Was passiert in Warschau, Polen, Bauboom (Investitionen)?

7 Antworten

Zuerst ein Lob! Das ist ja wirklich nett, was du schreibst über Polen. So ein wohlwollendes deutsches Statement zu Polen begegnet mir eher selten. Leider!

Dein Text beinhaltet meines Erachtens mehrere Fragen.

1.Frage: Grundsätzlich was passiert in Polen, da geht es ja aufwärts sogar ein richtiger Bauboom ist zu sehen.Richtig erkannt! Polens Wirtschaft wächst stetig. Sogar in der Finanzwirtschaftskrise als in der gesamten EU Rezession herrschte, ( Deutschland 2009 6,9 Prozent )hatte Polen ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent . Der Bauboom ist eben ein logisches Symptom der positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Das Schaften die Polen mit bescheidenen EU-Beihilfen, im Vergleich zu den 1,2 Billionen Euro für Ostdeutschland.

Die Polen scheinen doch einiges richtig gemachten zu haben, wie der Erfolg das demonstriert. Jedoch muss festgestellt werden, dass die Polen noch immer nicht den Lebensstandart des EU-Westdurschnitts haben. Nur ein Teil der Gesellschaft profitiert vom Wirtschaftsaufschwung. Das hatte auch die Vorgängerregierung der PiS-Regierung, mit ihrer arroganten Kälte den „kleinen Leuten“ gegenüber, zu verantworten. Die PiS wurde auch durch das Versprechen gewählt, die „kleinen Leute am Erfolg mehr teil haben zu lassen. Was sie auch tut.

2.Frage: Warum die Rekonstruktion der Hauptstadt?

Sorry! Da sollte ich dich nicht schonen, sollst eine authentische, ungeschönte Antwort bekommen. Die Polen wollten mit der Rekonstruktion ihrer Hauptstadt aller Welt, aber vor allem den Deutschen demonstrieren, sie haben es nicht geschafft. Die Deutschen haben uns nicht gebrochen. Sie haben Warschau zerstört, wir bauen es wieder auf, Stein für Stein.

Sie haben versucht uns zu vernichten, haben uns unvorstellbares angetan, unser Land fast völlig zerstört. Wir geben niemals auf! Zusätzlich haben die Polen auch die früher mehrheitlich von den deutschen bewohnten Gebiete recht originalgetreu aufgebaut um den Deutschen zu zeigen, dass sie diese Städte nicht verdient haben, als Legitimation für den erlangten Besitz. Nach dem Motto: An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen.

Die letzte Frage ist die Frage nach den Polenbild, dass in den deutschen Standartmedien vermittelt wird. Dazu muss man feststellen, dass es sehr wohl Berichte gibt über die polnischen Erfolge. Die sind jedoch fast immer so gestrickt, dass dieser Erfolg der EU-Mitgliedschaft geschuldet ist, also eigentlich unverdient oder gar, dass Polen einfach Glück hatte. Das die Polen fleißige Leute sind, die noch dazu fähig sein könnten, wird eher selten vermittelt. Außerdem wird oft betont, dass Polen noch immer schwach und klein und unbedeutend im Vergleich zu Deutschland ist. Tenor, Polen verdankt alles der EU, da Deutschland das wichtigste Land ist, verdankt Polen im Endeffekt alles Deutschland. Dazu kommt natürlich die Schelte der derzeitigen polnischen Regierung, die eventuelle, seltene positive Standartmedienberichte über Polen, völlig überdecken und relativieren. Im allgemeinen werden polnische Erfolge in Deutschland klein geredet oder gleich verschwiegen begleitet von Hohn, Spott und Arroganz.

Die Situation ist beschrieben, nur warum ist die Situation so, wie sie ist. Warum reagieren deutsche Journalisten meistens so überzogen auf Polen. Diese Tendenz zum überzogenen Alarmismus, diese Tendenz zur übertriebenen Kritik, diese Tendenz zum Negativen hin. Dazu muss am feststellen, das es eben deutsch Journalisten sind. Eben Deutsch mit der für Deutsche üblichen Einstellung zu Polen. Also müsste die Frage lauten, warum dies übliche Einstellung der Deutschen zu Polen?

