Warum fahrt ihr immer noch Auto und nicht Bahn?

46 Antworten

Bahnfahren kann ich hier auf meinen täglichen Wegen vergessen. Da fährt keine in diese Richtung.

Momentan fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, weil es draußen ziemlich kalt ist und es heute auch geschneit hat. Ansonsten, so ab 3° C aufwärts, fahre ich mit dem E-Bike zur Arbeit.

Weitere Strecken fahre ich gerne mal mit der Bahn, wenn die Verbindung passt.

Ich fahre zwar kein Auto , aber gegenüber Bussen und ggf. U-Bahn / Tram ist die Bahn leider doch relativ betrachtet in diesem Vergleich noch deutlich zu unzuverlässig, wenn man die Bahn als Verkehrsmittel z.B. für die tägliche Pendelei zur Arbeit einplanen müßte , oder es halt umgehen könnte.

Kommt dabei dann aber auch auf die individuelle Situation und Toleranzen des Arbeitgebers an.

Kurz und knapp, ich will für 60km am Tag keine 4 Stunden mit Bus und Bahn fahren. Mit dem Auto bekomme ich die Strecke in einer Stunde hin.

Ich fahre die meisten Strecken mit der Bahn und kann dir sagen, warum.

Du bist auf der Mittelstrecke (10-50 km) etwa doppelt so lang wie mit dem Auto unterwegs. Dies trifft besonders auf Kleinstädte zu - die Bimmelbahnanschlüsse von den nächstgrößeren Städten sind meist privatisiert und superschlecht, oft eingleisig und ohne Oberleitung.

Auf dem Land müssen wir erst gar nicht anfangen. Hier fährt höchstens mehrfach täglich der Bus. Pendeln undenkbar.

Hier habe ich Glück und fahre mit einem 365 €-Ticket landesweit. Woanders kosten selbst für Schüler und Azubis Jahreskarten teils 1000 €. Die Preislisten sind aber immer undurchschaubar.

Die furchtbare Fahrradinfrastruktur. Teils kostet das Fahrrad nur in bestimmten Tarifzonen extra, dann aber gleich so viel wie eine Einzelfahrt. Fahrradjahreskarten gibt es nicht, genügend Fahrradplätze auch nicht. Nicht einmal am Bahnhof gibt es sichere, trockene und genügend Ständer.

Die häufigen Baustellen, die oft monatelang ruhen (wie auf der Autobahn). Andererseits kann man froh sein, dass sie etwas machen.

Manche Züge sind rappeleng, dreckig, vollgepisst und stinken. Oft machen biersaufende Penner und anderes zwielichtiges Gesocks einen Großteil der Fahrgäste aus. Andere glühen vor oder benutzen die U-Bahn als eine Art Saufkarussell.

Dazu kommen spontane Zugausfälle (ca. alle 1-2 Monate). Ich muss dann umsatteln, ansonsten ist der Chef not amused.

Gerade mit der Kombination Bahn+Fahrrad ist man in Speckgürteln eigentlich relativ mobil - es ist bloß politisch nicht gewollt!

Ich selbst finde die Bahn aber um einiges entspannter. Der Autoverkehr hier ist zu Stoßzeiten megastressig. Man spart im Vergleich zu einem eigenen Auto viel Geld. Und man kann an den meisten Staus lachend vorbeifahren.

Maßnahmen:

  • Abschaffung der 1. Klasse (außer im IC/ICE)
  • Allgemein höhere Zuverlässigkeit
  • Lieber kleinere Züge, aber dafür höherer Takt.
  • Vereinfachtes Preissystem
  • Konzertierte Verkehrpanung, etwa Park&Ride, bessere Radinfrastruktur.

Damit wäre schon vielen geholfen. Der Bund investiert leider sehr wenig Geld in die Schiene, im Gegensatz zu den Schweizern. Es fehlen das Geld und der Wille, woanders funktioniert der ÖPNV deutlich besser.

Ich hasse Autos.

Sieht man sich an, das von 10 Autos nur 1 mit mehreren Personen besetzt ist, scheint Sprit und der Unterhalt zu billig zu sein.

Ich fahre oft Zug, ich hätte gar keine Lust ein Auto zu fahren.

Leider ist es so, das viele Leut sehr schlecht an Bus und Bahn angeschlossen sind.

Der Nachsatz ist das Entscheidende

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Wenn du selbständig bist und zu deinen Kunden fahren musst, kannst du das nicht mit Bus und Bahn machen und nimmst i. d. R. auch niemanden mit.

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