Jahresabrechnung WEG Hausverwalter Fristsetzung, wenn Parteien sich uneinig?

Hallo. Wir haben folgendes Problem. Wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus, d.h. es gibt noch eine weitere Partei bei uns im Haus die eine Eigentumswohnung bewohnen.

Unser Anwesen wird per WEG per Hausverwalter verwaltet. Dies soll auch weiterhin so laufen, da wir uns in einigen Sachen was Geld usw angeht nicht immer ganz einig sind mit den anderen...

Per Teilungserklärung gibt es keine Frist, auch im Vertrag mit dem Hausverwalter haben wir dummerweise keine Frist gesetzt, bis wann dieser die Jahresabrechnung für das Vorjahr erstellt haben muss. Es gibt auch gesetzlich keine Fristen, die der Verwalter einhalten muss. Nach einem Gerichtsurteil haben Verwalter 6 Monate Zeit eine Abrechnung zu erstellen.

Es ärgert mich jedoch sehr, dass sich der Verwalter sooo lang Zeit lässt mit dem Erstellen. Sind doch nur zwei Parteien und viele Rechnungen gibt es da auch nicht. Ich möchte aber natürlich manches gern beim Finanzamt angeben, wie zB. Schornsteinfeger oder sowas.... was natürlich nur geht wenn sie mir vorliegen. Sprich konnte immernoch nicht meine Steuer einreichen.

Beide Parteien haben mehrfach in den vergangenen Monaten um die Abrechnung gebeten. Er reagiert jedoch nicht.

Nun zur eigentlichen Frage. Die andere Partei möchte dem Verwalter für das kommende Jahr keine (kürzere) Frist setzen, in der er uns die Abrechnung zu übergeben hat... wir jedoch wollen diese natürlich so zeitnah wie möglich, um die Steuer erstellen zu können, bekommen einiges an Geld zurück und daher wollen wir diese zügig erstellen. Aus welchem Grund die andere Partei keine Frist setzen will ist uns unbekannt.

Können wir dem Verwalter nun alleine eine Frist setzen? Obwohl die anderen ja eigentlich was das Haus usw angeht genauso viel Stimmrecht haben? Oder kann der Verwalter sagen, nein nur wenn beide sich einig sind und gemeinsam eine Frist setzen wollen?

Sry dass die Frage nun so lang geworden ist, wollte nur jede mögliche Rückfrage ausschließen.

Vvielen Dank schonmal für eure Hilfe.

Recht, Steuererklärung, Eigentumswohnung, Hausverwalter, Hausverwaltung, Jahresabrechnung, Weg, Frist, Wohnungseigentumsgesetz
4 Antworten
Wie verteilt man fair Nebenkostenvorauszahlung bzw. Wasserverbrauch im folgenden Szenario?

Hallo folgende Situation.

In einem Mehrfamilienhaus mit 4 Wohnungen gibt es 2 Hauseigentümer (Eigentümer A und B) mit den Besitzverhältnissen am Gesamthaus zu je 50%. Diese bewohnen ebenfalls dieses Haus in jeweils einer Wohnung. Bisher waren die 2 anderen Wohnungen als gemeinsames Eigentum vermietet. Insgesamt gab es also 4 Parteien/Bewohner. Der Wasserverbrauch wurde bisher nach Quadratmetern abgerechnet. Nun hat sich folgendes verändert: Per Miteigentümervereinbarung wurden die Wohnungen zwischen den beiden Eigentümern genau zugeteilt, d.h. jeder bekommt 2 Wohnungen die nur er allein nutzen, verwalten, weitervermieten darf. Der Mieter von Eigentümer B hat gekündigt. Die zweite Wohnung von Eigentümer B steht daher seit langer Zeit leer. Eigentümer A möchte aber dennoch im neuen Jahr weiterhin die Betriebskostenvorauszahlung (Wasser etc.) von beiden Wohnungen von Eigentümer B erhalten, auch soll der Wasserverbrauch nach wie vor auf ALLE Wohnungen (pro Quadratmeter) verteilt werden, obwohl nur 3 von 4 Wohnungen bewohnt sind. Eigentümer B findet es unfair und hat vorgeschlagen, Wasseruhren einbauen zu lassen, damit der tatsächliche Verbrauch fair berechnet wird. Schließlich wohnt Eigentümer B alleine, hingegen Eigentümer A zu zweit und seine Mieter sogar zu viert in der Wohnung. Eigentümer B zahlt somit als Einzelperson die Hälfte der Wasserrechnung von insgesamt 7 Personen! Eigentümer A lehnt allerdings das Einbauen von Wasseruhren aus Kostengründen ab. Auch eine fairere Aufschlüsselung der Wasserrechnung nach Personen lehnt Eigentümer A ab. Frage 1: Muss Eigentümer B für die leerstehende Wohnung Betriebskostenvorauszahlung leisten? Frage 2: Kann Eigentümer B einfach nur in seiner Wohnung eine Wasseruhr einbauen lassen und dann auch nur seinen tatsächlichen Verbrauch zahlen? Frage 3: Kann Eigentümer A die fairere Aufteilung der Wasserrechnung nach Personenzahl einfach verweigern? Frage 4: Was ist wenn Eigentümer B sich weigert die Rechnung nach Quadratmetern zu akzeptieren bzw. die Vorauszahlung für seine leer stehende Wohnung zu machen. Danke schon mal für ernste Antworten!

