War der Kaiser im Mittelalter mit dem Papst gleichgestellt?

6 Antworten

Das ist die Frage. Der Papst war/ist das kirchliche und der Kaiser das weltliche Oberhaupt. Trotzdem haben beide immer wieder versucht, sich in den Herrschaftsbereich des jeweils anderen einzumischen, was oft zu Streitigkeiten führte.

Der erste Kaiser, der sich ganz offen über den Papst gestellt hat war Napoleon, weil er sich selbst dazu krönte.

Mr.Burner107

Zum ersten Stand gehörten alle Geistlichen unabhängig davon, ob sie in der Kirche einer hohen Position angehörten.

Ihnen übergeordnet war der jeweilige Herrscher des Landes. Der Kaiser war dem Adel übergeordnet und dem Klerus.

Napoleon Bonaparte (1769-1821) hat nicht im Mittelalter gelebt.

Für das Mittelalter gilt konventionell 500-1500 n.Chr.

Frühmittelalter = 500-900

Hochmittelalter= 900-1250

Spätmittelalter 1250=1500

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Der Papst war so eine Art Bundeskanzlerin der Christenheit. Er hatte zwar einen Kirchenstaat war aber für jede Handlung auf weltliche Unterstützung angewiesen. Andererseits mischte er sich in die Politik weltlicher Herrscher ein und war diplomatische Instanz. Niemand wollte sich mit ihm verscherzen, er dagegen konnte sich aber auch nicht alles erlauben.

Ja, beide waren gleichgestellt und hatten gleich viel Macht. Zu Ende des Mittelalters kam es zum sogenannten "Investiturstreit" bei dem es darum ging, wer von den beiden den Bischof bestimmen dürfte. Hoffe, dass ich deine Frage beantworten konnte.

Der Kaiser war nicht Stellvertreter Gottes auf Erden. Das war alleine der Papst. Somit hatte er eine Sonderstellung. das Problem war nur, dass es ihm im Gegensatz zu den Kaisern an weltlicher Macht fehlte.

Der Kaiser war im weltlichen Bereich der Höchste, der Papst im geistlichen. Der Kaiser wurde nicht als "Stellvertreter Gottes" angesehen. Bei der Krönung vermittelte der Papst die Segnung durch Gott. 

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