Erforderliche Nachrüstung nach ENEV nicht durchgeführt, was nun?

Wir haben vor kurzem eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus erworben, deren Energieausweis wir natürlich eingesehen haben. Die Werte darin waren für das Baujahr des Hauses (1976) gut. Jetzt stellte sich heraus, dass die Heizleistung in Form eines Kamins der zweiten Partei im Haus nicht mit eingerechnet wurde...der Energieausweis scheint also verfälscht zu sein, da nur die Heizleistung der Ölheizung einbezogen wurde, was den Energiewert natürlich sehr verschönert. Demnach sind wir von den aussagen des Verkäufers und Marklers ausgegangen, die Dachgeschosswohnung sei gut gedämmt....

Was nun auch aufgefallen ist, uns zuvor aufgrund von Unwissenheit nicht bekannt war, ich sag mal wir waren jung und dumm, dass erforderliche Nachrüstungen nach der ENEV § 10 nicht durchgeführt worden sind, obwohl diese aufgrund eines vorherigen Verkaufs bereits hätten passieren müssen (Eigentümer hat nach 2002 gewechselt, wie in den Voraussetzungen steht, somit hätten die damaligen Kaufer, sprich unsere Verkäufer, schon nachrüsten müssen innerhalb der zwei jahres Frist).

Wir haben berechnet, dass die erforderlichen Werte bzgl. Dämmung wohl oder übel überschritten werden...

Nun meine Frage und Hoffnung, dass sich hier jemand mit dem Thema auskennt, ob oder in wie fern die Verkäufer jetzt noch haftbar gemacht werden können, da sie ja wie erforderlich war, nicht nachgerüstet haben. Es werden auch hohe Bußgelder erhoben, wenn diese Maßnahmen nicht innerhalb einer Frist getätigt werden. Wir kommen demnach nicht um ein Nachrüsten herum.

Ich würde nur gern wissen, ob wir die Verkäufer jetzt noch haftbar machen können, da sie diese Dinge unterlassen haben, obwohl es nach dem Gesetz erforderlich gewesen wäre? Klar, die haben jetzt nichts mehr mit dem Haus zu tun, und ihre Schuld damit an uns übergeben? Aber kann man dagegen vllt noch etwas tun, da sie damals schon in der Pflicht standen zu handeln und dies unterlassen haben? Wird ja auch nicht wirklich kontrolliert ob die Werte eingehalten werden.....

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, der da Erfahrung/Wissen drüber hat, bevor wir kostenpflichtig einen Anwalt zu Rate ziehen und unsere Chancen die Verkäufer haftbar zu machen, eh bei 0% liegen?

Vielen Dank

verkaufen, Recht, Dämmung, Eigentumswohnung, EnEV
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Probleme mit WEG, Dämmung eigenständig erneuern erlaubt?

Wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus. Seit geraumer Zeit wird uns folgendes vorgehalten:

1.)

Es existiert ein Balkon am Haus, nur wir haben Zugang. Dort befand sich bei Einzug eine hässliche Aufbaukonstruktion auf dem Balkongeländer, in welche man Blumenkästen hängen kann. Dieser Stahlbau wurde einst von unseren Vorgängern angebracht. Wir haben den anderen Eigentümern gesagt, dass wir diesen Aufbau gern entfernen würden, weil er zum Geländer nicht passt und viel zu massiv und hässlich wirkt. Damals wurde uns zugestimmt, gegen ein Entfernen sprach man sich nicht aus. Schriftlich festgehalten haben wir dummerweise nichts, war alles nur mündlich. Jetzt trampeln sie immer wieder darauf rum, dass wir ohne deren schriftlicher Zustimmung diesen hässlichen Aufbau auf dem Geländer entfernt haben und dies nicht hätten tun dürfen, da es ja Gemeinschaftseigentum war. Der Stahlaufbau ist jetzt weg, das Balkongeländer nach wie vor da. Am Gesamtbild des Hauses wurde nicht wirklich etwas verändert. Gibt ja auch nur einen Balkon, demnach unterscheidet sich das Äußere ja nicht wirklich, da keine weiteren Balkone vorhanden sind?

