Was hält JK Rowling von den Harry Potter Filmen?

6 Antworten

Sie hat des Öfteren in Interviews, welche zumeist als Bonus in Special-Editions veröffentlicht wurden, gesagt, dass sie von den Filmen und den Schauspielern sehr begeistert ist. Sie fände es aber schade, und kann die Fans verstehen, welche es ebenso schade finden, dass nicht alles in den Filmen umgesetzt werden konnte. Wäre alles umgesetzt worden, hätte man ein Buch in ca. 16-Stunden-Filme produzieren müssen, was sich sicherlich einige Fans antun würden. Aber das Geld spielt dabei eine bedeutende Rolle, denn das alles muss auch finanziert und wieder eingespielt werden. Für manche Harry Potter-Filme, besonders bei den beiden letzten: 7.1 und 7.2 sowie für die Phantastischen Tierwesen, arbeitet sie als Co-Produzentin und hat somit bedeutend großes Mitspracherecht bei der Produktion.

Schau mal auf Youtube, dort findest du vielleicht Interviews. Ansonsten gibt es auch Doppel-DVDs, die auf den Bonus-Discs einige Interviews enthalten. Oder du hast Glück genug an eine der limitierten "Wizards Collection" (diese Sammlung ist ein wahrer Schatz!) zu gelangen.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit einigen Jahren arbeite ich als Buchhändler

Meines Wissens hat man sie dabei zu Rate gezogen. Tatsächlich halten sich die Filme deutlich näher an den Büchern, als das bei den meisten anderen Buchverfilmungen der Fall ist. Alles kann man nicht 1:1 nachstellen. Ich kenne alle Bücher und Filme und finde die Verfilmungen durchaus gut. Wobei es im Fantasygenre deutlich bessere Autoren als Rowling gibt. Sie ist ideenreich, hat aber im Wesentlichen Glück gehabt, dass sie die Bekanntheitsgradschwelle durchbrochen und damit so Furore gemacht hat. Wahrscheinlich hat sie die richtigen Leute gekannt.

Michael Ende hat da bitter lernen müssen. Sein Buch "Die Unendliche Geschichte" gehört ja m.E. zum besten, was jemals verfasst worden ist. Als er gesehen hat, was für einen Schmutzfilm sie daraus machen, wollte er ihnen die Rechte wieder entziehen, was aber rechtlich nicht mehr möglich war.

Bei der Verfilmung von Momo hat er dann besser aufgepasst und den Finger draufgehalten. Da ist er sogar am Anfang des Films kurz selber zu sehen. Dementsprechend ist der Film gut gelungen.

Nun, sie wurde von, glaube ich, etwa 15 Verlägen abgelehnt, also gute Beziehungen können das nicht gewesen sein

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@FIFAFAN99

Die können sich irgendwann ergeben haben. Da muss sie ein- oder zweimal auf die richtige Person getroffen sein.

Die Bücher sind jedenfalls nicht der Grund. Die sind ganz nett, haben auf der anderen Seite aber auch schwere schriftstellerische Mängel. Wie gesagt, im Fantasybereich gibt es deutlich bessere Autoren.

Angefangen mit Christopher Paolini. Nicht ohne Grund ist dessen Buch "Eragon" (dessen ersten Band er übrigens mit 15 Jahren geschrieben hat) in den USA bekannter als Harry Potter.

Aber als langjähriger Fan des Genres kann ich sogar Autoren nennen, die noch besser sind als er, auch wenn sie nicht diese Medienpräsenz erlangt haben.

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@archmage
Die können sich irgendwann ergeben haben. Da muss sie ein- oder zweimal auf die richtige Person getroffen sein.

dem war abr nicht so! Das ist bekannt!

Deine Antwort ist also nichts anderes als pure Spekulation die absolut in's Leere führt

Aber als langjähriger Fan des Genres kann ich sogar Autoren nennen, die noch besser sind als er, auch wenn sie nicht diese Medienpräsenz erlangt haben.

Da sagst du es doch selbst!!

Erfolg zu haben muss nicht mit dem Talent des Autors nach deinem Geschmack (!!!) zu tun haben. Andere Leute sind nun mal vielleicht anderer Meinung als du und deshalb sind diese Autoren dann eben vielleicht erfolgreicher als die von dir präferierten

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@GammaFoto
dem war abr nicht so! Das ist bekannt!

Und das kannst Du wie belegen? Glaubst Du, Rowling hängt das an die große Glocke?

