Was wäre, wenn Adolf Hitler den Krieg gewonnen hätte?

18 Antworten

Frage

von IchBinKurt

vor 22 Stunden

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Wenn Adolf Hitler's Pläne aufgegangen wären, wie würde heute die Welt aussehen und wie würde es den Deutschen heute gehen?

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    20 Antworten

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    von SoDoge

    vor 22 Stunden

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    Das Szenario ist nahezu unmöglich zu konstruieren. Meinst du mit einem gewonnen Krieg oder ohne Krieg? Ich denke mal ersteres. Dazu hätten die Deutschen zunächst länger die Seewege halten müssen, um den Nachschub der Briten abzuschneiden. Außerdem hätte man deutlich mehr Flugzeuge gebraucht um den Luftraum zu sichern, ohne die Fertigungsstätten für die "Vergeltungswaffen" sowie Schutzhafen für U-Boote usw., hat man keine Chance. Die deutsche Industrie hätte deutlich zulegen müssen, dazu müsste man den Holocaust abbrechen oder vielleicht erst gar nicht starten.

    Einen Krieg an mindestens zwei Fronten gegen die Alliierten zu führen und parallel die massive Logistik und den Personalaufwand für örtliche Massenvernichtung aufrecht zu erhalten ist quasi nicht möglich.

    Er klügerer Hitler sollte erstmal keine Massentötungen veranstalten, das ist aufwendig und teuer, und die ganzen Leute braucht er doch als Soldaten, Arbeiter etc. um überhaupt weiter zu kommen. Aber ohne Gräuel wie den Holocaust hätte vielleicht erst keiner Motivation gehabt, das deutsche Reich zu stoppen. Eine gesamte zeitliche Verschiebung wäre nötig, sodass eine erfolgreiche Ardennenoffensive ca. 1 Jahr früher möglich ist. Andernfalls ist spätestens Mitte 1944 klar, dass ein Sieg Hitlers ausgeschlossen ist.

    Hätten die Achsenmächte tatsächlich gewonnen, hätte es wahrscheinlich nie eine Teilung Deutschlands gegeben und keinen Atomwaffeneinsatz in Japan. Die Mentalität der UdSSR hätte den Fall den Sovietunion nicht bis in die frühen 90er rauszögern können, es käme vielleicht erst gar nicht zum kalten Krieg.

    Das sind so viele Variablen, alleine in dieser kurzen Zeitspanne, das auf unser heutiges Leben zu rechnen ist also fast nicht möglich. Die Ereignisse des zweiten Weltkriegs haben statistisch gesehen die Geburt und das Leben von jedem Menschen nach 1945 beeinflusst. Von daher wäre die Spekulation seriös nicht möglich, es hätte immer noch andere militärische Konflikte mit völlig anderen Ergebnissen gegen können.

     

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    von Cokedose

    vor 7 Stunden

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    Kurz und knapp: Die Pläne wären nicht aufgegangen, denn sie sind ja auch nicht ohne Grund nicht aufgegangen. Er hätte auf jeden Fall verloren und je länger die Krieg unter bestimmten Umständen noch gedauert hätte, um so wahrscheinlicher wäre sein Ende gewesen.

    Ist vielleicht vergleichbar mit einem Unternehmen. Wenn es zu schnell zu stark expandiert und dafür seine gesammten Resourcen einsetzt, ist ein Konkurs des Unternehmens sehr wahrscheinlich. Da genügt oftmals ein kleines nicht mit einkalkuliertes Detail und es kann ihm das Genick brechen.

    Und da die Dinge eh kommen wie sie kommen und nichts ohne Grund passiert, lohnt es sich auch gar nicht über ein "Was wäre wenn?" nachzudenken. Es ist ist wie es ist und es ist gut wie es ist, denn ansonsten gäbe es uns alle nicht.

     

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    von Sneazzeeh

    vor 22 Stunden

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    Wäre. Wäre. Was wäre, wenn das römische Reich nicht gefallen wäre. Oder es es niemals gegeben hätte. Was wäre, wenn die Kreuzritter niemans Jerusalem eingenommen hätten. Was wäre, wenn die Indianer alle Kolonisten zurück nach Europa getrieben hätten? Es gibt soviel, was die Geschichte der Welt veränderte oder nicht veränderte. Man kann nicht sagen, wie es heute aussehen würde, wenn es anders gelaufen wäre.

