Warum wollen so gut wie alle europäischen Länder in die EU?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch Norwegen will nicht. In vielen Staaten gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die aus der EU heraus wollen. 

Andererseits erhoffen sich Länder wie die Balkanstaaten Zahlungen aus dem Regionalfonds und Zugang zu billigen Krediten, siehe Griechenland nach 2000. 

Sie sehen in der EU einen angenehmen Geldtransfer von West nach Ost.

 Polen erhielt 2014 15 Mrd. Euro, Rumänien 4,5, Griechneland 5 etc. 

Gezahlt haben Deutschland 15 Mrd. Euro, Frankreich 7, GB 5 und NL auch 5 Mrd. 

Dafür müssen diese Länder ihren Markt noch weiter für westeuropäische Waren öffnen. Ihre eigene Wirtschaft hat es schwer. 

Sind diese Kredite dann irgendwann fällig ?
Also angenommen man gebe einem der Balkanländer 5 Milliarden.
Wie wollen die denn dass zurück zahlen ?

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@Zekbash

Am Beispiel Griechenland sieht man: Sie haben die Kredite ausgegeben und könne sie nicht zurückzahlen. Dann wollen sie weitere Kredite, um die ersten zurückzuzahlen. usw.

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Krass. Also treiben sich so Länder durch ihren Wunsch in die und dieKredite der EU nur in den Ruin ?
Kann man auch aus der EU "rausfliegen"?

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@Zekbash

Wenn man keine Kredite mehr gibt, wäre GR pleite und müsste austreten. Die EU-Oberen wollen Griechenland aber um jeden Preis drinhalten, Also müssen wir zahlen und zahlen. Ohne dass GR wirtschaftlich auf die Beine kommt. 

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Also heisst es ja im Endeffekt die EU macht stärkere Länder wie Deutschland, Frankreich und Spanien ärmer?

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@Zekbash

Ja, durch Regionalförderung und vor allem dadurch, dass die Nullzinspolitik die Sparer in D und ähnlichen Ländern ärmer macht, um den südlichen Ländern die Kredite zu verbilligen.

Frankreich ist schon fast ein Problemland, Spanien ganz klar, wie auch Portugal, Italien und Griechenland. 

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In die EU wollen nicht alle europäischen Länder. In einigen Ländern denken die Politiker über einen Austritt aus der EU nach. England hat sich bereits für einen Austritt aus der EU entschieden. Diejenigen die an die EU Tür klopfen, sind meist Staaten die sich Zahlungen aus der EU Kasse erhoffen. Der eine oder andere Staat wäre sicher auch schon ausgetreten, wenn es diese finanziellen Hilfeleistungen nicht gäbe. England hat jährlich 2,3 Milliarden € in die Kasse Brüssels gezahlt. Dieses Geld können sie jetzt nach eigenem Ermessen in ihrem Staat verplanen. Durch den BREXIT entstehen freilich auch Nachteile für die Bauern, Schafzüchter in England. Die bekommen keine Subventionen mehr von Brüssel. Die Engländer haben sich von der Diktatur Brüssels abgenabelt und können frei entscheiden. Sie können ihre Grenzen schliessen , haben ihre Eigenständigkeit wieder zurück. Wie lange das Konstrukt Europa in dieser Form aufrechterhalten werden kann, wenn noch weitere Länder aufgenommen werden, die finanziell marode sind, wäre eine andere Frage. Manche sehen in den offenen Grenzen Vorteile. Ich sehe diese Vorteile nur bedingt. Bei uns nimmt durch die uneingeschränkte Einreisemöglichkeit die  Anzahl der Verbrechen zu. Wohnungseinbrüche, Diebstahl ,überwiegend von osteuropäischen Banden verursacht, die unkontrolliert einreisen, ihre Verbrechen durchführen und dann wieder ausreisen. Die Aufklärung dieser Verbrechen geht gegen null. So hat eben jede Medaille zwei Seiten. Die Schweiz macht es richtig, sie hält sich aus allem heraus und fährt damit bestens. Ähnliches würde ich mir für unser Land auch wünschen.

Nicht alle wollen in die EU, sondern nur die wirtschaftlich schwachen Länder wollen in die EU, weil sie sich davon Transferleistungen erhoffen.

Für Länder wie die Schweiz oder England bringt die EU-Mitgliedschaft (abgesehen vom Freihandel) kaum Vorteile - ansonsten sind die wirtschaftlich starken Länder die jenigen die das ganze finanzieren.

Danke für deine Antwort 👍🏼
Angenommen Albanien, die möchten ja auch in die EU.
Welche Vorraussetzungen müssen sie bringen damit sie in die EU kommen?

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@Zekbash

Ich kenne die Bedingungen nicht im einzelnen aber in den Medien werden immer wieder mal Eckpunkte genannt:

  • Abschaffung der Todesstrafe
  • Freie Wahlen
  • Bekämpfung der Korruption
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Wahrung der Menschenrechte
  • Eine funktionsfähige Marktwirtschaft

Das dürften in etwa die Grundpfeiler sein - ich glaube nicht dass Albanien es in den nächsten 20 Jahren schaffen wird.

Aber das liegt meiner Meinung nach nicht nur an der Erfüllung der Aufnahmekriterien, sondern auch daran dass die EU nur über begrenzte Kapazitäten für die Neuaufnahme von Mitgliedstaaten verfügt.

Manchmal sind es aber auch politische Erwägungen die eine Mitgliedschaft verzögern - wie z.B. im Fall von Serbien und Montenegro die sich nicht an den Sanktionen gegen Russland beteiligten.

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Hmm ok

Kriminalität und Korruption ist in Albanien eben so hoch wie in keinem anderen Land in Europa.
Bsp: Vor kurzem wollte ein libanesischer Geschäftsmann 700 mio und ca 7000 Arbeitsplätze in die albanische Riviera investieren. Drei mal darfst raten was mit dem passiert ist!
Richtig der Kerl wurde mit dem nächsten Flieger nach Türkei ins Krankenhaus gebracht.

Ist halt sehr schade, vor allem ich als Albaner weis dass, Albanien als Land zu viel mehr zu bieten hat.
Wir haben im Balkan die beste geographische Lage, unantastbare Natur so wie fasst in keinem anderen Land in Europ uvm.
Aber wie du schon gesagt hast da wird sich eben eine lange Zeit nix verändern!

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