Die Antwort ist Komplexe. Komplexe? Die Deutschen? Wie beurteilt man denn Personen die sich selbst erhöhen auf Kosten anderer? Man bezeichnet sie, als Menschen mit Komplexen, die sie an anderen abarbeiten. Polen sind eigentlich die einzigen, die Deutschland über längere Zeit beherrscht hat, einen kleinen Teil etwas über 100 Jahre, aber immer hin und an den Polen arbeiten die Deutschen ihre Komplexe eben ab. Sich selbst erhöhen und die Polen erniedrigen ist Standard. Die deutschen Kolonien wird einer einwerfen? Ein paar Jahrzehnte. Diese Kolonien waren ein Treppenwitz der Geschichte, ein schlechter. Die Briten haben es geschafft. Das Imperium schlecht hin. Neid drauf! Das stand eigentlich uns tollen Deutschen zu! Am deutschen Wesen soll doch die Welt genesen. Sogar die Franzosen waren erfolgreich und Spanien, das kleine Portugal. Wenn der Durchschnittsdeutsche über die Jahrhunderte auf die Weltkarte schaute, da hat sogar der Pole ein größeres Staatsgebiet und die Deutschen völlig verzagt 1000 Jahre im Bürgerkrieg um die Kaiserkrone eines Kaiserreiches das keins war. Wie die Köter um den Knochen, so um die Kaiserkrone sich gebalgt. Großspuriger geht es nicht. Heiliges Römisches Reich. Im innersten diese Ahnung vieler Deutschen, sie sind der Witz Europas. Noch 1866 bei Königgrätz machten sie Bürgerkrieg, im sog. Deutschen Krieg. 1000 Jahre Bürgerkrieg eben. Dieser Komplex wird tradiert. Schon der Uropa wusste was von der poln. Wirtschaft zu halten ist. Der Komplex wird, wie schon erwähnt, kompensieren durch eigene Erhöhung, Wirtschaftswunder, DM, Deutsche Autos, in allem Weltmeister und durch Erniedrigung der Polen, auch durch Polenwitze. Wie kann man einen mehr erniedrigen als seine Frauen Prostituierte nennen und ihn Verbrecher. Solche Witze sind wie ein Plebiszit. Man gibt weiter, dem man zustimmt. Außerdem gibt es in Deutschland die unterbewusst Tendenz die Taten ihrer Väter und Großväter so zu rechtfertigen, die haben es doch nicht besser verdient diese verkommenen Verbrecher und ihre Prostituierte. Das färbt natürlich auf den Journalismus im Lande ab. Dies Antwort ist das Ergebnis meiner Beobachtungen und Erfahrungen mit Deutschen in Deutschland.

Mir ist klar, dass du an diesen oben beschriebenen Komplexen nicht Leidest, und sie auch nicht mit sich selbst erhöhen und die Polen erniedrigen versuchst zu kompensieren. Das kann man ja von dem Fragetext ableiten, du bist jedoch die Ausnahme von der Regel. Leider!

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Die Polen sind so, die Deutschen sind so. Das ist der blanke Rassismus.

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@lesterb42

Das ist kein Argument. Ich würde dein Statement Pöbeln gleichsetzen. Im Übrigen weder Polen noch Deutsche sind eine Rasse, ich erspare dir die verdiente Spitze Richtung Arier und den Deutschen. Ich beschreibe Tendenzen in Deutschland, ich schreibe von dem Durchschnittsdeutschen. Das Verhalten vieler Deutscher bezüglich der Polen und das sind Tatsachen. Kannst ja mal die Texte bezüglich Polen im Netz, auch in diesem Forum, zu rate ziehen.

Aber du bist bestimmt eine Ausnahme und reagierst empört über Polenwitze wie über Juden. Tja Polenwitze sind politisch korrekt. Hab ein Witz über Polnische Frauen gehört im TV. Tenor. Polnische Frauen sind Prostituierte. Keiner ist empört aufgestanden, alle haben gelacht. Für Polenwitze bekommt man den Grimmepreis, wie Harald Schmidt. Der hat Polen als Verbrecher dargestellt. Im übrigen wir diese Kommentar gelöscht, weil ich das Wort Judenwitze geschrieben habe.

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@Niconasbeznas

Ich kann fast über jeden Witz lachen. Das ist aber offensichlich nicht das, was dich interessiert. Wie sagt der Kölner: Jeder Jeck ist anders. Das dürfte auch für Polen und Deutsche zutreffen. Die sind nicht alle gleich. Es gibt da eine breite Meinungsvielfalt und die unterschiedlichsten Lebensformen und -einstellungen. Alles in bester Ordnung.