     

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    von zetra

    Community-Experte

    Politik

    vor 18 Stunden

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    Wie das Heute ausgesehen haette in DE?

    Alle Laender, die Kolonien hatten, sind sie los.

    Gesetzt der Fall, hitler haette die Sowjetunion besetzt, die Westalliierten haetten abgelassen von DE ., einschlieslich der A-Bomben die dann ja da waren.

    Er haette seine Plaene umgesetzt die Haelfte Einwohner massakriert, Wehrdoerfer gebaut im Umkreis davon einfache Behausungen den Rest der Einwohner hausen lassen im Zustand der Sklaverei.

    Im Hinterland haetten staendig Kempfe gegen Partisanen statt gefunden, ohne Ende.Alle wehrfaehigen Maenner waeren bei der Armee, weil es anders nicht zu halten waere das grosse Land.

    Wohlstand wuerde nicht eintreten, denn der Millitaerhaushalt haette alle Ressourcen fuer sich benoetigt.

    Keine 10 - 20 Jahre waere das gut gegangen und alles haette sich mit einem riesigen Krach erledigt. Mit neuem und auch ohne Krieg nach aussen.

    Also, das waere keine gute Idee.

    Woher ich das weiß:

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    nax11 vor 17 Stunden

    Der Spielfilm "Vaterland" zeigt recht gut so ein Szenario

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    von ArnoldBentheim

    Community-Experte

    Geschichte, Politik

    vor 21 Stunden

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    Wenn Adolf Hitler's Pläne aufgegangen wären, wie würde heute die Welt aussehen

    Die Welt? Nun, braun bis schwarzbraun, ähnlich wie die Haselnuss.

    ...und wie würde es den Deutschen heute gehen?

    Schlecht. Wer will schon in einer unfreien, verbrecherischen Gesellschaft leben? Wahrscheinlich müssten wir in die Türkei auswandern, wo ein freundlicherer Diktator herrscht.

    MfG

    Arnold

    Woher ich das weiß:

    Hobby

     

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    von Tellensohn

    vor 21 Stunden

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    Salue

    Der Adolf und seine Mitstreiter hätten ja früher oder später "ins Gras gebissen".

    Er wäre dem 3. Reich nicht anders gegangen, wie allen anderen grossen Reichen der Vergangenheit. Bekämpft die Zentralregierung aufmüpfige Bürger ganz im Osten, lodert es im Westen auf.

    Solche Mega-Reiche sind auf die Dauer nicht regierbar. Sie zerfallen nach und nach (ehemalige UDSSR) oder sie müssen ihre extreme Politik korrigieren (Kommunismus in China).

    Entstanden wäre wohl eine EUUGF (Europäische Union unter germanischer Führung).

    Der "Dölf" hat aber den Krieg verloren ! So entstand die EUVDS (Europäische Union von Deutschland subventioniert). 

    Tellensohn

     

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    von latinlover68

    vor 2 Minuten

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    Natürlich ist es hoch spekulativ, aber gerade deswegen eine reizvolle Fragestellung. Hitlers Pläne der Ausrottung der Juden, des "Lebensraums im Osten" für die Deutschen und damit verbunden die Benutzung der slawischen Bevölkerung in den eroberten Gebieten als Abeitssklaven wären nicht denkbar ohne ein siegreiches Ende des Krieges an Ost-und Wesfront.

    Das ist viellecht nicht einmal so unrealistisch wie es klingt. Die französische Armee und das britische Expeditionsheer wurden im Frankreichfeldzug vernichtend geschlagen und nach Dünkirchen zurückgedrängt (durch einen deutschen Haltebefehl konnten jedoch 330.000 Brirtischen Soldaten nach England fliehen).

    Der erste Schritt für eine Eroberung Englands hätte die absolute Lufthoheit sein müssen, d.h. die deutsche Luftwaffe hätte den Luftraum absolut beherrschen müssen um bei einer späteren Invasion Englands jegliche Angriffe aus der Luft vollständig zu unterbinden. Hier ist der erste Knackpunkt: warum trat diese Situation nicht ein? Drei Tatsachen sich dafür verantwortlich: 1.) England verfügte bei Beginn der Luftschlacht um England über eine gerade ausreichende Zahl moderner Jagdflugzeuge 2.) Während der Luftschlacht um England wurde der Angriffsschwerpunkt der Deutschen von den Flugplätzen auf die Stadt London verlagert, was den Frontflugplätzen eine enorm wichtige Atempause verschaffte 3.) die Briten verfügten über Radaranlagen.

