Wieso bieten viele Autohäuser kaum noch Gebrauchtwagen an?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meines Erachtens dürfte das eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sein. Die Kernfrage lautet: welche Gewinnspanne kann ich mit An- und Verkauf eines Autos erzielen? Und die ist sicher bei jungen Gebrauchten höher als bei älteren. Also überlässt man das eher niedrigpreisige Geschäft den Fähnchenhändlern.

Dazu kommt auch noch der Aspekt, welches Publikum man eigentlich ansprechen will. Primär will man Neuwagen verkaufen, der Gebrauchthandel ist eher ein lästiges Anhängsel. Bei den Interessenten für junge Gebrauchte besteht zumindest eine gewisse Chance, sie auf die Schiene Neuwagen umzudirigieren. Wer sich aber für Fahrzeuge der Altersgruppe 6+ interessiert, dem wird auch der beste Verkäufer kaum einen Neuwagen schmackhaft machen können.

Spezialisierung.

Die Autohändler haben immer Gebrauchte: Tageszulassungen, Jahreswagen, Leasing-Rückläufer.

Aber der Platz auf dem Hof ist begrenzt und Autos mit mehr als vier Jahren haben eine Menge Reparaturen (z.B. 5er BMW im 6. Jahr, Stoßdämpfer vorne: 1500€) vor sich, die der Händler auf seine Kosten ausführen müsste, ohne das Risiko eines Gewährleistung-Schadens einzugehen. Damit wäre sein VK-Preis entsprechend teurer, als die private Konkurrenz und die Kiste verbraucht ewig Stellfläche ...

Meiner Meinung nach gibt es die schon. Hast du schon mal Foren durchsucht in deiner Umgebung, Radius 50 Km ? Sieh mal bei " Auto Bild " oder " Autoscout 24 " nach ( gibt noch mehr Anbieter ), dort bieten Privatleute oder Händler ihre Autos an.

Mit einem Klick kannst du auch auswählen, ob es nur Händler sein sollen. Habe kürzlich selbst mal reingeschaut. Z.B. Daimler C - Klasse, 8 -15tausend € .....gute Autos dabei.

Andererseits werden viele Autos im Bekanntenkreis, bei Ebay oder DHD verkauft. Kurzum, es gibt genügend Autos, man muss sie nur finden und wissen wo.

Also ich habe mal gehört, dass es Qualitätsvorgaben bezgl. der Bestückung vom Gebrauchtwagen-Platz bei bestimmten Herstellern gäbe. Ab einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Laufleistung "dürfen" die nicht mehr auf den Platz. Zuviel gebrauchte Ware soll vermutlich das neuwertige Image bestimmter Marken beim Händlerbesuch nicht "runterziehen"...

T3Fahrer

Wenn ich darüber nachdenke könnte es auch daran liegen, dass es doch immer heißt, ein Autohaus verdiene eigentlich viel weniger am eigentlichen Autoverkauf als an der nachfolgenden Wartung und Reparatur. Verkauft das Autohaus aber ein 10 Jahre altes Auto oder eins mit verhältnismäßig vielen Kilometern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Käufer Wartung und Reparatur nicht in diesem Autohaus durchführen lässt, bei gleichzeitig einem verhältnismäßig hohen Risiko auch mal einen Gewährleistungsfall "an der Backe" zu haben. Kurz: im. Verhältnis schlechtes Gewinn-Risiko-Verhältnis für das Autohaus.

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Bei uns gibt es einige Autohändler, die noch eine Filiale haben, bei der es dann ausschließlich Gebrauchtwagen gibt, dafür gibt es im Hauptgeschäft nur Neuwagen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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