Wieviel Saftfutter ist okay?

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6 Antworten

Da du ja u.a. Sportpferde hast, würde ich das differenzieren:

Für die Pferde, die wirklich nur freiteitmäßig geritten werden reicht eigentlich gescheites Heu mit einem geringen Strohanteil. Saftfutter in dem Sinne gibt's für unsere Freizeitpferde lediglich in Form von Gras. Mal als Belohnung eine Karotte oder einen Apfel macht jeder mal, Zuviel sollte es aber nicht werden, da grad in Äpfeln, Birnen und Bananen enorm viel Zucker enthalten ist, manche bekommen Durchmarsch besonders wenn das allabendlich für alle zum Schlingfestival wird. 

Hafer würde sich alternativ anbieten, da hier sehr viel Eiweiß enthalten ist, welchen die Pferde auch gut verdauen und aufschlüsseln können. 

Ansonsten bei freizeitpferden ggf. noch ein Mineralfutter, die Zinkzufuhr im Auge behalten, evtl Bierhefe beim Fellwechsel geben und dann wars das auch schon im großen und ganzen. 

Bei richtigen Sportpferden sieht das anders aus, denn Ihnen wird mehr abverlangt, deshalb unbedingt hochwertiges Eiweiß verfüttern und ebenfalls die Kohlehydrate beachten, weil die Kombi Eiweiße, KH und Fette bei zu viel Futter einfach nur dick machen. 

Was fütterst du deinen Sportlern derzeit und wie trainierst du mit ihnen?

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Kommentar von CarosPferd
03.03.2017, 16:07

Sie bekommen grundsätzlich nur Heu und Hafer, momentan noch zur fellunterstützung mineralzusatz vom Tierarzt. 

Da meine Saison erst recht spät beginnt dieses Jahr, befinden wir uns im Moment noch im Aufbau. Viel galopparbeit, konditionsarbeit, so ca einmal die Woche cavalettiarbeit (mehr für mich und meine unmöglichen gewichtshilfen 😁) und einmal gymnastikfolgen im Moment bis max 1,20. So im Durchschnitt sind wir was über ne Stunde unterwegs, 

Ansonsten gibt es morgens führmaschine und/oder (je nachdem wieviel ich reite) Laufband mit bergauf laufen.( Manchmal auch Longe wenn ich es mal 2-3 Tage nicht schaffe zu kommen.)

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es gibt viele wenns dabei.

WENN

die pferde es gewoht sind

sie wirklich arbeiten und nicht nur eine halbe stunde "tante tante" beschäftigt werden

das heu mager ist

heu- und saftfutterfütterung nicht zeitlich getrennt werden

keine reheanfälligkeit vorliegt

die pferde gesund sind

der kraftfutteranteil dafür entsprechend gesenkt wird

kann man saftfutter füttern. karotten müssen tadellos in ordnung sein und dürfen weder anhaftende erde haben und auch nicht schmierig sein.

äpfel müssen reif sein - süsse sorten füttern (enthalten annähernd keinen zucker, nur wenig fructan - die süsse kommt in der hauptsache von sorbit, einem zuckeralkohol). äpfel enthalten pektin. pektin wirkt sich sehr fördernd  auf die darmgesundheit aus. mehr als 1kg süsse äpfel sollten nicht gefüttert werden. das entspricht in etwa der menge, die du beschreibst.

saure äpfel sind eine besonderheit: apfelsäure in grösseren mengen führt zu einer übersäuerung des blutes. moderates symptom ist leistungsverlust und unmotiviertheit.  die säure lagert sich an der stelle im blut an, an der normalerweise der sauerstoff andockt. bei einer schweren übersäuerung kann das pferd kollabieren.

birnen und bananen sollten nicht zu häufig gefüttert werden.

besser wären runkeln oder futterrüben. ein grosspferd kann am tag zweimal eine halbe rübe erhalten.

rote bete - 1-2x pro woche eine mittelgrosse knolle.  rekonvaleszente pferde, wenn sie rote bete fressen, können täglich ein halbes pfund davon haben.

