Warum zählt Luxemburgisch als Sprache und nicht Dialekt?

6 Antworten

Es gibt keine vernünftige Abtrennung zwischen den Begriffen Sprache und Dialekt; die Unterscheidung wird in der Praxis nicht nach sprachlichen, sondern nach sozialen und pragmatischen Kriterien getroffen, und oft unterscheiden sich verschiedene Wissen­schafter in ihrer Klassifikation.

Man sagt oft scherzhaft: Eine Sprache ist ein Dialekt plus eine Armee und meint damit, daß jeder Dialekt in dem Moment als Sprache gilt, wenn seine Sprecher stark genug sind, diese Sichtweise durchzusetzen.

Das ist durchaus nicht hypothetisch: Durch veränderte öffentliche Meinung hat z.B. der italienische Staat 1999 ein paar vorherige „Dialekte“ zu „Regionalsprachen“ hoch­gestuft. Das ist reine Politik, keine Wissenschaft.

Woher ich das weiß:Hobby – Angelesenes Wissen über Sprach­geschich­te und Grammatik

In Österreich wird das nationale österreichische Standarddeutsch und die lokale Mundart verwendet – je nach Situation.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Weil es es eine der 3 Amtssprachen in Luxemburg ist. Ausserdem kommt es nicht nur aus dem Deutschen sondern auch aus dem Französischen und Holländischen, es ist kein Dialekt sondern eine eigenständige Sprache.

Danke für die Antwort. Der Einfluss des Franözischen war mir nicht bewusst

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@mrlelkin

Kein Problem :) Der kommt daher dass nach dem Wiener Kongress 1814 und Verhandlungen mit dem damaligen Grossherzog Guillaume dem Ersten die Grenzen zwischen Belgien und Luxemburg teilweise neu gezogen wurden und die beiden Länder in dem Sinne viel miteinander zu tun hatten. SO mischte sich das Französische dann unter :)

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@dandy100

Also ich bin selbst Luxemburgerin und wir hatten Luxemburgisch als Fach in der Schule und haben sowie über die Sprache wie auch über die Entstehung dieser gelernt. In dem Artikel steht ausserdem dass man es trotzdem auch nicht als Dialekt beschreiben kann. In der Moselgegend nahe der deutschen Grenze kann es sich Dialekt-mässig anhören, im Westen dagegen hört man das typische französisch-luxemburgische noch eher welches nach den Grenzentscheidungen in 1814 entstand. Durch den holländischen Einfluss vom ersten Grossherzog in Luxemburg der Holländer war hat sich auch diese Sprache eingemischt. Dies alles hat zur Luxemburgischen Sprache geführt. So sind also französisch, holländisch und deutsch dabei und daraus wurde eine Sprache.

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Luxemburgisch zählt nicht als Sprache, das kann man so jedenfalls auf keinen Fall sagen, denn das ist strittig; linguistisch ist es ein Dialekt.

Lies mal hier:

https://de.babbel.com/de/magazine/sprachen-in-luxemburg

Danke für die Antwort. Ich war verwundert. weil auf der Wikipediaseite Luxemburgisch als Sprache steht.

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Das hängt von den Kriterien ab. Die Linguist ist weit davon entfernt Dialekte klar von Sprachen abgrenzen zu können, da jeder andere Kriterien heranzieht.

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weil sie keine andere haben. Französich ist die Amtssprache nach dem Krieg. Weil sie Deutsch nicht wollten nach ADOLF

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