Warum gibt es keine Gezeiten in Binnenseen und Flüssen, oder anderen Gewässern, außer in den Meeren natürlich?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Warum werden die Gezeiten an den Ozeanen so auffällig aber im Mittelmeer schon geringer und in Binnenseen praktisch unmerklich? Die Ursache dafür ist dass die winzigen Gezeitenkräfte des Mondes auf die grossen Wassermassen eines Ozeans gleichmäßig und andauernd wirken und die Ozeane frei diesen kleinen Kräften folgen können. So gelingt es eine unmerkliche Kraft über tausende Kilometer zu akkumulieren und eine Bewegung zu erzeugen die merkbar wird wenn sie auf die Küsten trifft.  http://dermond.at/gezeiten.php

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo! Tut sie, aber es wird halt sehr wenig Masse bewegt. Kaum bekannt : 

Selbst die Erdkruste wird durch die Gravitationskraft des Mondes periodisch leicht angehoben - um bis zu 32 Zentimeter.

Und : Wir haben faktisch immer zwei Flutberge zugleich: Einen auf der dem Mond zugewandten Seite der Erde, der durch die Anziehungskraft des Mondes hervorgerufen wird, einen zweiten auf der entgegengesetzen Seite der Erde. Dieser entsteht durch die Fliehkraft, die auf die Erde wirkt, weil sie sich um den Schwerpunkt des gemeinsamen Systems Erde-Mond bewegt.

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich gibt es Gezeiten in Seen und Flüssen, aber dort bemerkt man das nicht so deutlich. Da das Wasser nicht so viel Ausweichraum hat wie am/im Meer.

Bestimmt kann man das Messen, aber mit den menschlichen Sinnen nicht wahrnehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei wirklich großen Seen wie z.B. den Great Lakes in den USA gibt es durchaus Gezeiten, wenn auch nicht so stark wie im offenen Meer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Prinzipiell wirken die Gezeiten überall.

Selbst auf die nur scheinbar feste Erdkruste. Dank der darunter befindlichen flüssigem Magma hebt und senkt sich der Erdboden 2 mal pro Tag um rund einen halben Meter. Das merkst du aber nicht (und auch sonst niemand) weil man sich nicht relativ zur Umgebung bewegt, sondern gemeinsam mit ihr.

Bei den Flüssen ist keine Gezeitenwirkung messbar. Natürlich mit der Ausnahme der Flussdeltas, in die das Wasser durch die Flut des Meeres hineingedrückt wirrd.

Bei größeren Seen sind die Gezeiten durchaus mesbar, z.B. am Bodensee. Allerdinghs ist da der Unterschied zwischen Gezeitenhochstand und -niedrigwasser bereits kleiner als die typische Wellenbewegung.

Bei den Meeren ist der Effekt nur deshalb so groß, weil sich die Gezeitenwelle über große Entfernungen aufbauen kann und dann auf das feste Ufer trifft. Natürlich deutlich verstärkt bei V-förmigen Buchten und Flussmündungen.

Dass der Gezeiteneffekt stark von der Wassermenge abhängt erklärt auch, warum der Mond wirklich keinerlei Auswirkung auf einzelne Menschen hat. Wir - die Menschen - bestehen zwar auch aus viel Wasser, aber die abolute Menge ist nicht vergleichbar mit einem Meer, auch nicht mit der Ostsee (deutlich sichtbare, aber eben kleine Gezeiten) und aauch nicht in der Größenordnung des Bodensees.

Die Anziehungskraft des Mondes auf Dich ist kleiner als die Gravitationswirkung eines Autos, das an Dir vorbeifährt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Chavez2012
27.11.2015, 22:31

"Bei den Flüssen ist keine Gezeitenwirkung messbar"...Warum ist denn bei Flüssen keine Gezeitenwirkung messbar? Dieser Punkt ergibt für mich keinen Sinn. 

1

Im Prinzip gibt es auch in Binnengewässern Gezeiten. Doch sind sie dort zu schwach, um wahrgenommen zu werden.

Die Ozeane sind so breit und so tief, dass die schwachen Gezeitenkräfte merkliche Wassermassen bewegen können.

Ähnlich wie ein mäßig starker Wind eine Pfütze praktisch nicht bewegt, auf einem Binnensee zentimeterhohe Wellen erzeugt und auf dem Meer meterhohe Wellen. Hier kann der Wind auf einer viel größeren Fläche angreifen und die Wellen werden nicht schon ziemlich früh am Grund gedämpft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du irrst dich. Gezeiten gibt es durchaus in Flüssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Chavez2012
25.11.2015, 14:44

Binnenseen auch?

0

Theoretisch wirkt der Mond auch im Sinne von Gezeiten auf kleinere Gewässer. Allerdings ist der Tidenhub so gering, dass er nicht ins Gewicht fällt, bzw. praktisch nicht messbar ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt durchaus Flüsse mit Gezeiten. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Tidefluss


Auch bei einem See gibt es Gezeiten, nur ist der Effekt extrem viel kleiner, da auch viel weniger Wasser vorhanden ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gezeitenkräfte wirken überall und überall gleich.

Gezeiten selber - also das messbare Ansteigen des Wasserspiegel - jedoch gibt es nur bei den Ozeanen.

Die Höhenunterschiede entstehen nicht, weil die Anziehungskraft des Mond die Wassermassen "anhebt". Sie entstehen, weil das Gravitationsfeld des Mondes das der Erde "verbiegt" und die Massen der Erde ständig versuchen ein hydrostatisches Gleichgewicht einzunehmen.

Dabei sind die Wassermassen der Ozeane, diejenigen Massen, die am schnellsten in die Gravitationssenken strömen.

Aber sie werden von den Kontinenten daran gehindert und stauen sich deshalb an den Küsten auf.

Die Wassermassen kleiner Seen und Gewässer folgen dem Gravitationsfeld ohne Behinderung und vor allem ohne zeitliche Verzögerung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NutzlosAlpha
25.11.2015, 22:56

Gezeitenkräfte wirken überall und überall gleich.

Wirklich? 

Die Höhenunterschiede entstehen nicht, weil die Anziehungskraft des Mond die Wassermassen "anhebt". Sie entstehen, weil das Gravitationsfeld des Mondes das der Erde "verbiegt" und die Massen der Erde ständig versuchen ein hydrostatisches Gleichgewicht einzunehmen.

Bist du dir sicher, dass der Mond das Schwerefeld der Erde verbiegt? Ich wäre es nämlich nicht. Den Abschnitt solltest du vielleicht nochmal überarbeiten bzw. neu formulieren. 

Dabei sind die Wassermassen der Ozeane, diejenigen Massen, die am schnellsten in die Gravitationssenken strömen.

Die Wassermassen kleiner Seen und Gewässer folgen dem Gravitationsfeld ohne Behinderung und vor allem ohne zeitliche Verzögerung.

Nichts für Ungut, aber wenn ich das lese, wird mir Angst und Bange.

0

Was möchtest Du wissen?