Wie können Gläubige unglücklich sein?

23 Antworten

Hallo gruenesMathe,

gläubig zu sein hat ja nichts mit den gegebenen Lebensumständen zu tun, also der Glaube allein bewirkt ja nicht automatisch, dass man keine Sorgen hat im Leben.

Egal ob finanzielle, emotionale, soziale oder familiäre Sorgen, der Glaube zu Gott nimmt einem diese ja nicht einfach ab.

Vielleicht gelingt es stark gläubigen Menschen besser mit schwierigen Zeiten, Schicksalsschlägen oder anderer negativen Dingen fertig zu werden und nicht die Hoffnung zu verlieren. Aber das bedeutet ja trotzdem nicht, dass es einem immer gelingt und man somit nie unglücklich ist.

LG

Hmm, auch ein Christ ist nur ein Mensch und das Herz oft ein verzagtes Ding. Zudem kann man seinen Glauben manchmal auch mehr seelisch als geistlich interpretieren. Der Glaube ist ein Kampf, aber ein guter Kampf. Und wir sollen unser Kreuz auf uns nehmen. Das alles macht es manchmal nicht immer einfach Jesus nachzufolgen, aber wir werden für die Ewigkeit erzogen und müssen auch unsere Erfahrungen machen - auch weniger schöne Erfahrungen. Dadurch wird der Glaube gestärkt und fest. Aber über allem steht immer Gottes Liebe und Gnade und die Einsicht, daß uns alle Dinge letztlich zum Guten mitwirken. Ich empfehle dir das Buch von Watchman Nee: Das normale Christenleben!

Auch Gläubige sind "nur" Menschen, die Wünsche an des Leben haben, und Vorstellungen, wie ihr Leben aussehen soll, oder was sie im Leben erreichen wollen. Wenn es dann nicht so klappt, oder wenn etwas dazwischen kommt, dann sind sie auch unglücklich.

Gott hat uns viele Verheißungen (=Zusagen) gegeben. Glück, Gesundheit, langes Leben hier auf Erden sind leider nicht dabei.

Der Blick des Gläubigen auf die Ewigkeit und den liebenden Gott lässt ihn so manches im Leben besser ertragen, aber das heißt nicht, dass Gläubige allein dadurch immer glücklich sind.

Manch einem reicht es vielleicht nicht, dass Gott ihn liebt, sondern er wünscht sich auch menschliche Zuneigung. Oder eine Playstation, je nachdem.

Der liebe Gott gab den Menschen das Schaffensgebot:

machet Euch die Erde untertan

Das funktioniert halt nicht immer. Und so manch einer wird dann über sein eigenes Unvermögen unglücklich. Das ist aber etwas, was man nicht Gott anlastet, sondern seiner eigenen, oft selbst verursachten Situation.

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