Was habt ihr durch eure Arbeit gelernt im Leben?

14 Antworten

Genaues Arbeiten

Organisieren und Priorisieren

Arbeiten alleine und im Team

Präsentation der Arbeit erstellen und vor einer großen Gruppe in begrenzter Zeit vortragen.

Schulung von Mitarbeitern und Selbststudium.

Arbeiten nach Spezifikationen

Erlernen neuer Maschinen und Prozesse

Umgang mit Kunden, Lieferanten und Auditoren

Umgang mit fehlerhaft produzierter Ware

Erstellung von Fehlerverhütungsmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften

Umgang mit Chemikalien, von der Lagerung über die Verwendung bis zur Entsorgung

Verhalten im Falle von Gas- und Feueralarmen, geordnetes Verlassen des Arbeitsplatzes im Notfall, Versorgung von Arbeitsunfällen

Durchsetzung einer RICHTIGEN Vorgabe, auch wenn 10 schreien, dass das so nicht geht

Selbstbewusstes und verantwortliches Auftreten

Umgang mit schwierigen Kollegen, Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden

Mut, Ideen vorzutragen und umzusetzen

Sicherer Umgang mit dem PC und diversen Programmen

Sicheres Auftreten am Telefon, auch gegenüber Fremden und auch in Englisch

Verfassen von Berichten, Beschreibung eines Arbeitsablaufs, der es anderen ermöglicht, auch diese Arbeit auszuführen

Personalführung

Umgang mit Wirtschaftskrisen und Kurzarbeit

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – mehrere Semester Psychologie, Erfahrung m. psychisch Kranken

Man sollte herausfinden, welche Stärken man hat und diese vermarkten - wenn es einen Markt dafür gibt und nicht Millionen anderer Leute auch in dem gleichen Markt mitmischen.

Möglicherweise kannst Du irrsinnig lange auf einem Bein stehen, jonglieren und dabei tibetanische Gesänge darbieten. Ob es einen ausreichend großen Kreis an Menschen gibt, die Dir lebenslang soviel Geld geben, dass Du brauchbar leben kannst, halte ich für zweifelhaft.

Vielleicht macht es Dir Spaß, Müll von der Strasse zu sammeln. Dafür braucht man immer Leute. Nur ist das nicht hinreichend gut bezahlt, weil keine besondere Erfahrung oder Spezialwissen erforderlich ist - und dann hast Du wie im vorgenannten Beispiel vielleicht Spaß aber auch Hunger.

Also such Dir ein Gebiet, in dem auf längere Sicht Bedarf an gut qualifizierten Leuten besteht und wenn Dir dieses Gebiet auch Spaß macht, kannst Du auch davon leben.

Und ganz wichtig: Rechne damit, dass irgendwas Dein Leben durcheinanderwirft. In sehr wenigen Fällen bleibt man immer auf der Sonnenseite des Lebens. Wenn Du das im Hinterkopf hast, wirst Du es schaffen, auch durch Krisen zu kommen. Corona ist ja so ein unplanbares Ding, aber mit halbwegs Phantasie und Allgemeinbildung sollte es keinen wundern, dass in der Geschichte des Planeten immer wieder irgendwas eine Zäsur gebracht hat.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Dass es nicht schlimm ist, länger zu brauchen, sofern man nicht sofort aufgibt.
Ich habe mich zu Beginn meiner Ausbildung zugebener Maßen ziemlich schwer getan, sowie mich auch an lange Arbeitstage und arbeiten am Wochenende zu gewöhnen.
Es wurde von Tag 1 an ville Disziplin und voller Einsatz verlangt was mich so einige Male an meine Grenzen gebracht hat.
Tatsächlich bin ich erst um dritten Jahr richtig aufgeblüht und konnte im neuen Unternehmen schnell punkten und zurechtfinden

Toleranz, Klarkommen mit Menschen, die ich nicht mag, Eigenbild vs. Fremdwirkung, Organisation, Zeitmanagement, klare und zielgruppenspezifische Kommunikation, Priorisierung, Entscheidungen zu treffen auch, wenn man gar nicht alle Informationen hat, Nein sagen, Delegieren usw.

Inklusive meiner Ausbildungen habe ich jetzt 44 Jahre Arbeitsleben hinter mir.

...und ganz ehrlich? Für mich hätte man Arbeit im klassischen Sinne einer abhängigen Beschäftigung nicht erfinden müssen.

Ich akzeptiere keine "Autoritäten", die mir vor die Nase gesetzt werden, sondern nur Menschen, vor denen ich aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihres Verhaltens einen natürlichen Respekt habe.

Ich kann mich nicht in bestehende Strukturen eingliedern, sondern im Prinzip nur mit der Geschäftsleitung - oder sagen wir vielleicht besser "mit dem Hauptverantwortlichen" - auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

Ich tue nichts für Geld, sondern nur das, was ich wirklich tun will. Wenn ich dafür auch noch Geld bekomme, ist das umso besser. Aber Geld könnte nie der Anlass sein, mich gegen meinen Willen zu etwas zu bewegen.

Natürlich hat es auch Zeiten gegeben, in denen ich mich ganz einfach den Sachzwängen beugen musste. Irgendwie muss man den Kühlschrank ja voll bekommen, aber auf längere Sicht war das nie mein Weg.

Alle positiven Aspekte meiner Arbeit kommen von mir selbst. Ich hatte immer den Anspruch, meine Arbeit auch möglichst gut zu machen - wenn ich sie dann gerne gemacht habe. Ansonsten eben am liebsten gar nicht.

Wirklich positiv war für mich, dass ich viel mit Menschen zu tun hatte. Im geschäftlichen / beruflichen Umgang mit Menschen habe ich sehr viel gelernt. Mit 20 war ich ein dämlicher Honk. Heute kann ich ohne Probleme mit dem Vorstand einer Bank geschäftliche Verhandlungen führen.

Was habt ihr durch eure Arbeit gelernt im Leben?

An meiner Wand hängt ein Schild mit der Aufschrift

"Ein Hamsterrad sieht von innen aus, wie eine Karriereleiter"

Im Wesentlichen habe ich durch meine Arbeit gelernt, dass dieser Spruch eine 100%ige Existenzberechtigung hat.

Dass ich die meiste Zeit meines Lebens freiberuflich tätig sein durfte, empfinde ich als Geschenk. Anders hätte ich nicht überleben können.

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