Was passiert wenn es einen Kurzschluss gibt?

6 Antworten

Ein Kurzschluss ist eine nahezu widerstandslose Verbindung zwischen zwei Gegenständen, zum Beispiel Stromleitungen, die unterschiedliches Potential (Spannung) haben. In einer Steckdose hast du drei Adern aus Kupfer, ums mal einfach zu sagen das sind kleine Käbelchen. Eines geht an den linken Anschluss, eines an den rechten Anschluss (die zwei "Löcher") und eines an die Bügel oben und unten an der Steckdose (Schutzkontakt).

Eines der zwei das an den Kontakten angeschlossenen Käbelchen führt eine Spannung von 230V wenn man mit einem Meßgerät die Spannung gegen die zwei anderen messen würde, das ist die sogenannte Phase. Wenn man nun die Anschlüsse mit einem Kabel verbinden würde, dann wäre das ein Kurzschluss. Der Stromfluss steigt kurzzeitig erstmal massiv an, das können gut und gerne mal 100 oder mehr Ampere sein, die Spannung fällt dementsprechend ab. Bei einem Kurzschluss wäre das nahezu auf 0V, wird aber in der Praxis wohl nicht erreicht, denn die Leitung zwischen Sicherung und Steckdose hat auch einen gewissen Widerstand, je länger die Leitung ist desto höher ist auch der Widerstand.

Da durch den hohen Stromfluss die Leitung natürlich erwärmt wird dürfte klar sein, und damit da nichts schmort in der Wand sind Stromkreise entsprechend abzusichern. In der Regel mit sogenannten Leitungsschutzschaltern, umgangssprachlich Sicherungsautomat genannt. Der verfügt u.a. über einen Magnetschalter der bei einem so rapide ansteigenden Strom den Stromfluss unterbricht, bei welchem Wert kommt auf den Typ an, es gibt verschiedene Charakteristiken bei den Dingern, am gängigsten in normalen Haushalten sind die Charakteristik B (seit 1990) die beim 3 bis 5 fachen des Nennstromes auslöst, davon war L(icht) gängig, ebenfalls 3-5, und davor H(aushalt) die beim 2 bis 3 fachen des Nennstromes auslösen. Letztere wurden aber nur bis 1977 hergestellt.

Ich hoffe das war so halbwegs verständlich, mit noch ein paar Zusatzinfos...

Wenn Du zwei Pole direkt verbindest ohne einen nennenswerten Widerstand dazwischen.

Das führt dazu, dass sehr viel Strom fließt. Viel Strom heißt viel Leistung, das heißt, wenn kein Verbraucher da ist, heißt das, dass viel Strom in Wärme umgesetzt wird.

Wenn man keine Sicherung hätte, würde das dazu führen, dass der Draht in der Wand anfangen würde zu glühen und zu brennen. Daher gibt es eine Sicherung. Die löst aus, wenn mehr Strom fließt als für Deine Verkabelung im Haus gesund ist.

Danke für deine Antwort :)

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wie der Name schon sagt Kurzschluss ist ein Agronym aus Kurz und schluss..

mit Kurz ist hier gemeint, dass sich der Strom eine Abkürzung sucht. z.B. wenn ein Kabel beschädigt ist. dann fließst der Strom eben auf kurzem Weg, anstatt den "langen" weg durch das angeschlossene gerät zu nehmen.

mit schluss ist halt eben die verbindung gemeint.... das gerät ist anGESCHLOSSEN oder der Stromkreis ist GESCHLOSSEN

Normalerweise sind unsere geräte für eine bestimmte Spannung ausgelegt. d.h. der Widerstand ist so angesetzt, dass eben nur eine bestimmte menge strom fließen kann.

bei einem Kurzschluss rauscht der Strom quasi ungebremst durch die Leitung...

um zu vermeiden, dass durch den vielen strom der fließt die Leitung schmilzt gibts die Sicherung. das ist eine Sollbruchstelle im Stromkreis. sie brennt also durch, bevor es das kabel tut.

lg, Anna

Mit Kurzschluss bezeichnen wir die praktisch widerstandslose Verbindung zweier elektrischer Leiter mit gegensätzlichen Potentialen. Das führt zu einer extrem hohen Stromstärke, gelegentlich zu Beschädigung von Leitern durch Hitze, in aller Regel zum Auslösen der Leiterschutz-Sicherung.

Wenn ein Stromkreislauf keinen Verbraucher hat fließt der Strom sehr sehr schnell und die Batterie (oder allgemeiner die Stromquelle) entlädt sich demnach auch extrem schnell; Das nennt man einen Kurzschluss.

Wenn Du Pech hast, fliegt Dir die Batterie um die Ohren. Eine Autobatterie kurzzuschließen kann dazu führen, dass es eine Explosion gibt, die Dir die Trommelfelle zerfetzen kann.

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