komplett.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen

LG

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