Erfolg zu haben muss nicht mit dem Talent des Autors nach deinem Geschmack (!!!) zu tun haben. Andere Leute sind nun mal vielleicht anderer Meinung als du und deshalb sind diese Autoren dann eben vielleicht erfolgreicher als die von dir präferierten

Ich behaupte, das ist eine Frage, womit man in Kontakt kommt. Harry Potter hat halt einen Bekanntheisgrad erreicht, der selbsttragend wurde. Soll heißen, viele Leute haben Harry Potter überhaupt erst gekauft, weil sie überall davon gehört haben.

Wie gesagt, in den USA ist Eragon bekannter und erfolgreicher als Harry Potter - und das vom Schriftstellerischen her hochverdient, denn Eragon ist eine ganze Klasse besser. Warum ist Eragon also nicht auch in Europa so erfolgreich? Weil die fantasybegeisterten Europäer einen anderen Geschmack haben als dei fantasybegeisterten Amis? Das glaubste doch selber nicht!

Weil hier eben nicht jeder davon redet, so dass viele Leute gar nicht mitbekommen haben, dass es Eragon überhaupt gibt.

Ich behaupte, die Autoren, die ich für die besten im Fantasygenre halte, könnten ohne weiteres mit ihren Werken Harry Potter in die Schranken weisen, wenn sie in der Presse nach vorne gespielt werden würden. Der eine ist sogar einer der renommiertesten Fantasyautoren der USA, der übrigens auch Schriftstellerei an einer amerikanischen Uni lehrt: Brandon Sanderson.

Der andere ist Peter V. Brett.

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@archmage

Qualität ist nicht gleich Quantität. Wann werden die Leute es endlich begreifen?

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JK hat an den Filmen mitgewirkt und war bei der kompletten Herstellung dabei. Sie hat auch viele Entscheidungen getroffen, wie die Schauspieler der Drei Hauptdarsteller und die Bühnenbildner wurden mit ihr selbst entworfen

Ich weiß nicht ob es solche Videos gibt, aber ich weiß, dass sie sehr begeistert von den Filmen ist, auch wenn sie es manchmal ein bisschen schade fand, dass Sachen nicht drin waren. Sie mag vor allem die Schauspieler der Hauptrollen, also Emma, Dan und Rupert.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich lese sehr viel.

@BSCat Woher weisst du das? Bzw. wo hast du die Informationen?

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@lelschoisser

Bei den Filmen gibt es die Ausgabe wo noch eine DVD, nur mit Extras, dabei ist, da drauf sind auch Interviews und da sagt sie das.

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J.K. Rowling war von Anfang an bei der Entwickung der Filme beteiligt und auch eng mit den Drehbuchschreibern zusammengearbeitet.
Die letzten beiden Filmen hat sie sogar mit produziert.

@GammaFoto Aber ich frage mich, warum ist im Film der Kampf gegen Quirrel völlig anders als im Buch...

Im Buch: Quirrels Hände wurden verletzt als er Harry festgehalten hat

Im Film: Erst als Harry Quirrels Hand mit seiner Hand packt, wird Quirrel verletzt.

Im Buch: Quirrel bekommt Brandblasen an den Händen nachdem er Harry festhält.

Im Film: Seine Hand wird zu brüchigem Stein, und zerfällt.

Im Buch: Quirrel versucht Harry mit dem Todesfluch umzubringen.

Im Film: Quirrel versucht später lediglich an den Stein zu kommen, nachdem Voldemort es ihm sagte.

Warum so viele Veränderungen? Die Brandblasen hätte man mit Spezialeffekten machen können. Oder hat sich J.K. Rowling bewust entschieden es im Film anders darzustellen?

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@lelschoisser

Mein Gott, du hängst dich da an irgendwelchen irrelevanten Details auf!!!

Manchmal ist es eben einfacher oder auch besser etwas im Film anders darzustellen. Was du da beschreibst ist im Grunde ja fast das Selbe, nur eben im Detail ein kleines bisschen anders. Ein paar Brandblasen sind halt nicht sehr schön und auch kein besonders starker Effekt, eine Hand die zerfällt macht nun mal als Bild einiges mehr her als irgendwelche ekligen Brandblasen! Das hat viel mehr Eindruck!

Oder hat sich J.K. Rowling bewust entschieden es im Film anders darzustellen?