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wenn bei euch ein pferdewirt füttert - der hat das gelernt. fütterung gehört zur ausbildung (leider passen viele bei dem thema nicht richtig auf).

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wenn das verhalten der pferde ist wie immer - und wenn die äppel okay aussehen, brauchst du dir keine sorgen zu machen.

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Kommentar von CarosPferd
03.03.2017, 16:22

Pferde sind alle fit und gesund, Möhren werden vor dem füttern alle kontrolliert, falls mal eine schlechte dabei ist. Heu bekommen sie immer als erstes, oft Möhren auch zum Heu und nicht mit in die Krippe.

Das mit den sauren und süßen Äpfeln wusste ich nicht 😳 Also zB boskop nicht viel füttern? Und mehr Möhren ist so generell besser, bzw. sinnvoller/verträglicher als viele Äpfel? 

Haben Rüben weniger zuckeranteil? Mehr Nährstoffe?

Wenn sie bei besserem Wetter jetzt auf die Wiese gehen, sollte man sonstiges Saftfutter weniger füttern? Oder langsam ganz weglassen?

Ja, uns macht der Stall ein gelernter Pferdewirt. Mir kommt das nur so viel vor an Saftfutter, da doch viele sagen "Möhren nur mal als Belohnung", und ich hole mir wenn ich unsicher bin gerne fachkundige Meinungen aus verschiedenen Ecken. Und da ich hier mittlerweile vertraue dass einige hier, aus der 'pferdecommunity', fundiertes, weiträumiges, professionelles Wissen haben, dachte ich ich informiere mich mal weiter :) 

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Meine bekommen das was ich gerade übrig hab. Mal ein paar Bananen - dann Wochenlang gar nichts - ganz selten Äpfel - ab und an mal ein paar Karotten.

Saftftutter bekommen meine im Durchschnitt: 1 Kg Karotten im Monat (zu zweit) - 2 Äpfel und 10 Bananen (weil die werden bei mir öfter mal dunkel und dann mag die bei mir keiner mehr).

Unsere Pferde bekommen eher mal Äste und Laub.

Notwendig ist Obst und Gemüse nicht - ab und an mal etwas zu geben ist i.O., brauchen tun sie es nicht.

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Möhren als Belohnungsleckerchen ist ok, aber nicht als FUTTER; 

Äpfel dito, eher kaum wegen dem vielen Zucker

früher gaben wir zum Heu und Stroh im Winter  Kohlrüben, Steckrüben oder  Runkelrüben für die Sportpferde 1/2 bis 1 pro Tag

rote Beete mögen manche nicht; Speedybeet sind getrocknete Beete, die als Faserfutter angeboten werden und entzuckert sind - speziell für Rehe-, Cushing-, Ekzemer-Pferde - werden gern gefressen (eingeweicht)

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Kommentar von eskadron1996
02.03.2017, 13:56

Mein Tierarzt meinte auch das Runkelrüben besser sind als normale Möhren. Also als Belohnung lieber Möhren aber nicht als Futter!

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ich halte nicht viel von Obstfütterung. Auch nicht von Möhren. Schon gar nicht die Billigmöhren für 3 Euro den Sack.

Mein Pferd bekommt schon mal eine MÖhre als Leckerli, aber nicht jeden Tag und auch nicht viele. Äpfel auch so gut wie nie. Da ist mir zuviel Zucker drin.

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Kommentar von FelixFoxx
02.03.2017, 13:00

Wobei die Billigmöhren eigentlich nur nicht die EU-Norm erfüllen, zu groß, zu klein, zu krumm oder abgebrochen...

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Äpfel und Möhren enthalten viel Zucker, da sollte man also eher vorsichtig mit sein.

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