Warum müssen muslime kopftuch tragen?

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Lieben Gruß

Christian vom gutefrage.net-Support

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

sollte man schon wissen, wenn man eins trägt... naja


Hadith Überlieferung: Aisha (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) berichtet, dass Asmaa, die Tochter von EbuBekr/AbuBakr vor den Propheten Muhammed trat und durchsichtige/durchscheinende Kleidung trug. Da wandte der Gesandte Allahs sein Gesicht von ihr ab und sagte: "Oh Asmaa, wenn deine Frau das Alter der Pubertät erreicht, so ist es nicht erlaubt, dass man mehr von ihr sieht" und zeigte auf seine Hände und auf sein Gesicht. (Al-Beyhaki)

Weiterer Hadith: "Als Allah herab sandte: ’Und sie sollen ihre Kopftücher über ihre Kleiderausschnitte schlagen’ zertrennten sie ihre Gewänder und verwendeten sie als Kopftücher für sich.“ (Aischa, Abu Dawud)

Koranverse:

Sure 24, Vers 31

"Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihre zu schmückenden Stellen nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Schleier um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihre zu schmückenden Stellen vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird, was sie von ihren zu schmückenden Stellen verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget"

Sure 33, Vers 59

"O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder (Jilbab) reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig"


Die Verse sind im Original so all- und vorwissend, dass man wissen muss, dass sich die Bedeckung nicht nur auf das KOPFtuch reduziert!

Auch die Brust muss mit diesem bedeckt sein und sollte nicht nur Kopf und Hals bedecken. Weitere zu schmückenden Stellen und Schmücke, also Reize (Kurven) der Frau sollen reichlich bedeckt sein. "Scmuck bedecken" heißt auch, dass man sein Kopftuch (mit irgendwelchen extra gepflochteten Tüchtern, Kränzen o.ä.) und seine Kleidung (mit Ketten über dem Tuch ö.ä.) nicht beschmücken soll.

Diese Frage ist zwar schon älter, wird aber immer und immer wieder gestellt. Daher habe ich mich aktuell auch mit diesem Thema beschäftigt.


Kopftuch Pflicht?
Nein!


Sorry, aber du wirst im Koran diese Stelle nicht finden.
Unkritische Muslime berufen sich dabei jedoch trotzdem stets auf
Sure 7, Vers 26 und Sure 24, Vers 31.

Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Der beste Beweis dafür ist ein ganz einfacher:
Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen.
Tja, also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.


Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare
vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Und auch sonst findet sich im Koran keine Kopftuchpflicht vor
(hier ein Link zu einer exakten Analyse: http://tavhid.de/?p=1416).
Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen,
mit der Zeit sehr verbreitet. Dazu muss man einen Blick in die Historie werfen:

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen schon aus rein klimatischen Gründen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen.
Das galt für Christen, Juden und Muslime aus einem ganz profanen Grund, dem Klima.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap eine Sklavin schlug, weil sie ihre Haare bedeckte.
Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde.

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern,
wenn sie meinen, dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.




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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna".
Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten Frauen zu tun hat.

[Die Frauen des Propheten, wenn sie sein Haus betraten um ihn um etwas zu bitten]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt.
“Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte.
Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.




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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" (Sure24, Vers31) bedecken.
Damit waren Busen und Nacken gemeint.
Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften ein Kopftuch tragen.

Außerdem: wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":
Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen
als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen).
Der Weggefährte des Propheten und zweiter Kalif Omar ibn al Khattap schlug sogar eine Sklavin (unfreie), weil sie ihr Haare bedeckte.

SUPPORT!

Ich verstehe nicht den Sinn dieser Zurechtweisung. Diese Frage wurde wohl offensichtlich gestellt, weil Informationen fehlen über den Zwang ein Kopftuch zu tragen. Dafür aber wäre die Frage völlig legitim und entspricht den Regeln.

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