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@lesterb42

Du schreibst: " Es gibt da eine breite Meinungsvielfalt und die unterschiedlichsten Lebensformen und -einstellungen."

Polenverachtung ist weit verbreitet. Die oben beschriebene Komplexe sind weit verbreitet bei den Deutschen.  An den Polen arbeiten die Deutschen ihre Komplexe eben ab. Sich selbst erhöhen und die Polen erniedrigen ist Standard.

Ein Beispiel gefälligst?

Wie kann man einen mehr erniedrigen als seine Frauen Prostituierte nennen und ihn Verbrecher. Solche Witze sind wie ein Plebiszit. Man gibt weiter, dem man zustimmt.

Alles in bester Ordnung? Das ist blanke Realitätsverweigerung!

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Niconasbeznas, du berichtest sehr voreingenommen von dem Verhältnis zwischen Polen und Deutschland. Das finde ich sehr schade.

Meine ehrliche Meinung zu deinem Anti-deutschen Text: na und? Das einzige, was du Deutschland wirklich vorwerfen kannst, ist seine Arroganz. Das betrifft aber nicht nur Polen, sondern alle anderen Länder der Welt. Keine Nation hat es geschafft sein eigenes Land in Schutt und Asche zu verwandeln und nicht einmal ein Jahrhundert später als die mit Abstand größte Wirtschaftsmacht des Kontinents hervorzuragen. Dein Deutschland-bashing interessiert die Deutschen nicht, denn was du alles an schlechten Seiten aufzähls, stammt aus dem Mittelalter. So weit muss Deutschland nicht zurück blicken. Was die Geschichte angeht, ist Deutschland unangreifbar geworden. Denn als Land, das die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen hat, steht es erhobenen Hauptes dazu und bittet um Verzeiung. Nicht so wie beispielsweise die Türkei, die von den Armeniern nichts wissen möchte. Und Arroganz ist menschlich... siehe die muslimischen Flüchtlinge. Die polnische Regierung hetzt gegen sie, anstatt zu helfen und trotzdem nennen sie sich Christen. Überall im Christentum wird Mitgefühl geleert, aber das dies auch Arbeit bedeutet, dass ignorieren viele Polen.

Und bevor du dir in deiner Schwarz-Weißen Gedankenwelt eine Reaktion auf meinen Text überlegst, meine beste Freundin ist Polin, ich lerne gerade Polnisch und ich werde diesen Sommer dieses wunder schöne Land in meinem Urlaub besuchen.

Ich denke über den aktuellen Konflikt, dass die Politiker beider Länder nicht aufhören sollten, mit einander zu reden. Polen ist ein wichtiges Mitglied Europas und das wird es immer bleiben.

Und jetzt mal ehrlich.... du versuchst Deutschland klein zu reden, nur weil es knapp 1000 Jahre gebraucht hat um sich zu vereinen? Das ist kindisch -_- Man könnte dieses Argument auch umdrehen, wenn Polen damals so großartig war, warum wurde es dann in nur 2 Wochen erobert? Aber das wäre genau so kindisch -_- und sinnlos, weil es zu nichts führt, jemanden anders schlecht zu reden. Es ist eher ein zeichen davon, dass man keine Argumente mehr hat.

Do widzenia

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@Kefflon

Du hast den Text nicht verstanden, versuchst mit absurden Argumenten zu kritisieren, was du nicht verstanden hast. Ich habe die deutschen Komplexe beschrieben und wie diese sich auf das Verhalten zu Polen auswirken. Der nützlich Pole um sich selbst zu erheben, weiter s.o.

Dass du den Text nicht verstanden hast und die Absurdität deiner Kritik belegen folgende Zitate. Bei fast allen Zitate stellt sich die Frage, was hat das mit meinem Text zu tun?

Du schreibst: „Denn als Land, das die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen hat, steht es erhobenen Hauptes dazu und bittet um Verzeihung.“

Ja, so bittet man um Verzeihung erhobenen Hauptes. Genau! Logisch! Mit Polenwitzen in denen Polen als Verbrecher dargestellt werden, Polinnen als Prostituierte und das im TV. Ja da wissen die Polen, die Deutschen bitten um Verzeihung. Wenn ihr tatsächlich um Verzeihung bitten würdet, dafür kann sich kein Opa in Polen ein neues Kniegelenk kaufen. Reparationen zahlen, dann um Verzeihung bitten, wäre mein vorschlage.