2.)

Zweiter Fehler war, dass mein Mann im Balkoninnenraum etwas an der Innenseite verändert hat. Er entfernte eine hässliche Holzverkleidung und ersetzte die Verkleidung durch eine schöne Marmorverkleidung. Darüber wird sich jetzt auch beschwert, weil ja Balkon Gemeinschaftseigentum ist. Stimmt es, dass man auch den Balkoninnenraum (Stück an einer Wand) nicht schöner verkleiden darf? An der Substanz o.ä. wurde natürlich nichts verändert. Diese Holzverkleidung diente nur als eine Art Verdeckung, um das Ende des Gemäuers und den Beginn der Dachkonstruktion zu verdecken. Und befindet sich wie gesagt im Balkonraum -Inneren. Also auch unser Fehler gewesen das zu verschönern auf eigene Faust oder war dies in Ordnung? Hab gelesen Balkoninnenraum, solang es nicht Boden oder Dämmung usw. betrifft wäre kein Problem?

3.)

Wir haben unser Gästezimmer renoviert und dabei auch die Deckenpaneele entfernt. Das Haus ist etwas älter und Dämmung in Form von Glaswolle existiert nur wo unser Wohnraum ist, sprich der Dachboden hat keine Dämmung. Ziegeln liegen ohne jede Dämmung auf den Balken auf. Bei Erneuerung der Paneele kam uns die alte Glaswolle bereits entgegen, die auch gegen Wind und Wetter nicht geschützt war. Wir haben also neue Dämmung mit Dampfsperre usw. schön neu gemacht, damit der Raum gut und aktuell gedämmt ist. Wir wissen, dass Dach Gemeinschaftseigentum ist und Dachdämmung auch von der Gemeinschaft zu tragen ist. Da wir aber die alte Wolle nicht drin lassen wollten haben wir diese auf eigene Kosten erneuert. Jetzt wird uns vorgeworfen, dass wir diesen Raum nicht einfach hätten dämmen dürfen, bzw. die Wolle austauschen durften... Ist dem so?

Ich bitte euch daher um kurze Stellungnahme was nach WEG wirklich nicht okay war (evtl mit §) und bei welchen der Dinge das Recht auf unserer Seite stehen könnte (wenn überhaupt...)

Recht, Renovierung, Sanierung, Weg, Gemeinschaftseigentum
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Jahresabrechnung WEG Hausverwalter Fristsetzung, wenn Parteien sich uneinig?

Hallo. Wir haben folgendes Problem. Wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus, d.h. es gibt noch eine weitere Partei bei uns im Haus die eine Eigentumswohnung bewohnen.

Unser Anwesen wird per WEG per Hausverwalter verwaltet. Dies soll auch weiterhin so laufen, da wir uns in einigen Sachen was Geld usw angeht nicht immer ganz einig sind mit den anderen...

Per Teilungserklärung gibt es keine Frist, auch im Vertrag mit dem Hausverwalter haben wir dummerweise keine Frist gesetzt, bis wann dieser die Jahresabrechnung für das Vorjahr erstellt haben muss. Es gibt auch gesetzlich keine Fristen, die der Verwalter einhalten muss. Nach einem Gerichtsurteil haben Verwalter 6 Monate Zeit eine Abrechnung zu erstellen.

Es ärgert mich jedoch sehr, dass sich der Verwalter sooo lang Zeit lässt mit dem Erstellen. Sind doch nur zwei Parteien und viele Rechnungen gibt es da auch nicht. Ich möchte aber natürlich manches gern beim Finanzamt angeben, wie zB. Schornsteinfeger oder sowas.... was natürlich nur geht wenn sie mir vorliegen. Sprich konnte immernoch nicht meine Steuer einreichen.

Beide Parteien haben mehrfach in den vergangenen Monaten um die Abrechnung gebeten. Er reagiert jedoch nicht.