    Im Frankreichfeldzug flog die englische Luftwaffe bereits mit relativ modernen Hawker-Hurricane-Jagdflugzeugen, erlitt jedoch hohe Verluste. Während der Luftschlacht um England wendete sich das Blatt, weil durch die Radars der taktische Vorteil nicht mehr beim Angreifer lag. Die Engländer wußten wenn deutsche Verbände im Anflug waren und auch deren ungefähre Stärke. Ohne die Radaranlagen wäre es sicherlich praktisch unmöglich gewesen z.B. durch ständige Patrouillen einfliegende Bomberverbände wirksam zu bekämpfen.

    Stellen wir uns also England ohne Radaranlagen vor: dann wäre die Luftschlacht um England mit Sicherheit zugunsten der Deutschen ausgegangen. Es war für die Engländer auch so schon knapp genug, ohne die Atempause durch die Verlagerung der deutschen Angriffe auf London hätte es vielleicht nicht gereicht. Man kann nicht völlig ausschließen dass unter dem Druck eines entfesselten Bombenkrieges gegen die Zivilbevölkerung ein weniger entschlossener britischer Premierminister als Winston Churchill in dieser Situation um Friedensverhandlungen nachgesucht hätte. Das wäre Hitler sehr entgegen gekommen, es hätte die nur ungenügend vorbereitete Operation "Seelöwe" unnötig gemacht.

    In Ansätzen wäre dann gennau das verwirklicht gewesen was Hitlers Wunsch gewesen zu sein scheint: Eine Koexistenz mit England, die ihm freie Hand ließ für seine vöikischen Ziele im Osten: der Ausrottung der Ostjuden, Verhungern und Zwangsarbeit großer slawischer Bevölkerungsteile plus Ansiedelung Deutscher Bauern in den frei gewordenen Ostgebieten. Der militärische Sieg über die Sowjetunion wäre natürlich Voraussetzung gewesen, auch dieser hoch speklativ, jedoch wäre durch den vollständigen Abzug aller deutschen Soldaten und allen Kriegsmaterials von der West- an die Ostfront die Balance zuungunsten der Sowjetunion verschoben gewesen.

    Ein völlig anderer Gesichtspunkt ist aber: wieviel Zeit wäre Hitler noch geblieben seine Ziele zu verwirklichen? Hitler war zum Zeitpunkt des Kriegsendes bereits schwer krank. Das Dritte Reich steht und fällt aber mit der Person des "Führers". Ein "Drittes Reich" mit z.B. Heinrich Himmler an der Spitze erscheint schwer vorstellbar. Allein Hitler vermochte es seine ehrgeizig um die Macht buhlenden Gefolgsmänner im Zaum zu halten und gleichzeitig die Massen zu begeistern. Zudem erscheintes mehr als fraglich inwieweit sich die Nazi-Größen überhaupt auf einen Nachfolger hätten einigen können. Ein Zerfall des Reiches nach Hitlers Tod war deshalb nicht unwahrscheinlich. Möglicherweise hätte sich England dann mit Hilfe der USA schnell vom deutschen Joch befreien können.

    Darüber kann man nur spekulieren. Bei einem Sieg der Achsenmächte wäre die Welt auf jeden Fall aber eine deutlich andere geworden, als sie es heute ist. Je nachdem, wie du dir diesen Sieg nun genau vorstellst, würde sich der Nationalsozialismus auch über andere Länder verbreitet haben.

    Hätte "Sieg" bereits bedeutet, nur die Grenzen nach Europa zu festigen und die Invasion Russlands und Amerikas zurückzuschlagen, würde das Nazi-Reich nun von Gibraltar bis zur Neiße, von Nordafrika bis zum Nordkapp reichen und als gleichgeschalteter Staatsapparat über alle Menschen in Europa herrschen. Ein kalter Krieg zwischen den drei Supermächten Europa, Amerika und der Sowjetunion wäre hier wahrscheinlich die Folge gewesen - denn Deutschland hätte, um diesen Patt zu halten, etwa gleichzeitig mit den Amerikanern über Kernwaffen verfügen müssen. Wahrscheinlich würde diese Pattsituation bis heute andauern und wir würden in ständiger Angst vor einem nuklearen Weltuntergang leben.

