Weil die Leute grottenschlechte Soft­ware zum Textsatz ver­wen­den. Offenbar kann die­se Soft­ware keine Sil­ben­tren­nung. Da das lange Wort Schneeballschlachten nicht mehr in die Zeile paßt, wird statt­des­sen der Wort­zwi­schen­raum ab­surd erhöht.

Dagegen hätten zwei Strategien geholfen:

  • Silbentrennung. Wenn man lange Wörter zwischen Zeilen auf­tei­len kann, fällt ein Großteil der Pro­bleme gleich auto­ma­tisch weg. Um die rich­ti­gen Stel­len für Sil­­ben­tren­­nung zu fin­den, gibt es ei­ni­ge er­prob­te Al­go­rith­men, und wenn die aus­nahms­weise ver­sagen, dann muß eben ein Lektor eingreifen.
  • Etwas aufwendiger aber eben­falls wirk­sam wäre es, den Zeilen­um­bruch nicht mit einem mo­ro­ni­schen „Nimm-was-geht“-Al­go­rith­mus zu be­rech­nen. So wie es aus­sieht, werden in diesem Pro­gramm die Zei­len der Reihe nach ge­füllt und dann um­bro­chen; ein bes­se­res Pro­gramm würde vor­aus­schau­end den Extra-Leer­raum auf zwei oder mehr Zeilen auf­tei­len, damit es nicht so gräß­lich aussieht.

Vernünftigerweise macht man natürlich beides zu­sam­men, wenn man einen ästhe­tisch an­­spre­chen­den Block­satz haben möch­te, bei dem alle Zei­len rechts- und links­bün­dig for­­ma­­tiert sind und der Text gleich­mäßig auf die Zei­len auf­­ge­teilt wird.

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Von jemandem ablassen heißt soviel wie, damit aufzuhören, jemandem etwas anzu­tun. Beispiel: „Zuerst hat er mir mit der Faust gedroht und nach mir getreten. Dann habe ich ihm иди на хуй gesagt, und er hat von mir abgelassen“.

Daß es sich in diesem Fall um sexuelle Gewalt handelt, steht im Satz davor (… nahm er sexuelle Handlungen … vor). Allerdings ist das so diffus formuliert, daß man nicht weiß, ob es sich um eine volle Vergewaltigung oder um eine andere Form der Gewalt­ausübung handelt.

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Die Gleichung kann man auf zwei Arten schreiben, bei Dir ist jedoch ein Fehler drin (die Anzahl der Al-Atome ist nicht konstant)

2 Al + 3 Cl₂ ⟶ 2 AlCl₃
Al + 1½ Cl₂ ⟶ AlCl₃

Aluminium steht in der dritten Hauptgruppe und hat folglich drei Außenelektronen. Chlor in der siebenten Hauptgruppe hat natlich sieben. Daher schnappt sich jedes Cl-Atom ein Elektron vom Aluminium , um seine Achterschale vollzubekommen.

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Der Hauptsatz ist Simba ist ein Löwe. Darin ist Simba das Subjekt, ist das Prädikat und ein Löwe das Prädikativ (vielleicht nennt ihr das im Unterricht anders, z.B. „Gleich­setzungsnominativ“.

Der eingeschobene Relativsatz der eine lange Mähne hat fungiert innerhalb des Haupt­satzes als Attribut zu Simba; innerhalb des Relativsatzes ist der das Subjekt, hat das Prädikat und eine lange Mähne ist das Objekt (innerhalb des Objekts ist lange ein Attribut zu Mähne).

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Alle Staaten haben ein (grammatisches) Geschlecht, weil jedes deutsche Substantiv so etwas haben muß. Sonst könnte man ja keine Adjektive oder Pronomina dazu­setzen, und das wäre doch komisch.

  • Armes Deutschland! Die Endung des Adjektivs verrät Dir, daß das Substantiv Deutsch­land ein Neutrum sein muß., obwohl normalerweise kein Artikel davor­steht. Dazu gibt es aber Ausnahmen: Das Deutschland, in dem Du aufgewachsen bist, gibt es inzwischen nicht mehr.
  • Schöne Schweiz! Das Adjektiv zeigt an, daß Schweiz ein Femininum ist. Das war aber nicht schwierig, denn normalerweise wird die Schweiz ja ohnehin mit Artikel verwendet (Wir machen Urlaub in der Schweiz). Das gilt für alle femininen Län­der­namen.
  • Ölreicher Iran! Das Adjektiv zeigt an, daß Iran ein Maskulinum ist. Maskuline Län­der­namen werden normalerweise ebenfalls mit Artikel gebraucht: Im Iran gibt es viel zu sehen.
  • Ein paar Länder sind Pluralwörter, z.B. die Vereinigten Staaten oder die Malediven. Auch diese werden immer mit Artikel gebraucht.