Wohnrecht, Rechtsanwalt, Recht, Mietrecht, Anwalt, Erbrecht, Eigentum, Eigentumswohnung, Wohnungseigentumsgesetz
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Welches Recht hat auf Bauunterlagen hat man als Wohnungseigentümer?

Hallo Community,

meine Lebenspartnerin hat eine Eigentumswohnung bei der die Eigentümergemeinschaft beschlossen hat, ein Vordach vor dem Haus zu montieren. Damit die Eigentümergemeinschaft zustimmt, wurden Zeichnungen einer Baufirma verteilt. Ich bin im Bauwesen tätig und bei Sichtung dieser Zeichnungen sind mir mehrere Fehler aufgefallen. Meine Partnerin hat dem Bau unter der Auflage, dass eine Statik erstellt und eine Baugenehmigung eingeholt wird zugestimmt. Nun haben wir erfahren dass die Grundkonstruktion erstellt wurde (steht aber noch auf dem Hof der Baufirma) und die Baugenehmigung noch nicht erteilt aber zumindest beantragt wurde. Unser Bitte an den Hausverwalter uns die aktuellen Bauunterlagen (Zeichnungen, Statik) zur Kenntnisnahme zur Verfügung zu stellen wurde verweigert. Laut Hausverwalter steht dem Wohnungseigentümer keine Kenntnisnahme der Statik zu.

Kann mir jemand sagen ob dies so korrekt ist, oder auf Basis welcher rechtlichen Grundlage man Einsicht in die Unterlagen nehmen kann? Aus meiner Sicht müsste ja jeder Eigentümer die Unterlagen vorweisen können. Schon allein wenn man jemand seine Wohnung verkaufen wollte, dann wurden am Bauwerk Veränderungen vorgenommen man kann dem Käufer aber weder eine Baugenehmigung vorlegen noch aufzeigen, dass Bauunterlagen vorhanden sind. Zudem benötigt meine Partnerin die Unterlagen um ihrerseits zu prüfen ob die Baufehler im Zuge der Planung korrigiert wurden. Falls das Vordach nicht den gültigen technischen Vorschriften entspricht, will sie natürlich entsprechende Schritte einleiten.

Recht, Eigentumswohnung, Wohnungseigentumsgesetz, Wirtschaft und Finanzen
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Eben eingezogen: Darf keine Jalousien unten haben, nichts an die Tür hängen?

Hallo Liebe Community,

ich bin am 1.6. in eine neue Wohnung (Keller/Souterrain) eingezogen und gestern hatte mich die Vermieterin ermahnt, dass ich die Jalousien nicht am Tag unten haben darf, weil es hässlich aussieht, wenn man im Hinterhof steht. Zur Bemerkung: Ich hatte die Jalousien nicht unten! Ich hatte sie nur nicht komplett hochgezogen - es war wirklich nur höchstens 5cm unten, Tageslicht ist voll ins Zimmer geflossen! Außerdem steht die Dusche direkt im Zimmer, dh. wenn jemand im Garten ist, kann man mich nackt sehen...

Sie hatte mich auch ermahnt, nichts an meine Tür zu hängen: Ich hatte in der Wohnung eine Tüte an den Türhebel gehängt - welches natürlich nur vorrübergehend war, da ich gerade erst eingezogen bin und gleichzeitig Vollzeit-Student bin. Ich habe auch einen Kleiderhaken, welchen man oben in die Türspalte einklinken kann an die Tür gemacht, damit ich mehr Platz für meine Jacken habe, aber das hat sie mir auch verboten. Außerdem sollte ich auch noch ein Willkommensschild, welches ich an diesen Kleiderhaken gehängt hatte entfernen, weil es vom Fenster aus nicht schön aussieht. Das alles INNERHALB der Wohnung!!

Darf sie das denn überhaupt? Schließlich miete ich die Wohnung und wohne nicht dort kostenlos. Außerdem war alles in meiner Wohnung - nicht außerhalb! Zu diktieren, wie ich meine Wohnung zu dekorieren habe, ist doch nicht ihr überlassen! Und überhaupt ständig in meine Wohnung hineinzusehen, ist doch eine Einschränkung meiner Privatsphäre!

