Was sind die Ziele der Sekte Zeugen Jehovas?

14 Antworten

Hallo Kittylein123,

die Frage nach dem Sinn des Lebens hängt im Grunde genommen sehr eng mit der Frage nach Gott zusammen. Warum? Nun, wenn es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat, dann weiß er auch genau, welchen Daseinszweck wir haben sollen. Gibt es jedoch keinen Gott, dann müssen wir irgendwie selbst den Sinn unseres Lebens definieren. Dann würde man sich allerdings fragen, warum der Mensch nach so langer Zeit immer noch nach dem Sinn des sucht, ohne ihn bisher wirklich gefunden zu haben.

Dass Gott existiert, steht für viele außer Frage. Allein wie genial wir Menschen und auch alle anderen Lebewesen gestaltet sind, offenbart die Hand eines Schöpfers. Selbst eine "einfache" Zelle weist derart komplexe Strukturen auf, dass diese sogar jede von Menschen konstruierte Maschine bei weitem übertrifft. Der in der Fachwelt bekannte Molekularbiologe Michael Denton schrieb einmal über die Genialität einer solch "einfachen" Zelle folgendes: "Die Molekularbiologie hat gezeigt, daß selbst die einfachsten lebenden Systeme auf der Erde, die Bakterienzellen, überaus komplex aufgebaut sind. Obwohl die winzigsten Bakterienzellen unglaublich klein sind, ... ist jede Zelle eine echte Mikrominiaturfabrik mit Tausenden brillant entworfenen Teilsystemen einer komplizierten Molekularmaschinerie, die insgesamt aus hundert Milliarden Atomen besteht, an Kompliziertheit jede von Menschen gefertigte Maschine in den Schatten stellt und in der unbelebten Welt ohne Parallele ist" (Michael Denton, "Evolution: A Theory in Crisis", Seite 250).

Oder denken wir einmal an die Eigenschaften und Fähigkeiten, die uns als Menschen auszeichnen, wie z.B. Liebe, Selbstlosigkeit, unsere Selbstwahrnehmung, Sprache und Intelligenz, Liebe zu Schönheit und Kunst, sowie die tief in uns verwurzelte Religiosität. Wie sollte all das einer mehr oder weniger richtungslosen und zufälligen Entwicklung zuzuschreiben sein? In dem Buch Life Ascending, wird zugegeben: „Wenn wir uns fragen, wie ein Prozeß, der einem Glücksspiel ähnelt und die Verlierer hart bestraft, Wesensmerkmale erzeugt haben soll wie Liebe, Schönheit und Wahrhaftigkeit, Mitleid, Freiheit und vor allem den umfassenden menschlichen Geist, dann stehen wir vor einem Rätsel. Je mehr wir über unsere spirituellen Möglichkeiten nachdenken, desto erstaunter sind wir". Das ist wohl wahr!

Wenn wir also davon ausgehen, dass es einen Gott gibt, dann sollte er uns mit Sicherheit sagen können, warum wir hier sind. Dieser Gott, der Himmel und Erde hervorgebracht hat, hat sich in einem einzigartigen Buch geoffenbart, der Bibel, worin er uns auch den Sinn unseres Lebens erklärt.

Wenn man ganz an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückkehrt, fällt auf, dass Gott schon ganz zu Beginn Kontakt zum Menschen aufgenommen hat. Nachdem er ihn z.B. in den Garten Eden gesetzt hatte, gab er ihm Anweisungen hinsichtlich Bebauung und Pflege des Gartens sowie seines Umgangs mit den Tieren. Auch hatten die beiden ersten Menschen die Möglichkeit der direkten Kommunikation mit Gott. So lange sie ein ungetrübtes Verhältnis zu ihrem Schöpfer hatten, waren sie glücklich und zufrieden. Doch das sollte nicht lange so bleiben.

