Warum sind British Kurzhaar Katzen teuer und Europäisch Kurzhaar Katzen bekommt man oft sogar geschenkt?
6 Antworten
Marktwirtschaft! Nachfrage und Angebot. Solang man Menschen findet, die auch bei komplett hirn- und verantwortungsloser Vermehrung mehrere hundert Euro für ein BKH-Kitten in Kleinanzeigenportalen bezahlen, wird es auch Menschen geben, die genau das tun... Bei seriösen Züchtern steckt zumindest noch eine gute Portion Gesundheitsprophylaxe im Preis mit drin. Allerdings würden auch diese ihre Nachzuchten nicht mehr oder nicht für diese Preise loswerden, wenn es nicht genug Menschen gäbe, die bereit wären, diese Preise zu zahlen.
Auch ein Grund, weshalb ich Tierschutztiere jederzeit einem Rassetier vorziehen würde. Die Schutzgebühr im Tierheim fließt eben direkt wieder zurück zu den Tieren!
Die Menschen kaufen diese Kitten, weil sie die dort eben für 500 statt 1000 Euro bekommen. Und unterstützen damit eben die Vermehrerei. Und wundern sich dann, dass das Billig-Vermehrer-Kitten plötzlich richtig teuer beim Tierarzt wird, weil ohne die Gesundheitsprophylaxe rassetypische Erbkrankheiten wie HCM nun mal häufger vorkommen. Oder weil diese verantwortungslosen Vermehrer ihre Kitten eben nicht entwurmen, entflohen und impfen, bevor sie sie abgeben. Oder weil das Einzelkitten dann "plötzlich und unerwartet" eben doch diverse Verhaltensstörungen entwickelt.
Hi!
Eigentlich sollte diese Diskussion gar nicht stattfinden.
Die Tierheime quellen über mit Katzen, die dringend ein neues Zuhause brauchen.
Wenn du Menschen und Tieren etwas Gutes tun möchtest, dann geh in ein Tierheim und such dir dort eine tolle Katze aus.
Ich garantiere, dass du ganz bestimmt eine findest, die zu dir passt.
Und hier ist dann die Schutzgebühr auch vernünftig angelegt.
Weil sie selten einen Stammbaum haben. Vater unbekannt. Früher sagte man ihnen einfach eine Hauskatze. Aber heute braucht ja alles einen speziellen Namen.
Dafür sind die ganz gewöhnlichen Hauskatzen robuster, als gezüchtete Rassenkatzen. Ihre Lebenserwartung ist viel höher, also fast doppelt so lang.
Oft geht dann auch der Platz vor dem Geld, denn man will ja nichts verdienen an ihnen. Wir gaben sie nur Paarweise und zwar die zwei die auch hier am meisten Zeit miteinander verbrachten im Spiel und beim Schlafen. Und sie mussten Freigänger werden.
Trotzdem verlangten wir 100.-- pro Katze. Damit waren unsere Kosten längst nicht gedeckt. Es war mehr eine Schutzgebühr, weil wir die kleinen Rackers liebten. Der Abschied schwer fiel.
Umso schöner ist, dass wir heute, nach Jahren noch, von ihnen immer wieder mal Katzenpost in Form von Fotos oder Videos bekommen. Unsere Wahl für ihr neues zu Hause war also perfekt.
Denn wir hatten eine grosse Auswahl an Interessenten. Die besuchten uns, als wir noch die Babystube und den Transport übernahmen wir, als es so weit war, die Mama sie anfauchte und weg vom Hof haben wollte.
Das ist in der Tat 12 Wochen plus. Bevor diese Wegweisung nicht passierte, gaben wir keine Kitten raus. Denn der Zeitpunkt wurde von der Mama gewählt und somit gut.
Die wuchsen sehr liebevoll auf, nur wird man schief angeschaut, weil ein Freigänger hat kastriert zu sein. Warum darf so eine Katze nicht auch einfach 1 x in ihrem Leben Mutterglück erleben, bevor man sie kastriert.
Ich denke unsere Kitten wuchsen gerade so umsorgt auf und eben haben wunderbare Plätze bekommen. Denn niemand konnte sich Kätzchen aussuchen, das bestimmten wir. Wer zu wem passt.
Warum man Katzen nicht "nur einmal" werfen lässt? Warum Freigänger kastriert werden sollten? Ein Blick ins nächstgelegene Tierheim beantwortet dir beide Fragen! Ich hoffe, du schreibst deshalb in der Vergangenheitsform, weil das inzwischen nicht mehr vorkommt, weil ihr keine unkastrierten Katzen mehr draußen herumlaufen lasst...
Ach ja und was ist besser daran, wenn du den Vater kennst? Sogar Zuhälter spielst?
Die Katze domestizierte sich als einziges Haustier selbst. Es war eine Symbiose. Die Bauern hatten ihr Getreidelager, was natürlich kleine Nager anzog. Die perfekte Nahrung der Katze.
Sie hatte stets einen vollen Futtertopf vor der Nase und quartierte sich da ein. Dem Bauern diente sie natürlich, darum liess er sie. Gab ihr Wasser, Milchschaum von den Ziegen, damit es ihr ja gefiel bei ihm.
