Wie passt Reichtum und christsein zusammen?

28 Antworten

Jesus forderte den reichen Jüngling dazu auf, seinen ganzen Besitz zu verkaufen und den Armen zu geben (Markus 10,21). Die Frage ist, ob diese Aufforderung auch für alle Christen gilt oder zunächst einmal auf die Situation des jungen Mannes bezogen ist?

Wenn alle Christen ihren gesamten Besitz weggeben würden, hätte das schwerwiegende Folgen. Sie wären nach der Weggabe ihrer Güter sofort verarmt, könnten selbst keinen Armen und Bedürftigen mehr helfen, ihre Kirche/Gemeinde und Missions- und Hilfswerke nicht mehr finanziell unterstützen usw. Vielleicht bzw. wahrscheinlich würden sie selbst bald zu armen und bedürftigen Menschen werden, die auf die materielle Hilfe anderer angewiesen sind. Die Bibel ist für mich ein sehr lebensnahes und praktisches Buch. Ob ein solches Verhalten aller Christen lebensnah und praktisch wäre, ist zu bezweifeln.

In der Bibel ist von vielen Personen zu lesen, die reich sind (Abraham, Hiob, Josef, Salomo, Zachäus, Lydia usw.). Reichtum wird nicht grundsätzlich verurteilt, kann aber zum Fall führen, wenn man zu sehr daran hängt. Deshalb warnt Jesus auch davor, nicht dem ungerechten Mammon anstatt Gott zu dienen (Matthäus 6,24).

Im Timotheusbrief findet sich eine Aufforderung, wie die Reichen mit ihrem Besitz umgehen sollen: "Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln" (1. Timotheus 6,17-18).

Bei dem reichen Jüngling ist zunächst einmal die Antwort zu hinterfragen, dass er von Jugend die von Jesus aufgezählten Gebote gehalten habe (Markus 10,20). Seine Antwort war zweifelsohne aufrichtig gemeint, aber trotzdem war sie oberflächlich und unwahr. In Bezug auf äußere Handlungen mag er vielleicht  untadelig gewesen sein, aber nicht was seine innere Haltung und seine Motive betraf. 

Jesus war gekommen, um Menschen ihre Sünden bewusst zu machen und sie zur Buße (=Änderung ihrer Gesinnung) und zu einem befreiten und besseren Leben zu führen. Jesus wollte den Menschen die Gnade, Liebe und Barmherzigkeit Gottes bringen. Der reiche Jüngling machte nicht den Eindruck, dass er auch nur annähernd Sündenerkenntnis hatte oder meinte, Vergebung und Gnade zu brauchen. Er meinte, dass er die Gebote halten würde und durch diese "guten" Taten automatisch errettet wird. Vielleicht hatte er erwartet, dass Jesus ihm irgend etwas auferlegen würde, was er ableisten musste, um etwaige Verfehlungen wiedergutzumachen.  

Das Herz dieses Menschen hing an seinem Besitz. Vielleicht stand der Reichtum an erster Stelle in seinem Leben und somit übertrat er das erste Gebot: "Du sollst keine andern Götter neben mir haben" (2Mo 20,3 vgl. auch Mt 6,24). Auf diese Weise ist es nicht möglich, in die Nachfolge Jesu einzutreten. Der Mann musste zuerst aus der Bindung an seinen Besitz befreit werden.

Die Jünger waren entsetzt. Für sie war Reichtum ein Zeichen von Gottes Segen (vgl. Abraham). Jesus machte deutlich: Nur durch Gottes Gnade und Hilfe kann überhaupt ein reicher (wie auch armer) Mensch ins Reich Gottes kommen.

Dr. John Walvoord schreibt dazu: "Der Jüngling ging, traurig über Jesu Anweisungen, davon. Die besondere Form der Selbstverleugnung, die Jesus von ihm verlangt hatte - alles, was er hatte, zu verkaufen -, war zwar in seiner Situation angebracht, ist jedoch keine universell gültige Vorbedingung für die Nachfolge."

