Wieso sagt man „Gewalt ist keine Lösung“ Wer entscheidet es, denn Gewalt kann für den ein oder anderen eine gute Lösung sein?

Das Ergebnis basiert auf 49 Abstimmungen

Ist nie eine Lösung 61%
Ist eine Lösung 39%

29 Antworten

Ist eine Lösung

Wenn ich mir unsere verschiedenen Gesellschaften und Kulturen so ansehe dann scheint es sogar die einzige Lösung zu sein. Denn ausnahmslos jede Gesellschaft dieser Erde benutzt entweder physische, oder psychische Gewalt um ihre Ziele um Ideologien durch zu setzen. Selbst Rechtsstaaten setze Gewalt ein um ihre Gesetze durch zu setzen.

Und um mir die Debatte mit den etwas schlichteren Gemütern zu ersparen, merke ich hier an, das Gewalt keineswegs nur aus physischer Gewalt mit dem Ziel körperlicher Schädigung besteht, sondern Strafen die durch ein Gesetz festgelegt sind, oder die Androhung von Strafen durch ein fiktives Wesen (Götterglaube), eine Form vom Gewalt darstellen. Also bezieht sich meine Aussage auf jegliche Form von Gewalt die sich Menschen bisher ausgedacht haben.

Ist eine Lösung

Es kommt doch sehr darauf an, um was es sich dreht, alles andere ist gedankenarme moralistische Kacke, die uns suggeriert wird, um artig zu sein. Man frage sich daher stets Wem - Was nutzt und Wem - Was schadet. Manchmal kommt dabei der Spruch "des Einen Freud, des Andern Leid zum Tragen" ganz so wie bei einer Wippe, eine Seite ist oftmals Oben, die andere Seite hingegen Unten.

Gelobt sei, was einem nutzt.

Ist nie eine Lösung

Höchstens zur Selbstverteidigung. Da wir aber leider nicht in einer perfekten und damit gerechten Welt leben, regieren diejenigen in vielen Ländern der Welt, die ihre Denkweise mit Gewalt durchsetzen. Als Beispiel zb China, Nordkorea, etliche Länder in Afrika und im nahen Osten (Warlords), Drogenbarone in Asien und Lateinamerika.

Ansonsten ist es Unterdrückung bzw Verhalten wie im Tierreich bzw bei den Neandertalern.

Wobei Gewalt vielerlei Formen hat und oftmals gar nicht als solche auf den ersten Blick erkennbar ist

Ist eine Lösung

Der Spruch ist zwiespältig. Überall wo es zu Interessenkonflikten kommt versucht jeder beteiligte sich durchzusetzen. Bereits Dominanz ist Gewalt wenn der Unterworfene nicht HÖRIG sein will. Es kommt bei guter Gewalt auf eine Abwägung zwischen Verstandesebene (Über-ich, Gewissen, moralische Instanz) und Emotionsebene (liebes- und Zerstörungstriebe) an. Wer Gewalt frei nach dem Gefühl ausübt für den ist es im akuten Moment eine Befreiung und Lösung aber spätestens im Knast könnte es zu Schuldgefühlen können die dich nie mehr verlassen. Anders bei Gewalt aus dem emotional abgekühlten Verstand und einer tiefen Überzeugung das richtige Getan zu haben. Es kommt auf die Betrachtungsweise an und der der in der gesellschaftlichen Nahrungskette/Ordnung höher steht dessen Betrachtungsweise wird am Ende zumeist dominieren und in der Zeitung stehen falls die drüber berichtet. Es geht dann darum Wiederholungstäter zu entmutigen, das Gegenteil zu tun könnte vom Machtordnungsgefälle gewertet werden als medialer Aufruf oder Verherrlichung von Gewalttaten, siehe jüngst der Würzburger Messerstecher und ein Typ aus der gleichen Obdachlosenunterkunft der die Tätertaten gutgeheissen hat irrationalerweise denn der Täter soll die getöteten ja nicht gekannt haben

In der Bundeswehr übrigens gilt der vorzeigespruch Gewalt ist keine Lösung nicht. Privileg oder leid?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Allgemein nützliche Themengebiete

Gewalt ist bestenfalls eine Lösung für einen übermächtigen Kontrahenten,der sein Gegenüber zu dominieren vermag. Andernfalls zieht Gewalt idR Gegengewalt nach sich. Die sogenannte Gewaltenspirale wird in Gang gesetzt und eine Lösung rückt in weite Ferne.

Jemanden zu dominieren ist bestenfalls eine Lösung des Problems aus Sicht des Dominierenden. Für den Unterdrückten besteht also weiterhin ein Problem. Ein Problem wirklich zu lösen bedeutet, dass beide oder alle Beteiligten mit einer getroffenen Regelung einverstanden sind. Gewalt löst also keine Probleme, sondern der Dialog auf Augenhöhe.

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