Die Mehrzahl der Ländernamen sind allerdings Neutra (vielgerühmtes Österreich, schö­nes Italien, kaltes Rußland), und bei all denen ist die Verwendung ohne Artikel der Normalfall.

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korrumpieren, erumpieren — Korruption, Eruption
konfundieren — Konfusion
fingieren — Fiktion
tangieren — (Kon)takt

Wo kommt dieses m oder n im Verb her? Es ist ein uraltes Feature des Indogermani­schen, das als Nasal-Infix bekannt ist. In alten Sprachen wie Latein, Griechisch oder Saṁskr̥t ware dieses Nasal-Infix noch stark am Le­ben, aber im Ger­manischen wurde es bereits früh abgeschafft und existiert nur noch in ein paar sehr indirekt damit zu­sam­men­hän­gen­den Relikten wie z.B. den deutschen Präteritumsformen ging, stand.

Ursprünglich funktionierte das Nasal-Infix so: Manche Verben bilden ihren Präsens­­­stamm durch Einbau eines Nasal-Lautes vor den Endkonsonanten. In anderen Zeiten (Per­fekt, Aorist) fehlte der Nasal natürlich. Im Lauf der Zeit wurde dieses System den Sprechern aber immer unklarer, und in den meisten heutigen Sprachen ist nicht mehr viel davon am Leben, weil das n meist durch alle Formen des Verbs durchgezogen wird, sogar in den Sprachen, die sich z.B. aus dem Latein entwickelt haben.

Je nach dem folgenden Konsonanten tritt dieser Nasal in der Aussprache [n] (vor t,d etc), [ŋ] (vor k,g,…) auf und wird beide Male n geschrieben; vor p,b,… wird er [m] ge­spro­chen und auch m geschrieben. Ein paar Beispiele aus dem Lateinischen:

  • Das Verb, das Dich vor allem interessiert, heißt lat. rumpo ‘ich zerbreche, zerreiße’, im Perfekt rupi ‘ich zerbrach, zerriß’. Auch abgeleitete Nomina wie ruptio ‘Bruch’ oder ruptus ‘zerbrochen’ haben natürlich keinen Nasal, weil der Nasal ja nicht zum Wortstamm, sondern nur zum Präsens gehört.
  • Ein anderes Beispiel ist frango ‘ich breche’ mit dem Perfekt fregi ‘ich brach’ und den Ableitungen fragilis ‘zerbrechlich’ oder fractio ‘Bruch’.
  • Und zuletzt noch fundo ‘ich gieße, schmelze’ mit dem Perfekt fudi und der Ablei­tung fusio ‘das Zusammengießen oder Zusammenschmelzen’ (davon deutsch Fusion ‘Zusammenfügung, Vereinigung’).

Das Deutsche holt sich aber die Fremdwörter direkt aus dem Lateinischen: Korrum­pieren ist vom lat. Verb corrumpo ‘ich verderbe’ abgeleitet und hat daher das Nasal­infix. Dagegen hatten das lateinische Substantiv corruptio ‘Verderbnis, Bestechung’ und das Partizip corruptus ‘verdorben’ natürlich kein Nasalinfix, , und daher fehlt es auch in den entsprechenden deutschen Fremdwörtern Korruption und korrupt.

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Er gibt Information über die Wechselwirkuung der Teilchen. Erinnere Dich, daß Druck gleich Kraft pro Fläche ist, das kann man mit einer Länge multiplizieren und erhält Energie pro Volumen. Der Binnendruck gibt also die Summe aller Wechselwirkungs­energien pro Volumen des Gases (Anziehung zählt negativ, Abstoßung positiv).

Ideale Gase haben einen Binnendruck von Null, weil sie keine Wechselwirkungen jen­seits von elastischen Stößen kennen; alle Energie im Gas ist also kinetische En­ergie. Reale Gase haben gewöhnlich Anziehungskräfte zwischen den Teilchen, die den Druck gegenüber einem idealen Gas bei gleichen Bedingungen herabsetzen; es kommt also ein negativer Binnendruck dazu.

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Ich kenne die Serie nicht, aber eine Standardmethode, mit der man das in einer Syn­chro­nisation machen kann, ist das Ausweichen auf einen spanischen Dialekt. Spa­nisch­sprachige werden es zwar verstehen, aber auch begreifen, daß die Figur im Film es nicht versteht.