Ich hatte eine andere Studentin im Haus kennengelernt, welche mir gesagt hat, dass es der größte Fehler für sie war einzuziehen: sie wird ständig bemängelt, obwohl sie ruhig und sauber ist. Ich dachte sie übertreibt, aber jetzt spüre ich es auch.

Kann ich den Mietvertrag unter solchen Bedingungen annulieren lassen?

Ich darf ja nicht mal entscheiden was ich in der Wohnung mache...

Wohnung, Miete, Rechtsanwalt, Vermietung, Vermieter, Rechte, Gesetz, Zimmer, Wohnungseigentumsgesetz
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Darf ich ein Mietshaus oder eine Wohnung neu vermessen und dies im Mietvertags ändern und im gleichen zu die Miete erhöhen/senken?

Hallo Community !

Meine Frau vermietet ein Eigentumshaus , die Familie die darin wohnt, verwohnt das haus total( als beispiel : Laminat auf die Holzdielentreppe geschaubt , Wände herausgenommen , ohne abstimmung oder genhemigung , Türen und Zargen sind total vermackt und zerkratzt ...usw.) und ständig sind Kloschüsseln gesprungen , die Heizung defekt oder es gibt irgendwas anderes , weswegen Sie meinen müssen die Miete einzuhalten.

In dem Mietvertrag steht , dass das Haus eine größe von 103m² hätte - es hat aber garantiert mehr. Schätzungsweise mind. 140m² in wie fern , kann man terassen und Kellerräume dazu zählen ?

Kann man den Mietvertrag ändern lassen und die Miete anheben ?

Kann man für die Vergangene Zeit , rückwirkend Geld einfordern ?

Oder bindet meine Frau sich das selbst ans Bein - quasi "selber schuld" ?!

Wir stehen ständig mit der besagten Familie in Gerichtsverfahren, haben auf Eigenbedarf geklagt , doch das ganze zieht sich schon zwei Jahre.

Wenn die Familie irgendwann mal daraus ist , kann man gut und gerne erstmal 30.000 € in die Hand nehmen und Fenster , Türen , Böden und Bäder erneuern , da sie starke raucher sind und das ganze Haus am, stinken ist.

für aussagekräftige Antworten wäre ich sehr Dankbar !

Mit freundlichen Grüßen

Robin

Recht, Mietrecht, Mieterhöhung, Wohnungseigentumsgesetz
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Verjährung Nebenkosten in WEG ohne Verwalter?

Hallo liebe Mitglieder,

ich wohne in einer 3 Parteien WEG und erstelle auch für diese die jährliche Nebenkostenabrechnung und trete ebenfalls in Vorkasse. Ich bin aber nicht als Verwalter bestellt, sondern erstelle die NKA und die anderen beiden Parteien prüfen auf Richtigkeit. Hat auch in den letzten 7 Jahren sehr gut geklappt. Seit 4 Jahren haben wir darüber hinaus einen Abrechnungsdienstleister beauftragt.

Vor 6 Jahren hatte ich einen Autounfall und in der Reha die NKA erstellt. Leider habe ich damals vergessen, die Heizkosten einer Partei (immerhin 810€) in "Rechnung" zu stellen.

Da wir fast ein familiäres Verhältnis pflegen, habe ich gestern den Herren angesprochen, dass ich ihm damals 810€ zu wenig berechnet hatte. Kaum ausgesprochen, erhielt ich direkt die Aussage "Ohh, ärgerlich. Das ist aber verjährt".

Im Netz werden nur Konstellationen thematisiert, in denen ein Verwalter bestellt ist. Bei Nachforderungen gibt es dort eine 3 Jahresfrist. Nur für unsere spezielle Konstellation gibt es leider nichts. Klar, es war mein Fehler, aber genauso war es der Fehler der anderen Partei, da er es nicht korrekt geprüft bzw. es gemerkt und nicht angesprochen hat.

Ich bin in einem Eigentümerschutzverein und habe heute für den 3.4.17 bei einem Anwalt einen Termin erhalten. Früher geht leider nicht, weil ich mir momentan selbst keinen Anwalt leisten kann. Mein Ziel im heutigen Gespräch mit der anderen Partei war, vielleicht ein 50:50 anzusteuern, aber ich wurde sofort Mundtot gemacht.

Natürlich werde ich mich auch ab sofort um einen korrekten Verwalter bemühen. Vieles läuft gut, bis es irgendwann kracht. Alleine das heutige Verhalten der anderen Partei fand ich sehr unverschämt und bin mir sogar sicher, dass der Partei hätte auffallen müssen, dass sie keine Heizkosten für ein Jahr bezahlt hat.

Vielleicht kennt sich hier jemand mit der Thematik aus oder hat Erfahrungen sammeln können/müssen.

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Nebenkostenabrechnung, Verjährung, Verwalter, Weg, Wohnungseigentumsgesetz
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