2-Fach Bachelor BWL- womit kombinieren?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ist eigentlich egal. Wenn du nicht in Japan arbeiten willst, taugt dein Japanisch nur für Unternehmen die eng mit Japan zusammen arbeiten. Wer nicht mit Japan zusammenarbeitet braucht deine Kenntnnisse nicht. Englisch wird immer und überall gebraucht, allerdings musst du das dafür nicht extra studieren. Es reicht auch ein Nachweis wie der TOEFL. Germanistik kann man machen, wenn mans z.B. ins Marketing will, ist aber eher sinnlos wenn du dich aufs Controlling, bzw. sehr mathelastige Bereiche spezialisierst. Weißt du schon in welchem Bereich du später mal arbeiten willst?Fürs Personalwesen wäre Sowi/Sozialwissenschaft nicht verkehrt. In der Unternehmensberatung wird Philosophie auch gern gesehen. Aber natürlich gibt es kein Patentrezept. Es ist sicher nicht so, dass du dich mit einer bestimmten Kombi automatisch ins Aus schießt.

Willst du unbedingt ne Sprache machen und nicht in Japan arbeiten, würde ich Anglistik nehmen. Informiere dich aber vorher über die Studieninhalte.Anglistik ist kein 3jähriger Sprachkurs, sondern man setzt sich wissenschaftlich/theoretisch mit der englischen Sprache, Literatur und Kultur auseinander. Wenn du bisher nur WiWi kennst, wird das ne Umstellung sein.

wenn es dich interessiert: Japanologie.

ich weiß dass BWL mit Japanologie eher nachgefragt wird, um eben z.B. Personal im wirtschaftlich starken Japan unterzubringen. Ich kenne ein paar, die haben Japanologie in Verbindung mit BWL studiert und arbeiten jetzt in Japan in einem Unternehmen.

Kommt ganz drauf an, was du den später machen willst bzw. welcher Bereich dich interessiert. dann kann man auch mit verschienden Fächern kombinieren (Soziologie, Psychologie etc etc)

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Dankeschön für diese interessante Antwort! :)

Sollte man auch Japanologie nehmen (und ja, es interessiert mich sehr) nehmen, auch wenn man später NICHT in Japan arbeiten möchte?

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48
@misskha

äh ich wüsste nicht was dann japanologie bringen soll... aber da hab ich keine ahnung.

die paar die ich kenne haben japanologie studiert, weil sie mit Japan was verbinden (dort aufgewachsen, längere Zeit dort gelebt). Die wollten also in Japan arbeiten und haben dann BWL dazugenomnmen, da Japanologie alleine nicht so große Chancen hat, wie mit BWL zusammen.

aber z.B. Germanistik und BWL... das ist eine recht seltsame Kombi... ich seh da so gar keinen Zusammenhang

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43
@comedyla

Die Kombi ist gar nicht so selten. Inhaltlich gibt es auch keinen Zusammenhang, aber das ist gerade der Reiz.Immer mehr Unternehmen wollen keine Fachiditoten, sondern Geisteswissenschaftler mit wirtschaftlichen Kenntnissen, oder anders herum Wirtschaftswissenschaftler, die auch mal um die Ecke denken können. Viele Germanisten (ich z.B. ^^) wollen in die freie Wirtschaft. Da ist es auf jeden Fall ein Plus wenn du nicht nur Göthe analysieren kannst. Anders herum wird gerade den BWLern nachgesagt, dass der derzeitige Aufbau des Studienfachs unkreative und unkritische Lernmaschinen produziert, die nichts anders können als Formeln und überholte Konzepte anzuwenden. Und nach meiner bisherigen Erfahrung stimmt das auch in sehr vielen Fällen. Ich habe ja gerade selbst ein wirtschaftswissenschaftliches Fach als Nebenfach, und bei manchen Inhalten kann ich nur den Kopf schütteln, weil alles in Kategorien und Systeme gepackt und an der Lebensrealität vorbei gelehrt wird (was allerdings z,T auch für viele Geisteswissenschaften gilt, in dem Sinne, dass diese einfach zu wenig Praxisbezug beinhalten).

Ich finde generell dass viele Studienfächer zu theoretisch ausgelegt sind, was nantürlich daran lieg, dass viele Dozenten von Praxis oftmals keine Ahnung haben, weil sie selbst nie in der Praxis waren. Sie studieren, machen den Master, promovieren vllt noch und geben dann den Quark den sie selbst beigebracht bekommen haben an ihre Studenten weiter. Klar wird auch geforscht, aber (abgesehen von einigen Naturwissenschaften) eben nur theoretisch. Vieles ist in der Praxis gar nicht ausprobiert worden, bzw. mal auf die Geisteswissenschaften bezogen, hat eben wenig Nutzen für die Arbeitswelt (was nicht heißt dass es per se nutzlos ist). Man braucht mehr Unternehmeberater, Lektoren, Journalisten, Redakteure, Werbemacher etc. - eben Leute aus der Praxis - die an der Uni lehren und ihre Erfahrungen an die Studenten weitergeben. Und man braucht mehr Philosophie, Psychologie, Sozialwissenschaften, Pädagogik in den Wirtschaftswissenschaften. Einige Unis haben in den letzten Jahren bereits versucht, das umzusetzen, insgesamt ist das aber noch viel zu wenig.