Das könnte man nur vermuten, und damit könnte man dann auch falsch liegen! Wie gesagt: etwas in Worten zu beschreiben ist was vollkommen anderes als es in Bildern zu beschreiben. "Brandblasen" schreibt sich halt ganz einfach, und liest sich auch so. Aber wenn man das dann im Film darstellen muss, dann sind so Brandblasen nun mal erstens nicht sehr schön und machen auch nicht besonders viel her. Woher dann die Entscheidung kam das anders zu machen und wie genau der Prozess dort hin war, ob das bereits im Drehbuch so festgelegt war oder erst dann beim Dreh oder gar in der Post entschieden wurde kann man nicht wissen und auch nicht raten.

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@GammaFoto

@GammaFoto Nun ja, ich habe nicht gesagt, dass ich es schlimm finde, dass manche Sachen geändert wurden. Aber dass sich Quirrel im Film erst verletzt, als Harry seine Hand packt... nun ja, da haben die Schauspieler ein wenig verkackt, denn es hieß, dass Quirrel Harry's Haut nicht berühren kann. Komm da musste mir jetzt zustimmen. Oder hat Harry Feuerhände? So wie in der Synchro von Coldmirror?

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@lelschoisser

Mal abgesehen von dem, was GammaFoto gesagt hat, ist das schon deshalb irrelevant, weil Harry Potter (und zwar auch die Bücher) voll von inhaltlichen Widersprüchen und Ungereimtheiten ist. Um beim Film zu bleiben: Stell Dir mal so eine erste Besenflugstunde in Wirklichkeit vor. Ein Schüler (Neville, wenn ich mich recht entsinne) saust mit seinem Besen, den er noch nicht kontrollieren kann, in die Höhe und droht, sich alle Knochen zu brechen, und die Fluglehrerin kann nichts anderes machen, als wütend vom Boden aus zu schreien, er möge gefälligst sofort wieder herunterkommen. Der Besen saust dann mit ihm davon, die Fluglehrerin ist unfähig einzugreifen, und nur durch reines Glück fliegt er nicht gegen irgendeine Wand und stürzt sich auch nicht zu Tode, sondern schafft es irgendwie wieder auf den Boden.

Das ist nur ein Beispiel von vielen, weshalb es auf einer Schule, die betrieben würde wie Hogwarts, in Wirklichkeit ohne Ende tote Schüler geben würde. Natürlich mit der Konsequenz, dass man den Laden zeitnah dicht machen (oder deutlich professioneller organisieren) würde.

Versteh mich nicht falsch: Es ist das gute Recht von Fantasyautoren, eine Phantasiewelt zu erschaffen, in der von ihnen definierte Regeln und Gesetze gelten. Am Ende aber muss das Ganze innerlich stimmig sein. Bei Harry Potter gibt es unzählige Beispiele, bei denen das nicht der Fall ist.

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@archmage

Ich weiß nicht ob wirklich viele so intensiv darüber nachdenken. Ich jedenfalls nicht. Ich lasse es auf mich wirken und erlebe die Geschichte. Deshalb ist mir, zugegebenermaßen peinlicherweise, in den Filmen nie aufgefallen, dass sich der Standort von Hagrids Haus ändert.

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@Golikumani
Ich lasse es auf mich wirken und erlebe die Geschichte.

Aus dem Grund habe ich auch alle Bücher (auf englisch) gelesen und mir die Filme angeschaut. Unterhaltsam sind sie allemal, und wie gesagt, die Rowling ist durchaus ideenreich. Aber es ist eben durchaus auch möglich, dies mit einer in sich stimmigen Geschichte zu verbinden, auch wenn nur wenige Autoren es gut hinbekommen. Dazu braucht man freilich ergänzend zum Ideenreichtum auch noch Intelligenz, um ein logisch stimmiges Ganzes aufzubauen. Intelligenz ist auch deshalb wichtig, weil die klügste Figur in einer Geschichte nur maximal so klug sein kann wie der Autor (mathematisch würde man von einer oberen Schranke sprechen). Auch hier hapert es leider bei Rowling, weswegen niemand in der Geschiche sich wirklich gerissen verhält.

Kluge Autoren bieten kluge Schurken und trickreiche Storyführungen, bei denen einer den anderen täuscht, und zwar in glaubhafter Art und Weise (und nicht so unplausibel wie etwa bei dem Feuerkelch in Harry Potter). Die Geschichten werden dadurch noch viel fesselnder. Lies mal Brandon Sanderson oder Peter V. Brett. Oder auch Eragon, wobei man bei Eragon eine deutliche Lernkurve erkennen kann: Der erste Band, den Paolini mit 15 Jahren geschrieben hat, war noch nicht so gut, weil ihm noch Erfahrung gefehlt hat. Er wurde dann aber immer besser, und im weiteren Verlauf wird die Geschichte atemberaubend gut!

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