Wie kann man sich gegen üble Gerüchte wehren?

13 Antworten

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ich diskutiere hier mal nicht, ob es wirklich "übel" ist, als homosexuell bezeichnet zu werden.

Aber ich verstehe deine Ängste nicht. Warum sollte dich diese Kirchengemeinde kündigen?

Zum einen: ich kenne mich da nicht so aus, aber FSJ heißt, du arbeitest da 1 Jahr? 12 Monate? Warum sollte man da jemandem kündigen, wenn man eh weiß, daß er nach einem Jahr wieder weg ist? Noch dazu, wenn die Gefahr besteht, daß derjenige dann dagegen klagt. Das wäre doch nur unnötiger Streß.

Dazu kommt noch: du gehst davon aus, daß der Arbeitgeber sofort jedes Gerücht glaubt, daß irgendjemand streut. Normalerweise sollte der Arbeitgeber so was ignorieren - oder dich zumindest selbst mal befragen. Und mal ehrlich: du arbeitest dort freiwillig. Gibt es so viele Leute dort, die dort arbeiten wollen? Oder gibt es nur wenig Freiwillige?

Und nur so nebenbei: ich kenne einen Mann, der in einer großen Klinik arbeitet, die einen katholischen Träger hat. Dieser Mann hat letztes Jahr sogar seinen Freund geheiratet, ohne Probleme zu bekommen. Und alles lief hochoffiziell ab, also die Personalakte wurde korrekt geändert, von "ledig" zu "verheiratet mit xxx"

Es ist echt belastend für dich, dass deine Freunde dir nicht glauben, dass du tatsächlich die Wahrheit sagst..

Aber ein Gerücht ist eben nur ein Gerücht. Da wird nur weiterzählt, aber dahinter fehlt entscheidend der Beweis, ob dieses Gerücht stimmt! Und solange der Beweis fehlt, können deine Freunde noch so lange an dieses Gerücht glauben als wäre dieser Gerücht eine leere Wand!

Und Homosexualität als Kündigungsgrund zu schieben, muss der "Arbeitgeber" dir den Beweis für einen Kündigungsgrund liefern, sonst geht es nicht.

Nichtsdestotrotz muss man trotzdem gegen Mobbing tun. Am besten widerlegst du das Gerücht, indem du eine echte Freundin suchst und du deine Freundin vor den Augen deiner Freunden zeigst! Natürlich es ist schwer eine Freundin zu finden, aber wenn du das Gerücht wirklich widerlegt haben willst, musst du so einen Schritt wagen!

Alternativ gäbe es auch die alte klassische Methode zu machen. Unter 4 Augen reden, je nach dem wie viele Freunde du hast, die an dieses Gerücht glauben. Nur zu sagen "ich bin nicht schul und führe keine männliche Beziehungen" wirkt eher schwach. Es überzeugt nicht. Daher musst du die Argumente so formulieren, die wirklich stark aussagekräftig sind. Nur so schaffst du mit deinen starken Argumenten, deine Freunde wirklich zu überzeugen, dass dieses Gerücht ein Märchen ist.

Hallo!

Keine Bange: Die wollen dich wahrscheinlich nur aufziehen und sind (tut mir leid für den Ausdruck!) einfach nur pubertäre Heckenp...., die es noch nicht so genau wissen und sich freuen, wenn du dich auch noch aufregst bzw. dann erst recht mit Fangfragen, Gerüchten und ähnlichem Treiben unter die Gürtellinie gehen.

Ich würde nicht mehr antworten, es aber auch nicht mit Humor nehmen und ebenso wenig "cool kontern": Das verstehen die Kiddies nicht, da machen sie grad so weiter und was du auch sagst, legen sie dir zum Nachteil in Richtung "homophiler Neigungen" aus -----> ich weiß, wie diese Teenager sein können; in meiner Realschulklasse war allerhand los damals und es wurden auch Leute auf diese Weise schlimm und traurig diffamiert.

Einfach nix mehr machen und reden lassen, dann hören die auf und suchen sich irgendwann demnächst neue Opfer, weil sie wissen, dass es dir am Allerwertesten vorbeigeht. Mich haben sie früher mal aufgrund meiner Herkunft und meines Akzents aufgezogen - und zwar so lange, bis ich nix mehr gesagt habe und dann war Ruhe, dann suchten sie sich den nächsten "Schwächeren" zum Drangsalieren aus. Das muss so in der 9. Klasse gewesen sein.

Alles Gute!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Dummheit der Leute ist unerschöpflich....
Ein solches Gerücht lässt sich leider nicht einfach ausräumen. Hör am besten auf, zu versuchen, die Leute vom Gegenteil zu überzeugen. Wenn sie irgendwie damit anfangen, dann sagst du einfach, "Wenn Ihr meint...". Mehr nicht. Irgendwann wird das dann langweilig.

Ein Gerücht reicht auch in der katholischen Kirche nicht für eine Kündigung, egal welches Gerücht das ist. Im Zweifel steht dann deine Aussage gegen die Gerüchte irgendwelcher Leute, damit kommt der Arbeitgeber nicht durch.

Wobei ich das jetzt mal einschränken muss: Es geht ja nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern um ein FSJ. Trotzdem musst du dir keine Sorgen machen. Es wird dir niemand nur deswegen kündigen, weil irgendwelche Leute sich das Maul zerreißen.

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Je mehr du dich dagegen wehren wirst, desto mehr werden sie es glauben, dass du es nicht zugeben kannst.

Mit einer Kündigung wird die Kirche vor dem Arbeitsgericht scheitern. Zum einen darf einem wegen der sexuellen Orientierung nicht gekündigt werden und zum anderen kann einem auch nicht wegen Gerüchte gekündigt werden.

Also das Ganze etwas gelassener angehen.

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