Nun zur eigentlichen Frage. Die andere Partei möchte dem Verwalter für das kommende Jahr keine (kürzere) Frist setzen, in der er uns die Abrechnung zu übergeben hat... wir jedoch wollen diese natürlich so zeitnah wie möglich, um die Steuer erstellen zu können, bekommen einiges an Geld zurück und daher wollen wir diese zügig erstellen. Aus welchem Grund die andere Partei keine Frist setzen will ist uns unbekannt.

Können wir dem Verwalter nun alleine eine Frist setzen? Obwohl die anderen ja eigentlich was das Haus usw angeht genauso viel Stimmrecht haben? Oder kann der Verwalter sagen, nein nur wenn beide sich einig sind und gemeinsam eine Frist setzen wollen?

Sry dass die Frage nun so lang geworden ist, wollte nur jede mögliche Rückfrage ausschließen.

Vvielen Dank schonmal für eure Hilfe.

Recht, Steuererklärung, Eigentumswohnung, Hausverwalter, Hausverwaltung, Jahresabrechnung, Weg, Frist, Wohnungseigentumsgesetz
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Busfahrer lässt Fahrgast nicht aussteigen, welche Konsequenzen kann man ziehen?

Mein Partner fuhr heute mit dem Bus im Main-Kinzig-Kreis von einem Bahnhof nach Hause. Dabei handelte es sich um einen Bus, welcher zusätzlich einen Art Anhänger mit sich führte, in dem weitere Fahrgäste transportiert werden können aufgrund der hohen Nachfrage. Sprich ein gesondertes Gefährt abgetrennt vom eigentlichen Bus, sodass man mit dem Busfahrer nicht unmittelbar Kontakt aufnehmen kann (hoffe einigermaßen verständlich ausgedrückt...)

Nun zu seinem Problem. Er drückte rechtzeitig den

Stopp
Knopf, um seinen Wunsch an der nächsten Haltestelle aussteigen zu wollen, dem Busfahrer mitzuteilen.

Dieser Aussteigewunsch wurde anscheinend nicht vom Busfahrer bemerkt (warum auch immer...angeblicher Defekt). Somit fuhr der Bus weiter... Mein Partner drückte sodann in seiner Not den Notrufknopf, um sofort Kontakt zum Busfahrer aufnehmen zu können. Er teilte mit, dass er doch aussteigen wollte, wieso er diesem Wunsch nicht nachkam... dieser gab an er habe keinen Wunsch erhalten und fuhr damit weiter in den nächsten Ort..... Er könne nun auch nicht mehr anhalten, da die Haltestelle bereits passiert wurde, so müsse mein Partner an der nächsten Station aussteigen.....die sich 5km in der nächsten Ortschaft befindet.... soweit so schlecht.

Die Laune meines Partners sank dementsprechen, da er bereits eine 12 Stunden Nachtschicht hinter sich hatte und eigentlich so schnell wie möglich ins Bett wollte...

Im nächsten Ort konnte er endlich den Bus verlassen. Der Busfahrer meinte, dass der Stopp-Knopf defekt sei. Woraufhin mein Partner entgegnete, dass man sodann ein Hinweisschild hätte aufhängen können um darauf hinzuweisen....

Nun wollte er sich bei der Verkehrsgesellschaft beschweren, die die Beschwerde jedoch an den Busbetreiber abwiegeln wollte. Dieser Betreiber war meinem Partner am Telefon so unverschämt pampig und aggressiv gegenüber, dass mein Partner nun gegen den Vorfall vorgehen möchte.

Die Frage ist nun jedoch was und wie?

Könnte man zivilrechtlich etwas einklagen oder liegt Strafrechtlich gar eine Freiheitsberaubung durch Unterlassen vor? Bin leider kein Jurist, daher momentan am Abwiegen was wir tun könnten, denn dieses Geschehen möchte mein Partner nicht auf sich sitzen lassen.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe

Recht, Bus, Zivilrecht, Freiheitsberaubung
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