Du schreibst: „Was die Geschichte angeht, ist Deutschland unangreifbar geworden.“ Diese unglaubliche unverschämte Arroganz. Da fehlen mir wirklich die Worte und das ist selten. Ach doch! Was du fährst nach Polen? Erzähl das mal einem Polen.

Du schreibst: „Und dann das: Nicht so wie beispielsweise die Türkei, die von den Armeniern nichts wissen möchte.“

Ja genau, wie oft in Deutschland mit dem Finger auf andere zeigen, um die Schuld Deutschlands zu relativieren.

Du schreibst: „...denn was du alles an schlechten Seiten aufzählst, stammt aus dem Mittelalter.“

Ja Witze über Auto klauende Polen stammen aus dem Mittelalter, genau!

Du schreibst: „du versuchst Deutschland klein zu reden, nur weil es knapp 1000 Jahre gebraucht hat um sich zu vereinen? Das ist kindisch -_- Man könnte dieses Argument auch umdrehen, wenn Polen damals so großartig war, warum wurde es dann in nur 2 Wochen erobert?“

Ich habe das erwähnt, um den deutschen Minderwertigkeitskomplex zu Beschreiben, nicht um Deutschland klein zu reden, s.o.

Polen wurde im übrigen schnell besiegt, weil Polen sich auf seine Verbündeten verlassen hat. Deutschland war auf Pump hoch gerüstet, dadurch pleite. Polen war nicht hoch gerüstet und nicht pleite. Aber danke für die Vorlage, bist stolz auf die Leistungen der Naziwehrmacht, bist wirklich nicht allein in Deutschland mit diesem Stolz. Fehlt noch auf die rückständigen Polen mit ihrer Kavallerie gegen die deutschen Superpanzer.

Die bösen Polen wollen keine Flüchtlinge, was hat das mit dem Thema zu tun? Aber OK. Das Flüchtlingsthema werde ich mal gesondert Abhandeln.

Du schreibst:“Und Arroganz ist menschlich... siehe die muslimischen Flüchtlinge. Die polnische Regierung hetzt gegen sie, anstatt zu helfen und trotzdem nennen sie sich Christen. Überall im Christentum wird Mitgefühl geleert, aber das dies auch Arbeit bedeutet, dass ignorieren viele Polen.“

Du plapperst einfach das nach, was dir die deutschen Medien präsentieren und was dein Weltbild bestärkt, vom moralisch, überlegenen Deutschland. Das ist nichts Neues. Ihr seit jedem überlegen.

Übrigens sind unter ihnen Terroristen. Durch deutsche Schlamperei ist schon ein Pole ermordet worden, der arme Fahrer und seine Familie. Es sind durch deutsche Schuld schon genug Polen gestorben. Es sollen keine weiteren folgen. Wir haben genug Probleme, wir müssen sie nicht noch importieren, weil sich die Deutschen als Gutmenschen produzieren wollen. Als Polen Tschetschenen aufgenommen hat, im Tschetschenienkrieg, weil diese ungefährlich waren, da haben die Deutschen auch nicht gewollt. Keinen einzigen Tschetschenen. Im Übrigen wollen die neuen nach Deutschland, wo ihre Glaubensbrüder zu Millionen leben und sie sich ihre Moschee in der Stadt nach Gusto aussuchen können. Soll man sie gegen ihren Willen zwingen nach Polen? In Lager mit Stacheldraht. Polen hat auch über 1,5 Mio Ukrainer aufgenommen. Warum dürfen die nicht nach Deutschland?

Am 06.09.2013 aus MainPost Regional: Drei Familien aus Tschetschenien, die seit 20. Juni im Ort leben, sollen abgeschoben werden, nach Polen, von wo aus sie Ende Mai nach Deutschland eingereist waren. Klar! Verstanden?

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Erst mal vielen Dank für diese Antwort.Auch wenn ich mit vielen Punkten meine Probleme habe, zeigt mir deine Antwort doch einen tiefsitzenden Schmerz, den ich so nicht erwartet hätte.

