Wie werde ich beim Pferde reiten mutiger?

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12 Antworten

Das Budget, was Du angibst, ist durchaus eines, für das man ein ordentliches Pferd bekommt. Aber Du hast da eine Kopf-Blockade und die müsstest Du erst mal in den Griff bekommen. Und ich befürchte, dass Du die nicht überwinden wirst, wenn Du Dich ständig mit den immer gleichen Gedankengängen belastest und verkrampfst irgendwelche Pferde ausprobieren gehst.

Auch wenn Du schon lange zu reiten scheinst, befürchte ich dass Dir echte Erfahrung fehlt. Dass Du dein Pferd in einem Stall stehen haben möchtest, den Du leicht erreichen kannst, das kann ich absolut nachvollziehen. Un das ist auch ein ganz wichtiger Faktor, denn sonst geht viel zu viel Zeit für Wege drauf, die Dir dann in beim Lernen für die Schule, beim sonstigen Leben und auch fürs Pferd fehlt. Aber es gibt so ein paar Rahmenbedingungen, die ein guter Stall erfüllen sollte, sonst wirst Du mit einem eigenen Pferd niemals glücklich.

  • es muss regelmäßigen und vor allem qualifizierten Unterricht geben
  • es müssen qualifizierte Menschen dort sein, die Dein Pferd zur Not auch Korrektur-bereiten können und die Dir helfen und Dich als Greenhorn nicht alleine lassen
  • die Unterbringungen und Haltung des Pferdes muss so optimal wie möglich sein, Werdegang, Paddock, etc gewährleistet
  • es sollten gut bereitbare, zu beleuchtende Reitplätze und am besten auch eine Halle geben, damit man auch im Winter im dunklen und bei Regen reiten kann.
  • die Fütterung sollte gut geregelt sein, Heu in ausreichende Menge und Qualität vorhanden sein

Mach Dich frei von diesem Kopf-Ding und warte nicht ständig auf die Angst, denn dann kommt sie auch. Nimm zum Ausprobieren Deinen Reitlehrer oder Deine Reitlehrerin mit, ich bin mir sicher, das wird Dich auch im Reiten und im Sicherheitsgefühl sehr bestärken. Außerdem hat er oder sie auch ein Auge dafür, ob das Pferd überhaupt zu Dir passt.

Suche nach einem erfahrenen und ausgeglichenen Pferd. Nicht zu jung. Das Pferd sollte seine Flegelzeit hinter sich haben und mindestens 8,9 oder sogar 10 Jahre alt sein. Und es sollte ein Pferd sein, auf dem Du Dich wohl fühlst. Reiterlich muss nicht beim Ausprobieren auf Anhieb alles klappen. Dafür ist man viel zu verklemmt und verspannt, wenn Fremde Leute einem dabei zuschauen. Aber Du musst das Gefühl haben, dass es klappen kann. Und auch Dein Reitlehrer sollte das Pferd gut heißen. Das Pferd muss Dir das Gefühl von Sicherheit verleihen. Du solltest Dich auf ihm "zu Hause" fühlen. Suche solange, bis Du genau das fühlst. 

Viel Erfolg. Stress Dich nicht. Setz Dich nicht unter Druck und hab Geduld. Irgendwo steht schon Dein once-in-a-lifetime-Pferd auf der Weide. 

Vielen Dank du hast mir wirklich sehr, sehr geholfen! :)

