Woher weiß mann welche Religion die richtige (für einen selbst) ist?!

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Wenn du auf der Suche nach der wahren Religion bist (denn maximal ein Glauben kann der richtige sein), ist es vielleicht sinnvoll, dich mit den Glaubensinhalten verschiedener Religionen zu beschäftigen. Nur ein Interesse am Buddhismus reicht doch nicht aus, um gleich Buddhist zu werden. Die verschiedenen Religionen haben unterschiedliche Vorstellungen zu den wichtigen Fragen nach Erlösung, Leben nach dem Tod, dem Sinn des Lebens usw. Das sind schon sehr wichtige Fragen und du hast absolut Recht, dass du dich damit beschäftigen möchtest.

Als Christ kann ich dazu sagen, dass Gott uns genau diese Suche nach der Wahrheit (und damit nach Gott selbst) ins "Herz" gelegt hat. Für Christen besteht ein wesentlicher Sinn bzw. der Hauptsinn des Lebens darin, Gott zu suchen und zu finden (vgl. Jeremia 29,13) und an ihn zu glauben.

Ein wichtiger Punkt, der für die Bibel spricht, ist z.B. der Bereich "erfüllte Prophetie". Hunderte von Prophezeiungen haben sich im Laufe der Zeit erfüllt, kein anderes Budh der Welt kann auch nur annähernd mithalten. Das zeit u.a., dass die Bibel mehr als nur ein Buch ist. Weitere Infos darüber z.B. auf der Seite: http://vck-web.org/erfuellte-prophetien

Dazu kommt, dass die Bibel mir das Leben und und Welt einfach am besten erklärt. Die Bibel beschreibt z.B. im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Wenn du wirklich wissen willst, ob es Gott gibt oder nicht (denn im Moment bist du ja noch evangelisch, weshalb sich anbietet, dich mit dem Gott der Bibel mal wirklich und richtig zu beschäftigen), lies doch mal in der Bibel (zu Beginn eines der 4 Evangelien und danach den Römer-Brief) und bete einfach mal, dass Gott dir die Möglichkeit schenkt, ihn zu finden. Wie schon angesprochen, verheißt die Bibel, dass der, der Gott (ernsthaft) sucht, ihn auch finden wird...

Was ist der größte aller menschlichen Gedanken? Es ist der Gedanke an die Existenz Gottes - mehr geht nicht! Der Gedanke an Gott ist in vielen Religionen und esoterischen Zirkeln zu finden. Der bloße Glaube an eine ''kosmische Kraft'', an mystische Selbstheilungsriten, außerirdische Energiezentren oder der Glaube an einen Gott, der nur Forderungen stellt und kalt, lieblos und Lichtjahre von einem entfernt ist - was daran kann einem helfen und frei machen? Es ist Selbstbetrug. Der Buddhismus beispielsweise ist eine Last ohnegleichen.

Die Reinkarnationslehre ist kein Heil sondern ein Fluch - keiner von denen will das, aber sie streben nach Vollkommenheit um diesem beschwerlichen Kreislauf durch ein tadelloses Leben eines Tages zu entgehen um im ''Nirwana'' endgültig zu zerschmelzen. Nirvana (''Erlöschung'') ist für Buddhisten die Befreiung von der fleischlichen Wiedergeburt. Ein Wahnsinn ohne Hoffnung. Kann das ein erstrebenswertes Ziel sein? Religionen sind menschliche Erfindungen und die Wissenschaft kann Gott nicht erfassen.

Das Endziel des Glaubens ist die vollkommene Liebe die sich im Einswerden mit Gottes Geist zeigt (1. Korinther 6,17). Und das nicht durch einen zielfreien und selbstbestimmten Glauben an irgendeine undefinierte Kraft oder aufgrund eines ''Gott-Moduls im Gehirn'' (Aussage eines Neuropsychologen) sondern durch den, der von sich behauptet der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein - Jesus Christus (Johannes 14,6). ER ist der Vergeber unserer Sünden und schenkt ewiges Leben. Durch Glauben an das Evangelium haben wir den Sinn des Lebens gefunden. Alles Gute.

"der Buddhismus beispielsweise ist eine Last ohnegleichen"

Ich bin Buddhistin. Ich empfinde den Buddhismus nicht als Last, sondern als Befreiung von dem Leiden. Unser Ziel ist, was auch immer Negatives man über uns sagt, niemals selbst daraufhin etwas Negatives über den anderen, oder dessen Religion zu sagen. Denn aus negativen Worten kann Wut entstehen, und am Ende noch schlimmeres. Grade zwischen Religionen ist es sehr gefährlich, wie die Geschichte zeigt, wenn man Dinge sagt, die den anderen verletzen könnten. Friedfertige Rede macht uns glücklich. Unsere Friedfertigkeit ist ganz bestimmt keine Last für uns. Wir Buddhisten wollen in jeder Situation Mitgefühl haben und hier geht es glaube ich darum, dass es für Christen schwierig ist, zu ertragen, dass jetzt plötzlich andere Religionen in Europa so stark werden. Das verstehen wir und fühlen uns daher auch nicht verletzt, wenn negative Worte über uns fallen. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn ich irgendwann einmal nicht mehr als " eine von denen" bezeichnet werden würde, sondern als "eine von ihnen". Dann entwickelt man sich gemeinsam hin zu einem Dialog. " Interreligiöser Dialog" wird das genannt.

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Das kann man nicht wissen, das muss man spüren und erkennen. Viele Menschen sind Suchende in religiösen Dingen. Manche bis zu ihrem Lebensende. Andere aber haben ihre Religion auf Grund von Erfahrungen oder Erlebnissen gefunden. Deshalb kann dir niemand etwas raten. Du musst es ganz alleine für dich heraus finden. Schau dich bei den unterschiedlichen Religionen um und befass dich mit ihren Lehren und Inhalten. Dann wirst du vielleicht auch deine Religion finden.

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