Kurz ein paar Fakten zu Richtigstellung:

Polen bekommt aus dem EU-Pott das meiste Geld aller EU-Länder heraus.Ich kenne auch die Zahlen für Ostdeutschland, aber man muss es im Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen sehen.Polen bekommt jährlich ungefähr 10 Milliarden mehr aus dem Topf als man eingezahlt hat.Deutschland macht im Schnitt 10 Milliarden Minus pro Jahr.Schlussendlich sind es aber nur Zahlen.Wenn jemand von dem polnischen Aufschwung profitiert, dann ist es ,neben Polen, Deutschland.

Das Problem mit den Vorurteilen über Polen kann ich irgendwie verstehen.

Auch wir Deutsche zucken zusammen, wenn englische Fans von Bombern über Dresden bei Fußballspielen singen, man Merkel mit Naziarmband auf europäischen Titelseiten sieht und der Begriff Nazi fast schon zum Synonym für "Deutscher" in internationalen Blättern wird.Solche regelmäßigen Begegnungen mit der eigenen Geschichte helfen nicht wirklich bei der deutschen Identitätskrise.Warum werde ich als Nazi abgetan? Meine Großväter waren in keiner Kriegshandlung verwickelt und den einzigen persönlichen Bezug, den ich zum 2.Weltkrieg habe, ist meine Oma, die mit 4 Jahren aus Breslau fliehen musste und selbst jetzt noch nicht über ihre Erlebnisse sprechen kann.Die deutsche Identitätskrise wird natürlich noch mal durch den innerpolitischen Konflikt zwischen Ost-und West-Deutschland verstärkt.In den letzten Woche gab es sogar Vorschläge über Schüleraustauschprogramme zwischen Ost und West, weil die Vorurteile immer noch so stark in den Köpfen verankert sind.


Warum Polen immer noch so einen schlechten Ruf in den deutschen Köpfen hat, ist für mich persönlich schwer zu verstehen.

Für das Bild, das Teilweise in Deutschland und Europa über Polen herrscht, würde ich aber eher sowjetischer Propaganda eine Teilschuld geben.In gewisser Weise sind grobe Vorurteile gegenüber den Polen immer noch sozial akzeptiert.Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und USA.Würde man diese Vorurteile über Juden hören, wäre der Aufschrei groß. Es ist aber mehr eine Generationsfrage, welche auf dem Weg ist auszusterben.

Polenwitze sind bei den jungen Generationen schon nicht mehr wirklich angesagt.Viele würden sie vermutlich nicht mal verstehen, einfach weil sie keinen Sinn mehr in der heutigen Zeit ergeben.In Zeiten von offenen Grenzen und einer starken polnischen Wirtschaft würde ein Witz über polnische Billigarbeiter oder Autodiebe ganz einfach für mehr Fragen als Lacher sorgen.


Leider sehe ich aber deine Aussagen/Ansichten als klares Anzeichen, dass die EU früher oder später zum Scheitern verurteilt ist.Vielleicht sollte man wirklich mal über Austauschprogramme zwischen polnischen und deutschen Schulen nachdenken.Der deutsch-französischen Hassliebe hat es nachträglich geholfen.

Cheerio!

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@Zetosho

Du Schreibst: „Polen bekommt aus dem EU-Pott das meiste Geld aller EU-Länder heraus. Ich kenne auch die Zahlen für Ostdeutschland, aber man muss es im Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen sehen. Polen bekommt jährlich ungefähr 10 Milliarden mehr aus dem Topf als man eingezahlt hat. Deutschland macht im Schnitt 10 Milliarden Minus pro Jahr. Schlussendlich sind es aber nur Zahlen. Wenn jemand von dem polnischen Aufschwung profitiert, dann ist es ,neben Polen, Deutschland.“

Das ist die weit verbreitete Halbwahrheit die gerne den Polen arrogant vor die Nase gehalten wird bei Gelegenheit. Tatsache ist! Polen bekommt bei weitem nicht das meiste pro Kopf. Deutschland zahlt bei weitem nicht das meiste pro Kopf. Im Übrigen, jeden Cent den Deutschland Polen zahlt schuldet Deutschland Polen. Wir können ja die geleisteten Leistungen von den zu leistenden Reparationszahlungen subtrahieren.

