Würdet ihr eine Kopftuchträgerin einstellen?

48 Antworten

Naja es kommt auf die Arbeit an. Wenn es die Erfahrungen geben würde, dass jemand mit nem Kopftuch bei den Kunden nicht gut ankommen würde, dann nicht, oder wenn es andere triftige Gründe geben würde, dass sie auf das Kopftuch verzichten müsste. Ansonsten würde ich so jemanden einstellen.

Ab einer gewissen Größe und wenn ich mit vielen Kunden aus diversen Bereichen kontakt hätte, würde ich sogar so jemanden suchen um meinen Kundenkreis erweitern zu können, da es sicherlich Leute geben würde die sich bei jemanden mit Kopftuch besser aufgehoben fühlen.

Ansonsten würde ich halt schauen, was die Firma vorranbringt.

Ich persönlich: Ja, würde ich einstellen, wenn es NUR um Leistugnen geht.

ABER:

WENN der Erfolg des Unternehmens von den Meinungen der Kunden abhängig ist (zB Dienstleistungssektor) und ein direkter Kundenkontakt zwischen Kunde und Angestellten stattfindet (Face-to-face), DANN muss ich als Personaler sehr wohl bedenken, ob diese muslimische Kraft zwar top im Beruf sein würde, aber eben Kunden abschreckt, die eben nicht tolerant sind!

Was nutzt mir eine sehr gute Arbeitskraft, wenn kaum ein Kunde bereit ist, sich von dieser betreuen zu lassen? Oder, schlimmer, wenn die bereits vorhandenen Kollegen mit so einer Kraft nicht umgehen können/wollen?

DAS ist das eigentliche Problem.

Würdest du dann aus dem Grund auch schwarze Bewerber ablehnen?

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@Bomberos911

Wenn es schlecht für,s Geschäft wäre, würden das die meisten. Aber da Deutschland eines der am wenigsten rassistischen Länder der Welt ist, würde das hier niemanden jucken.

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Nein, ich erspare mir damit den Kontakt zu ihrer Familie auf den ich keinen Wert lege

ich will nicht mit Vätern, Brüdern, Onkeln und dem Rest diskutieren wenn die azubine mal länger machen musste o.ä.

alles schon erlebt, kein Bedarf an Wiederholungen

Ja, die soll doch nur arbeiten.

Und das will sie wohl auch wenn sie sich bewirbt...

Zudem besser eine Kopftuchträgerin, als ein junges Partyweib, das jeden zweiten Montag Blaumacht, weil sie am Wochenende besoffen war.

Dort wo ich arbeite gibt es genug, Frauen nit Kopftuch, die klasse arbeiten.

Die angst, dass sie wegen ihres Glaubens schlechter wären ist unsinn. Wenn sid z. B. Kundenkontakt scheuen, da sie kein längeren Kontakt mit Männern will vielleicht sogar berühren müssen (Arzthelferin bei der Blutabnahme, längere Beratungs Gespräche)

Würden sie freiwillig nach was anderem Suchen.

Aus der Sicht der Berufswelt, ist das Kopftuch ein sinnloser Akt der Unterwerfung. Das sind Vorurteile, aber sie sind nicht unbegründet.

Der Arbeitgeber vermutet, dass Frauen mit Kopftuch, weniger Selbstsicher und weniger Kompetent sind, je nach Beruf passt sie nicht ins Team, ein Verlust an Kunden ist nicht auszuschließen, z.B. in der Modebranche ist ein Kopftuch fast unvorstellbar.
Fastet sie nach Ramadan und bringt sie in dieser Zeit nur die halbe Leistung, oder gefährdet sie sogar die Mitarbeiter mit einer erhöhter Unfallgefahr? Muss sie 5x am Tag beten und vernachlässigt dadurch ihre Arbeit?

Das sind alles Punkte die einer Kopftuch-Trägerin das Leben erschwert.
Hinzu kommt noch ein wesentlicher Punkt der Sympathie.

Wenn der Arbeitgeber 70 Bewerbungen (was keine Seltenheit ist) für ein Job-Ausschreiben bekommt, warum sollte er sich mit einem Kopftuch-Problem abmühen, er hat ja noch 69 andere. Anders gesagt, viele Arbeitgeber lesen nicht mal deine Qualifikationen durch, bei einem Bild mit Kopftuch. Die Bewerbung wandert auf den 3. Stapel.

Des weiteren ist es genau so wie es Lazybear schon schrieb.

Ein religiöses Kopftuch ist genauso ungünstig wie eine Bewerbung ohne Bild.
Das beste für dich, nimm das Kopftuch ab, für Job und Bewerbung und deine Change steigt um Welten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Wer nichts weiß, muss alles glauben, was in der Bibel steht

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