Warum schauen schüchterne Männer weg?

17 Antworten

Das Wegschauen, die Unfähigkeit einen Blick nicht aufrecht erhalten zu können ist ein Symptom der Unsicherheit und als sowas wie eine Schutzreaktion zu verstehen.

Er scheint einerseits Gefallen an Dir zu finden, aber andererseits ist es ihm unangenehm, ertappt worden zu sein. Diese Männer empfinden sich selbst als ungenügend und generell für nicht gut genug gegenüber jede Frau, die sie begehren.

Wie kommt sowas zustande?

Zu einem geringen Teil mag das vielleicht an den Genen liegen. Zum wesentlich größeren Teil liegt es an der Konditionierung durch Erziehung, Umfeld und auch durch die Medien.

Es könnte sein, dass der Mann während seiner Erziehung von den Eltern sehr streng behandelt wurde, an der kurzen Leine gehalten wurde, viel Kritik und Tadel über sich ergehen lassen musste, ohne dass es hinsichtlich Zuspruch, Lob und Geborgenheit einen gleichwertigen Ausgleich gegeben hätte.

Es könnte sein, dass der Mann viel mit gleichgesinnten Kumpels abhing, die ebenfalls Probleme mit dem anderen Geschlecht haben und sich untereinander stetig herunterziehende Weisheiten austauschen, bis sich dieser Gedankenmüll fest in ihren Köpfen eingebrannt hat und jedes Mal Panik kriegen, wenn sie eine schöne Frau sehen.

Den Rest erledigen die Medien. Ob in Filmen, Reality-Formaten oder Reportagen. Der schüchterne Mann bekommt regelmäßig Szenen vorgespielt, in denen andere Männer oft als aufdringliche Säufer, Frauenschläger und Frauenschänder dargestellt werden. Oder in anderen Szenen widerum, dass Männer stets notgeil sind, während in den selben Szenen Frauen Sex als etwas Schmutziges betrachten, was nur Perverse machen.

Hier wird stets das "Männer sind alle gleich. Männer wollen nur das Eine. Männer sind alles Schweine"-Klischee bedient. Sie treten in verschiedenen Szenen als Stalker, eifersüchtige Psychopaten oder Dauergeile auf. Andere Szenen zeigen ebenso verunsicherte Männer, die dann mal über ihren Schatten springen und bei den Frauen eine fiese Abfuhr nach der anderen kassieren. So, als bestehe die absolute Mehrheit der Männer nur aus Verlierern und Widerlingen, die für Frauen nur eine Belästigung darstellen und dazwischen vielleicht ein paar wenige erfolgreiche Typen, die alles im Leben bekommen.

So wie es uns das Reality-Format vorspielt. Und wenn Reality draufsteht, muss es ja auch die Realität wiederspiegeln. Sonst würds ja nicht draufstehen.

Wobei sich der Fokus meistens dann immer mehr auf die negativen Botschaften richten, weil diese stärker polarisieren.

Und wenn solche Männer anhand dessen ihr eigenen Leben vergleichen, kann man sich ja denken, welcher Kategorie Mann sie sich dann zugehörig fühlen.

Wenn Sie dann eine attraktive Frau erblicken, sich vielleicht dabei noch vorstellen, wie es wäre, ihr ganz nah zu sein und sie dabei noch ertappt werden, indem die Frau auch noch zurückschaut, dann ist es ihnen unendlich peinlich und sie fühlen sich dabei schon wie ein Stalker, den er stets vorgeführt bekommen hat und innerlich ablehnt.

Er möchte auch nicht zu den typischen Männern gehören. Er möchte gerne der Mann sein, der anders ist wie die anderen. Und so verbirgt, unterdrückt und verleugnet er seine sexuellen Bedürfnisse, aus der Angst heraus, von den Frauen dafür geächtet zu werden.

Dass ein Mann mit solchen Überzeugungen noch in der Lage wäre, eine Frau in die Augen zu schauen, geschweige denn anzusprechen, ist daher nicht mehr zu erwarten.

Und ich bin hier immer noch recht oberflächlich herangegangen, denn die Thematik ist schon sehr komplex, vielseitig und tiefgründig.

Es ist eines von vielen Indizien dafür, dass Erziehung, wie wir sie kennen, in vielen Punkten auch über ihr Ziel hinausschießen und in Kombination mit der medialen Indoktrination ganze Persönlichkeiten nicht nur verunsichert, sondern regelrecht verwurstet werden.

Doch es gibt keine Geschichte und keinen Hintergrund, der auf alle schüchternen Männer passt.

Jede schüchterne Mann hat seine eigenen Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die ihn zu einer verunsicherten Person geformt haben.

Das Verhalten sitzt tief in uns drin, also evolutionär meine ich und es betrifft nicht nur die Männer. Wenn jemand sich einem anderen unterlegen fühlt oder Ehrfurcht hat, sich bei schmutzigen Gedanken ertappt fühlt, die er für unrealistisch hält oder aus anderem Grund glaubt, nicht auf gleicher Augenhöhe zu stehen, guckt er weg, wenn jemand Blickkontakt aufnehmen will.

Es ist einfach ein Signal. Warum genau das und weshalb schüchterne Menschen nicht zum Beispiel aus Verlegenheit anfangen, zu winken, das weiß ich nicht.

Im Tierreich gibt es ähnliche Gesten. Da zeigen sich die Tiere ihre verwundbarsten Stellen. Manche Tiere senken den Kopf und offenbaren das Genick, andere legen sich zum Beispiel auf den Rücken.

Mit dem sich gegenseitig Anschauen ist das immer so eine Sache.

Einige vertreten die Ansicht, man solle sich grundsätzlich immer in die Augen schauen. Genauso gilt es aber auch als unhöflich andere starr anzublicken.

Wie soll man es also machen^^?

Dazu kommt auch noch die Befangenheit, wenn man jemand sieht, der einem sympatisch ist. Und natürlich auch die Tagesform.

Diese Diskrepanz, die doch hier zwangsweise herrschen muss, kann ja nur zu solchen anscheinend komisch wirkenden Verhaltensweisen führen. Hier muss also irgendwie ein Mittelweg gefunden werden. Wie der aussieht ? Keine Ahnung^^!

Ich hätte genausogut der Mann in Deiner Story sein können :)

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