Die MacArthur-Studienbibel kommentiert: "Jesus stellte zur Errettung nicht die Forderung auf, dass er ein Menschenfreund sein oder in Armut leben müsse, vielmehr deckte er das Herz des jungen Mannes auf. Er war nicht untadelig, wie er behauptete (V. 20), denn er liebte seinen Besitz mehr als seinen Nächsten (vgl. 3Mo 19,18). Was noch bedeutender war, ist, dass er den direkten Anweisungen Christi nicht gehorchte und es vorzog, dem Mammon zu dienen anstatt Gott (Mt 6,24). Er stand vor der Entscheidung, sich dem Herrsein Christi zu unterstellen, ganz gleich, was er von ihm fordern würde. Er erkannte weder seine Sünde an und tat dafür Buße noch beugte er sich dem souveränen Erlöser. Eine solch doppelte Widerwilligkeit hielt ihn von dem ewigen Leben ab, das er suchte. Die Errettung und all ihre Segnungen, die vom im Himmel wohnenden Vater stammen, sowohl in diesem Leben als auch im zukünftigen.". 

Trotzdem ist es natürlich richtig und wichtig, dass Christen großzügig und hilfsbereit den Armen und Bedürftigen helfen. Das sollen und dürfen sie fröhlich tun (2. Korinther 9,7).

Jesus selbst war arm , was materielle Dinge betrifft und wahrscheinlich ist er auch in armen Verhältnissen aufgewachsen. Heute  noch sagt man oft , Jesus ist ein Gott  der Armen .    

Gerade arme Menschen fühlten sich zu Jesus hingezogen. Sein Bergpredigt war sehr liebevoll und tröstend.  er sah dieses Leid , Menschen , die sich damals  nicht viel leisten konnten und auch  viele die keinen Arzt hatten .

Schlicht wanderte er von Menschen zu Menschen.

Jesus hatte in seiner ganzen Kindheit gesehen , welches Unrecht damals  herrschte, wie hart man arbeiten musste um wenigstens ein bisschen zu haben.  Jesus  machte Fischer zu  Menschenfischern . Ganz einfach Menschen , die bescheiden lebten , die nicht viel hatten . 

in Markusevangelium fragte ein Mann , der die Gebote hielt, wie er das ewige Leben erlangt .  

Markus 10 ab Vers 17

17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? 18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. 19 Du weißt ja die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemand täuschen; ehre Vater und Mutter.
   20 
Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.

das war schon alles richtig , aber dieser Mann hatte viel Materiellen Reichtum 

um zu zeigen wie gefährlich es ist , an der Kante des Materiellen Reichtum und dem geistigen zu stehen forderte Jesus ihn auf .

 21 Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.

gib es den Armen .  

Jesus wußte , dass sooviel Reichtum , wie der Mann hatte, der Mann selbst gar nicht benötigt. Jesus selbst war mit Nichts in der Wüste. Er  hatte  nicht einmal  Brot bei sich .  

Willst Du wirklich gerecht sein , dann gib alles den Armen . 




 Lukas 16.13



 Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen.

offensichtlich diente dieser Reiche doch dem Mammon, obwohl er die Gebote hielt , fehlte wohl der Glaube zum Vater , dass dieser für ihn sorgt .  

Jesus sah nicht nur Äußerlich , er wußte auch , was in einem Menschen vorging.  Alles verkaufen?? , meine tollen Sachen ? und dann ? wie lebe ich ?  

Hier ging es sicher mehr um den Glauben zum Vater , oder um die Gier der materiellen Dinge. Die Aufforderung alles zu verkaufen , war eine Prüfung  für diesen Reichen und eine Lehre, dass er  zwar die Gebote  hält, aber er auch das Vertrauen zum Vater haben muss, den Glauben. 

also diese Geschichte erklärt, dass man Gott  nur dienen kann, der nur den Mammon , hierbei  ging es um diese reiche Person, die Erkenntnis erlangen sollte.  


Matthäus 6
Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 

Jesus lehrte vom Almosen geben ,  das bedeutet , wir dürfen auch etwas haben . Aber Bescheiden bleiben ,  keine Geldgier ,  mehr und mehr zu wollen 

. Matthäus 6 ab Vers 19

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. 20Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen.  21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. 

Auch hier erklärt Jesus , das Geldgier ,  Materielle Schätze , am ende nichts  bringen  für das Leben  , denn im Himmel  diese Schätze , sind für die Ewigkeit ,  Materielle Dinge bringen nichts .  Man kann es eines Tages nicht mitnehmen , wenn man stirbt. Viel wichtiger ist es , wenn wir uns mit Glauben beschäftigen, mit dem Geist mehr leben , als dem fleischlichen Körper. Im Gebet bleiben  , in Gemeinschaft zu bleiben  mit  Gott. 