Schon sehr früh entschieden sich die Menschen für ein Leben unabhängig von Gott. Sie lehnten es ab, sich von Gott etwas sagen zu lassen; stattdessen wollten sie viel lieber selbst entscheiden, was für sie gut oder böse, richtig oder falsch ist (siehe 1. Mose 3:1-5). Sie dachten, ein Leben ohne Gott würde sie glücklicher machen. Was ihnen zunächst sehr verlockend vorkam, stellte sich im Nachhinein als ein großer Irrtum heraus. Und liegt nicht genau hier das Problem, wenn es um die Frage nach dem Sinn des Lebens geht? Ist nicht ein Leben ohne Gott ziemlich richtungs- und sinnlos? Natürlich kann man in der Familie oder einer beruflichen Karriere Sinn und Erfüllung suchen. Doch fehlt dann nicht noch immer ein sehr wichtiges Element im Leben? Viele haben jedenfalls dieses Empfinden.

Was empfiehlt denn die Bibel? Was lässt sie über den Sinn des Lebens erkennen? Sie empfiehlt uns z.B.: "Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist " (Jesaja 55:6, Einheitsübersetzung). Und an anderer Stelle heißt es: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Gott wünscht sich also, dass wir ein enges Verhältnis zu ihm aufbauen. Wünschen wir uns das auch? Wird unser Leben glücklicher und erfüllter, wenn Gott in unserem Leben eine Rolle spielt? Jesus Christus war jedenfalls davon überzeugt, denn er sagte in der berühmten Bergpredigt einmal: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind" (Matthäus 5:3). Was meinte er mit '"geistigen Bedürfnissen"? Eigentlich sind wir damit wieder an der Ausgangsfrage: Wir Menschen sind mit dem Bedürfnis erschaffen worden, den Sinn unseres Lebens zu verstehen, und diesen kann uns nur Gott beantworten. So kann man viel besser verstehen, was Jesus meinte, als er an anderer Stelle sagte: "Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben. Er lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt" (Matthäus 4:4, Neues Leben.Die Bibel).

Zum Schluss möchte ich noch einen wichtigen Punkt nennen: Auch wenn man ein Leben mit Gott führt, wird man immer noch alt, krank und stirbt eines Tages. Auch ist man als Gottes Diener nicht von schlimmen Schicksalsschlägen, wie z.B. Naturkatastrophen, Terroranschlägen u.ä. verschont. Daher hat Gott ein weitaus besseres Leben für uns vorgesehen, das frei von Bedrückung und Elend ist. In dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird das künftige Leben, das diejenigen, die Gott lieben, erwartet, wie folgt beschrieben: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Kurz gesagt, die Bibel verheißt ein Leben in einem künftigen wunderschönen Paradies auf der Erde, in dem jeder ein sinnvolles und glückliches Leben führen wird. Dann werden die Worte in Erfüllung gehen, die vor langer Zeit in einem Lied geäußert wurden: " Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11). Nach einem solchen Leben zu streben, und dabei eine enge Verbindung zu Gott aufrechtzuerhalten, das ist der wirkliche Sinn des Lebens!

LG Philipp

Hallo lusieweber14,

die Ziele der Zeugen definieren sich durch das, was die Bibel über das Christentum sagt. Ich möchte hier jedoch keinen umfangreichen Katalog anführen, sondern einige grundsätzliche Dinge aus der Bibel anführen, die einen Christen kennzeichnen sollten.

In der Bibel besteht für einen Christen kein umfangreiches Regelwerk. Dennoch gibt es einige Anweisungen und Grundsätze, an die er sich halten muss und die keine Kompromisse zulassen. Dazu zählt u.a. das, was die Bibel zum Thema Sex und Moral sagt. Nicht alles, was heutzutage als "normal" gilt, ist auch in den Augen Gottes gut und erlaubt. Die Grundsätze und Richtlinien der Bibel auf diesem Gebiet sind für einen Christen bindend, auch wenn er sich dadurch dem Vorwurf aussetzt, "weltfremd" zu sein. Die Praxis zeigt jedoch immer wieder, dass es zu einem weitaus glücklicheren Leben führt, nach den hohen moralischen Standard der Bibel zu leben.