 Du Schreibst: „Auch wir Deutsche zucken zusammen, wenn englische Fans von Bombern über Dresden bei Fußballspielen singen, man Merkel mit Naziarmband auf europäischen Titelseiten sieht und der Begriff Nazi fast schon zum Synonym für "Deutscher" in internationalen Blättern wird. Solche regelmäßigen Begegnungen mit der eigenen Geschichte helfen nicht wirklich bei der deutschen Identitätskrise. Warum werde ich als Nazi abgetan? Meine Großväter waren in keiner Kriegshandlung verwickelt und den einzigen persönlichen Bezug, den ich zum 2.Weltkrieg habe, ist meine Oma, die mit 4 Jahren aus Breslau fliehen musste und selbst jetzt noch nicht über ihre Erlebnisse sprechen kann. Die deutsche Identitätskrise wird natürlich noch mal durch den innerpolitischen Konflikt zwischen Ost-und West-Deutschland verstärkt. In den letzten Woche gab es sogar Vorschläge über Schüleraustauschprogramme zwischen Ost und West, weil die Vorurteile immer noch so stark in den Köpfen verankert sind.“

Begriff Nazi fast schon zum Synonym für "Deutscher" in internationalen Blättern. Was? Woher hast du das denn? Absurd! Nicht mal in Russland.

Nur ein kleiner Hinweis! Antideutsche  Briten mit antipolnischen Deutschen zu vergleichen grenzt schon an Unverschämtheit. Deutscher,… Briten haben nicht Massen von Deutschen in Lager getrieben und ermordet, in der jüngsten Vergangenheit. Die deutschen, antipolnischen Widerlichkeiten haben eine ganz andere Qualität.

Dein persönlicher Bezug zum 2. Weltkrieg ist hier irrelevant. Ich schreibe vom Üblichen, dem Durchschnitt in der Bevölkerung.

Was die Probleme und das Leid angeht, die du da  schilderst, da habe ich so viel Mitgefühl, wie der deutsche Otto Normalverbraucher Mitgefühl hat für polnisches Leid. Kannst ja ableiten wieviel das sein kann.

Du Schreibst: „Warum Polen immer noch so einen schlechten Ruf in den deutschen Köpfen hat, ist für mich persönlich schwer zu verstehen.“

Schlechter Ruf? Das klingt irgendwie nach selbstverdient, war wohl unbewusst. Richtig ist negativ-aggressive Einstellung.

Um zu verstehen genügt das lesen meiner Antwort.

Du Schreibst: „Für das Bild, das Teilweise in Deutschland und Europa über Polen herrscht, würde ich aber eher sowjetischer Propaganda eine Teilschuld geben. In gewisser Weise sind grobe Vorurteile gegenüber den Polen immer noch sozial akzeptiert. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und USA. Würde man diese Vorurteile über Juden hören, wäre der Aufschrei groß. Es ist aber mehr eine Generationsfrage, welche auf dem Weg ist auszusterben.“

Sowjetische Propaganda? Absurd! An die eigene Nase fassen, würde ich den deutschen empfehlen. Meine Antwort lesen, dann verstehen.

Vor einiger Zeit habe, da ich einen deutschen kennengelernt, der begrüßte mich praktisch mit einem Polenwitz. Deine Behauptung ist schon deswegen falsch, weil diese besagten  Stereotypen  in der deutschen Comedy immer wieder auftauchen.

Ach und in Europa haben Polen also einen schlechten Ruf….schreibt der Deutsche.

Du Schreibst: „Leider sehe ich aber deine Aussagen/Ansichten als klares Anzeichen, dass die EU früher oder später zum Scheitern verurteilt ist. Vielleicht sollte man wirklich mal über Austauschprogramme zwischen polnischen und deutschen Schulen nachdenken, deutsch-französischen Hassliebe hat es nachträglich geholfen.“

In 5 Jahren, wenn Macron scheitert und es ist mehr als wahrscheinlich, dass er scheitert, kommt M. Le Pen ans Ruder in Frankreich. Sie hat schon gesagt, dass sie nicht die Vizekanzlerin von Merkel sein will, sondern Präsidentin Frankreichs. Die wird Frankreich aus der EU führen. Ohne Frankreich, keine EU.

Die EU hat sowieso keine Zukunft, auch wenn Frankreich drin bleiben sollte. Nicht mit den selbsternannten Bestimmern und Führern der EU, den Deutschen. Die Deutschen schlagen sogar solche sinnvollen Dinge vor, wie die Auflösung der Nationalstaaten der EU in Regionen. Klar die Polen können es kaum erwarten aufgeteilt zu werden, oder die Spanier wollen aufgeteilt werden. Katalonien.

Zwischen den Franzosen und Deutschen Liebe? Wann?

