Wie erkennt man "elektrifizierte Schienen"?

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7 Antworten

Mit "Elektrifizierung" ist nicht gemeint, dass die Schienen selbst unter Strom stehen, sondern dass die entsprechende Strecke mit Triebfahrzeugen befahren werden kann, die elektrisch angetrieben werden und auf dem Fahrweg den Strom auch abnehmen können.

Die übliche Bauform bei uns in Deutschland ist dabei das, was landläufig "Oberleitung" gennant wird: Ein Fahrdraht wird mittig über dem Gleis gespannt, Triebfahrzeuge fahren den Stromabnehmer an den Fahrdraht ran und können damit Antriebsstrom entnehmen. Die Stromschiene wird dann aus Sicherheitsgründen von unten bestrichen.

Weniger üblich, aber teilweise auch vorhanden, sind Stromschienen, die direkt neben dem Gleisweg als "dritte Schiene" verlegt werden. Typischerweise in Deutschland mit einer Plastikkappe abgedeckt, die Triebfahrzeuge müssen zur Nutzung dann unten am Wagenkasten seitlich einen oder besser mehrere Stromabnehmer haben. Ein solches System wird beispielsweise bei den S-Bahnen in Berlin und Hamburg eingesetzt.

U-Bahn- und Straßenbahn-Netze werden bei der Betrachtung des Elektrifizierungsgrades übrigens normalerweise nicht mitberücksichtigt. Sie sind nämlich in den meisten Fällen keine Eisenbahnen im Sinne des AEG, sondern gelten beide betrieblich in der Regel als Straßenbahn.


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Wenn Stromleitungen drüber laufen ist es ein elektrifizierter Gleisabschnitt. Strom der über eine zusätzliche, 3. Schiene kommt gibt es nur in der U-Bahn und das auch nicht überall.

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Kommentar von guenterhalt
24.10.2016, 17:44

eindeutig, du hast noch nie eine Berliner S-Bahn gesehen.

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normale erkennst an der oberleitung wo die lok mit stromabnehmer sich den strom holt.u-bahn hat seitlich ein wenig über den gleisen so stromschienen.die schinen selbst sind immer stromlos/geerdet und der gegenpol

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Kommentar von germi031982
25.10.2016, 20:13

In Frankfurt hat die U-Bahn eine Oberleitung. Muss also nicht zwingend eine Stromschiene bei der U-Bahn sein.

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Das hat überhaupt nichts zu tun mit der Farbe der Schottersteine oder der Vegetation im Gleisbett. Bahntrassen ohne Elektrifizierung wirst Du heutzutage in Deutschland kaum noch finden. Und das lässt sich auch kaum übersehen:

Elektrifizierte Bahntrassen verfügen über eine Stromzuführung. Das ist entweder eine weithin sichtbare Oberleitung (Fernbahnen, Regionalbahnen, Straßenbahnen und die meisten S-Bahnen) oder eine Stromschiene im Gleisbett (U-Bahnen und manche S-Bahnen).

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also schienen auf welchen die elektrizität effektiv auf den schienen ist, gibts meines Wissens nur im ubahn-bereich. Da diese sehr gefährlich sind und auf keinem Fall ein Mensch oder ähnliches zunah hindarf.

Du meinst aber wohl mit den 30% die Trassen welche elektrifiziert sind, für Elektroloks statt Diesel. Diese erkennst du eigentlich am einfachsten an den Leitungen oberhalb der Schiene:-)
Mich wunderts eh, wieso Deutschland noch dermassen viele Diesel-Loks hat...

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Kommentar von wfwbinder
24.10.2016, 15:32

Die Elektrifizierung bedeutet hohe Investitionen. Auf einer Strecke wo nur 4 Züge am Tag fahren, lohnt es sich dann nicht viel Geld für die Elektrifizierung auszugeben.

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Kommentar von dan030
24.10.2016, 15:42

Faustregel für die Wirtschaftlichkeit einer Elektrifizierung: es muss auf einer Strecke mindestens alle 10 Minuten ein Zug fahren. Dann rechnet sich die Investition. Bei niedrigeren Fahrtenzahlen wird nur dann elektrifiziert, wenn eine Strecke einen besonderen Nutzen für das Gesamtnetz hat (z. B. weil eine wichtige Hochgeschwindigkeits-Relation gebaut werden soll).

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um einem Elektromotor Strom zuführen zu können, bedarf es mindestens zweier Drähte.

Dafür könnte man, wie bei den Modellbahnen je eine Schiene benutzen.
Eisenbahnen brauchen aber viel Kraft und das erreicht man mit einer hohen bis sehr hohen Spannung. 
Unvorstellbar, wenn ein Mensch z.B. bei Regen zwischen so ein Schienenpaar kommt.
Man wird also beide über dicke Drähte zusammenschließen und als zweite Leitung eine Oberleitung oder eine dritte Schiene (wie bei U-Bahnen oder der Berliner S-Bahn) benutzen.

Ob Schienenpaare als "ein Draht" geeignet sind,erkannt man nicht am Schotter oder Gras oder Straße oder ...
Man kann das ganz gut an den Schienenstößen erkennen. Dort, wo so ein "langer Faden" einer Schiene zusammengesetzt ist, muss auch Strom durch.
Genau da findet man auch wieder dicke Drähte, die dann verschweißt oder verschraubt sind.
Bei der Straßenbahn liegen die aber oft mit unter dem Asphalt und man kann sie nicht erkennen. Da reicht aber ein Blick nach oben.

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bist du dir sicher?

ich könnte mir vorstellen, dass 30% des deutschen Schienenetzes NICHT elektrifiziert sind...

aber zu erkennen ist es in der tat recht einfach daran, dass oberleitungen vorhanden sind.

klar, bei U-Bahnen finden sich neben dem gleis noch stromschienen. aber auch nicht überall, es gibt auch ubahnen mit oberleitung...

lg, Anna

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