Also der Stall in dem ich reite und wo das Pferd dann auch stehen soll hat optimale Trainingsmöglichkeiten. Wir haben dort eine große halle, einen Dressur- und Springplatz. Wir haben auch sehr schönes ausreitgelände. Eine Longierhalle und eine Führanlage sind auch vorhanden. Reitunterricht nehme ich am anfang auf jedenfalls immer! Denn ich muss das Pferd ja auch erstmal kennenlernen, und es mich. Irgendwann fange ich dann an auch mal ohne Unterricht zu reiten und schaue ob es klappt. Da unser Stallbesitzer auch züchten, haben sie dort auch einen Bereiter wo ich mich ja im Notfall melden kann. Sonst kenne ich auch eigentlich alle Einsteller da ich immer gerne mit füttere, und könnte da nachfragen ob sie nicht einen guten bereiter/reitlehrer kennen. Die Fütterung ist meiner Meinung nach auch gut geregelt. Hafer und Pellets werden morgens und abends gefüttert (natürlich nur wenn das Pferd auch beides bekommen soll, oder überhaupt etwas braucht). Mittagsfutter in form von z.b mash wäre auch kein Problem, genauso wie Nachtfutter. Auf die menge an heu oder Silage wird auch geachtet. Heunetze werden natürlich auch immer abgewogen. Der tägliche Weidegang fällt nur aus wenn es in Strömen Regnet oder wenn die paddocks komplett matschig sind, so das man sich dort auch als Pferd nicht großartig bewegen könnte. Mein Pferd müsste erstmal in eine box, doch wenn z.b Pferde im Offenstall ausziehen hätte ich irgendwann auch die Möglichkeit in eine offenstallbox zu wechseln (was ich auf jedenfalls bevorzugen würde). Unser Vereinsgelände ist vom Stall aus auch sehr gut zu erreichen, was sehr praktisch ist weil man dann einfach rüber reiten kann. Dort sind oft Dressur- und Spring Lehrgänge und manchmal auch Westernlehrgänge :)

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@pingling2

Offenstall-Box gibt es nicht;-)) Wird wohl eher eine Paddock-Box sein. Also eine Box mit Auslauf. Pferd steht alleine in der Box und kann bei Bedarf durch eine Tür raus in einen kleinen eingezäunten Auslauf. Ähnlich einem Balkon bei einer Wohnung. Zum Toben und Rumrennen taugt es eher nicht, dafür zum in der Sonne rumstehen. Eine Offenstall-Haltung ist im Prinzip Weide im Herdenverband rund um die Uhr mit Unterstand und Futterstellen. 

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@Sallyvita

Ja meine ich ja, ich meinte halt das ich eine box im offenstall bekomme deswegen hab ich dann irgendwie offenstallbox geschrieben :)

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@pingling2

Dankeschön - und übereile das Ganze nicht. Setz Dich nicht unter Druck und wenn es soweit ist: genieße es!

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Für das Geld kannst du sicher, wenn du suchst, auch ein etwas erfahreneres Pferd finden. Ein junges Pferd braucht einen sicheren Reiter, und Du brauchst ein sicheres Pferd. Zwei "youngster", das würde schwierig.

Du brauchst dich doch nicht beeilen! Such in Ruhe nach dem richtigen Pferd, und knapse erst mal ein paar hundert Euro von Eurem Budget ab, um auf großen Pferden zu üben - zur Not in den nächsten Ferien auf einem Reiterhof, wenn es in Deiner Nähe keine Möglichkeiten gibt.

Du mußt ja auch erst mal raus finden, ob Dir Großpferde grundsätzlich liegen. Andernfalls ist ein gut gezüchtetes und ordentlich ausgebildetes Deutsches Reitpony durchaus auch eine gute Wahl zum Dressurreiten. Es gibt nämlich Reiter, die bleiben auch als Erwachsene ihr Leben lang bei den Ponys.

Du mußt auch bedenken: Deine Bange ist ja nicht völlig unberechtigt. Weißt Du, wenn ein Pony mal wild wird, oder ob eine halbe Tonne Lebendgewicht ein paar ausgelassene Hüpfer mach, das ist schon ein Unterschied!

Nimm Dir Zeit, und riskier nichts. Sonst würdet ihr nachher alle nicht glücklich. Du nicht, das Pferd nich, und die Eltern wären dann entäuscht. 

Und als erstes: das muss dir nicht peinlich sein! Vielleicht ist dir schon geholfen, wenn Du das Thema ganz normal im Gespräch angehst und nicht versuchst, es allein " durchzustehen ". Das Thema Umstellung Pony/ Großpferd ist sogar öfter mal Thema in Fachzeitschriften. Ein Pferd ist schon gewöhnungsbedürftig für einen bisherigen Ponyreiter, das ist absolut nachvollziehbar.

Ich wünsche Dir, dass Du mit der .Unterstützung, die Du brauchst, das richtige Pferd fur dich findest! 😊

Ich würde den Kauf und die Suche aufschieben,

Stecke das Geld, das du sonst schon in das neue Pferd investieren würdest, in guten reitunterricht auf guten Pferden, keine schulponys die immer lieb sind und im Zweifel einfach abspulen was sie jede Stunde eh machen, 

bespreche ob du verschiedene Pferde reiten kannst, mit verschiedenen Ansprüchen, gut ausgebildete, sensibel gerittene, oder auch jüngere. Damit du viel lernst, dich auf verschiedene Pferde einstellst. Selbstsicherheit, wissen und können steigerst und Ängste und Unsicherheiten reduzierst. 

