Warum feiern Zeugen Jehovas nicht die Geburt Jesu?

10 Antworten

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Es gibt mehrere Gründe, warum Jehovas Zeugen kein Weihnachten feiern:

➭ Jesus hat geboten, seinen Todestag zu begehen, aber nirgendwo geboten, seinen Geburtstag zu feiern (Lukas 22:19, 20).

➭ Die Apostel und die ersten Jünger Jesu kannten kein Weihnachten.

In dem Werk Religion in Geschichte und Gegenwart heißt es: 'Christi Geburtstag als liturgische Feier am 25. 12. ist erstmals im röm. Chronographen von 354 bezeugt'.

Wie weiter erklärt wird, 'begann Rom in der Ära Konstantins ... das Natalis Christi' oder die Geburt Christi zu feiern — sprich erst rund dreihundert Jahre nach dem Tod der Apostel Jesu.

➭ Es gibt keinen Beleg dafür, dass Jesus am 25. Dezember geboren wurde. An welchem Tag Jesus zur Welt kam, sagt die Bibel nicht.

➭ Weihnachten hat seine Wurzeln in heidnischen Bräuchen und Riten und ist daher nach unserem Bibelverständnis für Gott nicht akzeptabel (2. Korinther 6:17).

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Viele feiern Weihnachten, obwohl sie wissen, dass es heidnische Wurzeln hat und eigentlich nicht mit der Bibel zu belegen ist. Sie denken vielleicht: Das muss man doch nicht so eng sehen, das feiern schließlich alle, wieso sich da zum Außenseiter machen?

Die Bibel appelliert dazu, sich selbst von den Sachverhalten zu überzeugen und sich ein vernünftiges Urteil zu bilden (Römer 12:1, 2). Und sie macht klar, wie wichtig Wahrheit ist (Johannes 4:23, 24).

Es ist uns als Zeugen Jehovas zwar nicht gleichgültig, wie andere über
uns denken. Nur: Wir möchten uns auch dann an biblische Grundsätze
halten, wenn wir damit gegen den Strom schwimmen.

Auch wenn wir als Zeugen Jehovas entschieden haben, kein Weihnachten zu feiern, respektieren wir das Recht anderer, ihre eigene Entscheidung zu treffen. Möchten sie Weihnachten feiern, mischen wir uns nicht ein.



Apropos Konstantin, hat er nicht auch das Kreuz eingeführt?

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@Patchouli

Hallo Patchouli,

zum Thema Konstantin und das Kreuz habe ich das gefunden:


In der Catholic Encyclopedia ist zu lesen: „Die Urform des Kreuzes scheint das sogenannte Gammakreuz (crux gammata) gewesen zu sein, bei Orientalisten und Studenten der prähistorischen Archäologie besser unter dem Sanskritbegriff Swastika bekannt.“ Dieses Zeichen war im Hinduismus in Indien und unter Buddhisten in weiten Gebieten Asiens verbreitet und findet sich dort nach wie vor in Ornamenten und Verzierungen.

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Es ist nicht genau bekannt, wann das Kreuz zum „christlichen“ Symbol wurde. W. E. Vine schreibt: „In der Mitte des 3. Jh. A. D. hatten die Kirchen entweder gewisse Lehrpunkte des christlichen Glaubens verlassen oder aber entstellt.

Um das Ansehen des abgefallenen kirchlichen Systems zu heben, wurden Heiden ohne Erneuerung durch Glauben aufgenommen, und es wurde ihnen erlaubt, ihre heidnischen Zeichen und Symbole weitgehend beizubehalten“ — das Kreuz eingeschlossen (An Expository Dictionary of New Testament Words).
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Manche Autoren führen an, Kaiser Konstantin, ein Anbeter des Sonnengottes, habe behauptet, auf einem seiner Kriegszüge (im Jahr 312) in einer Vision ein Kreuz über der Sonne gesehen zu haben und dazu die lateinischen Worte „in hoc vince“ (in diesem siege).

Etwas später wurde ein „christliches“ Zeichen (siehe Abbildung) auf den Bannern, Schilden und Rüstungen seiner Armee angebracht. Konstantin bekehrte sich angeblich zum Christentum, wenngleich er erst 25 Jahre später auf dem Sterbebett getauft wurde. Ob aus dem richtigen Motiv, wird von manchen bezweifelt.

Dazu heißt es in einer Quelle: „Bei ihm sah es eher so aus, als wolle er das Christentum zu etwas machen, was seine Untertanen am ehesten als katholische [allumfassende] Religion annehmen würden, und nicht etwa, als sei er zu den Lehren des Nazareners Jesus bekehrt worden“ (The Non-Christian Cross).

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Seither sind Kreuze in vielen verschiedenen Formen in Gebrauch gekommen. In einem Wörterbuch zur Bibel wird beispielsweise zu dem T-förmigen Antoniuskreuz erklärt, manche seien der Meinung, es gehe „auf den Buchstaben Tau zurück, das Symbol des [babylonischen] Gottes Tammuz“.

Dann gibt es noch das X-förmige Andreaskreuz und das bekannte lateinische Kreuz mit einem Längsbalken und einem kürzeren Querbalken oberhalb der Mitte. Letzteres gilt fälschlicherweise „nach der Tradition als die Form des Kreuzes, an dem unser Herr starb“.
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Quelle:
Der Wachtturm, 1. März 2011, (Auszug bearbeitet)

8

Jesus hat Christen nie geboten, seine Geburt zu feiern. Er gebot vielmehr seinen Jüngern, eine Feier zum Gedenken an seinen Tod abzuhalten oder sich seines Todes zu erinnern (Lukas 22:19).

Woher ich das weiß:Recherche

Die ersten Christen feierten auch keinen Geburtstag. Der Brauch, Geburtstag zu feiern, entstammt der falschen Religion des Altertums. Wahre Christen beschenken einander zu anderen Zeiten des Jahres und verbringen schöne Stunden miteinander.

Woher ich das weiß:Recherche

Die beiden einzigen in der Bibel erwähnten Geburtstagsfeiern wurden von Personen veranstaltet, die Jehovah nicht anbeteten. (1.Mose 40:20-22; Markus 6:21,22,24-27).

Die ersten Christen feierten auch keine Geburtstage.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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