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Meiner Meinung nach hat Deine Freundin mehr unrecht als recht. Es stimmt zwar, daß hebräische Buchstaben weniger sind als die kyrillischen, und außerdem keinen Unterschied zwischen Groß- und Kleinbuchstaben (oder zwischen Hand- und Druck­schrift) kennen, aber das ist bestenfalls ein kleiner Vorteil.

Das Hauptproblem ist, daß man ein in hebräischen Buchstaben geschriebenes Wort nicht laut lesen (also in Laute übertragen kann), wenn man die Sprache nicht be­herrscht. Genauso wie Arabisch und ein paar weitere Alphabete der Region macht das hebräische Alphabet einen fundamentalen Unterschied zwischen Vokale und Kon­sonanten und zeichnet die Vokale nur unvollständig auf. Daher kann die Aus­sprache aus dem Schhriftbild nur erschlossen werden, wenn man das Wort kennt.

Trotzdem, mein Tip: Schau Dir das Alphabet an. Es ist kein großer Aufwand (deutlich einfacher als Arabisch, aber ähnlich), und Du bist rasch an dem Punkt, an dem Du be­kannte Wör­ter erkennen kannst, wenn Du sie wo geschrieben siehst.

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Du stellst also (NH₄)₂[Mn₂V₁₀O₂₈] (M=1103.35 g/mol) aus Ammoniumvanadat (M=​100.98 g/mol) und Mangansulfat (M=169.02 g/mol) her. Die Reaktionsgleichung brauchen wir nicht unbedingt, denn aus den Metallatomen ist es ja klar, daß man zwei Mol MnSO₄ und zehn Mol NH₄VO₄ für ein Mol Produkt braucht.

Die Ausbeute könnte man im Prinzip sowohl aufs NH₄VO₃ beziehen als auch aufs MnSO₄. Mache wir beides:

  • Man braucht 10 mol bzw. 1009.8 g NH₄VO₃, um ein Mol Produkt (1103.4 g) her­zustellen; aus 1.75 g NH₄VO₃ kriegt man also 1.91 g; Du hast nur 0.5 g, also 26%.
  • Man braucht 2 mol bzw. 336 g MnSO₄⋅H₂O, um ein Mol Produkt (1103.4 g) her­zustellen; aus 0.7 g bekommt man also 3.28 g. Du hast nur 0.5 g, also 15%.

Aus dieser Rechnung sieht man, daß das Mangan im Überschuß zugegeben wurde, und daher ist es sinnvoll, die Ausbeute aufs Vanadium zu beziehen. Außerdem ist Vanadium teurer als Mangan, und auch deshalb sollte man die Ausbeute darauf be­ziehen. Also vermute ich, daß 26% die richtige Antwort ist.

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Das griechische Adjektiv μετέωρος metéōros kommt von ἀείρω aeírō ‘ich hebe’ und bedeutet so viel wie ‘hoch oben’, und das trifft ja sowohl für Wetterphänomnee als auch für Meteoriten zu.

  • In der Bedeutung ‘Wissenschaft vom Wetter’ kommt das Wort erstmals bei Aristo­télēs vor (zumindest glaube ich das). Seine Μετεωρολογικά Meteōrologiká be­schäftigt sich unter anderem mit dem Verdunsten und Gefrieren von Wasser.
  • Andererseits schreibt bereits Plátōn von μετεωρολόγος meteōrológos und meint damit einen Astronomen, also Sterngucker.
  • Meteoriten, als vom Himmel gefallene Steine, waren den Griechen vermutlich nicht bekannt (der Himmel galt als unveränderlich, also können Sterne nicht abstürzen). Andererseits müssen wie wohl ein Wort für die Sternschnuppe gehabt haben (also die Spur, die man am Himmel sieht), aber das weiß ich nicht.

Die Wissenschaft von den Meteoriten heißt übrigens Meteoritik, und dann gibt es auch noch die Metrologie, das ist die Wissenschaft, die sich mit Messen und Maß­ein­heiten beschäftigt (← μέτρον métron ‘Maß’). Beides hat nichts zu tun mit der Metro­pole, denn dort steckt μήτηρ mḗtēr ‘Mutter’ drin.