 

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@Niconasbeznas

Sorry, nach deinem ersten Absatz konnte ich nicht weiterlesen.Ich wünsche dir ein glückliches Leben.

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zu 1: Bauboom in Städten ja, und auch einige grosse Infrastrukturprojekte ... auf dem Land passiert nicht viel

zu 2: Warschau, Rekonstruktion ? früher ja, momentan passiert da nicht viel, es werden Büro- und Wohnbunker gebaut, also für Profit

zu 3: deutsches Polenbild ... ist halt nicht das Beste,

für mich ist mein Privatleben hier in Warschau vergleichbar mit Deutschland gut, das öffentliche Leben/Politik und Arbeitsleben ist schlechter ... unorganisiert und schlecht bezahlt

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@niemampojecia

In Polen wird sehr viel gebaut! Auch sehr viel auf dem Land!

Viele Polnische Dörfer sehen besser aus als Deutsche!

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Die Frage kann man auch stellen, ohne gleich eine auszuteilen.

Dass du nichts gutes über Polen in Deutschland hörst, liegt wohl an deinem gewählten Umfeld und bevorzugten Medien.

Für deutsche Firmen ist Polen ein wichtiger Produktionsstandort geworden.Mehrere deutsche Firmen gehören dort zu den größten Arbeitgebern des Landes.Vor allem VW hat in der Vergangenheit heftig in das Land investiert.

Warschau soll immer noch sehr günstige Mietpreise haben und gleichzeitig einen guten Arbeitsmarkt mit qualifizierten Arbeitskräften anbieten.Das zieht natürlich auch Firmen an.Selbst die EU hat einige Bereiche, wie Frontex, nach Warschau velegt, weil man von diesem Standort überzeugt ist.

In den letzten Jahren gehörte der Immobilienmarkt in Polen zu den beliebtesten Zielen von europäischen Investmentfonds.

Für das Land ging es in den letzten Jahren wirtschaftlich aufwärts.Das merkt man auch in Warschau.

Auch wenn du es nicht hören willst aber die Medien in DE zeigen immer mit den Finger auf das Böse Polen, Russland, Türkei etc. Die Länder die sich z. Z. in Lichtgeschwindigkeit entwickeln.

Aber selber präsentieren die sich und Amerika als das einzigware, fällt dir was auf?

Die können es einfach nicht einsehen das die diesen Ländern nichts mehr zu sagen haben weil die bald genauso mächtig sein werden. und für den Fall des Krieges versuchen sie uns jetzt schon zu manipulieren dass das unsere Feinde sind.

wenn sie uns jetzt nur Gutes berichten, wird später keiner eine Waffe gegen die erheben und das passt in deren paranoide Politik nicht.

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Deutschlands Geschichte leehrt einem das Fürchten. Die Deutschen kennen sich mit ihrer eigenen Geschichte am besten aus. Keiner kann nachempfinden, wie es sich anfühlt, der Nachfahre von Nazis zu sein.... und dabei meine ich nicht diese neo-wichtigtuer von Heute, die rein agr nichts auf die Reihe bekommen.

Deutschland meckert mit Ländern wie Polen, Russland und der Türkei, weil diese Länder Tendenzen zeigen, die Deutschland an das dunkelste Kapitel seiner Geschicht erinnern. Deshalb zeigt man mit dem Finger darauf. Außerdem zeigt Deutschland auch regelmäßig mit dem Finger auf die USA. (Wir sind keine Sklaven -_- )

Und wo zum Teufel kommt immer dieses ganze Gelaber um einen neuen Weltkrieg her? Wie kann man nur so Realitätsfern sein und glauben, dass es je dazu kommen wird? Mit den heutigen Waffen und großen Militärbündnissen wird niemals irgend jemand wagen, jemand anderes anzugreifen. Denn das kommt der Selbstvernichtung gleich.

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@Kefflon

"Keiner kann nachempfinden, wie es sich anfühlt, der Nachfahre von Nazis zu sein...."

Ihr armen Deutschen… könnt einem fast leidtun.

Im Übrigen

"Deutschland meckert mit Ländern wie Polen, Russland und der Türkei, weil diese Länder Tendenzen zeigen, die Deutschland an das dunkelste Kapitel seiner Geschichte erinnern."

Behaltet eure Erinnerungen für euch, euch steht es nicht zu andere Länder auf dies Art und weise zu kritisieren.

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