Reichtum ist nicht verboten , wenn man verstanden hat , was das wichtigste ist .  Abraham war Gottes  Freund und Abraham war auch  Reich , aber sein Herz , war bei Gott .   Das zählt. 

lieben Gruß


Reichtum ist kein Hindernis für den Glauben an Gott. Allerdings verleitet Reichtum zu dem trügerischen Gedanken, er allein könne glücklich machen.

Wirkliches Glück erlangt man aber nicht durch Reichtum. Jesus sagte:

„Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.“ (Mat. 5:3)

Die Bibel berichtet von etlichen Dienern Gottes, die materiell sehr reich waren (Abraham, Jakob, ...). Aber keiner von ihnen vertraute auf materielle Dinge, sondern auf Gott.

Jesus vermittelte eine gesunde Haltung zum Geld. Er führte seinen Jüngern vor Augen, dass nicht einmal Salomo in all seiner Pracht so gekleidet war wie die Lilien des Feldes. 

Und dann stellte er fest: „Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes ... so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen?“ 

Jesus sicherte Christen zu, dass sie Nahrung, Kleidung und Obdach erhalten würden, wenn ihnen Gottes Königreich und seine Gerechtigkeit das Wichtigste im Leben wären (Matthäus 6:25, 28-33).

Wohlstand ist für einen Christen also nichts verkehrtes. Er sollte nur nicht sein Herz an materielle Dinge hängen. 

Jesus prangerte z. B. den geistigen Zustand mancher Christen in Laodicea an: 

„Du sagst: ‚Ich bin reich und habe Reichtum erworben und benötige gar nichts‘, . . . aber . . . [du] weißt [nicht], dass du elend und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist“ (Offenbarung 3:17). 

Im Gegensatz dazu sagte er zu den materiell armen, aber geistig gesunden Christen in Smyrna: „Ich kenne deine Drangsal und Armut — doch du bist reich“ (Offenbarung 2:9). 

Diese Christen blieben trotz Verfolgung treu und hatten deshalb wahrscheinlich große finanzielle Einbußen hinzunehmen, aber dafür besaßen sie einen Reichtum, der weit wertvoller war als Silber und Gold (Sprüche 22:1; Hebräer 10:34).

Christen sollten daher den Segen Gottes nicht an materiellen Dingen festmachen, sondern sich darum bemühen, „reich zu sein an vortrefflichen Werken“. 

Wenn sie ein enges Verhältnis zu ihrem Schöpfer aufbauen, ‘sammeln sie für sich sichere Schätze als vortreffliche Grundlage für die Zukunft’ (1. Timotheus 6:17-19; Markus 12:42-44).

Jesus sagte sogar: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum“ (Luk. 16:9).

Warum ist Reichtum „ungerecht“? 

Weil ursprünglich materieller Besitz bedeutungslos war. Im Garten Eden besaßen die Menschen alles, was sie zu einem glücklichen Leben brauchten. Erst mit dem Sündenfall entwickelte sich ein Wirtschaftssystem mit all den kranken Auswüchsen (Profitstreben).

Heute besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung so viel wie die restlichen 99 Prozent zusammen. 

Im 1. Jh. sagte niemand von Jesu Nachfolgern, dass „irgendetwas von seinem Besitz sein Eigen sei; sondern sie hatten alles gemeinsam“ (Apg. 4:32). 

Und Jesaja wies auf eine Zeit hin, in der alle Menschen die Ressourcen der Erde kostenlos nutzen würden (Jes. 25:6-9; 65:21, 22). 

Bis dahin brauchen wahre Christen jedoch „praktische Weisheit“ im Umgang mit dem „ungerechten Reichtum“. Schließlich müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, möchten aber gleichzeitig auch ihrem Schöpfer gefallen.

Wie kann man sich „Freunde machen mit dem ungerechten Reichtum“?

Indem wir mit unseren Mitteln z. B. auch christliche Werke unterstützen.

Jesus sagte, dass die materiellen Dinge versagen werden. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir am Ende unseres Lebens feststellen müssten, dass wir zwar eine Menge „ungerechten Reichtum“ aufgehäuft haben, aber keine wahren Schätze? 

Besser ist es also, dass wir uns mit dem „ungerechten Reichtum“ Freunde im Himmel machen. Dann sind wir in geistiger Hinsicht wirklich reich (Luk. 16:9).

(U. a. zusammengestoppelt von jw. org)

Ich hoffe, dass meine Ausführungen Dir helfen werden, Deinen Aufsatz sinnvoll zu gestalten.

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