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Das sind äthiopische Schriftzeichen (Ge‘ez-Schrift), die in Äthiopien und Eritrea für eine Handvoll verschiedener Sprachen genutzt werden (z.B. Amharisch, Tigrinya, Tigré, Bilin). Sie transliterieren grob zu:

go rə zä śä čwa yi ə čwa hu rə zä lə rä rä čwa hu ṭä gē yi go kə nwa čwa gē čwa hu yi čwa nwa čwa ə lə yi ṭä čwa yi lə hu nä yi čwa go nä nä čwa kə hu kə ə čwa hu rə zä ə lə ṭä go pə čwa yi śa hu yi nwa čwa ke

Jedes Zeichen codiert einen Konsonanten (von denen es unzählige gibt) plus einen von acht Vokalen (ä,u,i,ā,ē,ə,o,wa), z.B. ገ=gä, ጉ=gu, ጊ=gi, ጋ=gā, ጌ=gē, ግ=gə ጎ=go, ጏ=gwa. Du siehst, daß die Vokale als Modifikationen am Konsonanten geschrieben werden.

Ob das ein vernünftiger Text ist oder reine Buchstabensuppe, kann ich Dir aber nicht sagen. Die Verteilung ist ein bißchen komisch (der Laut č kommt z.B. oft als čwa, aber niemals mit einem anderen Vokal vor, und der Vokal ā fehlt völlig), und sind keine Wortzwischenräume geschrieben. Deshalb glaube ich eher nicht, daß es sich um einen sinnvollen Text handelt, aber ich habe von den Sprachen keine Ahnung, also glaub mir nicht zu viel.

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Indonesien ist eines der landschaftlich schönsten, kulturell interessantesten und nicht zuletzt schmackhaftesten Länder der Welt. Vielleicht willst Du ja doch einmal dorthin reisen — als ich 1995 dort war, hätte mir Bahasa Indonesia sehr geholfen, denn Eng­lisch war abseits der Touristenpfade eine selten gesehene Pflanze.

Und vergiß nicht, daß Du Dich damit auch in Malaysia perfekt verständigen kannst, und teilweise auch in Singapore, auch wenn Englisch in beiden Ländern weiter ver­breitet ist.

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Das kann man z.B. mit der Kreuzmischregel lösen: Du willst aus 85%iger H₃PO₄ und 0%iger H₃PO₄ (=Wasser) eine 30%ige H₃PO₄ herstellen. Dazu mußt Du die starke Lö­sung und das Wasser im Verhältnis (30−0) : (85−30) = 30:55 = 6:11 mischen.

Da die Prozentangaben Massenanteile sind, sind die berechneten Mischungsverhält­nis­se aber auch Massenverhältnisse. Du darfst also nicht 6 ml der 85%igen H₃PO₄ mit 11 ml Wasser mischen, sondern mußt 6 g + 11 g nehmen. Für Wasser ist das kein Pro­blem, weil ein Milliliter fast genau ein Gramm wiegt (bei 25 °C sind es 0.998 g), aber bei der Phosphorsäure kommt man um Rechnung mit der Dichte nicht herum: Für 85%ige H₃PO₄ gilt ρ=1.689 g/ml, für 30%ige ist ρ=1.1805 g/ml.

Die m=6 g 85%ige H₃PO₄ nehmen also ein Volumen von V=m/ρ=3.55 ml ein, die 11 g Wasser eines von 11.02 ml. Beim Zusammenschütten erhält man 17 g der 30%igen H₃PO₄ oder 14.4 ml (beachte, daß Massen additiv sind, aber Volumina nicht notwen­di­ger­weise — das Gesamtvolumen ist 1.2% kleiner als die Summe der Einzelvolumina).

Jetzt haben wir also die richtigen Volumsverhältnisse: 3.55 ml 85%ige H₃PO₄ plus 11.02 ml Wasser ergeben 14.4 ml 30%ige H₃PO₄. Du willst aber 5 Liter der verdünn­ten Phosphorsäure, also skalierst Du das entsprechend um (multipliziere alle drei Zah­len mit 5000/14.4) und erhältst die Lösung: 1233 ml 85%ige H₃PO₄ plus 3827 ml Wasser ergeben 5000 ml 30%ige Phosphorsäure.

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Was passiert denn den Deiner Reaktion?

  • Die C–H-Bindung wird abgerissen; das kostet lt. Angabe 423 kJ/mol.
  • Die H–Cl-Bindung wird geschlossen; da ihr Brechen lt. Angabe 431 kJ/mol kostet, bringt Dir die Bildung dieser Bindung −431 kJ/mol ein
  • Deine Gesamtreaktion ist Summe von beiden (sonst passiert ja nichts), also ist die Reaktionsenthalpie die Summe beider Zahlen, also −8 kJ/mol.
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