Wenn du dich sicher fühlst und gelernt hast auf fremde Pferde schneller einzustellen, dann würde ich die Suche fortsetzen, dann bist du in der Lage eher einzuschätzen ob die Chemie stimmt, denn dann ist die grundsätzliche Unsicherheit weg und du kannst mit Ruhe und Übersicht an das neue Pferd rangehen.

Nehme auch immer deinen Trainer/der der das Pferd dann mit dir weiter ausbildet zum probereiten mit, eine Beurteilung von außen, von jemandem der dich, deine Voraussetzungen und Ziele gut kennt ist immer hilfreich.

Viel Glück, Spaß und Erfolg 

Ich habe nur leider keine Möglichkeit auf anderen Pferden zu reiten. Und unsere Schulponys sind auf jedenfalls nicht immer Lieb! Sie bocken gern und machen einfach was sie wollen. Im Gelände sind sie auch eigentlich echt keine Schulponys mehr, sondern teilweise wilde Hengste xD Bocken, losrennen, keine wirkliche Kontrolle sind da nicht selten. Angst habe ich dabei aber eigentlich nie, denn ich vertraue meinem Schulpony bzw meiner RB mein leben an! :)

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@pingling2

Ich rede nicht davon, dass du ungerittene, buckelnde Pferde reiten sollst. 

Sondern fremde Pferde mit verschiedenen Anforderungen, sodass du lernst dich schneller einzufühlen und einzulassen, das ist der Punkt. Und dass du merkst dass es nicht unkontrolliert wird, sondern dass es auch mit einem fremden Pferd gut klappen kann und du dich trauen kannst normal zu reiten.

Du solltest das Verhalten der schulpferde,  Vorallem im Gelände wie sich das jetzt liest, vlt mal beim zuständigen Reitlehrer ansprechen. Klingt für mich etwas danach als ob deine Angst auch daher kommen könnte, bei den, dir bekannten, schulponys weißt du, dass du das aussitzen kannst. Bekommst aber Angst bei großrahmigeren, fremden Pferden, wenn du erwartest dass sie genauso unkontrolliert sind wie die schulponys. 

Gibt es bei dir in der Nähe (auch weiter weg als ne halbe Stunde ist noch direkte Nähe) keine weiteren Ställe mit deren Trainer du das mal besprechen könntest? Sportställe bieten das auch oft an, das ist dann kein schulbetrieb, du bekommst Einzelunterricht auf deren Pferden.

Meine Bedenken wären halt, wenn du da so angespannt und ängstlich bist, wirst du 1. das fremde Pferd eher nicht erleben wie es läuft unter normalen Bedingungen. Wirkliche Angst überträgt sich 2. du bist viel zu sehr mit dir und deiner Angst beschäftigt um beurteilen zu können ob das Pferd wirklich in frage kommt oder nicht. Unter diesen Voraussetzungen, und diesem getrübten Urteil würde ich kein Pferd kaufen, sondern üben bis du entspannt und mit dem Mut auszuprobieren auf das fremde Pferd steigst.

Ansonsten, Springe über deinen Schatten, lasse Routine zu im fremde-Pferde-reiten, tue es 'einfach', ohne großen Aufwand. Denke dir was soll schon passieren? Und reite wie du es zuhause auch tust.

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@CarosPferd

Hui, sowas wenn ich höre, bekomm ich Gänsehaut, dass die Schulpferde da bocken und machen, was sie wollen. Das sagt schon alles ... da wird nicht reiten gelehrt, sonst käme das nicht vor! Und wenn man nicht reiten gelernt hat, sondern lediglich aussitzen von Meinungsbekundungen, dann sollte man kein eigenes Pferd kaufen, denn beim eigenen Pferd ist man derjenige, der verantwortlich dafür ist, dem Pferd zu helfen, wenn es z.B. mal im rechten Hinterbein zwickt oder hier oder dort was nicht passt. Aber diese Feinfühligkeit, die da vonnöten ist, kann man in solchen Betrieben nicht erwerben.

