Wo sind die seltene Erden im Elektroauto?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Elektroauto im speziellen weist seltene Erden eigentlich nur in permanent erregten Motoren, bzw. dem antriebsmotor auf. Aber das trifft nicht auf alle zu.

Kobalt, Lithium und co sind keine seltenen Erden, was aber wohl fälschlicherweise immer vermutet wird.

Tatsächlich stecken in der Brennstoffzelle um einiges mehr seltene Erden. Aber das nur am Rande.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit über einem Jahr und 24.000km rein elektrisch unterwegs

Von Elektronik, bestimmten Legierungen etc. mal abgesehen höchstens in den E-Motoren, wenn es sich dabei um solche mit Permanentmagneten handelt. Die enthalten Seltenerdmetalle (vor allem Neodym.

Wenn du auch bestimmte Hybridfahrzeuge zu den E-Autos zählst, kommen ggf. Lanthan und Neodym bei NiMH-Akkus dazu (die wurden aber in reinen E-Autos nur sehr begrenzt bis vor ca. 20 Jahren eingesetzt, finden im AUtomobilbereich nur VErwendung in Hybridfahrzeugen).

LiFePO4-Akkus, die aber vorzugsweise nur in chinesischen E-Autos zum Einsatz kommen, können Yttrium-dotiert sein, um das Tieftemperaturverhalten stark zu verbessern.

Wegen der geringeren Energiedichte kommen diese Akkus aber in Deutschland nur eingeschränkt oder gar nicht in E-Autos vor.

Dankeschön für die Ausführliche Antwort

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Überall, in verschiedenen Bauteilen. In der Legierung von Metallen, in LEDs, Katalysatoren, in Gläsern, in elektronischen Bauteilen

und bei Elektroautos vor allem im Akku und in Elektromotoren.

Im akku sind keine seltenen Erden verbaut. Wenn doch, Nenn mir doch bitte welche.

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@Erdbeerchen988

Du hast Recht. Im Wesentlichen braucht man seltene Erden vor allem für Elektromotoren.

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@Hugito

Selbst dafür BRAUCHT man sie nicht, es ist nur der einfachere und offenbar immer noch billigere Weg.

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Akkus mit Seltenerdmetallen werden in hiesigen E-Autos nicht verkauft.

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Hallo Erdbeerchen988

Die Herstellung von Batterien ob nun für Laptops, Smartphones oder E-Autos verbraucht eine Reihe an Rohstoffen: vor allem Aluminium, Kobalt, Nickel, Mangan, Kupfer, Lithium und Graphit. Deren Abbau hat weitreichende soziale und ökologische Konsequenzen. 

In Chile etwa erfolgt der Lithiumabbau unter starkem Wassereinsatz (Verdunstung) in ohnehin sehr trockenen Gebieten und das oft in Konflikt mit und zu Lasten der lokalen Bevölkerung. Fast die Hälfte der globalen Kobaltproduktion stammt aus der politisch instabilen Demokratischen Republik Kongo. Schlechte Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und saure Grubenwasser sind nur ein paar der dort auftretenden Probleme. Der Nickelabbau führt in Kanada und Russland zu saurem Regen und Biodiversitätsverlust. Der Grafitabbau in China belastet mit Staubemissionen die Gesundheit der Bevölkerung und Gewässer. 

https://www.golem.de/news/co2-emissionen-und-lithium-ist-das-elektroauto-wirklich-ein-irrweg-1907-142336-4.html

https://efahrer.chip.de/news/rohstoffe-fuer-e-auto-akkus-wie-kritisch-ist-die-foerderung-wirklich_101619

Gruß HobbyTfz

Hi, viele Stoffe die du auflistest sind kaum oder gar nicht mehr in Akkus vorhanden. Und keiner davon ist eine "Seltene Erde".

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Hey, erstmal danke für die Auflistung. Aber ich vermisse den Bezug auf die Frage. Du hast nicht genannt wo jetzt die seltenen Erden drinnen stecken. Kobalt und Lithium sind zb. keine seltenen Erden.

Hier eine Info was seltene Erden, bzw. 'Metalle der seltenen Erden' überhaupt sind:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden

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Die Metalle der Gruppe der Seltenen Erden spielen eine große Rolle für Magnete, die in E-Motoren verwendet werden, und das in Hybriden genauso wie in Wasserstoffautos. Auch in den Generatoren von Windkraftanlagen werden solche Permanentmagnete verbaut.

Neodym ist einer dieser Rohstoffe, die heute fast ausschließlich in China gefördert werden. China hat jahrzehntelang die Weltmarktpreise unterboten und so alle Konkurrenten aus dem Geschäft getrieben. Heute nutzt China die Monopolstellung und setzt seine Ressourcen gezielt als Argument bei seinen Handels-Konflikten ein.

Quelle:Efahrer.com

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