was genau ist der unterschied zwischen silizium und germanium diode?

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4 Antworten

Die Durchlassspannung ist grob gerechnet für Ge-Dioden typisch 0,3 Volt, für Si-Dioden 0,7 Volt. Silizium-Dioden sind belastbarer als Ge-Dioden und vertragen höhere Ströme. Die ersten Halbleiter-Dioden waren Ge-Dioden, sie werden jedoch heute nur mehr für Spezialanwendungen verwendet, z.B. Detektor-Radio.


Die Germaniumdiode ist "weicher", d. h. sie hat z. B. schon bei geringen Spannungen in Durchlassrichtung einen merklichen Stromfluss, aber ebenso hat sie auch in Sperrrichtung noch einen merklichen Stromfluss (wenn auch natürlich deutlich weniger als bei derselben Spannung in Durchlassrichtung).

Die Siliziumdiode lässt den Strom praktisch schlagartig fließen, sobald die Durchlassspannung erreicht ist und hat auch einen extrem geringen Sperrstrom. Auch ist die Durchlassspannung merklich höher als bei der Germaniumdiode (0,7 V zu ca. 0,25 - 0,3 V).

Dioden für hohe Stromstärken lassen sich aus Silizium deutlich leichter herstellen. Zener-Dioden (also solche mit definierter "Durchbruchspannung") lassen sich mit Germanium nicht sinnvoll herstellen, weil die Kennlinie auch hier zu "weich" ist.

Für die meisten Einsatzgebiete verwendet man also Siliziumdioden (z. B. Gleichrichter, Freilaufdioden, Spannungsstabilisatoren). Germaniumdioden nur dort, wo es gerade auf diese "weichen" Eigenschaften ankommt, z. B. lässt sich ein Detektorradio nicht mit einer Siliziumdiode bauen, wohl aber mit einer Germaniumdiode.

https://www.gutefrage.net/frage/silizium-und-germanium-diode

Antwort von PWolff

Hallo!

Das nennt man aber einen x,y-Plotter oder x,y-Schreiber und nicht eine x,y-Schreibmaschine ^^.

Auch hast du nicht "eine beliebige Schaltung" sondern ihr werdet eine Messschaltung aufgebaut haben um Diodenkennlinien zu bestimmen.

Genauer: den Dioden-Vorwärtsstrom vs angelegter Spannung.

Und die Diodenkennlinien, die du mit dem x,y-Schreiber aufgenommen hast beinhalten schon die Antwort.

Schau dir die Grafiken genau an. Dort, wo der Strom sich etwa verdreifacht hat, (genauer: ver-e-facht)  liest du die Spannung ab. Dann hast du z.B.:

Durchlassspannung Si-Diode=0,65 V

Durchlassspannung Ge-Diode=0,2V

Die Ge-Diode fängt also früher (aka bei kleineren Spannungen) an Strom durchzulassen, ja. Wenn du dir die Kennlinien ansiehst und vergleichst, kannst du aber noch mehr sagen. Etwa, dass die Ge-Kennlinie viel weicher als die Si-Kennlinie verläuft.

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