Zumal der dortige Reitlehrer wohl auch keine Ahnung davon hat, wie man ein krankes / verletztes Pferd arbeitet, um ihm zu helfen, er kümmert sich ja ganz offenbar schon nicht um die Befindlichkeiten der Ponys.

Daher wäre dringend anzuraten, erst noch das wirklich wichtige zu erlernen.

Übrigens kann man schon für weitaus weniger Geld Pferde mit Potenzial erwerben bei dem heutigen Preisverfall - und jünger muss ein Pferd nicht sein, um weniger zu kosten, das kann man so nicht pauschal sagen. Ich würde zwar momentan gar nicht nach einem Pferd schauen, später dann aber nach einem zwischen 10 und 15 Jahren.

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zum einen: Kauf dir kein junges Pferd sondern eines mit 12 oder mehr JAhren

aber WARTE NOCH !!!

du bit noch nicht so weit!

mach reiterferien auf einem richtig guten Hof - kein Kinderponyhof mit Massenbetrieb sondern ein Hof, der reelle Ferienreitkurse für Fortgeschrittene anbietet - das kostet, aber es bringt dich wirklich weiter !

Egal ob in Reken bei Jochen Schuhmacher oder an der Nordsee auf dem Polderhof  - es gibt viele guuute Kurse und Möglichkeiten

und bedenke: du wirst mit deinem eigenen Pferd IMMER wieder Unterricht nehmen müssen - sonst geht's schief !

Hallo,

also vor einiger Zeit habe ich auch ein Pferd (eine Isistute) gekauft. Ich hatte vorher 8 Jahre ein eigenes Pferd, dem ich blind vertraut habe und habe eigentlich fast nie andere Pferde geritten.

Ich kann nur sagen, dass du beim Probereiten auf dein Gefühl achten solltest. Ich habe Pferde probegeritten, denen konnte ich von Anfang an vertrauen, ich habe mich einfach gut und sicher gefühlt auf ihnen. Bei anderen war es nicht so.

Im Vorfeld habe ich mich schon informiert und habe nach dem Charakter der Tiere gefragt und nur die probegeritten, bei denen ich mir vorstellen konnte, dass es passt. Leider sagen nicht alle Verkäufer die Wahrheit. So bin ich manchmal hingefahren und habe schon beim Vorreiten gesehen, dass es nicht passt. Dann hab ich mich gar nicht erst drauf gesetzt.

Ich habe sehr lange (fast ein Jahr) gesucht und ordentlich Geld ausgegeben. Aber es hat sich gelohnt, weil ich jetzt wirklich eine Zuckerschnecke habe, die super zu mir passt.

Trotzdem vertraue ich diesem Pferd noch nicht so, wie meinem ersten Pferd, Vertrauen muss auch wachsen!

Ein junges Pferd würde ich nicht kaufen, wenn du noch nicht so sicher bist, lieber ein schon etwas erfahrenes. Dann lieber noch etwas warten und weiter sparen!

Lass dir Zeit beim Pferdekauf, zweimal solltest du mindestens probereiten, um sicher zu sein.

Alles Gute!

Du musst ja nicht gleich einen 1,80 Elefanten kaufen.

An den anderen Bewegungsablauf gewöhnst du dich recht schnell. An das Pferd auch. Und da du Dressur reiten willst, wirst du sicher auch guten Reitunterricht bekommen. Von daher, wenn du vorher auf den Ponies keine Angst hattest, dann verlierst du die mit zunehmender Vertrautheit auch beim Pferd.

Das Tempo von großen Pferden ist übrigens gefühlt eher langsamer als das von Ponies. Weil die Bewegungen weiträumiger sind.

So ein großes Pferd kaufen würde ich eh nicht! :) Meine größe liegt eher bei 1,60-1,66m. Nur was ist, wenn ich jetzt als Beispiel ein Pferd kaufe was mir gut gefällt ich bin auch schritt, trab, Galopp geritten aber hatte halt eigentlich angst. So, jetzt hab ich das Pferd gekauft und die angst geht nicht weg.. ich meine, ich will ja auch nicht dauerhaft mit angst reiten und muss dann so auch noch ein 4-6Jähriges Pferd ausbilden (natürlich mit sehr sehr viel Hilfe)

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@pingling2

Sehr vernünftige Überlegung! Unglaublich viele Reiter werden nie wirklich glücklich mit ihrem Pferd, weil sie dachten " das wird schon", und es wird doch nie. Aber dann hangt man irgendwie doch an dem Tier und kann es nicht ubers Herz bringen, es zu verkaufen...

