Warum gärt gekochter Traubensaft nicht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

An den frischen Früchten/Weinbeeren sind gerne z.B. Sporen von natürlichen Hefen, die reichlich durch die Luft "schwirren". Wenn du die Trauben bzw. den frischen Traubensaft nun (wenigstens) pasteurisierst oder sogar kräftig aufkochst, sind die Hefen abgetötet. - Dann ist Schluss mit der Gärung.

Der Traubensaft aus der Flasche ist auch zumindest pasteurisiert. - Wenn du nun lebendige Hefe hinzu gibst, verarbeitet die Hefe den Zucker zu Alkohol.

Wie du weißt, ist Alkohol "das Pipi" von der Hefe, also ein Stoffwechselprodukt und die Hefe atmet CO2 aus; so wird dann Sekt aus Wein, wenn ein Verschluss auf der Flasche ist.

Dankeschön, hat mir sehr weitergeholfen!!

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Ich nehme mal an, dass der Traubensaft, dem zusätzlich getrocknete Hefe hinzugefügt wurde, wegen der Menge der Hefe schneller gärt. Oder sehe ich das falsch?

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@SimbaLoewe

Darauf kann ich beim besten Willen nicht kompetent antworten. Ich vermute, dass "echte" Hefe - z.B. vom klassischen Hefewürfel - vitaler und leckerer ist, als Trockenhefe.

Die Winzer benutzen zum Wein machen wahrscheinlich auch speziell gezüchtete Hefen, wenn sie nicht ganz einfach nur die natürlichen Hefen wirken lassen, die schon auf den Trauben drauf sind.

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@RubberDuck1972

Die Frage bezog sich eigentlich lediglich darauf, ob es schneller gärt, wenn man zusätzlich noch Hefe hinzugibt - dabei ist mir die Art von Hefe egal. Aber trotzdem dankeschön fürs Antworten :)

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@SimbaLoewe
  1. Wenn dir die Art der Hefe egal wäre, hättest du nicht nach "Trockenhefe" gefragt.
  2. "zusätzlich" Hefe kann nicht die Frage sein, wenn es um eine pasteurisierte Grundmasse/Grundflüssigkeit geht. Denn die abgetötete Hefe ist ja nicht wirksam. Deshalb kein "zusätzlich", sondern ein "überhaupt" Hefe zusetzen.
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@RubberDuck1972

Beim Versuch gab es mehrere Ansätze - einer davon war frischer Traubensaft, nicht aufgekocht, mit Hefe versetzt - dort war ja aber vorher auch schon "natürliche" Hefe enthalten. Trockenhefe habe ich gesagt, da ich diese verwendet habe, hätte jetzt aber auch ein Hefewürfel sein können, wäre ja mehr oder weniger aufs Gleiche rausgekommen.

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Hallo,

das mit dem Erhitzen tötet die momentan vorhandenen Hefen ab. Die dauerhafte Verhinderung der Gärung funktioniert aber nur, wenn anschließend Luftabschluss erfolgt. Sonst kommt es über die Luft zur Infektion mit Sporen von wilden Hefen, die die Gärung auslösen. Wenn du eine Flasche pasteurisierten Saft öffnest, dann wird der Saft auch ohne Zugabe von Hefe daher über kurz oder lang anfangen zu gären- im Kühlschrank nicht so schnell wie in der Wärme. Das ist der Grund, dass man ihn nach dem Öffnen dort aufbewahrt.

Dankeschön!!

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Kleiner Tipp: Könnte irgendwas passiert sein, dass den Faktor, der die Gärung verursacht, ausschaltet?

hmm, ich würde eher fragen, was den Traubensaft zum gären bringt...

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Naja, da wird ja wohl nicht einfach die Glucose "weggekocht", oder?

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@hydrahydra

Oh shit, hahah, das macht Sinn, dankeschön :) Aber ist denn allgemein in jedem Traubensaft bzw. den Trauben Hefe? Oder entsteht die im Gärungsprozess? Sorry, falls das n bisschen dumm rüberkommt, hab mich noch nicht sooo sehr mit dem Thema beschäftigt und verstehe es allgemein nicht so. Würde mich nochmal über eine Antwort freuen :)

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@SimbaLoewe

"Oder entsteht die im Gärungsprozess?" - Wie soll denn ein Organismus einfach so aus dem Nichts entstehen?

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@hydrahydra

Wie gesagt, ich bin nicht die beste in Chemie bzw. Biologie und würde mich deshalb auf eine Antwort auf die Frage freuen.

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@SimbaLoewe

Auch mit ein paar Defiziten in Chemie und Bio sollte man doch wissen, dass ein Organismus nicht einfach so entsteht. Wo sollte der denn herkommen?

Hefepilze kommen überall in der Natur vor, gerne auch an Früchten. Darum gären Säfte ja, wenn man sie nicht sterilisiert.

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@SimbaLoewe

Und aus dem gleichen Grund halten Nahrungsmittel in Dosen und Weckgläsern so lange. Da werden halt die Mikroorganismen durch Kochen abgetötet, die sonst für die Gärung, bzw. das Vergammeln sorgen würden.

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