Warum schadet zu viel Wasserverbrauch der Umwelt?

7 Antworten

Die Frage hast Du verkehrt herum gestellt!

"Warum schadet der Wassersparwahn der Umwelt?"

Zunächst kann man Wasser nicht verbrauchen. Man kann es bestenfalls verschmut-zen und reinigen. Und zur Reinigung muss das Wasser erst einmal fließen.

Hierzulande hat der Wassersparwahn dazu geführt, dass das Trinkwasser in den Leitungen verkeimt, weil es fast steht. Und stehend Wasser stinkt! Zugleich verstopfen die Abwasserkanäle mangels Durchfluss. Um den gesunden Wasserkreislauf zu retten, müssen die Wasserwerker immer öfter frisch geklärtes Trinkwasser in die Abflusskanäle spülen. Dabei wird alles immer aufwändiger an Arbeit und Energie, und die Wasserpreise steigen dann zwangsläufig! Wasser sparen schadet der Umwelt!

Das Problem ist:

  • Das Wasser ist danach nicht mehr sauber

-je verdünnter der Dreck, desto schlechter und teurer ist die Reinigung des Wassers

  • Trinkwasser muss man sammeln, überprüfen, reinigen, transportieren. Das sind mehrere Mia jährlich an Kosten für Bau, Kontrolle, Unterhalt (nur D, nur CH, nur Ö)
  • Es sind noch viel mehr direkte Kosten durch den Abtransport von Abwasser inkl. Reinigen und der Ganzen Folgeschäden, weil es nicht gereinigt wird.
  • in anderen Ländern muss ein Familienmitglied aufpassen, dass niemand die Bewaesserung umstellt und das Wasser klaut. Wasser haben oder nicht entscheidet über Tod oder Leben, Hunger und Reichtum, es geht um Mia , Kriege und Tote.
  • Oben Wasser zu nehmen, bedeutet Unterliegern Wasser zu nehmen, bzw. es ihnen dreckig und toxisch zu liefern. Wo zu viel Wasser genommen wird, wird es unterliegenden

Späte Antwort, kann's mir aber nicht verkneifen:
hier ist (wie immer) rational denken und differenzieren besser als sture Ideologie und schwarz-weiss Antworten.

Im Privatbereich:
Wenn mit " Wasser verbreuchen" die unsäglichen Sparspüler im Klo gemeint sind, dann ist das Quatsch. Denn, der Dreck muss geklärt werden, und dazu muss das Klärwerk eine bestimmte Konzentration des Drecks haben. Die kippen inzwischen Wasser dazu, weil aus den Haushalten zuwenig kommt (klar, der Haushalt spart befristet, weil er weniger Wasser bezahlt - dafür wird die Aufbereitung teuerer, und er zahlt am Ende mehr für's Wasser).
Aus Umweltsicht: wenn genug Wasser da ist, kann man es auch runterspülen. Wenn in heissen Sommern mal Knappheit herrscht sollte man im Garten sparen - nicht im Klo.

In der Landwirtschaft/Industrie:
Dinge die zur Herstellung Wasser brauchen - brauchen es eben. Denke da wird schon aus wirtschaftlichen Gründen optimiert (würde mich wundern wenn nicht). Und in unseren Breiten gibt es - abgesehen von wenigen Ausnahmen - auch genug Wasser (siehe unten). Dass die Viecher bei uns zuviel Wasser saufen oder die Landwirtschaft zuviel wässert sehe ich nicht und halte ich für Blödsinn. FLieg mal über die Wüsten in den USA - da gibt es riesige bewässerte Gebiete und das sieht die Situation anders aus.

Global betrachtet:
Du kannst hier bei uns sparen soviel du willst - das ändert nichts daran, daß in anderen Ländern z.T. Wasserknappheit herrscht.
Das hier "gesparte" Wasser wandert nicht durch Zauberhand nach Afrika oder Bangladesh als Trinkwasser in deren Leitung.

Insbes. in Entwicklungsländern liegt es (insbes. in den Städten) häufig daran, daß Wasser zu sehr verschmutzt wird (wer mal die in der 3. Welt war, und die Kloakenflüsse die durch die Städte fliessen gesehen hat, weiss was ich meine...).
Hier wäre Entwicklungshilfe und Bau von Kläranlagen sicher besser investiert als im Wassersparen zuhause.

Weiters gibt es natürlich noch Extremfälle in wüsten- oder wüstennahen Gebieten (stellvertretend Golanhöhen). Hier gab es schon immer wenig Wasser und es ist schlicht die Bevölkerung zu sehr gewachsen, als daß das wenige Wasser ausreicht. Da kommt es dann immer wieder gerne zu Konflikten.
Oder, bei Einigung, zu Dammbauten und Leitungen, wie z.B. in den USA, wo der Hooverdamm halb Californien mit Wasser versorgt. Bei Einigung und internationaler Zusammenarbeit könnte man also auch da durchaus was machen.
(Umweltschützer sollten dann aber nicht unreflektiert gegen Dammbau protestieren ;-)

> Das hier "gesparte" Wasser wandert nicht durch Zauberhand nach Afrika

:-)

Und auch die hier nicht produzierten Plastiktüten verringern nicht die Anzahl der in Indien ins Meer gespülten :-(

Die hiesige Landwirtschaft (genauer die Mast-Betriebe in und um NRW) verursacht schon ein Wasserproblem - nicht durch Verbrauch, sondern durch Verseuchung. Zu viel Gülle auf den Feldern ergibt zu viel Nitrat und Antibiotika im Grundwasser.

Landwirtschaft ist die einzige Industrie, die ihren Abfall ungestraft in der Landschaft verteilen darf :-(

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@TomRichter

dem kann man nur zustimmen - warum z.B. gegen den unverantwortl. Einsatz von Antibiotika in der Tiermast so wenig getan wird (das wäre gesetzl. leicht zu machen) ist mir ein Rätsel.

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@sarahj

Da muss man sich wohl fragen, welche Partei traditionell den für Landwirtschaft zuständigen Minister stellt... auch wenn ich nicht verstehe, wieso die Kleinbauern die Partei wählen, die sich vehement für die Interessen der industriellen Tiermast einsetzt.

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Nun, da Wasser wird natürlich nicht verbraucht.

Allerdings wird das Süßwasser, welches schon relativ selten auf diesem Planeten ist, verunreinigt. Die Verunreinigung muss mit Energieaufwand wieder entfernt werden.

Es ist also nicht ressourcenschonend unnötig Wasser zu "verbrauchen" (verschwenden/verunreinigen).

Gruß

Der Wasserverbrauch schadet NICHT der Umwelt.

Die Kontamination von Wasser hingegen schadet allen Lebewesen.

Es gäbe eigentlich auch genug Trinkwasser auf der Welt, die Frage ist nur, wo es sich befindet. Problematisch sind die Mengen, die auf die Meeresfläche abregnen und damit den Salzwassertopf vergrößern.

Leidet ein Land unter Wassermangel, tut es gut daran, von Viehhaltung auf hauptsächlich Getreideanbau zu wechseln.

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