Gut, dass Du vorher überlegst.

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Ehrlich gesagt glaube ich, dass du das noch verschieben solltest. 

Dein Unterricht scheint leider nicht besonders gut zu sein, da die Pferde machen, was sie wollen und diverse Unarten haben. 

Investier in guten Unterricht, auch wenn du zur Not weiter fahren musst. Wenn du nicht komplett auf dem Land wohnst, gibt es sicher irgendwo mit Bus und Bahn erreichbare Ställe, eventuell wären auch Fahrgemeinschaften möglich.

Und lieber fährt dich deine Mutter alle 2 Wochen zu richtig gutem Unterricht, als dass du dich auf ein junges Pferd mit enorm viel Potenzial setzt und es -sorry- versaust. 

...Oder das Pferd den Fragesteller "versaut", für den Rest seines Lebens.
Alles schon vorgekommen, wenn ein Reiter seine Angst zu vertuschen versucht und das Pferd sein Heil in der Flucht sieht...^^

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"Bei Pferden in unserem Stall habe ich auch keinerlei Probleme, da setze
ich mich auch auf die 1,89m Stute, und habe keine angst. Ich weiß echt
nicht woran das liegt..."

Das liegt daran, dass Du bislang nur Eure Pferde vom Stall kennst. Die sind Dir vertraut.
Jetzt sollst Du fremde Pferde probereiten, es geht um etwas (hey: Ein eigenes Pferd ist eine große Sache!!) und außerdem scheint Dir auch klar zu sein: Du wirst Verantwortung übernehmen müssen... Da beginnt die Verantwortung natürlich bereits im Vorwege und ich empfinde es als lobenswert, dass Dir dies offensichtlich klar ist!

Du hast viel (Leistungs)druck und der fördert die Angst.

Davon abgesehen: Neben dem Umstand, dass Pferde ihren Preis haben ist ein Pferdekauf letztendlich eben auch die "Anschaffung" eines neuen Familienmitgliedes! Jedenfalls konnte ich das in meinem Umfeld bislang so beobachten. Keiner schaffte sich dort ein Pferd an, in welches er sich nicht vorab verliebt hatte... Und Angst haben ist hinderlich beim verlieben, grins!

An Deiner Stelle würde ich Folgendes machen: Die Pferdekaufaktion zunächst mal auf Eis legen!

Stattdessen würde ich in den nächsten Ferien ein, zwei Wochen auf einem Reiterhof verbringen und dort ganz klar Deine "Problematik" (Großpferde) und diesbezüglichen Ängste ansprechen!

Im Übrigen und am Rande bemerkt: Ich würde mich auf kein Pferd setzen, mit dem ich nicht im Vorwege einige Zeit in freier Bodenarbeit agiert hätte!
Bodenarbeit schafft Berechenbarkeit für Mensch und Tier.

Nimm Deine Angst ernst und kommuniziere sie! Ansonsten wirst Du mit einem jungen, und sei es noch so lieb, Pferd überfordert sein!

Bei fremden Urlaubspferden hast Du weniger Druck, es geht einfach nur darum, etwas auszuprobieren. Da wird sich Deine Angst meiner Vermutung nach schnell in Luft auflösen, vermute ich mal so! Dann ist noch immer Zeit für eine eigene Pferdeliebe!

Gutes Gelingen!

***** :))

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Hi,

so ähnlich war das bei mir auch. Ich reite nun seit knapp 8 Jahren auf verschiedenen Pferden, die meiste Zeit bin ich auf Isländern geritten. Dann habe ich auf Großpferderassen gewechselt und brauchte so 1 Monat, um mich daran zu gewöhnen.

Wenn du noch unsicher im Reiten bist, kannst du dich ja erstmal nach einer Reitbeteiligung oder einem Pflegepferd umschauen. Dann hast du sozusagen fast ein eigenes Pferd und hättest noch Zeit, um dich an alles zu gewöhnen. Vielleicht wäre ein Jungpferd als Rb/Pflegepferd auch nicht falsch, da du dann auch mal etwas mehr Konzentration brauchst. Dann kannst du auch das trainieren eines Pferdes schon üben.