Es ging keine Gefahr aus und die Katze wurde zutraulicher, denn sie lebte ja im Schlaraffenland. Futter in Hülle und Fülle, bequemer Schlafplatz und Getränke direkt serviert.
So kam die Katze zum Menschen. Nur heute und das ist schade, findet der Mensch , er stehe über der Natur. Bestimmt selbst, dabei, war es ursprünglich mal ein miteinander.
Und ja, wir kastrierten jede Katze, nachdem sie mal Junge hatte. Wie beschrieben suchten wir gute Plätze.
Da frage ich dich, was spricht dagegen. Tiere in Tierheimen, waren oft einfach Fehlkäufe und dann gibt man sie dort ab. Schlimm. Sie machten Probleme, weil sie nicht richtig gehalten wurden.
Wegwerfgesellschaft...darum schauten wir auch, stellten die Messlatte hoch, wer unsere Kitte bekam.
Jede meiner Katzen durfte ein Mal in ihrem Leben Junge haben, ganz ohne Einmischung. Und ja, danach wurde sie kastriert.
Nach drei Kindern beendeten wir auch bewusst die Zeugungsfähigkeit. Nur ich war und bin gerne Mutter...hätte man mich einfach so unterbunden, würde mir was zentral wichtiges im Leben fehlen.
Du als Mensch musst deiner Katze vertrauen. Sie laufen nicht einfach weg, wenn sie sich wohl fühlen. So gab ich ihnen schon nach zwei Tagen die Möglichkeit raus zu laufen.
Die waren vorsichtig, ich vertraute ihnen, paar Schritte raus in den Garten, dann sofort wieder zurück...immer mehr, denn sie fühlten sich ja wohl bei uns. Es war nur ein erweiterter Raum, den sie nach ihrem dafürhalten entdecken konnten.
Ich vertraute ihnen, darum das Tamtam machte ich nie. Sie kamen im Sommer zu uns, die Türen waren offen, kein Problem.
Klar ist man etwas auf Nadeln, wenn die dann 10 Meter hoch auf einen Baum klettern, nur die kamen auch wieder runter, wenn auch noch etwas...nun ja, nicht gerade so elegant, wie sie es heute können.
Katzen sind gigantisch in ihrer Geschicklichkeit und auch dem Weg zurück zu finden, wenn sie darin nicht künstlich gehemmt werden Die Dynamik ist atemberaubend.
Da ist ein fixierter Blick, dann ein Sprung über den Zaun, rein ins Hühnerhaus, weil ein vorwitziger Vogel rein flog...dein Auge kommt kaum mit, denn eine Sekunde später, springt er mit dem Vogel wieder über den Zaun und frisst ihn.
Ja, Katzen sind Jäger, sie sind natürlich und der Vogel, ihn erwischt er nur so, nicht wenn sie im Hühnerhof Körner picken. Das probiert er nicht. Fliegt aber einer ins Haus, weil es dort Kraftfutter hat, dann lässt er sich nicht zwei mal bitten, er sah es.
Es ist Natur und der Mensch entfernt sich davon...bis nichts mehr bleibt, die Balance fehlt.
Das ist das typische "Argument" vieler Vermehrer: die bösen Vermehrer sind die Anderen. Unsere Würfe haben ja mit den vollen Tierheime nichts zu tun, wir sind ja doch keine richtigen Vermehrer ...
Verdammt viel Text, um zu rechtfertigen, dass du zum Problem der überfüllten Tierheime beigetragen hast, mmh?
Weil die EUK häufig als Synonym für die normale Hauskatze genannt wird - ohne Stammbaum, "ohne alles", oft vom Bauern um die Ecke oder von Bekannten, die "immer schon mal Katzenbabies aufziehen wollten" - die BKH wiederum von seriösen Züchtern mit Stammbaum (also die Katzen, nicht der Züchter ;-)) und entsprechend verbundenen Kosten einer guten Aufzucht verkauft werden.
nicht alles was als BKH verkauft wird ist auch reinrassig. Und auch nicht von einem seriösen Zühjter
Doch - denn sonst ist der Züchter offensichtlich(!) nicht seriös.
, es gibt genügend Vermehrer, die diese Katzen als BHK verkaufen. Und es viele naive Menschen glauben, die nicht wissen das man nur von einer BHK reden kann, die in einem Verein gezüchtet wird. Eben nur für zuchttauglich eingestufte Katzen, mit Stammbaum und Papieren
Ja doch! Meine Güte - warum hab ich wohl EXTRA das Wort "seriös" aufgenommen??
Mal kurz überlegen!
EKHs sind einfach nur gewöhnliche hauskatzen ohne Standard und Rasse. Sie zählen nicht mal als mix im Normalfall weil selten eine Rasse eingekreuzt wurde.
Eine BKH wiederum ist eine Rasse die schon seit über 100 Jahren gezielt gezüchtet wird.
Na ja, wenn ich in ein Kleinanzeigenportal schaue, dann sind ca. 70% aller angebotene Kitten BKH-Mixe.
Dann gibt es noch ein paar Maine coons, Bengale, Perser, Ragdolls, BLH
Die Vereinszüchter machen 5-10% aus, dann gibt es Tierschutztiere ind ein paar EKH.
Ich vermute mal, dass sich viele ein BKH-Mix kaufen, weil der Markt damit überflutet ist und das schlicht die Kitten sind, die zum Verkauf stehen.