Würdet ihr normale Arbeiter als Sklaven bezeichnen?
Also ich meine die Leute, die einfach morgens aufstehen, schuften in einem Betrieb/Unternehmen (Einzelhandel, Bau etc..) und abends nach Hause kommen. Und das für 5 Tage die Woche.
Also ich persönlich halte davon garnichts. Ich könnte mir das überhaupt nicht vorstellen und finde, das Leben von einem ist viel mehr Wert. Ich mache zwar selber eine Ausbildung im Einzelhandel (in der Schweiz) aber habe nebendran schon viel gespart und will nach der Ausbildung und dem Fachabi (Berufsmaturität) studieren. Ich verstehe die Leute nicht, die nach der Ausbildung in einem Betrieb anfangen und für die nächsten 40 Jahre dort arbeiten.
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13 Antworten
Dieses Gefühl hatte ich nun wirklich nicht und ich habe mehr als 46 Jahre immer Vollzeit gearbeitet.
Ich habe mal von Leuten gehört, denen ihre Arbeit Spaß macht. Soll es tatsächlich geben.
Nein, Sklaverei ist etwas Anderes. Normale Arbeiter können immer noch kündigen und sich eine andere Stelle suchen. Ob die besser ist, sei mal dahingestellt. Aber noch haben sie diese Freiheit und auch eigene Rechte, die sie ggf. gegen die Arbeitgeber durchsetzen können.
Als Sklave bist du Besitz und rechtlos.
Allerdings gibt es derzeit starke libertäre Bestrebungen, die die Rechte von Arbeitnehmer einschränken wollen und das freie unbeschränkte Unternehmertum propagieren. Das Recht des Stärken bis zu letzten Konsequenz. Dazu zählt die MAGA-Bewegung in den USA mit Trump, Vance und Thiel und die Blauen bei uns.
Man ist zwar der Goldesel des Chefs, aber Sklaverei wäre was anderes. Der macht es ja nicht gegen deinen Willen, und man wird trotzdem entlohnt (was bei Sklaven meistens nicht der Fall war)
Naja mit dem Geld bezahlst du einfach deine Rechnungen etc
Nicht nur. So lange man kein Konsumopfer ist, kann man auch sparen oder sein Geld investieren
Man bekommt ja Geld dafür. Schon allein deshalb ist es sowas nicht.
Und man kann jederzeit mit dem Arbeiten aufhören wenn man möchte.
Kennst du das Sprichwort dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist? daran könnte es liegen dass man 40 Jahre beim gleichen Betrieb bleibt wenn das möglich ist.
Es ist ein sehr bequemes Dasein wenn man immer das gleiche macht und gut versorgt ist und sich keine Sorgen machen braucht?
Ja gut, die gibt es auch.. aber um ehrlich zu sein wenige. Und nicht in den klassischen Berufen im Laden, im Altersheim oder auf der Baustelle.
Wahrscheinlich haben die auch studiert und eh genug Geld.
und außerdem: Egal wie sehr man seinen Beruf mag, man will doch lieber auch morgens einfach ausschlafen und keinen Stress haben