Wenn es dann soweit ist, dass du dich sicher und wohl fühlst, kann man sich ja um ein eigenes Pferd kümmern.

Ich hoffe ich kann dir helfen;)

Vielleicht ist eine Reitbeteiligung doch erstmal eine bessere Wahl für Dich, in einem fremden Stall, auf einem für den Anfang fremden Pferd. Oder wirklich aktiver Reitunterricht auf verschieden großen Pferden von verschiedenem Alter.

Dann lernst Du, dass Großpferde und fremde Pferde nicht schlimm sind und kannst dann später immernoch ein eigenes Pferd bekommen. Gerade ein junges Pferd ist nämlich nicht immer einfach zu händeln und ist auch mal nicht so "lieb", wie Du es von den Schulponies gewöhnt bist. Da darf man sich dann wirklich nicht ins Boxhorn jagen lassen von!

Ich habe ja jetzt seit ca 2Jahren eine Reitbeteiligung auf meinem Pony und da der stall auch nur 5Minuten von mir entfernt ist, ist das perfekt. Ich komme einfach in keinen anderen stall da meine Mutter arbeiten ist und in meiner nähe keiner ist. Klar im Sommer oder generell bei gutem Wetter kann ich ja zu fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, aber ich möchte ja auch eine zuverlässige RB sein, nur wenn es z.b regnet oder sogar donnert und blitzt kann ich ja schlecht mit dem Fahrrad noch sonst wo hin mit dem Fahrrad fahren..und unsere Schulponys sind auf jedenfalls nicht ohne! Die bocken gerne mal rum und machen einfach was sie wollen. Momentan muss ich das eine Pony auch "Korrektur" reiten da die Kinder von ihr immer runterfallen..

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@pingling2

Kommt halt darauf an, in wie weit Du Anleitung zu echter Korrektur bekommst. Ich habe früher auch immer den" Dummi" geben dürfen, bis solche Pferdchen sich dran gewöhnt haben, einen Reiter rum zu tragen. 

Das ist aber eher Schadensbegrenzung als Korektur zu nennen gewesen. Wenn Du das richtig kannst - super. Wenn das ganze aber eher Abenteuer als Reitkunst ist, könnst du so den Wert eines 8000€ -Pferdes innerhalb eines halben Jahres um die Hälfte reduzieren.

Aber Du bist sicher, dass Du guten Unterricht und ergänzenden Beritt bekommen wirst?

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Deine Frage ist überhaupt nicht peinlich. Ist schon eine Umstellung! Aber warum musst Du unbedingt auf ein Großpferd umsteigen, wenn Du Dich auf einem Pony oder und Kleinpferd ohnehin wohler fühlst. Wichtig ist dass Du Dich auf Deinem Pferd sicher fühlst, es lieb ist und sich zwischen Dir und dem Pferd eine Partnerschaft entwickelt.

Es gibt sehr gut ausgebildete Ponys und oder Kleinpferde. Vielleicht wäre auch ein Schulpferd (Pony, Kleinpferd) für Dich interessant. Viele meiner früheren Bekannten haben sich ein ehemaliges Schulpferd gekauft und waren mit ihrer Entscheidung sehr glücklich.

Magst Du in dem Schulbetrieb wo Du jetzt reitest ein Pony besonders. Dann könntet ihr euch vielleicht dressurmäßig gemeinsam weiter entwickeln.

 

"Nur"  8000-9000 €...dafür bekommt man auf jeden Fall ein gesundes, reell gerittenes Pferd, das nicht mehr im Spinner-Alter, aber auch noch kein alter Schuh ist. Keinen S-Internationalkracher, aber der ist auch nicht erforderlich. Nix destzu Trotz...wenn du noch unsicher bist oder gar Angst hast, bist du mit den falschen Beratern unterwegs. Respekt, ja, IMMER, bitte, egal, mit welchem Lebewesen (alle unberechenbar) zu tun hat, aber Angst und Unsicherheit können Pferde riechen, das überträgt sich sofort.  

Wenn du auf dem Pferd sitzt atme erst ein paar mal tief ein und aus! Das beruhigt dich. Mach nur das was du dir zutraust.

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