Ein anderes Gebiet, bei dem sich die Geister scheiden, ist die Verkündigung des Evangeliums. Viele glauben, dafür seien lediglich ausgebildete "Fachleute" zuständig. Jesus unterteilte seine Nachfolger jedoch niemals in Geistliche und Laien. Somit gilt für alle seine Jünger die Anweisung: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20). Ein Christ, der seinen Glauben wirklich ernst nimmt, sollte also dafür bekannt sein, mit anderen über Gottes Wort zu sprechen und ihnen die Botschaft der Bibel zu vermitteln. Tut er das nicht, so erfüllt er eines für einen Christen wichtigsten Merkmale nicht.

Es gibt natürlich vieles Weiteres, das zum Leben eines Christen gehört, wie z.B. Gott und seinen Nächsten zu lieben, anderen Gutes zu tun, friedliebend zu sein, nicht zu lügen oder zu stehlen etc. Die von mir genannten Punkte gehören jedoch für viele zu den schwersten und werden daher oft als "zu streng" abgelehnt. Nach der Bibel gibt es jedoch kein "Christentum a la carte", bei dem ich mir nur das herausnehme, was mir persönlich genehm ist. Jesus Christus sagte einmal über den Weg eines Christen: "Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24). Jesus zeigt also, dass mit dem Leben eines Christen gewisse Härten (der sinnbildliche "Marterpfahl") verbunden wären. Jesus "beständig" zu folgen schließt Vieles mit ein. Ein Christ muss sich vor allem an Jesu Beispiel orientieren und diesem so weit wie möglich nacheifern.

Bevor sich daher jemand entschließt, den Weg echten Christentums zu gehen, sollte er das machen, was Jesus einmal wie folgt gleichnishaft beschrieb, als er sagte:"Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten   und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen" (Lukas 14:28-30). Dazu, "die Kosten zu berechnen" gehört es eben auch, sich zu fragen: "Bin ich bereit, alles zu halten, was Jesus Christus geboten hat oder ist mir einiges davon zu schwer?" Wer verstanden hat, was wahres Christentum alles einschließt, ist auch dazu bereit die Worte zu bedenken, die Jesus in dem vorangehenden Vers sagte: "Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein" (Lukas 14:27). Dieser "Marterpfahl" schließt auch gewisse Härten ein, die der christliche Lebensweg u.U. mit sich bringen mag. Dennoch ist er der beste Lebensweg und der einzige, der zu wahrem und dauerhaftem Glück führt!

Das, was ich hier dargestellt habe, zeigt nur ausschnitthaft, was Christentum alles einschließt. Wichtig ist aber vor allem, dass man sich in allem, was man tut, von Gott und seinem Wort, der Bibel, leiten lässt. Und genau das versuchen Jehovas Zeugen täglich zu tun.

LG Philipp

die Ziele der Zeugen definieren sich durch das, was die Bibel über das Christentum sagt

Aha, dann sind die Ziele der restlichen Christen wohl nicht definiert durch das was die Bibel über das Christentum sagt?

Ich versichere dir, alle diese Religionen behaupten genau das Gleiche was du behauptest. Nur alle legen sie die Bibel unterschiedlich aus, blähen einige Lehren besonders auf (z.B. die Adventisten - dass man den Sabbat halten müsse; bei den ZJ "Grundsätze und Richtlinien der Bibel", "Gottes Maßstäbe"), andere Lehren dagegen lassen sie fallen (wie die Rettung allein aus Glauben, oder "alle Dinge sind mir erlaubt").

Nicht alles, was heutzutage als "normal" gilt, ist auch in den Augen Gottes gut und erlaubt. Die Grundsätze und Richtlinien der Bibel auf diesem Gebiet sind für einen Christen bindend, auch wenn er sich dadurch dem Vorwurf aussetzt, "weltfremd" zu sein.

Die Frage ist ob das was die Bibel sagt oder scheinbar dazu sagt, für einen normalen Menschen machbar ist. Ja, und zwar dann wenn

a) der Mensch asexuell ist

b) der Mensch krank oder impotent ist

c) der Mensch hochspirituell ist (oder transformiert oder was auch immer)

Für einen Durchschnittschristen der gerade erst am Anfang seiner Bekehrung steht und noch viele Veränderungen durchmachen muss, können seine sexuellen Triebe zufällig schon am Anfang transformiert werden oder erst ganz am Ende. Das bestimmt Gott.

