Wo kommt das gelb-grüne Kabel bei der Lampe hin?

10 Antworten

weder noch...

WENN die lampe einen schutzleiteranschluss hat, dann kommt der grüngelbe daran. oft ist die klemme auch direkt am gehäuse...

es gibt auch lampen, die sind trotz ihrem metallgehäuse schutzisoliert. d.h. sie sind so gebaut, dass bei korrekter montage keine gefahr besteht, dass metallteile unter strom kommen.

so ganz bin ich mir da meistens nicht sicher...  zu erkennen ist das daran, dass auf der lampe ein symbol mit zwei in einander liegenden quadraten ist. (sieht aus wie ein lichtschalter von vorne) außerdem muss die klemme so gebaut sein, dass sie voll gekapselt ist. d.h. kein kabel das gehäuse berühren kann.

lg, Anna

Die grün/gelbe Ader darf nicht bei N oder L angeschlossen werden.

Aus deiner Leitung werden wahrscheinlich 3 Adern ankommen. Braun oder schwarz für L1, blau für N und grün/gelb für den Schutzleiter.

Braun schließt du an L an, blau an N und den grün/gelben musst du entweder an eine gesonderte Klemme in der Leuchte anschließen. Oft gibt es am Metallgehäuse, beispielsweise auch an der Montageplatte eine Schraube, an der du den grün/gelben anschließen musst. 

Woher ich das weiß:Beruf – Berufliches Wissen

Symbol für den Schutzleiter­anschluss gemäß DIN EN 60617-2

Übergang von alter auf neue Farbkodierung in Deutschland:

Außenleiter

 

von schwarz nach braun;

Neutralleiter

 

von hellgrau nach blau;

Schutzleiter von rot nach grün/gelb.

Die wesentlichen Bestimmungen hinsichtlich Ausführung und Kennzeichnung des Schutzleiters sind den entsprechenden Normen zu entnehmen, in Deutschland ist das die DIN VDE 0100-540. Dort, wie auch in der Schweiz muss ein Schutzleiter über die gesamte Länge mit der Farbkombination grün/gelb gekennzeichnet sein. Diese Farbkombination darf nur für Leiter mit Schutzleiterfunktion (also auch für PEN-Leiter) und für keinen anderen Zweck verwendet werden. Eventuell ungenutzte grün/gelb isolierte Leiter in mehradrigen Leitungen oder Kabeln dürfen nicht zweckentfremdet werden und bleiben gegebenenfalls ohne Verwendung. Gemäß EN 60204-1 sind zwar Einzelleiter in den Farben GRÜN oder GELB nicht grundsätzlich verboten, es ist aber folgende Festlegung aus Punkt 13.2.4 zu befolgen:

„Aus Sicherheitsgründen sollten die Farben GRÜN oder GELB nicht benutzt werden, wo eine Möglichkeit der Verwechslung mit der Zweifarbenkombination GRÜN-GELB besteht.“

Schutzleiter von rot nach grün/gelb

Das auf keinen Fall ungeprüft machen! Als es die Farbe rot noch gab, da gab es noch keine Ausschließlichkeit das diese Farbe nur als Schutzleiter benutzt werden darf. Also anders als dann bei grün/gelb. Dementsprechend war es auch zulässig rot als Außenleiter zu nutzen z.B. als geschalteter Außenleiter für Lampen (zweite Leuchtzone z.B.). Bei vieradriger Drehstromleitung als L2:

schwarz: L1 (R)

rot: L2 (S)

dunkelblau: L3 (T)

grau: PEN (Null)

Nur bei fünfadriger Drehstromverkabelung war rot auch der Schutzleiter:

schwarz: L1 (R)

dunkelblau: L2 (S)

schwarz: L3 (T)

grau: N (Mp)

rot: PE (SL)

In Klammern habe ich die veralteten, damals noch gültigen, Bezeichnungen eingesetzt. Bei diesen alten Kabelfarben kann man sich nur auf eines verlassen: Man kann sich auf nichts verlassen. Man muss immer prüfen, am besten mit einem zweipoligen Spannungsprüfer mit Lastzuschaltung. Und vor den Prüfungen Leuchtmittel aus der Leuchte entnehmen. Normale Glühlampen sind nämlich Kaltleiter, da könnte man dann den N oder PEN über das Leuchtmittel messen das bei normaler Raumtemperatur nahezu keinen Widerstand hat.

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1. Elektroinstallation ist KEIN Job für Amateure!!!! LEBENSGEFAHR!

2. Wenn du selbst etwas installierst und das (hoffentlich) überlebst, dann zahlt KEINE Versicherung wenn durch dein Installation dein Haus abfackelt oder sonstige Schäden entstehen.

3. Bevor du irgendwo rum fummelst: SICHERUNG RAUS! PRÜFEN ob auch WIRKLICH kein Saft mehr auf der Leitung ist bevor du irgendwas machst!

4. Der Schutzleiter muss an das Gehäuse. Der sorgt dafür, dass falls irgendwie Spannung aus L1 oder N an das Gehäuse kommt, diese über PE abfließt und das Gehäuse nicht unter Spannung steht.
Meißtens ist am Gehäuse irgendwo eine Schraube mit einer Mutter oder so, die offensichtliche keine Aufgabe hat. Da drunter klemmen, so dass die Adern kontakt zum Metall haben.
Ausserdem muss der PE das längste Kabel sein, das wenn die Lampe runter kommt zuletzt abreißt.


Noch ergänzend: Zum prüfen der Spannungsfreiheit keinen Lügenstift verwenden.

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@Mirse87

z.B. dass die Aussage " Der Schutzleiter muss an das Gehäuse" falsch ist xD. 

Nicht alle Leuchten mit Metallgehäuse sind Schutzklasse 1.

Bei Schutzklasse 2 darf er nicht angeschlossen werden.

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Warum kein Lügenstift benutzen? Dafür ist der doch da oder nicht?

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@myalexmy

Weil der Name Lügenstift nicht von ungefähr kommt. Schlichtweg zu unzuverlässig, wenns schlecht läuft.

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Dass die Leuchte aus Metall ist, heißt nicht zwingend, dass PE dran muss :-).

Auf keinen Fall wird er bei L oder N aufgelegt!

Welche Schutzklasse ist es denn? (https://dein-elektriker-info.de/wp-content/uploads/2014/04/Schutzklassen.png)

Wenn du das "Doppelquadrat" auf dem Typenschild findest, ist es SK2. In diesem Fall wird PE mit einer Blindklemme versehen und lose ins Leuchtengehäuse gelegt. Auf keinen Fall einen "gut gemeinten" PE irgendwo dranfriggeln!

Bei SK1 ist der PE erforderlich. Die Schraube für PE ist nicht zwingend in die Lüsterklemme integriert. Oft ist sie als einzelne Schraube am Boden des Leuchtengehäuses zu finden. Meist ist das Symbol an der Stelle aufgebracht, wo auch die PE-Klemme zu finden ist. Gelegentlich sogar mehr als eine PE-Klemme. Also genau hinschauen!

(Schutzklasse 3 bezieht sich, falls vorhanden, maximal auf die nachfolgenden Leuchtenteile einer Leuchte mit Trafo, aber nicht auf den Anschlussbereich der Leuchte. Diese Angabe zählt in deinem Fall nicht)

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