Was im Hundekot ist gefährlich für Pferde, Kühe etc.?

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Hundekot ist die meist feste Ausscheidung (Exkrement) des Darmes von Hunden. Da Hunde ihr Geschäft meistens beim Gassigehen im Freien entrichten, stellt sich für die Gesellschaft die Frage, wie mit dem Kot bzw. seiner Beseitigung umzugehen ist.

Die Regelsetzung mit Bezug auf die Hundehaltung ist in Deutschland Sache der Kommunen. Normalerweise verpflichten die Kommunen die Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihres Tieres selbst zu beseitigen. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld bestraft werden kann. In manchen Städten sind Tütenspender zur Beseitigung des Hundekots aufgestellt.

Ausnahmen gelten des Öfteren für Blindenführhunde, Hunde im Einsatz bei Sicherheitsorganen und dergleichen.

Gefahren durch Hundekot [Bearbeiten]Hundekot kann für die Landwirtschaft gefährlich sein, wenn er Weideflächen verunreinigt. Sind im Hundekot Neospora-Parasiten (Neospora caninum) enthalten, bleiben diese lange an den Gräsern haften. Werden diese verunreinigten Gräser von den Kühen mitgefressen, kann dies zu Totgeburten führen. Allerdings zeigt eine Studie des Friedrich-Loeffler-Institutes (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit), dass diese Gefahr der Übertragung als äußerst gering einzustufen ist.[1] Zudem müssen Hunde selbst mit Neospora caninum infiziert sein, um eine Gefahrenquelle darzustellen.[2] Stadthunde seien deshalb, so das Landesamt, „in aller Regel von diesem Infektionsgeschehen ausgeschlossen“. Gelangt restlicher Hundekot mit in die Heuernte, so wird ein großer Teil dieses Winterfutters von den Kühen verweigert.

Durch die in den letzten Jahren stärkere Verbreitung des Fuchsbandwurms in den gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas kann vom Kot eines vom Fuchsbandwurm befallenen Hundes auch für den Menschen eine Gefahr ausgehen. Der trockene Tierkot kann unbemerkt eingeatmet werden und damit auch die in ihm befindlichen Bandwurmeier. Allerdings ist auch hier die Infektionsrate gering: In Deutschland werden pro Jahr im Durchschnitt 17 Fälle der meldepflichtigen alveolären Echinokokkose registriert.[3] Eine noch geringere Gefahrenquelle stellt der teilweise im Hundekot enthaltene Hundebandwurm für den Menschen dar. Der Mensch tritt hierbei als Zwischenwirt auf. Ist ein Mensch jedoch einmal tatsächlich infiziert, kann er lebensgefährlich erkranken.

Nationale Bestimmungen [Bearbeiten] Hundekotverbotschild in Japan: „Bitte lassen [Sie Ihr] Haustier [hier] keinen Haufen machen.“Die Hundehalter sind in Deutschland im Rahmen kommunaler Regelungen meist zur Entfernung von Hundekot verpflichtet. In einigen Parks und Grünanlagen, in denen Hunde erlaubt sind, sind Spender mit Tüten zum Aufnehmen des Kotes aufgestellt.

Die Österreich regelt § 92 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung: Die Besitzer oder Verwahrer von Hunden haben dafür zu sorgen, dass diese Gehsteige und Gehwege sowie Fußgängerzonen und Wohnstraßen nicht verunreinigen. Dies gilt auch in Hundezonen.

In der Schweiz besteht in vielen Gemeinden die Pflicht, Hundekot aufzunehmen und in einem speziell dafür vorgesehenen Abfallbehälter (Robidog) zu entsorgen. Zuwiderhandelnde müssen mit Strafen rechnen. Im Kanton Schwyz herrscht aus diesem Grund ein allgemeiner Leinenzwang.

Ebenfalls in der Schweiz gab es in den 1980er-Jahren sogar eine Volksinitiative, die eine Pflicht zur Verwendung von Hundeklos in der Verfassung verankern wollte. Sie erreichte aber nicht die notwendige Anzahl Unterschriften für eine Volksabstimmung.[4]

In Liechtenstein besteht ebenso die gesetzliche Verpflichtung zur Beseitigung des Hundekotes. Zu diesem Zweck sind im gesamten Land (nicht nur im besiedelten Gebiet, auch auf Wanderwegen) Abfallbehälter aufgestellt.

Hi Shark, tödlich ist Hundekot für Weidevieh und Pferde eher nicht, aber dafür fressen sie das Gras nicht mehr, wenn ein Hund dort gepinkelt oder größere Geschäfte erledigt hat. Zudem ist es ärgerlich, wenn die Tiere schon entwurmt sind und sich dann auf der Weide durch den Kot anderer Tiere Würmer einfangen, so etwas geht auf die Dauer echt ins Geld.

ja, denn bei fleischfressern sind ganz andere bakterien im kot, unter anderem botulinum. deren toxin ist, wie bei verwesendem fleisch auch, tödlich

ich habe das Gift gegoogelt finde aber nichts betreffend Hunde und Pferde/Kühe. Hast Du zufällig ein Link?

Mir geht es vor allem um die Pferde.

Danke

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@shark1940

Hundekot kann Bandwürmer auf Pferde übertragen. Unter anderem.

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@shark1940

botulinum ist für alle lebenwesen giftig, und da pferde und andere pflanzenfresser verunreinigtes gras bei fressen aufnehmen können, z.B. wo vorher hunde hingemacht haben sind sie gefährdet ... ob man da etwas ganz konkretes dazu im netz findet weiss ich nicht, aber es ist eine logische schlussfolgerung .. sorry ...

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