Die Praxis zeigt jedoch immer wieder, dass es zu einem weitaus glücklicheren Leben führt, nach den hohen moralischen Standard der Bibel zu leben.

Natürlich! Kindesmissbrauch bei den ZJ, Kindesmisshandlungen, Vergewaltigungen, usw.! Und wer solche Fälle der Polizei anzeigt oder vor Gericht oder vor der Presse aussagt, ist bei den ZJ untendurch! Und warum das alles? Weil viele ZJ sexuell verklemmt sind bei der sexuell repressiven Erziehung. Das muss doch irgendwann sich einmal entladen!

https://heise.de/tp/features/Gefaehrliche-Doktorspiele-3445509.html

http://violence.de/prescott/bulletin/article-d.html

Viele glauben, dafür seien lediglich ausgebildete "Fachleute" zuständig.

Mir wäre lieber, wenn "Fachleute" geschickt werden die sich im Glauben auskennen, als wenn z.B. Kinder oder Jugendliche dazu ausgenutzt werden, welche oft peinliche Situationen ausgesetzt werden, dessen wertvolle Jugendzeit gestohlen wird. Außerdem gibt es unter ZJ auch eine ganze Reihe von unprofessionellen, sehr naiven und auch - nett ausgedrückt - "einfach gestrickten" Leuten, welche auf die Menschheit losgelassen werden und häufig peinliche Dinge von sich geben. Wären sie direkt von Jesus Christus geschickt worden hätten sie auch Gottes Geist und könnten gar nicht peinlich sein. Entweder Jesus hat es wohl nicht nötig direkt zu den einzelnen Menschen zu sprechen, oder er hat ihnen niemals einen Auftrag gegeben. Meines Wissens hat Jesus nur seine direkten Jünger beauftragt, später kam auch noch Paulus dazu. Es gibt in der Bibel keinen klaren Hinweis, dass alle predigten. Vielmehr hatte jeder andere Fähigkeiten - der eine als Apostel, der eine als Prophet, der eine als Evangeliumsverkündiger, der eine als Hirte, und der eine als Lehrer - jeder auf seine Art (Eph. 4:11 - siehe auch http://dobravest.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=187:der-biblische-fuenffache-dienst&catid=52:deutsch). Oder auch ein eher stiller Christ, der bei Gelegenheit redet.

Ein Christ, der seinen Glauben wirklich ernst nimmt, sollte also dafür bekannt sein, mit anderen über Gottes Wort zu sprechen und ihnen die Botschaft der Bibel zu vermitteln.

Dafür muss er aber erst einmal wissen was er glaubt und warum er es glaubt. Aber das wissen ZJ ja meist selber nicht. Wenn ein einfach gestrickter ZJ an einen nicht gerade einfach gestrickten Menschen gerät, der ihm kritische Fragen stellt, zieht sich der ZJ zurück oder wird ungemütlich oder persönlich ("ein Abtrünniger!!"). Nun spreche ich zu dir über Gottes Wort:

"Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden" (Apg.16:31)

Ist das nicht eine wunderbar einfache Botschaft?

Es gibt natürlich vieles Weiteres, das zum Leben eines Christen gehört, wie z.B. Gott und seinen Nächsten zu lieben, anderen Gutes zu tun, friedliebend zu sein, nicht zu lügen oder zu stehlen etc. Die von mir genannten Punkte gehören jedoch für viele zu den schwersten und werden daher oft als "zu streng" abgelehnt.

Ey Halloo?? Die grundlegendsten selbstverständlichsten Dinge werden als "zu streng" abgelehnt? Das lehren fast alle Religionen!

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Ich kenne mich da nicht wirklich aus, aber meine Freundin ist Zeugin Jehovas und sie meint, dass sie die einzig wahre "Wahrheit" gefunden hat und ihr persönliches Ziel ist es mal Dienerin zu werden, sprich die Leute, die irgendwo mit Broschüren stehen oder an Türen klingeln, um den anderen Menschen die "Wahrheit zu überbringen". Und Zeugen wollen bzw leben genau so wie es in der Bibel steht (also z.B. rauchen sie nicht, haben keinen Geschlechtsverkehr und keine Kinder vor der Ehe usw)

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