Sorry für den langen Text, ich hab zu viel Kaffe getrunken und sitz grad in nem todlangweiligen Seminar ;-)

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48
@Mandava

mmh ist mir neu, aber ich kenn mich mit Germanistik auch nicht so aus. kenne niemanden der das studiert, deswegen bisher auch kein Austausch dagewesen...

aber wie soll das in Marketing helfen? ich meine ich verstehe z:b. Sowi und Wiwi als sinnvolle Kombi. Ich mache BWL, höre genug VWL Vorlesunge, auch Soziologie. Das heißt mir werden 3 sichten auf das gleiche Problem gelehrt (was ich super finde).

Englisch okay, braucht man immer (aber deswegen würd ich jetzt kein anglistik studieren), aber germanistik?

was bringt es denn der freien Wirschaft, wenn du die germanischen Sprachen beherrschst? die Kultur und die Literatur verstehst... inwieweit kann dich das mit einem BWL als Hauptfach weiterbringen?

Ich habe selbst kein Marketing gewählt, kenn aber grob die Inhalte und da sehe ich null Zusammenhang...

Klar, man muss nur zeigen, dass man dem Unternehmen nützt (deswegen bin ich auch deiner Meinung, dass keine Kombi einen ins Aus schickt), aber ich sehe wirklich keinen Mehwert...

ich sitz grad vor arbeitsrecht und suche seit paar stunden meine Motivation... wir haben also beide "Zeit" :-D

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43
@comedyla

In Germanistik lernt man ja keine germanischen Sprachen, sondern nur eine germanische Sprache, nämlich Deutsch ;-) Mit Kultur hat das auch nur bedingt zu tun, man studiert ja nicht Kulturwissenschaft. Man nimmt von der Germanistik einiges mit was man in der BWL gebrauchen kann: Rhetorische und argumentatorische Fähigkeiten, Sprachlogik, ein sehr breites Allgemeinwissen, Kreativität, sprachliche Ausdrucksfähigkeiten (hier insbesondere die Rechtschreibung, woran es auch nach einem Studium vielen Absolventen mangelt), die Fähigkeit der Analyse von komplexen sprachlichen Inhalten, diskursive Fähigkeiten usw.

Das alles ist, wenn es darum geht Produkte zu vermarkten, durchaus hilfreich - wobei ich damit natürlich nicht sagen will, das Germanistik + BWL eine Traumkombi ist, wie gesagt Anglistik oder SoWi fände ich sinvoller, aber man kann damit auch nicht viel verkehrt machen.

Und Geisteswissenschaften allgemein:

Zu ihren Soft Skills gehören Flexibilität, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit, dazu Kommunikationsfähigkeit, Ausdrucksvermögen, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Kontakt- und Organisationsfähigkeit. Diese Talente sind am Arbeitsmarkt gefragt - in der Industrie ebenso wie in öffentlichen Einrichtungen. Und: "Wer einen Roman interpretieren kann, kann auch den Geschäftsbericht eines Unternehmens in eine verständliche Form bringen", sagt Autorin Marion Rang.

http://berufsstart.monster.de/16480_de-DE_p1.asp

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22
@Mandava

Ich danke euch beiden für diese recht interessante Diskussion! :) Hat meine Sicht ein bisschen verändert...wie ich schon bereits vorher erwähnt habe, studiere ich gerade Wirtschaftswissenschaften und es ist mir aber ehrlich gesagt viel zu trocken, verstärkt nicht unbedingt die Motivation zu lernen, wenn das Fach einem keinen großen Spaß macht. Deswegen dann doch lieber BWL mit etwas kombinieren,was mir spaß machen könnte,.

Und danke für die Idee mit SoWi, komisch, wieso ich nicht selbst drauf gekommen bin! xD

Also ich glaube japanisch lasse ich dann doch aus und lerne es doch in irgendeinem Sprachkurs.

Stehe jetzt "nur" noch zwischen Germanistik, Anglistik und SoWi. lol :D

Aber ich weis schon mal, dass ich mit allen drei (hoffentlich) eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben würde. :)

Danke nochmal!

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43
@misskha

Informiere dich über die Studieninhalte und nehm dann das, was dir am besten gefällt :)

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48
@Mandava

ja, wähle einfach das, was dich motiviert zum Lernen :-) Unter der Brücke wirst du nicht landen, wegen einer "falschen" Kombination ;-) Je größer das Interesse an einer Sache, desto größer auch der spätere Erfolg und Spaß bei der Arbeit :-)

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