    In einem anderen Szenario würden nicht nur Europa und Nordafrika erobert worden sein, sondern auch die U.S.A. und Russland hätten in einem "totalen" Sieg bedingungslos kapitulieren müssen. Vorstellbar ist dies nur, wenn Deutschland als einzige dieser Nationen über Kernwaffen verfügt und diese auch eingesetzt hätte, also ganz ähnlich wie es die Amerikaner in Hiroshima und Nagasaki getan haben - nur wären dann eben Großstädte der U.S.A. und der Sowjetunion bombardiert worden, um eine bedingungslose Kapitulation zu erzwingen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das Nazi-Reich bis heute all diese Gebiete - wir sprechen hier schließlich über einen Großteil der Staatsfläche der gesamten Erde - hätte dauerhaft beherrschen können. Selbst mit der Verfügbarkeit einer ultimativen Waffe und einem faschistischen Gleichschaltungsapparat hätte dieses Gebiet wohl kaum effizient beherrscht und verwaltet werden können.

    Trotzdem hätte ein Sieg der Deutschen - wie auch immer er ausgesehen hätte - noch ungeheuerlicheren Schrecken über die Welt gebracht. Ganze Völker und Ethnien wären heute ausgerottet, denn so gut wie alle Juden, Sinti und Roma und auch Schwarze wären wohl in einem noch exponentielleren Vernichtungswahn eines globalen Holocausts ausgelöscht worden. Auch hätte das eugenetische Gedankengut spätestens nach der Entdeckung der DNS zum Bestreben geführt, jeden Menschen mit einer Erbkrankheit zu liquidieren und nur die "Reinblütigen" hätten eine Chance gehabt, sich zu behaupten. Wahrscheinlich ist deshalb, dass wir eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte auf dem Planeten vorfinden würden, wenn wir ins fiktive Jahr 2017 nach einem deutschen Sieg reisen würden.

    Welche wirtschaftlichen Folgen ein deutscher Sieg gehabt hätte, lässt sich nur schwer vorhersagen - schließlich kommt es ganz darauf an, zu welchem Zeitpunkt in unserer fiktionalen Welt der kriegsentscheidende Wendepunkt stattgefunden hätte. Hätte Deutschland bereits großflächig in Trümmern gelegen, wäre der Wiederaufbau sehr kostspielig und möglicherweise ein desaströser Ruin geworden, hätte Deutschland diesen Wiederaufbau aber vor allem in den eroberten Ländern finanziert, hätte Deutschland als weltgrößte Gläubigernation vielleicht ein ähnlicher Wirschaftsboom erwartet wie die U.S.A. und es wäre noch heute eine wohlhabende Wirschaftsmacht.

    Dein Alltag im Jahre 2017 würde in einem heutigen Nazireich wahrscheinlich deutlich anders aussehen als du ihn kennst. Jeden Morgen Fahnenapell, im Radio würde wohl fast ausschließlich deutsche Musik laufen, freie Nachrichten gäbe es nicht, das Internet wäre auf keinen Fall uneingeschränkt verfügbar und ständig überwacht - jedes Wort dass du hier schreibst könnte dich ins Zuchthaus oder sogar ins KZ bringen.

    Sehr interessante Spekulationen über dieses Thema werden im Buch "Vaterland" von Thomas Harris oder auch in der Fernsehserie "The Man in the High Castle" behandelt - wenn du wissen willst, wie die Welt nach einem deutschen Sieg ausgesehen haben könnte, solltest du dir das auf jeden Fall einmal anschauen.

    Es ist aber wie gesagt alles Spekulation, dies hier sind meine eigenen. Und für alle Schlaumeier, die es besser wissen wollen und denen schon die Finger für einen gehässigen Kommentar juckt: Lasst es. Wir können froh sein, dass unsere Welt heute so aussieht, wie sie aussieht und brauchen nicht über "hätte", "wäre" und "könnte" diskutieren.

    Es gäbe deutlich weniger Fragen. Denn dann würde hier nicht zwei mal pro Woche jemand die Frage stellen, was wäre, wenn Adolf den Krieg gewonnen hätte. Und wer statt dessen fragen würde, was wäre, wenn Adolf den Krieg verloren hätte, würde sich ratzfatz wegen Defätismus in den Kellern der Politischen Polizei wiederfinden.

    Es gäbe aber auch weniger Antworten, denn mein Vater wäre dann Wehrbauer am Ural und müßte sich dort mit Bären und Wölfen herumprügeln, und mich gäbe es gar nicht.

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